Archers Campfire

Feldbogen und Tradis - man geht sich wohl lieber aus dem Weg


Online Landbub

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In der Blankbogenklasse hat man als Traditioneller wenig Chancen gegen Stringwalker und Co.

Genau um dieses Argument gehts ja in diesem Thread. Die sich ergebende Frage war und ist: Würdest DU Feldbogen mitschießen, wenn es die Tradiklassen IB und LB gäbe wie in Ö?
Wie Du hier lesen kannst, geht es den meisten letztendlich nicht darum, eine Chance aufs Treppchen zu haben, die sie in BB kaum haben, sondern dass Feldbogen an sich für Tradis wenig attraktiv ist.
Daraus würde nämlich folgen, dass es überhaupt keinen Sinn macht, diesbezüglich bei den Landessportverbänden vorstellig zu werden.
Weiter oben habe ich es geschrieben, dass ich mich dafür engagiet hatte und vom Verband das Feedback kam "es würde doch eh kaum einer mit dem Holzbogen kommen". Ich hatte es erst anders gesehen, teile nun aber langsam diese Meinung.
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Offline lakeshooter

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  • Das Leben ist zu kurz für nur einen Bogen!!
Es zeigt ob ich schießen kann und den Pfeil wiederholt ins Ziel bringen kann. Den Feld und Scheibe allgemein zeigt etwas, was 3D nicht kann. Es zeigt ob ich schießen kann und den Pfeil wiederholt ins Ziel bringen kann. Nicht einmal,  sondern mehrmals.

Dieser Aussage würde ich für meinen Teil zum Großteil zustimmen.

Der Feldbogner/Fitanese beherrscht sein SYSTEM (und seine Einflussfaktoren), um wiederholbar zu treffen (ob er schießen kann, oder nicht, sagt das nicht, denn auch einem Roboter kann man ein System "beibringen")
Intuition kann man vom Begriff her schon nicht erlernen, da es eben nichts Bewusstes ist. Wenn man dem Intuitiven Wiederholbarkeit anlernen wollte, wäre es ein System (in welcher Form auch immer) und nicht mehr Intuition.

Dein persönliches Ziel als Feldbogner/Fitanese ist es wiederholbar zu schießen, bei anderen (z.B. 3D) genügt es meist einmal zu treffen, da eh nur ein Pfeil gewertet wird (okay, außer Doppelhunter).

Das ist vom Grundsatz der Disziplinen schon ein ganz anderer Ausgangspunkt und jeder kann sich raussuchen, was ihm am meisten liegt und wo seine Ziele liegen.
« Letzte Änderung: Juli 09, 2021, 09:53:29 Vormittag von lakeshooter »
Neue Bögen brauchts (eigentlich (n)immer) am See!!!

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Offline lakeshooter

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  • Das Leben ist zu kurz für nur einen Bogen!!
Eine Doppelhunter-Runde müsste ja dann für die Instinktiuven ein absolutes Desaster sein......

Trifft für mich z.B. absolut zu. Die Doppelhunterrunde war bei der EBHC das schlechteste Ergebnis der 4 Tage.
Und auch auf dem Parcours beim Training oder beim Killturnier in Eisenbach sind bei mir die Doppelhunterrunden immer schlechter.
Wie gesagt, Kopfsache und somit bin ich ungeeignet für FITA und Feldbogen.



« Letzte Änderung: Juli 09, 2021, 10:02:06 Vormittag von lakeshooter »
Neue Bögen brauchts (eigentlich (n)immer) am See!!!

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Online Landbub

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Was ich nicht ganz verstehe. Eine Doppelhunter-Runde müsste ja dann für die Instinktiuven ein absolutes Desaster sein...... Oder der alte Reflex hochkommt: Scheibe = Fita = NoGo -> Ablehnen

Generell geht man davon aus, dass man instinktuiv auf kürzere Distanzen besser treffen kann als auf weite. Viele hier haben bei der Frage nach System oder nicht geschrieben, "kurz: nach Gefühl. Weit: über die Pfeilspitze". Weils halt da nicht mehr so gut geht. Und Feldbogen ist halt teilweise recht weit verglichen mit den 30m bei 3D.
Warum die Nasen neulich auf der Wiese auch auf 10m nix getroffen haben, weiss ich nicht. Drum "nicht repräsentativ".

Bei den Systemschützen dürfte es mehr geben, die sich mit Feldbogen anfreunden könnten, es aber aus irgendwelchen Gründen nicht probieren. Da liegt mMn. der Kuhfladen im Gras.
Wie kann man diese motivieren?

Vermutlich gar nicht. Weil die dann eben zu einem BB Bogen greifen.
Meine Intention war eher "was wäre, wenn es die Holzklassen gäbe?".
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Offline roscho

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Klaus (Seeker) spricht hier einen sehr wichtigen Punkt an.
Wir müssen zwischen 2 Gruppen bei Tradis unterscheiden, den nicht alle Tradis sind Instinktuiv unterwegs.

- Instinktuiv
- Systemschütze

Bei den Instinktuiven werden wohl die Wenigsten Interesse am Feldbogen finden, da eben wie schon vielfach geschrieben, die Reproduzierbarkeit eines Schußes offensichtlich nicht möglich ist. Was ich nicht ganz verstehe. Eine Doppelhunter-Runde müsste ja dann für die Instinktiuven ein absolutes Desaster sein...... Oder der alte Reflex hochkommt: Scheibe = Fita = NoGo -> Ablehnen

Bei den Systemschützen dürfte es mehr geben, die sich mit Feldbogen anfreunden könnten, es aber aus irgendwelchen Gründen nicht probieren. Da liegt mMn. der Kuhfladen im Gras.
Wie kann man diese motivieren?

Natürlich ist bei "Instinktiven" die Reproduzierbarkeit gegeben, dazu macht HB sein Superspot Training, oder wenn man hier im Forum die Ü-EI Challenge und die Gruppen ansieht sag ich: geht doch ..

Aber: es liegt nicht der "Trainingsfokus" drauf, es genügt eben der erste Schuss ..

Zitat
Bei den Systemschützen dürfte es mehr geben, die sich mit Feldbogen anfreunden könnten, es aber aus irgendwelchen Gründen nicht probieren. Da liegt mMn. der Kuhfladen im Gras.
Wie kann man diese motivieren?

Da geb ich dir recht, das ist die zentrale Frage, und -ich- glaube das genau das extrem schwierig ist.

Keiner von uns ist ja "Profi", wir reden hier mehr oder weniger von Hobbysportlern. Und da ist es eben so das ich ich je nach Neigung/Vorliebe eben für eine Disziplin entscheide.

Ein Strassenrennradfahrer wird auch nicht an einem Downhill-Wettbewerb teilnehmen.

Klar gibt es immer Generalisten und Spezialisten, die Generalisten sind aber immer in der Minderheit.



Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

"Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
und der rationale Verstand ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen,
die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."

* Albert Einstein


Erbswurst

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Meine Intention war eher "was wäre, wenn es die Holzklassen gäbe?".

Dann wäre es genauso. Die Diskussion hatten wir schon ein paar Seiten weiter vorn.

Es ist wie mit der Henne und dem Ei. Die Holzklasse wird nicht ausgeschrieben in der Annahme, dass zu wenig Interesse vorhanden ist. Und das wenige Interesse (weil in der Tat nur wenige der traditionellen Schützen Bock auf Scheiben haben) ist zu gering um dem Verband zu signalisieren: Wir sind viele, macht eine Klasse für uns auf!

Warum das "übern Berg" anders ist? Interessante Frage für Sportsoziologen. Man könnte jetzt einen Zusammenhang zwischen den ungarischen Ahnen und den k.u.k.-Nachkommen herbeidiskutieren aber ich habe das Gefühl, das führte zu nichts...


Offline Kuckingen

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Es wurde in Österreich besucht  es wurdedaqnch gefragt, der Verband hat zugehört. Ist auch einfacher mit  nur einem Verband


Seeker

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Na Dr. J, jetzt sind wir ha schon 2 mit dieser Beobachtung, langsam wirds mit der Statistik  ;D


Offline Absinth

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  • Einer trage des anderen Last...
Ich zitiere mal...

Ausgangspunkt war übrigens der Satz "auf Scheibe kanns ja jeder, im Gelände, das ist Kunst"

kommt auf der Geschwafel-Skala gleich nach "Mit Compound trifft ja jeder" und "wer trifft hat recht"


@Landbub: Ist das Zitierte tatsächlich deine Motivation für diesen Thread hier?

Du zitierst aus einem Thread, dern nie gesagt wurde, Dafür bekommst du erst mal meine tiefe Verachtung.
Und verstanden hast du auch nix. Mag an meinen langen Sätzen liegen.

Aber zur Antwort:
Obiges zitierte war der Grund, warum sich 3,5 Tradis auf der Fita Wiese getroffen haben.
Ich hatte damit nix zu tun.

...

Dafür, dass du nix damit zu tun hattest, hast du aber eine Menge dazu geschrieben. Erfreulich ist allerdings mittlerweile, dass die von dir sog. 3,5 Tradis nicht mehr Gegenstand der hiesigen Diskussion sind.

Ach ja, noch etwas zum geschriebenen Rest - sei dir gewiss, über diesen stehe ich.  O:-)



Online Landbub

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Erfreulich ist allerdings mittlerweile, dass die von dir sog. 3,5 Tradis nicht mehr Gegenstand der hiesigen Diskussion sind.

Man könnte das fast so verstehen, als seist Du dabei gewesen. Kennen wir uns?  :wtf:

Ach ja, noch etwas zum geschriebenen Rest - sei dir gewiss, über diesen stehe ich.  O:-)

nichts anderes habe ich erwartet  :beer:

hmm... das da hätte eigentlich das "prost" Smiley sein sollen. Wo die Krüge zusammenschlagen. Gibts das nicht mehr?   :cheers:
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Offline Rook

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  • Bin schon länger hier
Auweia... Was für ein Geplärre. Ich würde Jederzeit und Immer mit egal welchen Bogenklassen mitmachen. FB halte ich für SEHR anspruchsvoll,- Die Stringwalker ,- Da habe ich eine andere Meinung.

LG, Rüdiger


Offline roscho

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Wen es interessiert : http://www.bogensport.cc/traditionell-bogenschiessen/trad-bogenschiessen/historisches/bs-geschichte---teil-1/index.php bis 5

Interessant dieser hier: http://www.bogensport.cc/traditionell-bogenschiessen/trad-bogenschiessen/historisches/bs-geschichte---teil-2/index.php

ich zitiere:

Roving

1929 steckte die Weltwirtschaft in der Krise. Roving wurde eine kostengünstige Beschäftigung während dieser Zeit. Es kann einfach damit umschrieben werden, dass man durch das Land zieht und auf verschiedenste Dinge (Baumstumpf, Flaschen, …) schießt. In diesem Jahr schrieb E. Frentz den Artikel „The Call Of the Bow“, in dem er Einblicke über das Roving gab. Daraufhin entstanden viele Roving Clubs im ganzen Land, die wir als Vorläufer des späteren Feldbogensports sehen können. So traf man sich als Club im Freien, campierte und ging dann gemeinsam „rovern“. Viele verbrachten so tolle Wochenenden, mit einem minimalen Aufwand an Geld.

und weiter

Geburt des Feldbogensports

1934 hatte ein kleiner Club in den Redlands (Kalifornien) die Idee einen festen Kurs mit etwa 20 Scheiben bergauf und bergab, im Gelände aufzustellen. Manche Ziele waren 50 bis 60 Yards entfernt, ein anderes 160 Yards über eine Schlucht, wo heute wohl noch viele Pfeile ruhen. Die Entfernungen waren zunächst unbekannt, was eher an eine Jagdsituation erinnerte - der Feldbogensport (Field Archery) war geboren. Effektive Jagddistanzen waren dies keine, aber daran dachte damals kaum wer.

Nun entstanden mit der Zeit immer mehr dieser Kurse und wurden sehr beliebt und eine Veranstaltung folgte der anderen. Doch obwohl für Bogenjäger gedacht, schossen viele Turnierschützen mit.
Die Zielmethode war nun nicht mehr so einfach und viele schossen „instinktiv“. Daher stammt auch der Begriff „Instinctive Archers“, was damals eigentlich für die Bogenjäger mit schwerer Ausrüstung stand. Die schweren Bögen erlaubten es auch kaum lange zu zielen. Die Schützen mit einer leichten Ausrüstung, die vom Scheibenschießen kamen, bezeichnete man als Freestyler (Visier und Point of Aim). Bereits 1937 tauchten die ersten fest installierten Visiereinrichtungen beim Scheibenschießen der NAA auf und damit auch beim Field Archery. Das Hauptproblem war dabei jedoch zunächst weniger, dass diese neuen "Visierschützen" besser trafen, was sie nicht taten, sondern der relativ flott zu begehende Kurs wurde durch das ständige Einstellen extrem langsam. Der Effekt war, dass Visiere beim Field Archery verboten wurden.

Zunächst war das Feldbogenschießen in der NAA integriert und es wurden erste Regeln geschaffen. In Michigan wurde 1937 erstmals in zwei Klassen geschossen, Fred Bear gewann in der Instinctive Division auf 56 Ziele mit 460 Punkten die Michigan Field Archery Championships und Karl Palmatier in der Freestyle Division mit 308.

1939 erfolgte dann jedoch eine „brüderliche“ Trennung und es wurde ein eigener Verband geschaffen – ein F dazu und die NFAA (National Field Archery Association) war gegründet. 1941 erhielt der Verband das heutige Symbol "stump hunting", welches die beliebte Freizeitbeschäftigung symbolisierte. In den beiden ersten Jahren stand es den Veranstaltern frei, ob sie die Klassen trennten oder gemeinsam beließen. 1942 und 1943 wurde zwar eine eigene Freestyle-Klasse angekündigt, aber nicht durchgeführt, vielleicht auch deshalb, weil sich die USA bereits im 2. WK befanden und viele Bogenschützen eingerückt waren. Außerdem galten leichte Ausrüstung und Visiere in diesen Jahren nicht als Vorteil, weshalb es länger auch dabei blieb, gemischt zu schießen. 1941 wird das Indoor/Outdoor Mail Tournament, 1942 die (Standard) Field Round mit 2x14 Zielen mit jeweils vier Pfeilen (max. 5 Punkte pro Pfeil) und 1943 die Flint Indoor Round auf 30 yds (ab 1960 auch auf 20 yds) eingeführt. Der Krieg sollte noch zwei Jahre dauern.

--

Und auch unsere Diskussion ist nicht neu ;)

Der Konflikt zwischen Freestyler und Bowhunter

Die NFAA wurde ursprünglich von Bogenjägern für Bogenjäger geschaffen, welche sich selbst als Instinctive Archers bezeichneten. Doch da gab es noch die Turnierschützen (Freestyler), die ebenso am Feldbogensport Gefallen fanden und Feldbogenturniere gewinnen wollten. Die Bogenjäger hatten eine möglichst einfache, aber schwere Ausrüstung, Zielhilfen waren für die damalige Zeit viel zu zeitaufwendig für die Jagd. Anders die Ausrüstung der Turnierschützen, die z.B. in Gewicht und Zugkraft deutlich unterschiedlich war.

Bis 1948 wurde nur in der Instinctive Division geschossen. Jede Form des Zielens war unter den Instinctive Archers unerwünscht. Im Jahr davor war von der NFAA allerdings erlaubt worden, mit einer Markierung zu zielen. Darauf hin verließen viele Instinktivschützen die NFAA, da es zu einem Machtkampf zwischen beiden Gruppierungen gekommen war. Um diese Gruppe zu halten, wurde 1949 die Animal Round eingeführt, eine Runde auf Tierbilder, die zunächst mit Broadheads geschossen wurde. Im Jahr darauf wurde dann auch in zwei Klassen geteilt, in die Freestyle Division mit allen Zielhilfen und die Instinctive Division mit den Blankbögen. Wer glaubte, dass nun die Probleme ausgeräumt waren, hatte sich getäuscht. Eigentlich waren die Blankbögen als "instinktive Jagdbögen" gedacht. Doch da setzte eine neue Zieltechnik ein, das String Walking. Nun war es möglich, auch ohne Visiereinrichtung zu zielen, d.h. je nach Entfernung wurde die Zughand auf der Bogensehne tiefer gesetzt, ohne den Pfeil von seinem Nockpunkt zu entfernen.

Bis zum Jahr 1956 stand die NFAA vor der Situation, dass "Light" Archery Tackle die Bewerbe dominierten, das hieß, dass leichte Pfeile und Bögen die Heavy Tackle vertrieben hatten, also wieder die Bogenjäger. Wieder wurde geteilt in die Barebow (Blankbögen) und in die Heavy Tackle - später als Bowhunter bezeichnet. Die Bogenjäger traten mit ihrer Jagdausrüstung an, mussten jedoch ihre Broadheads gegen gleich schwere Feldspitzen tauschen, wodurch es zu einer Regelung kam, dass die Feldspitzen der Männer mind. 125 gn, die der Frauen mind. 100 gn haben mussten. Um das "instinktive" Schießen zu bewahren, wurde der Fingerkontakt mit dem Pfeil vorgeschrieben. Durch den Fingerkontakt zur Pfeilnocke war das String Walking nicht mehr möglich. Das "instinktive" Schießen war bewahrt worden, ... hatte man geglaubt. Lon Stanton und Jim Bell brachten eine weitere Zielart auf. Der Finger blieb beim Pfeil, aber der Ankerpunkt im Gesicht wurde verändert (heute bekannt unter der Bezeichnung "Face Walking"). Auch diese wurde schließlich in der Bowhunter Division verboten, indem ein fixer Ankerpunkt vorgeschrieben wurde.

Die Lage zwischen Freestyle und Instinctive spitzte sich weiter zu und es ging darum die Vormachtstellung in der NFAA zu bekommen, die mit unterschiedlichen Funktionären vertreten war. 1959 wurden die runden Zielflächen bei den Tierbildern auf der Animal Round auf ovale umgestellt, nachdem viele Bogenjäger einwarfen, kein Tier hätte eine runde Zielscheibe auf der Seite des Körpers, und es zählte der ganze Körper als Treffer, nicht aber die Beine. 1968 wird auch die Hunter Round eingeführt, da die Field Round mittlerweile ja bekannte Entfernungen hatte.

--

Zum Thema 3D Ziele steht da auch was  ;)

Wann das 3-D-Bogenschießen jedoch begonnen hat, kann kaum einer sagen. Fred Bear hatte bereits in den 30er Jahren in seinem Verein „Oscar“ aufgestellt, ein sich bewegender, dreidimensionaler, mechanischer Hirsch. Einige Bogenjäger übten schon länger auf selbst gebauten 2-D-Attrappen. 1973 gab es beim NFAA Aurora Outdoor National einen 3-D-Hirsch auf den geschossen werden konnte und 1990 brachte dann McKenzie, als einer der ersten, serienmäßig 3-D-Ziele heraus.


Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

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Offline Waldgeist

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  • Nordlicht
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Herzlichen Dank für die Informationen. Ob dadurch allerdings Ruhe einkehrt?    8)
„Jeder Mensch kann irren, nur Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero


Erbswurst

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Offline nordstern

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Wer was zu den Anfängen 3D in Deutschland wissen möchte, kann sich diesen Faden durchlesen:
https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=6192.0

Ein Leben ohne Bentis ist möglich, aber sinnlos.

Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.