Archers Campfire

Traditionelles Bogenschiessen - was versteht ihr darunter ?


Offline Landbub

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@ Landbub: Vielleicht solltest Du noch die Fundstelle in der SpO für diese Disziplin angebe.

Entspricht im Prinzip dem Primbogen des DFBV oder auch dem LB nach WA (da ist Handrücken nicht gefordert).
In Ö schießen die tatsächlich auch die Meisterschaften mit, auch in der Halle. Der Oberbegriff war "Traditionelle Bögen". Nur seit die WA den Instinctive Bow in Tradtitional Bow umgewandelt hat, brauchts da ne neue Bezeichnung  :-)
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Offline Alfred E. Neumann

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Landbub:  Ich denke du weisst was mit 18 Meter Halle gemeint war.
                Und auch das sowie Olympisches Schiessen und was es alles sonst noch gibt ist vollkommen in Ordnung.
                Es ist halt nicht meine Vorstellung von TB.


Offline Landbub

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Landbub:  Ich denke du weisst was mit 18 Meter Halle gemeint war.
                Und auch das sowie Olympisches Schiessen und was es alles sonst noch gibt ist vollkommen in Ordnung.
                Es ist halt nicht meine Vorstellung von TB.

Passt schon!
Es ist interessant, was man alles unter dem Begriff verstehen kann. Ganz wertfrei.

Auch das von Ulrich "Material                   ----> Kompostierbar, " find ich sehr interessant, zumal wir auf unseren parcours genau das versucht haben. Bei Backstops geht das noch mit Strohballen und Filzmatten, aber die kompostierbaren 3D Ziele aus Sägemehl sind echt übel. Fühlt sich an wie MDF, auch zum Pfeile ziehen.
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Offline Sampera

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Zeit, Ordnung zu schaffen:

Traditionell



Schiesstechnik          ----> Instinktiv oder nach Gefühl
Ausübungsort           ----> Feld und Wald
Material                   ----> Kompostierbar, ausgenommen Pfeilspitze
Ziele                        ----> Spitze aus Feuerstein mit Birkenpech am Schaft befestigt.
Mind Set                  ---->Lagerfeuerromantiker

Abweichungen sind in ... Punkten zwar nicht erwünscht, aber erlaubt (Zahl einsetzen)

Kleidung:      -----> Nur Fell und Leder erlaubt


Offline Skalli

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Sorry ist [OT], war aber ein 'Klickreflex' als ixch Fell und Leder las.
Ist der Dauergesprächsstoff bei uns 'Mittelalter Darstellern' -> Vikings vs. Reality
« Letzte Änderung: Juni 15, 2022, 04:39:12 Nachmittag von Skalli »
3 Laws of Robotics:
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2. RULE THE WORLD
3. SNOOZE


Offline Kickaha

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Online cweg

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Offline Stringwistler

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  • Der Bogen schießt... aber die Sehne trifft...
    • Bestandssehnen vom Stringwistler unter.....
Bin ich froh am Wochenende mal wieder auf ein richtig, geiles traditionelles 3D Turnier fahren zu können... Teublitz.... jear Baby... ;)

Pflock berühren...
keine Autobahnen durch den Wald,
nur jagdliche Entfernungen,
Schüsse im Knieen, aus der Deckung und mit manchen Ausfallschritt,
unter Buschwerk oder durch Schusslöcher hindurch,
70% der Teilnehmer mit einteiligen Langbogen und Holzpfeilen,

das ist für mich Traditionelles Bogenschießen😄 👍🏻 🏹.
Wer von euch kommt denn da überhaupt zum ältesten 3D- Bogenturnier Deutschlands? 😉👏🏻
Servusla, Gruß Guidl...

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Offline Stringwistler

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  • Der Bogen schießt... aber die Sehne trifft...
    • Bestandssehnen vom Stringwistler unter.....
Und ganz wichtig, nur mit dem Pferd oder zu Fuß zum Parcours! *Ironie aus*

Zu Fuß zum Parcours?...bekomme ich hin..... :klasse:
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Offline Ulrich

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Verwendet eigentlich jemand ganz traditionell Sehnen aus Naturmaterialien?

Sehne aus handelsüblicher Hanfschnur. Aber selbst da ein Kompromiss: Wicklung mit Nylongarn.
Wie immer gilt hier: dies ist der neuste Stand des Irrtums


Offline Kreta

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Ich hatte schon darauf hingewiesen, dass es zu den Begrifflichkeiten doch ein kleines Wirrwarr gibt in der Diskussion. Was ist Tradition? - Dieser Begriff umfasst kulturelle Gepflogenheiten, soziologisch kodierte Verhaltensregeln oder Bekleidungen und Techniken in Handarbeit und so weiter.

Etwas originäres oder ursprüngliches wäre z. B. eine Replik eines historischen Bogens. Leider wird alles ein wenig gemischt und dann trüb ausgeschenkt in der Diskussion.

Nur mal so als Gedanke als Versuch ein wenig Klarheit in den Cuvée zu bringen.

Persönlich finde ich historische Bögen spannend, aber sportlich greif ich halt dann doch zu modernen Materialien.
Weswegen ich den Begriff des intuitiven Bogenschiessens bevorzuge. Das wertet weniger in Richtung womit geschossen wird, sondern wie.


Allen hier einen lieben Gruß. Lieber Guido geniesse dein Turnier und ein kleiner Bericht wäre nett.


Offline Grizzly

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Und ganz wichtig, nur mit dem Pferd oder zu Fuß zum Parcours! *Ironie aus*

Hm, Pony hätte ich. Kampfklasse Destrier🏇 Hickorystecken auch. 
Hätte was :schuldig: :schuldig:
I am the bear, the bear I am. With grey and fuzzy hair. Be aware of my grumble!


Offline Ulrich

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....

Persönlich finde ich historische Bögen spannend, aber sportlich greif ich halt dann doch zu modernen Materialien.

...


Da kenne ich so einige, die selber einen Bogen gebaut haben aber nie damit auftreten :Achtung:
Wie immer gilt hier: dies ist der neuste Stand des Irrtums


Offline stöckchenschubser

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  • Widerstand ist zwecklos.
Traditionell ist Recht simpel erklärt.


Bogen wirkt allein durch Federspannung ohne Hilfsmittel wie Cams. Hat 10 000de Jahre so funktioniert, wenn das nicht der traditionelle Teil ist, was dann?


Traditionelle Disziplinen sind auch Recht einfach zu erklären, durch das Ziel was man durchs Training erreichen wollte, nämlich töten von Mensch und Tier.


1) Statisch auf fixe und Bekannte Distanz wie Clout oder Over the Marks, abdecken bestimmter Bereiche ohne Direktbeschuss


2) Statisch auf fixe und bekannte Distanz und Scheibe (Fita) simuliert Mensch im Direktbeschuss.
     Zentrum der Fitascheibe ist auf Brusthöhe eines normalgroßen Menschen


3) Statisch auf fixe und bekannte Distanzen aus Deckungen heraus auf Scheibe, Rest wie zwei.
     Entspricht dem Wechsel zwischen der 20, 30 und der 40 Meter Scheibe auf dem Platz.
   


4) Statisch auf fixe Distanz auf Erdhaufen, Scheiben ect. Simulation der Jagd, aus Deckung ect, möglichst freies Schussfeld (Autobahn) Pfeilschäfte waren wertvoll, die hat man ungern an irgendwelchen Ästen zerstört. Darum hat man in der Steinzeit den Vorschaft erfunden.
Ungünstige und unbequeme Schusspositionen hat man möglichst vermieden, der König lag ungern im Dreck, oft schoss er vom Pferd aus.
Außerdem war man auf Beute aus, nicht auf Tricky Shots.


Schießtechnik egal, gab damals ein breites Portfolio bis hin zu einfachen Release.
Zielhilfen gab's auch, von Markierungen am Bogen bis zu Markierungen im Feld, bzw dem verteidigten Bereich.
Material war auch egal, es wurde genommen was es gab, Neuerungen waren immer willkommen.
Oder den Anforderungen entsprechend, wie Bodkins für Rüstungen oder schneidende für Jagd ect.
Traditionell wurde oft darauf verzichtet Spitzen richtig zu verkleben, sie sollten nach Möglichkeit im Körper des Getroffenen verbleiben um die Verletzung zu verschlimmern.
Ist einfacher als ein Vorschaft.
Geschossen wurde wo es notwendig war, bzw. trainiert dafür, also Stadtmauer, Verhau Feldlager,
Bersault Garten, ect.


Was gar nichts damit zu tun hat, Lagerfeuerromantik.
« Letzte Änderung: Juni 16, 2022, 09:58:39 Vormittag von stöckchenschubser »


Offline Rumpelstilzchen

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irgendwie ist diese ganze Diskussion soooo ermüdend! Es kommenn immer wieder die gleichen Kamellen hoch. Jeder (bzw. viele oder einige) hat irgendwelche Merkmale die für ihn das "traditionelle" Bogenschießen definieren. Ganz viele verteufeln jegliche Visiertechniken, es kommt die depperte Leiher über das instinktuitive Bogenschießen hoch, für mich der allergrößte Quatsch überhaupt. Gibt halt viele Arten zu zielen, sucht man sich eine aus und gut. Die anderen sind deshalb genauso legitim und "traditionell."
Oder die Bogenlänge, nur Bögen bis 62" sind traditionell, längere verwässern den Sport... Mein Gott, soll doch jeder den Bogen mit auf den Parcours nehmen der ihm Spass macht, und wenn in den Wettkampfklassen die langen Riser Einzug halten ist das halt einfach technischer Fortschritt, mir doch egal.
Für mich gibts eigentlich kein "traditionelles" Bogenschießen. Als ich angefangen hab, hab ich halt gesehen es gibt die Typen mit viel Hightech Gedöns, die auf der Fita Wiese stehen, oder die, die mit weniger komplexem Gerät auf Gummiviecher im Wald schießen. Das gefiel mir besser, also bin ich in einen (traditionellen?) "Jagd und Feldbogen Verein" mit Vereinsparcours eingetreten, und nicht in einen der "Oly Recurve Vereine" mit Zielscheibenwiese.
Bei uns im Verein tummeln sich in trauter Atmosphäre Stringwalker mit "sportlichem" Gerät neben Schützen mit selbstgebautem Osage Langbogen mit Holzpfeilen, und gaanz viele dazwischen, mit mehr oder Weniger Holz, Carbon, Glasfaser, Epoxyd, Alu und Phenolharz in der Hand.
Jeder wie es ihm gefällt, in meinen Augen mehr oder meist eher weniger traditionell, aber alles interessant und vieles sehr schön, anderes technisch, wieder anderes handwerklich reizvoll.
Und genau diese Mischung, in netter Atmosphäre ist weitestgehend ja auch hier im AC vertreten. Und die Rubriken spiegeln das für mich gut wieder. Also wenn das hier genau so bleibt, wäre für mich alles prima, und ob das dann traditionell ist oder heißt, ist mir persönlich dann völlig egal.
LG Ralf