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DFBV Pleite ?


Offline stöckchenschubser

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Zitat
Was bedeutet das für die zigtausend Euro, die (möglicherweise) gespendet wurden?

Wie schon geschrieben wurde, sollte eine Rettung nicht möglich sein, also das Geld nicht gebraucht werden,
wird es zurück überwiesen. Die, die jetzt daran arbeiten sind alle keine Mitglieder des geschäftführenden Vorstandes.

Zitat
Was für unvorhersehbare Entwicklungen waren das denn???

Ohne jetzt irgend jemand in Schutz nehemn zu wollen, aber das ist schon zig Firmaninhabern passiert,
nämlich dann, wenn sie von der Ist in die Sollsteuer wechseln.
Dann zahlt man nämlich Steuern voraus, für Geld dass man noch gar nicht verdient hat.
Vielleicht bekommt man es dann ein Jahr später bei der Steuererkklärung wieder, aber so lange hat man Schulden
beim Finanzamt, die mit 6% verzinst werden.  Aufschub ist da nicht.
Und die schätzen in der Regel das dreifache von den realen Einnahmen.

Durch die Einnahmen, denen erst mal keine Ausgaben gegenüber standen, usw. usw.

Das alles erklärt natürlich nicht, warum man auf die Gemeinnützigkeit verzichtet hat.
Es muss in einem der 2016er Spot eine Erklärung von Walter dazu stehen.

Man hätte aber auch einfach die Satzung nach den Mustern, die NRW anbietet ändern können.

Aber hätte hätte Fahradkette............

« Letzte Änderung: November 15, 2018, 05:34:42 Nachmittag von stöckchenschubser »


Offline nordstern

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"Ohne jetzt irgend jemand in Schutz nehemn zu wollen, aber das ist schon zig Firmaninhabern passiert,
nämlich dann, wenn sie von der Ist in die Sollsteuer wechseln.
Dann zahlt man nämlich Steuern voraus, für Geld dass man noch gar nicht verdient hat.
Vielleicht bekommt man es dann ein Jahr später bei der Steuererkklärung wieder, aber so lange hat man Schulden
beim Finanzamt, die mit 6% verzinst werden.  Aufschub ist da nicht.
Und die schätzen in der Regel das dreifache von den realen Einnahmen."

@stöckchenschubser
Vielleicht meinst Du dasselbe wie ich, finde deine Beschreibung etwas missverständlich.

Wenn man vom FA von der Ist- zur Soll-Versteuerung gezwungen wird, betrifft das nur die Umsatzsteuervorauszahlungen.
Man muss also die anfallende USt. bezahlen, egal ob die eigene Rechnung schon beglichen worden ist. Entsprechend sollte dann das Zahlungsziel gesetzt sein. Wenn der Schuldner nicht zahlt, kann man die Rechnung auf zweifelhafte Forderungen umbuchen und in der nächsten Voranmeldung wird's dann gegengerechnet.

Ich verstehe daher nicht diese Argumentation hinsichtlich der fälligen USt., hat auch nichts mit der verloren gegangen Gemeinnützigkeit oder sonstigen Steuern zu tun, die der Verband eh zahlen muss.

Schätzen tut das FA nur, wenn man seinen Verpflichtungen nicht nachkommt bzw. für Steuerarten (Körperschaft- und Gewerbesteuer) nach dem Vorjahresergebnis, wo Vorauszahlungen fällig werden. Eine Darstellung, dass EFAC und EBHC einmalige Ereignisse waren und daher der Umsatz zu "normalen" Jahren extrem hoch war, könnte helfen.
Was die 6% Verzinsung angeht, wurde das vom BFH als verfassungswidrig eingestuft, ein Einspruch hätte geholfen.

Insofern gebe ich Dir mit der Fahrradkette recht.

Zum PDF Spendenaufruf
Hier fehlt mir die notwendige Transparenz und stichhaltige Argumente.
Dieter Glöckner u.a. Wer sind die anderen?
Bei Insolvenz und Neugründung dauert es 3-4 Jahre, bis der Sportbetrieb wieder läuft? Da hat der TBVD aber eine andere Schlagzahl vorgegeben.

IFAA Nachfolgerhaftung: Wenn es keinen Nachfolger gibt, gibt's auch keine Haftung, eine Neugründung ist kein Nachfolger. Und selbst wenn die IFAA das so sieht, glaube ich kaum, dass diese dauerhaft auf ein starkes Bogensportland wie D verzichten wird wegen 40000 EUR.

Ein Leben ohne Bentis ist möglich, aber sinnlos.

Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.


Offline zig_the_zag

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@stöckchenschubser
Hey, Du scheinst ja recht gut informiert zu sein.

Zitat
Die, die jetzt daran arbeiten sind alle keine Mitglieder des geschäftführenden Vorstandes.

Heißt das, es steht schon ein neuer Vorstand in den Startlöchern?
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Offline stöckchenschubser

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Nein.Das wäre au h jetzt nicht möglich, erst bei einwr Migliederversammlung


Offline Cayuga

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Offline paluma

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Was bedeutet das für die zigtausend Euro, die (möglicherweise) gespendet wurden?

Wie schon geschrieben wurde, sollte eine Rettung nicht möglich sein, also das Geld nicht gebraucht werden,
wird es zurück überwiesen. Die, die jetzt daran arbeiten sind alle keine Mitglieder des geschäftführenden Vorstandes.
....

Das Spendenkonto lautet auf den Namen "Bruno Schwarz für den DFBV";
Lt. DFBV Homepage ist Bruno Schwarz als Fachwart Recht Vorstandsmitglied und zuständig für Rechtsangelegenheiten im DFBV.

Zur Haftung von Vorstandsmitgliedern habe ich auf der Homepage des DFBV folgenden Link gefunden:
http://www.dfbv.de/index.php/organisation/versicherung?download=32:haftung-des-vorstandes

Demnach haftet im Falle einer Insolvenz der GESAMTE Vorstand, nicht nur die Personen im Vorstand, die die Insolvenz herbeigeführt haben.
Oder ist ein Fachwart trotz der Überschrift auf der Homepage kein Vorstandsmitglied?


Das alles erklärt natürlich nicht, warum man auf die Gemeinnützigkeit verzichtet hat.
Es muss in einem der 2016er Spot eine Erklärung von Walter dazu stehen.


Ich habe jetzt mal alle Spots von 2015/4 bis einschließlich 2017/4 durchgesehen, aber keine entsprechende Erklärung dazu gefunden. Hab ich da was überlesen? Vielleicht ist ja jemand anderes fündig geworden?

Im übrigen muss ich folgende Aussage aus meinem obigen Beitrag korrigieren:
"Der DBSV ist zwar ein reiner Bogenverband, aber auch hier sind Historical Bow und BHR nicht vertreten."

Das stimmt so nicht, im DBSV gibt es die Klasse "Primitivbogen". Nur die BHR-ler haben das Nachsehen (oder müssen mediterran mit einer einfachen Plastikpfeilauflage ohne Button und ohne Stabi schießen).

Man kann Prinzipien aufstellen wie Wegweiser. Oder wie Galgen.

Hans Kaspar


Offline Marcus (L)

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Ich bin erst seit etwa einem Jahr Mitglied. Grund für den Eintritt war, dass ich den Bogensportleiterschein machen wollte, nun wäre im Dezember der Trainer 1 auf dem Plan gestanden, der wurde heute abgesagt.

Ich habe in diesem einen Jahr einmal den Spot bekommen, mit aber wenig brauchbaren Infos. Von finanziellen Verwerfungen oder Trouble habe ich nichts gehört. Und vorgestern dann über einen Post auf Facebook. Habe dann den darin genannten Beitrag auf der Webseite gelesen.

Erster Gedanke: das klingt alles verzweifelt bis halbgar. Nicht durchdacht. 100€ sind vergleichsweise überschaubar, aber man soll ja schlechtem Geld kein gutes hinterher werfen. Aber was weiß ich schon? Zu wenig. Wieso habe ich in dem ganzen Jahr keine Infos per Mail bekommen? Jetzt erfahre ich zufällig(obwohl ich den DFBV auf FB like hat der Algorhitmus entschieden das wäre nicht spannend für mich) über einen Bekannten davon.

Zweiter Gedanke: der DSBV hat ja auch gerade Trouble. Es gibt auch niemanden (mir bekannten), der mit 4 Verbänden in D glücklich ist. Vielleicht wäre die aktuelle Situation ein Anlass, sich mit DSBV und TBVD zusammen zu tun und was sinnvolles zu gründen. Und wenn sich die drei auf eine Klasse "Holz-Compund mit Daumenring" einigen, dann soll das halt so sein.

Aber die Bündelung an WoManPower könnte für viele gute Dinge sorgen, z.B. brauchbare Teilnehmerzahlen bei Bayerischen Meisterschaften oder dem Bowhunter-Finale. Fände ich jetzt nicht so schlecht. Vielleicht auch durchdachte Ausbildungen an halbwegs regionalen Standpunkten(Schwarzwald, Westerwald, Osnabrück, Chemnitz -> von Würzburg aus alles kein Spaß)

Jetzt fahre ich mal nach Paderborn und schau ob es da ein bissl mehr Infos gibt...



snoopy

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Auf der Seite des DFBV gibt es nun jede Menge Informationen. Setzt euch aber vor dem Lesen hin. Nur so als Tipp.

Heftiger Stoff, da kann von wirtschaften keine Rede sein.
Das aufzuräumen und zukunftsfähig zu gestalten ist ein extrem hartes Stück Arbeit, wenn sich das überhaupt jemand antun will.


Offline Waldgeist

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Ich habe mir die veröffentlichten Berichte und Anlagen mal durchgelesen. Nicht als Mitglied des DFBV sondern aus fachlichem Interesse. Dabei ist heraus zu lesen, dass die Verantwortlichen völlig überfordert waren und es wohl auch sind. Leider ist dies kein Einzelfall; vielen, denen es im Grunde genau so geht, ist ja nicht bewusst, in welch prekärer Lage sie sich mit ihrem Verein oder Verband befinden. Diejenigen, die sich für ein Vorstandsamt zur Verfügung stellen, wissen in der Regel gar nicht, worauf sie sich da einlassen und wie weit ihr persönliches Haftungsrisiko geht. Ein großes Manko ist, dass es allzu oft auch kein fachlich abgesichertes Controlling und Prüfgremium gibt, was den Vorständen zur Seite steht und rechtzeitig auf bestehende Risiken hinweist und mit geeigneten Vorschlägen für Abhilfe sorgen kann.
Natürlich kann man die Vorständler nun nicht freisprechen und aus ihrer Verantwortung entlassen. ABER es gibt auch eine Mitverantwortung der Mitglieder gegenüber denen, die durch das Wahlergebnis mit ganz viel Vertrauen ins Amt gebracht worden sind, gleichzeitig aber den Rucksack der Verantwortung und Haftung aufgebrummt bekommen haben.

„Jeder Mensch kann irren, nur Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero


Offline stöckchenschubser

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Demnach haftet im Falle einer Insolvenz der GESAMTE Vorstand, nicht nur die Personen im Vorstand, die die Insolvenz herbeigeführt haben.
Oder ist ein Fachwart trotz der Überschrift auf der Homepage kein Vorstandsmitglied?
Meines Wissens nach gibt es einen geschäftsführenden Vorstand, zu dem die Fachwarte nicht gehören


Offline Waldgeist

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Zum einen haften nur die im Vereinsregister eingetragenen VS - Mitglieder, zum anderen gibt es bereits Urteile, dem zu Folge unter bestimmten Voraussetzungen auch einzelne VS - Mitglieder zur Haftung heran gezogen werden können.
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Offline puschel

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Auf der Seite des DFBV gibt es nun jede Menge Informationen. Setzt euch aber vor dem Lesen hin. Nur so als Tipp.

oha...
...das dachte ich mir auch, als ich die Infos gelesen habe.

Und mein zweiter Gedanke war dann (obwohl ich auch laut nach mehr Infos und Ausblick gefragt habe) - nehmt das besser sofort aus dem Netz, nehmt auch einen Anwalt und setzt euch schnell zusammen und lasst euch gut beraten (auch wenn das wieder Geld kostet), bevor ihr fundiert informiert. Es ist immer so ein dummer Spruch, dass man als Vereinsvorstand eh immer mit einem Bein im Knast steht, aber bei den Punkten denkt man sich irgendwie nur, dass das zweite Bein auch gerade folgt...

Drücken wir mal der Jungs und Mädels die Daumen, dass sie die Kuh ohne bleibenden Schaden vom Eis bekommen...

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Offline stöckchenschubser

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Das wäre ein typisches Beispiel dafür, was passiertwenn Positionen notvergeben werden, weil fachlichVersierte Persoben sich der Vorstandsarbeit verweigern
Ein Problem was viele Vereine habenWie es aussieht, ist der Verlust der Gemreinnützigkeit doch schon länger her.
« Letzte Änderung: November 16, 2018, 12:15:03 Nachmittag von stöckchenschubser »


Offline zig_the_zag

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Ich will das der DFBV fortbesteht, ich will die BowHunterLiga und die DM BowHunter und auch alle anderen Veranstaltungen und Fortbildungen des DFBV, deshalb werde ich auf jeden Fall zu der AO am 16.12. fahren, um alle Entscheidungen mitzubekommen und mit zu entscheiden.

Wenn das Debakel der Vergangenheit geklärt ist und (wie auch immer) finanziell abgewickelt ist, wird kein Weg vorbeigehen an Erhöhung der Mitgliederbeiträge und Startgelder.
Außerdem muß eine professionelle Buchhaltung und Steuerberatung engagiert werden.
Meines Erachtens kann man auch auf ein gedrucktes Verbandsorgan verzichten.
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Offline Waldgeist

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Stimmt; prof. Dienstleistung hat ihren Preis. Wenn die Kompetenzen aber nicht in der "Führungsetage" zur Verfügung stehen, ist der Zukauf solcher Leistungen die einzig gangbare Lösung. )Man lässt die Gastherme ja auch nicht durch den Frisör oder den Zahnarzt reparieren, oder?)
Und noch eins: Es soll ja Menschen geben, die in der Beschäftigung mit der von Dir so nett als "ungeliebte Dinge" bezeichneten Materie ihre helle Freude haben und davon leben können.   O:-)
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