Autor Thema: Zuggewichtsreduktion  (Gelesen 932 mal)

Offline africanarcher

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Zuggewichtsreduktion
« am: September 11, 2019, 09:41:58 Vormittag »
Ich habe jahrelang immer mit 55# auf den Fingern (Jagen und Rouven)geschossen.
Nun habe ich mich doch zur Reduktion entschlossen. 40' bis 45# sind es jetzt, je nach Bogen. Bein Stringwalking sogar nur 36#. Macht mehr Spaß und ist besser zu Händeln. Aufbauen geht recht schnell, wenn Nötig! Hab Ihr ähnliche oder andere Erfahrungen?

africanarcher
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Offline mK

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #1 am: September 11, 2019, 10:08:12 Vormittag »
Absolut. Ich habe eine ganze Weile um 50# geschossen. Dann kam die Targetpanik. Da bin ich irgendwann auf ca. 30# runter. Mittlerweile wieder bei ca. 42#. Da fuehle ich mich mit wohl und habe noch genug Herausforderung.
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Offline roscho

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #2 am: September 11, 2019, 10:17:06 Vormittag »
Ich bin bei/wegen der TP bzw dem Techniktraining auch auf ein 35# ILF Setup mit schwerem MT runter - inzwischen bin ich wieder bei 42 mit dem Shrew angelangt und fühle mich wieder richtig wohl damit.

Die 45 bis 50# Bögen ruhen nur noch im Regal - einer hat einen neuen Besitzer gefunden ;)
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Online cweg

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #3 am: September 11, 2019, 11:05:50 Vormittag »
Jepp, ich hatte einen ähnlichen Weg. von viel zu schnelle aufgebauten 42# Olympisch Recurve, auf 48# Langbogen->55# HJM Langbogen->49# Kienle->50# Alpsbow->44# Alpsbow->

-->jetzt 40# Stringwalking. Die 40#, bzw 44# Alpsbow sin zZ absolutes Wohlfühlgewicht, trotzdem schließe ich nicht aus in den nächsten Jahren noch weiter runter zu gehen.

Offline cruysen

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #4 am: September 11, 2019, 11:07:16 Vormittag »
Bei mir ist der Sprung nicht so drastisch gewesen. Nur von rund 40lbs auf rund 35lbs runter.
Ich bin immer noch weit davon entfernt, "gut" zu schießen, merke aber eindeutig, dass es mir leichter fällt, die einzelnen Schritte im Schussablauf systematisch abzuarbeiten.
"Nothing clears a troubled mind like shooting a bow." -Fred Bear

Viele Grüße,
Christoph

Offline OddBow

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #5 am: September 11, 2019, 11:11:31 Vormittag »
Japp, auch TP! Bin von 47# auf 30# auf den Fingern.
Fühle mich so deutlich wohler und habe bisher noch keine Situation gehabt, in der ich mir (zwangsweise 😜) mehr Wumms gewünscht hätte.
Sunrise Gang 💪

Offline slowmo-nocker

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #6 am: September 11, 2019, 11:33:53 Vormittag »
Wo andere an den Aufbau denken, muss ich mich mit der Reduktion abfinden. Vor etwa 4 Jahren war ich bei bummelig 40lb auf den Fingern. Dann zog der Winter in die Knochen und das verdammte Alter (das eigentlich noch gar keins ist) forderte Tribut. So hatte ich mich sukzessive an die 28lb herangepirscht. Tja, und vor 2 Wochen ging´s beim Aikido ein Bisschen zu Sache. In der Folge "ziepen" die Ellenbogen ein wenig. Bis das ausgeheilt ist, begnüge ich mich mit satten 22lb.

Beim letzten Parcoursbesuch gingen dann auch fast alle ersten Pfeile in den Waldboden. Erst Nummer 2 oder 3 hatten die erforderliche Flughöhe, um auf Weite zu kommen. Solange es keine tief hängenden Äste bei großen Entfernungen gibt, sollte das aber lediglich ein Problem der Gewöhnung sein.

Das "Kindergewicht" ist nicht nur nötig, weil ich etwa schwächlich und vorgeschädigt bin, sondern auch weil ich seeehr langsam schieße. Meinen Nickname haben mir die Kumpels beim Scheibentraining verpasst. Während die nämlich ihren 6. Pfeil in der Passe schon plaziert hatten, habe ich gerade mal den 5. auf die Sehne gelegt. Ich stehe also vergleichsweise lange im Vollauszug (und habe überhaupt keine Lust, mich dabei zu quälen).

Klar, flache Flugbahn ist voll geil und hat beim Zielen manche Vorteile. Aber auch der "Püppibogen" schmeißt den Pfeil locker 70 Meter (Und er prallt auch nicht ab! Ehrenwort!)

Dirk

Offline carpe noctem

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #7 am: September 11, 2019, 12:09:35 Nachmittag »
Zu meinen Anfängen wo ich hauptsächlich Clout-Schießen betrieb, habe ich mich schnell auf #75 und mehr gesteigert.
Inzwischen bin ich bei ca. 50# auf den Finger und statt ELB nur noch glasbelegte Bögen. Bei noch weniger Pfund auf den Fingern habe ich Probleme mit dem sauberen Aufbau,
da mir der Gegendruck fehlt.
Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.

Thomas Morus 1478-1535

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Offline Sonuka

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #8 am: September 11, 2019, 02:22:13 Nachmittag »
Ich muss mich jetzt damit anfreunden weniger zu schießen.... aber jenseits der 40m .... wirds blöd.
UND jetzt muss ich noch neue Pfeile Millern, da hab ich ja gar keine Lust zu.
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Offline Mescalero

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #9 am: September 11, 2019, 02:29:29 Nachmittag »
Das Gute daran ist aber, dass es heutzutage Pfeilmaterial in allen denkbaren Eigenschaften gibt. Anders als in der Holz- und Aluminiumzeit, wo es irgendwann nicht mehr leichter ging und Bögen mit geringem Zuggewicht einfach im Nachteil waren bei weiteren Distanzen. Mittlerweile kann man auch für einen 25#-Bogen Pfeile mit 8 gpp bauen und problemlos 50 Meter oder mehr schießen.
Bows? I stopped counting and lost track...

Offline epona

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #10 am: September 11, 2019, 08:36:42 Nachmittag »
Ich bin dieses Jahr auch auf Grund von allgemein schlechterer Körperverfassung von 35 auf 26# runter.

Ergebnis ist deutlich besserer Schussaufbau. Auf einem Parcours neulich mit recht weiten Zielen und vielen tief hängenden Ästen hatte ich einige Probleme. Aber sonst bin ich so gut zufrieden, dass ich überlege, ob ich meinen 35-Pfünder runtertillern lassen soll.
"Wenn du immer alle Regeln befolgst, verpasst du den ganzen Spaß." Katharine Hepburn

Offline Sonuka

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #11 am: September 12, 2019, 08:55:00 Vormittag »
War heute morgen mit 45# im Garten.... jetzt bin ich wieder Flügellahm... ich muß wohl echt runter mit dem Zuggewicht....  :( :( :bang:
Green Hunter Hybrid 45#@28"

Offline Absinth

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #12 am: September 12, 2019, 09:05:44 Vormittag »
@Sonuka: Geschätzt, wie viele Pfeile konntest du denn schiessen bis zu diesem Punkt?

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Offline Absinth

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #13 am: September 12, 2019, 09:31:50 Vormittag »
Aufgrund von Unkenntnis und womöglich auch aufgrund eines Anflugs von Überheblichkeit und den daraus erfolgten Einsichten, auch schmerzlicher Art, habe ich vor neun Jahren, also ein Jahr nach meiner jetzigen Bogenkarriere, das Zuggewicht meiner nachfolgenden Bögen bewusst reduziert. Es liegt seit dem bei max. 38 Pfund.

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Offline Waldgeist

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Re: Zuggewichtsreduktion
« Antwort #14 am: September 12, 2019, 10:03:23 Vormittag »
Auch ich hatte vor drei Jahren das Vergnügen, dass mein Körper meinte sich eine Auszeit nehmen zu müssen.
Nach fünfmonatiger Totalabstinenz in ärztl. und physiol. Behandlung konnte ich "Häppchenweise" wieder einsteigen.
Tja, danach ist man vorsichtiger und sorgsamer ... Das Blöde ist nämlich: Die Probleme kommen schleichend und man kann sie nicht recht einordnen, bis man dann merkt, dass es absolut nicht mehr geht.
Fazit: Alles, was merklich über 40 # liegt ist nix mehr für`n alten Mann ...
„Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero