Archers Campfire

DFBV Pleite ?


Offline Marcus (L)

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Ich begann meine depressive Einlassung mit den Worten "Wer das nicht schätzt"...

DU fühltest dich dadurch angesprochen. DU beschreibst das als "asozial".

Das ist nicht das, worauf ich hinaus will. Ich würde es als "Zeitgeist" beschreiben. Asozial sind für mich Menschen in Anzügen, die Omas Erspartes in Zertifikate anlegen die anschließend Ramsch sind, die Steuern hinterziehen, oder sich als Formel1-Pilot nach bester Ausbildung in D dann in die Schweiz umzeihen. DAS ist für mich asozial.

Zeitgeist ist, bei alles uns jedem eine penible persönliche Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen und das Gesamte aus dem Auge zu verlieren.

Zeitgeist ist, auf den 5. teuren Grill entweder ALDI-Fleisch zu werfen, gleichzeitig zu schmimpfen, dass der rumänische Schlachthofakkordmitarbeiter der auf auf vergammelter Matratze in schimmeliger Baracke haust, auch noch Kindergeld für seine Balgen, die ihn nur alle Monate mal zu Gesicht bekommen, einstreicht.

Und bei so einem herrschenden Zeitgeist, da haben es Vereine und Verbände dann schwer, aktive Mitglieder zu finden und am Leben zu bleiben.

Du, Andre, bist nicht asozial. Zumindest soweit ich das einschätzen kann.


Offline rso

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Schade.

Das Thema ist bzw. war die desolate Lage des DFBV.

Und wo sind wir jetzt? Bei einer individuellen Meinung, was als "asozial" oder als "Zeitgeist" anzusehen ist.
Letztendlich eine ganz persönliche, sozial-(politische) Darstellung.

Das hier in einem Bogenforum zu posten, finde ICH ehrlich gesagt ziemlich daneben.

cu

Rainer


Offline Absinth

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@rso: So etwas sollte auch ein Bogenforum aushalten können bzw. würde ich dies empfehlen - alle die hier schreiben und lesen denen traue ich zu, dass sie sehr gut einordnen können und wissen worum es hier, im Thread, doch geht.


Besten Gruß,
Absinth




Nachtrag: @rso und ja, ich kann dich gut verstehen.




« Letzte Änderung: Februar 15, 2019, 07:12:11 Nachmittag von Absinth »


Homer

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Servus Freunde des Bogensports,
Ich bin schon seit längerem im DFBV.
Ich war in einem Verein Mitglied, seit einem Jahr nicht mehr.
Warum, weil mir die Puste ausgegangen ist wegen den Sogenannten Nutznießern. Alle wollen, mancher gibt und ist trotzdem immer der Depp. So stell ich mir das auch beim DFBV vor. Ich werde vorerst nicht austreten, ich schau mir die weitere Entwicklung dieses Jahr noch an, dann werde ich mich entscheiden wie es weiter geht. Mir ist das ganze einfach zu teuer. Kinder, Hauskredit, Lifestyle, usw. Mir sind mittlerweile andere Dinge wichtiger, daher dieses Jahr seit langem keine BHL, RM oder sonstiges. Ich persönlich kann nix für die Missstände, daher muss ich schauen was für mich am besten passt...
Btw. Ich bin weder asozial, noch sonst irgendwie neben der Spur, Ich sage lediglich meine Meinung.
PS Marcus (WÜ), ich glaube du hast andere Probleme, so einen Aggropost loszutreten finde ich schon krass. Weiß nicht wie du lebst, oder welches Auto du fährst, wie du deinen Mitmenschen begegnest, aber das war ein Griff ins Klo. Vll selbst Spiegel vorhalten und dann mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Freundliche Grüße vom Homer, der sich jetzt ein Steak vom Angusrind auf seinem Weber grillt ;-))


Offline zig_the_zag

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Das Problem mit der gehackten Homepage des DFBV scheint beseitigt.
Zudem wissen wir jetzt endlich wieviel Mitglieder der Verband überhaupt hat:

http://www.dfbv.de/index.php/24-neuigkeiten/382-hinweise-zum-dfbv-beitrag
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Offline stöckchenschubser

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Und dass es demnächst für den DFBV teure Rechtsstreitigkeiten geben wird.
Die Mitglieder, die wegen der widerrechtlichen Beitreibung der Beiträge, eine Rücklast veranlasst haben, werden wohl kaum die vom DFBV verschuldeten Gebühren tragen.
Man darf gespannt sein.


Gardener

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Ja, ich bin ?noch?  DFBV Mitglied und ja, ich ärgere mich schon was das Finanzgebaren betrifft.
Nebenbei versuche ich als Vorsitzender eines kleinen Bogensportvereins keinen Unfug anzurichten. Auch im Thema Finanzen...
In Sachen Kündigung sehe ich nur das Argument der "unangemessenen" Anhebung, mehr als 30% werden in der Regel ohne
JHV Beschluss als nicht akzeptabel angesehen. Ob es sich im aktuellen Fall lohnt einen Rechtssteit zu führen bezweifele ich stark.
Eine RS-Versicherung wird da wohl kaum einspringen und aus der eigenen Tasche, wofür? Die Kosten für ein Verwaltungsgericht sind nicht klein.
Aus meiner Sicht haben vor allem die Mitglieder als Kontrollorgan zu wenig Kontrolle aktiv ausgeübt und
nun haben wir den Salat. Aber deshalb infantil zornig nach Aufruhr zu rufen ist ein bisschen viel.
Und wer gehen will der soll das tun, gerne auch schimpfend, aber mit Anstand. Die welche bleiben werden dafür ihre Gründe haben.


Offline zig_the_zag

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@Gardener
bin mit Dir d'accord.

Wenn von 2852 Mitgliedern nur 80 -115 bei einer JHV erscheinen sind das nur max. 4%.
Es besteht also einerseits sehr geringes Interesse an aktiver Teilhabe und Teilnahme, andererseits wird im Falle des aktuellen Desasters dann so getan, als ob die "da oben" machen, was sie wollen.

JHV sind nicht die beliebtesten Veranstaltungen, aber in unserem kleinen Verein beträgt die Teilnahme fast 25% (der Mitglieder).
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Offline Waldgeist

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Moin zig_the_zag,
könnte es vielleicht sein, dass es Mitglieder gibt, die aus "banalen" finanziellen gründen nicht zur JHV fahren (mal eben ca. 200 € ohne Übernachtung) und schlicht und ergreifend denen, die hinfahren zutrauen, dass vernünftige Beschlüsse zustande kommen?
Der DFBV ist schließlich ein Bundesverband und mit einem örtlichen Verein nicht gleich zu setzen.
„Jeder Mensch kann irren, nur Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero


Offline zig_the_zag

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Man kann natürlich auch keine Teilnahme von 100% erwarten.

Wie Du auf 200€ kommst, ist mir nicht ganz klar. Wenn ich zur nächsten JHV allein mit dem Auto fahre gehe von 40€ Spritkosten aus. Wenn ich in Fahrgemeinschaft anreise verringert sich der Betrag sogar.
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Gardener

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Die Frage des zeitlichen als auch finanziellen Aufwandes ist beim Besuch einer JHV im Vereinsbereich meist überschaubar.
Bei einem bundesweit aufgestellten Verband essentiell. Wenn eine Mitgliederversammmlung den Mitgliederwillen ausdrücken soll,
und muss, wäre ein System von Delegierten oder Stimmrechtsübertragungen an Teilnehmer ein gangbarer Weg diesem Manko abzuhelfen.
Das wie muss diskutiert werden, ein Anteil unter 10% der stimmberechtigten Mitglieder sollte zu denken geben.
Und das sorgt für Transparenz in den Entscheidungen und vermutlich auch Rückendeckung des Vorstandes bei Beschlüssen.
Das die Frage vom Beitragsanpassungen in die JHV gehört steht für uns im Verein außer Frage, alles Andere wäre Willkür.
Und das schafft nicht Zufriedenheit.




Offline Beefeater

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 Ich kenne es von Verbänden auf Bundesebene auch so, das es z.b. Kreisdelegierte gibt, die dann für die ihnen zugeordneten Mitglieder abstimmen. Dazu müssen natürlich Tagesordnung und abzustimmende Punkte zeitgerecht vorher bekannt gemacht werden.
Grüße, Achim

Bearpaw Mohawk RC 33#@29,5" 60", Gillo G1 MT 70" mit  W&W Winex 32#


Offline stöckchenschubser

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Die JHV ist ein großes Problem beim DFBV.
Sie wird in der Regel zur DM Halle gemacht, wo die wenigesten Teilnehmer anwesend sein dürften,
und von denen die da sind gehen lange nicht alle hin.
Bei der außerordentlichen zur DM Bowhunter am Erbeskopf waren geschätzt keine 100 da.

Für viele ist das auch eine Tagesreise mit eventuell Urlaub und Übernachtung.
Was eine Bahnfaht von 200 Km und mehr kostet mit Hotel, kann sich jeder ausrechnen,, aber 200€ sind da weg.


Offline BowLaw

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Eine RS-Versicherung wird da wohl kaum einspringen und aus der eigenen Tasche, wofür? Die Kosten für ein Verwaltungsgericht sind nicht klein
Warum sollte sie nicht einspringen ?
Das dürfte im übrigen "schnödes" Zivilrecht sein.
Das nur als Zwischenruf, bitte nicht darüber diskutieren.  :ontopic:


Offline zig_the_zag

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@Gardener @beefeater

Die Idee von Kreisdelegierten oder Wahlmännern ist ganz gut, dafür müßten aber erst bundesweite Strukturen geschaffen werden. Und es ist glaube ich schon jetzt schwierig die Posten für die Regionalvertreter der 4 Himmelsrichtungen zu besetzen.
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