Archers Campfire

Rohschaft richtig tunen


Offline Stringwistler

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  • Der Bogen schießt... aber die Sehne trifft...
    • Bestandssehnen vom Stringwistler unter.....
Und irgendwann übernimmt die schwerere Spitze das ziehen vom geschobenen Pfeil, der schnell ohne Masse vorne durch Wind und Strömungseinflüsse langsamer wird. 😄
Aber das muß natürlich nicht jeder hier auch verstehen..

Soll doch jeder schießen was er will zum Geier...
Aber wer nicht ausprobiert, weis auch nix...

Ende und aus. 😌
Servusla, Gruß Guidl...

https://stringwistler.blogspot.de/

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Daniel124

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Ein Pfeil wird ANGESCHOBEN, nicht GEZOGEN, ...

Er wird angeschoben bis der Nock von der Sehne kommt. Jetzt bremst die Befiederung und die Spitze zieht.
« Letzte Änderung: Juli 30, 2021, 10:49:33 Vormittag von Daniel124 »


Offline H.B.

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Hi,
ich bin mehr der Handwerker und Physik war nicht mein Lieblingsfach.
Verstehe ich das richtig? Gleicher Bogen, gleicher Pfeil, nur einmal mit 80 Grain Spitze und einmal mit 125 Grain. Aufgrund der höheren Masse an der Spitze fliegt der mit 125 stabiler/weiter/schneller?
Was davon ist richtig?


Offline roscho

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Leute, wie soll die Spitze den "ziehen" ?

Ich hab bei dem System eine "Beschleunigung" durch die Sehne die einen "Stab" in Bewegung setzt.
In Bewegung ist der "Stab" nicht "steif" sondern schwingt bzw schlängelt.

Ich verlinke hier mal die Beiter Highspeed Videos: http://www.4-seidler.de/bogen/html/pfeilflug.html

In dieser Flugbewegung stabilisieren und bremsen die Federn diese Schlängelbewegung, mehr Masse vorn bewirkt (durch die Masseträgheit) ein geringere Abweichung der Steuerbewegung des Hecks, der Pfeil stabilisiert schneller, verliert weniger Energie und fliegt stabiler.

Das MAG wie ZIEHEN ausschauen, ist aber kein ZIEHEN sondern eine Folge der Pfeildynamik.

Dazu gibts XX Studien und Berechnungen.

Zusammenfassend: es spricht nichts gegen den FOC (Easton empfiehlt für Olys den höchsten FOC, siehe oben) aber die Mär vom Ziehen ist eine MÄR.


Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

"Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
und der rationale Verstand ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen,
die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."

* Albert Einstein


Offline Absinth

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Hi,
ich bin mehr der Handwerker und Physik war nicht mein Lieblingsfach.
Verstehe ich das richtig? Gleicher Bogen, gleicher Pfeil, nur einmal mit 80 Grain Spitze und einmal mit 125 Grain. Aufgrund der höheren Masse an der Spitze fliegt der mit 125 stabiler/weiter/schneller?
Was davon ist richtig?

Nix, nix davon ist richtig unter diesen auf das Minimum reduzierte an Bedingungen.


Leute, mal ehrlich, wer hier mitliest und nur ein Bruchteil von der Materie etwas versteht, dass die Spitze den Pfeil zieht und hoffentlich kommt nicht noch, dass die Nocke den Pfeil schiebt..., derjenige wird äußerst überrascht sein...  ::)


« Letzte Änderung: Juli 30, 2021, 11:24:22 Vormittag von Absinth »


Offline Waldgeist

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Vielleicht ist es ganz am Ende der Flugphase ja doch die Gravitation (Erdanziehung) die den Pfeil nach unten zieht ...  ::)
„Jeder Mensch kann irren, nur Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero


Offline Ulrich

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Absinth, damit hast du die Idee der Antriebsnocke in die Welt gesetzt.
Du weisst ja: Was einmal gedacht wird, kann nicht zurückgenommen werden!
Wie immer gilt hier: dies ist der neuste Stand des Irrtums


Offline roscho

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Wen es noch in der Tiefe Interessiert - The Mechanics of Arrow Flight upon Release

https://www.ocf.berkeley.edu/~archery/wp-content/uploads/docs/knsu.pdf

und in bunt:

https://www.wired.com/2016/08/physics-archery/

« Letzte Änderung: Juli 30, 2021, 11:33:09 Vormittag von roscho »
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

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Daniel124

  • Gast
Wieso fliegt ein Rohschaft mit der Spitze voraus? Und überschlägt sich nicht etwa? Oder fliegt Nock voraus?
Weil in der Spitze, die ein Drittel des Pfeilgewichts ausmacht, die meiste Energie steckt. Deshalb fliegt sie der restlichen Masse voraus. Sie zieht.
Wäre die Spitze nicht festgepappt / eingeschraubt würde sie den Schaft verlassen und vorausfliegen.
Mit Befiederung bremst es hinten obendrein noch, der Effekt des Ziehens verstärkt sich.

Man nehme eine Spitze und binde mittels 20cm Faden ein Holzstückchen und hier mittels 20cm Faden ein paar Federn dran. Jetzt nehme man den ganzen Kram in die Hand und schmeiße ihn weit hinaus. Was fliegt voraus und zieht den Rest hinter sich her?

Kinderkram? Genau, hierfür brauchts keine Wissenschaftler.


Offline Absinth

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Wieso fliegt ein Rohschaft mit der Spitze voraus? Und überschlägt sich nicht etwa? Oder fliegt Nock voraus?
Weil in der Spitze, die ein Drittel des Pfeilgewichts ausmacht, die meiste Energie steckt. Deshalb fliegt sie der restlichen Masse voraus. Sie zieht. Wäre die Spitze nicht festgepappt / eingeschraubt würde sie den Schaft verlassen und vorausfliegen.
Mit Befiederung bremst es hinten obendrein noch, der Effekt des Ziehens verstärkt sich.

...

Dies wirft für mich folgende Frage auf... Gibt es denn bzw. gab es denn jemals eigentlich auch Pfeile, zum Beispiel aus Holz, ohne zusätzlich montierte Spitzen? Falls ja - wer oder was zieht/zog dort?



Offline TomiWalker

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Wieso fliegt ein Rohschaft mit der Spitze voraus? Und überschlägt sich nicht etwa? Oder fliegt Nock voraus?
Weil in der Spitze, die ein Drittel des Pfeilgewichts ausmacht, die meiste Energie steckt. Deshalb fliegt sie der restlichen Masse voraus. Sie zieht.
Wäre die Spitze nicht festgepappt / eingeschraubt würde sie den Schaft verlassen und vorausfliegen.
Mit Befiederung bremst es hinten obendrein noch, der Effekt des Ziehens verstärkt sich.

Man nehme eine Spitze und binde mittels 20cm Faden ein Holzstückchen und hier mittels 20cm Faden ein paar Federn dran. Jetzt nehme man den ganzen Kram in die Hand und schmeiße ihn weit hinaus. Was fliegt voraus und zieht den Rest hinter sich her?

Kinderkram? Genau, hierfür brauchts keine Wissenschaftler.

Bin der gleichen Meinung.
Das hat mit der Massenträgheit zu tun, nehmt einen Rohschaft und werft ihn waagerecht in die Luft, er wird immer auf der Sitze landen.
Der Pragmatiker


Offline TomiWalker

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Experiment: Mann nehme einen Schaft ohne Spitze und ohne Federn, klebe ein Gewicht in den Schaft und setze die Nocke drauf.
Das Schaftende ist somit der schwerste Teil der Konstruktion.
Meine Meinung...der Schaft dreht sich nach dem Abschuss und landet auf der Nocke, sofern die Schussdistanz eine vollständige Drehung zuläßt
Der Pragmatiker


Offline Stringwistler

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Hey noch eins....
wir haben vor 20 Jahren den Versuch sogar belegt mit einer Spitze die im Insert ohne Gewinde und mit leichtem Untermaß steckte.
Wenn wir den Pfeil auf 90 Meter Scheibe schossen, verlor der Pfeil ab ca. 30-40m immer die Spitze und der Pfeil bog dadurch vorher an der Scheibe ab....
An was lag denn dann das?
Aber eigentlich gehört das echt nicht hier her....Roscho bitte mal trennen.... könnt noch interessant werden. :locked:
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Offline Absinth

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Hey noch eins....
wir haben vor 20 Jahren den Versuch sogar belegt mit einer Spitze die im Insert ohne Gewinde und mit leichtem Untermaß steckte.
Wenn wir den Pfeil auf 90 Meter Scheibe schossen, verlor der Pfeil ab ca. 30-40m immer die Spitze und der Pfeil bog dadurch vorher an der Scheibe ab....
An was lag denn dann das?
...

Guido, mein Freund, mit deinem Anliegen biste hier aber schon richtig... Wie du ja selbst weißt, oszilliert der Pfeil und dabei hat sich die lose Spitze "herausgerappelt", ist doch logisch.

Und siehst du, und das ist viel wichtiger im hiesigen Zusammenhang, der Pfeil ist ohne Spitze weitergeflogen, keine Spitze hat ihn über deine angegebenen ca. 30 - 40 Meter hinaus gezogen und bitte, das Insert war es auch nicht.  :)



Offline Absinth

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Ich mache da mal ein Friedensangebot, welches da lautet...

Mit der Wahl der Pfeilspitze kann ich die Flugeigenschaften meiner Pfeile beeinflussen und dies gilt natürlich auch für das richtige tunen vom Rohschaft.

:)