Was mich aber massiv stört ist, dass z.B. Barbow-schützen in den Parcours gehen, Nocken und Innenkills zerschießen,
Wenns aber doch jagdlich ist, dann stecken hoffentlich auch die Pfeile der Tradis in der 10 oder 11. Sonst wärs ja nicht jagdlich :-)
Oder sagt man bei miesen Treffern zum Hund "so, das wäre jetzt deine Aufgabe"?
Parcours und auch Turniere sind eine Herausforderung. Das soll ja auch so bleiben.
Aber wenn die Viecher alle nur deshalb „sauweit“ stehen, weil 80% der BBs sonst 99% der möglichen Punkte haben?
Gleichzeitig müssen dafür Schneisen und Tunnel in den Wald gehäckselt werden, damit sie überhaupt Schießen können?
Da passt doch was nicht.

Und während sie die Systemschützen über „Herausforderungen“ hermachen, landen die mit ihrem jagdlichen tauglichen Schießstil eigentlich nur noch Glückstreffer.
Wir bräuchten eigentlich im 3D nur wenige klare Regeln um das zu lösen:

1. Grundsätzlich Selfnock (bzw. nicht klemmender Nock, außer CP)
2. Max. 5 - 7 Sekunden zwischen Pfeil auflegen und Lösen.
3. Hindernisse sind mit angepasster Schussposition (z.B. Knieen, Neigen, Hocken) zu umgehen.
4. Zuggewicht mindestens 50# bei <=9 gpp; min.40# bei >12 gpp; <=35# bei >16 gpp usw.
5. Pfeilauflagen sind ohne mechanisch bewegliche Teile auszuführen und müssen das Kannten (0-90°) ermöglichen.
Wenn jetzt gejammert wird, dass hohe Zuggewichte nicht gehen.
Doch geht. Vielleicht nicht mit dem Mittelfinger am Auge und 10 Sekunden lang die Spitze am GAP oder POA ausrichten.
Was meint ihr, wie schnell die Entfernungen wieder in waidgerechtere Bereiche wandern würden? Und eine sportliche Herausforderung ist es auch…

So, und nun her mit der Schelte...

Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
(In Extremo, "Sünder ohne Zügel")