Archers Campfire

Gewichtsaufteilung: Insert <> Spitze ?

Offline Wanderfalke

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Ich habe mal eine Frage zu Gewichtsverteilung an die Pfeilbauer:
ich benötige relativ schwere Pfeile für meinen Manchu Bogen Länge 32 bis 34 Zoll mit ca 5-650gn.. Jetzt habe ich entweder die Möglichkeit ein normales Insert zu nehmen und eine sau schwere Spitze oder ein z.b. 60 oder 100 grain Insert und eine relativ leichte Spitze. Gibt es hier einen Unterschied? Vorteile Nachteile? Ich denke mir wenn das Gewicht zu weit nach hinten verlegt wird dann wird der Pfeil schwerer manövrierbar durch die Federn . Somit hätte die Variante normales Insert und schwere Spitze für mich einen zumindest theoretischen Vorteil. Sehe ich das richtig oder liege ich hier komplett falsch? Danke für euren Input.


Offline aged younger

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Je mehr Gewicht innerhalb des Schaftes ist umso günstiger (kleiner) die Hebelwirkung  der Spitze (weniger Masse) bei schrägem Aufschlagen.
So zumindest mein physikalisches Verständnis 🙄


Offline PG

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  • Nur mein Pfeil kennt sein Ziel.
Was für einen FOC möchtest du denn erreichen, wie schwer sollen die Pfeile werden und welchen Spine brauchst du? Ich mache mir wenig Gedanken um die Gewichtsverteilung von Insert und Spitze, da ich beides möglichst leicht halte, momentan zusammen bei 80gn. Beginn doch erstmal bei der Auswahl des Schaftes, in Verbindung mit verschiedenen Spitzengewichten. Beim Ausschießen wirst du die Auswahl schnell reduzieren, bis du den richtigen Pfeil gefunden hast. Du veränderst ja mit jeder Anpassung Spine, dynamischen Spine und FOC.
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Offline Polaris

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Je mehr Gewicht innerhalb des Schaftes ist umso günstiger (kleiner) die Hebelwirkung  der Spitze (weniger Masse) bei schrägem Aufschlagen.
So zumindest mein physikalisches Verständnis 🙄

Das sehe ich genauso... lange Insert und eher leichte Spitzen..  Wobei "Manchu Bogen" und Carbon (für mich) nicht so zusammen passt.. Da würde ich Bambus präferieren .. aber das hat nichts mit deiner Frage zu tun..  ;)
Wenn der Bogen bricht dann schieße...


Offline Grendel

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Bei mir ergibt sich bei meinen Easton Axis zwangsläufig die kurze Version des Messing Break-Off Inserts mit 50 grain. Als ganzes wäre es länger und hätte 75gn, was ich bevorzugen würde. Leider hatt TopHat ( warum auch immer) kein Interesse, bei den 17/64er Spitzen unter 85 gn zu produzieren.

Bear Super Kodiak #40
Penthalon Hunter Extreme


Offline Landbub

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Auf 34" kommt eh nur mit einer langen Spitze. Nimm Stahl statt Alu und du hast auch dein Wunschgewicht.
Lange Inserts nimmt man nur dann, wenn man mehr Gewicht an der Spitze haben will, ohne den Spine beeinflussen zu wollen. Du kennst den Zusammenhang: Schwere Spitze --> Pfeil regiert weicher. Pfeil kürzen: Preil regiert härter. Ein langes Insert macht beides.
derzeit aktiver Bogenkram:
Compound: PSE SupraFocus XL, SpotHogg, Shibuya & Viper Scope, TruBall Blade Pro / Carter 2Moons , Arctec
Blankbogen: WW InnoMax, WW WiaWis NS Graphene,  Shibuya Button, Zniper Rest
Traditional: SpiderBow Vultur 25" ILF "Vorderegger Edition", Uukha VX1000, Superrest


Offline Landbub

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Je mehr Gewicht innerhalb des Schaftes ist umso günstiger (kleiner) die Hebelwirkung  der Spitze (weniger Masse) bei schrägem Aufschlagen.
So zumindest mein physikalisches Verständnis 🙄

Glaub nicht, dass dies was ausmacht. Die Bruchstelle ist genau hinterm Insert und da ists egal, ob Richtung Pfeilspitze noch ein längeres oder kürzeres Stück Schaft vorhanden ist - der Hebel bleibt gleich.
derzeit aktiver Bogenkram:
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Offline Asaf

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Da kann ich mit Erfahrung dienen.
Ich schieße 33“ Pfeile mit
15gr Insert und 170 gr Spitzen
60gr Insert und 125gr Spitzen
100gr Imsert und 85gr Spitzen.
Summe immer 185gr.
Flug und Gruppierung amS identisch und „ineinander“.
Die schweren Inserts erlauben Spitzen mit dezenterer Optik.
Die haben auch viel Klebefläche im Schaft.
Die 60gr Insert ermöglichen mehr Flexibilität beim Gesamtgewicht. Da gehts von 130 bis 260gr  :help:
Alles Gute!
Border Covert Hunter, HEX 9, 66", 43#@32"
Wild Mountain Latitude 21" mit Uukha Irbis 64", 40#@32"
Der Bow Runi (Workshop) 64", 47#@32"


Offline Grendel

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Je mehr Gewicht innerhalb des Schaftes ist umso günstiger (kleiner) die Hebelwirkung  der Spitze (weniger Masse) bei schrägem Aufschlagen.
So zumindest mein physikalisches Verständnis 🙄

Glaub nicht, dass dies was ausmacht. Die Bruchstelle ist genau hinterm Insert und da ists egal, ob Richtung Pfeilspitze noch ein längeres oder kürzeres Stück Schaft vorhanden ist - der Hebel bleibt gleich.

Für Bruch mag das sein. In Hinsicht auf verbogene Inserts ist glaub ich mehr Länge schon von Vorteil.

Weils bei mir grad gestern Thema war....  :angel:
Bear Super Kodiak #40
Penthalon Hunter Extreme


Offline anarcher

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Ein langes Insert ist im Prinzip ein internes Footing. das macht also die frei schwingende Schaftlänge kürzer und beeinflusst deshalb den dynamischen Spine in
Richtung härter.
In Stu Millers Spine Calculator kann man die Länge des Footings eingeben. Anzugeben ist dabei lt. Anleitung das Maß, um das die Länge des Inserts 0,9" überschreitet.
Da auch das Gewicht des Inserts einzugeben ist, kann man damit ja mal theoretisch experimentieren um sich eine Vorstellung von Ursache und
Wirkung zu verschaffen.

Grüsse
Much


Offline BowLaw

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Nur mal um noch etwas Verwirrung hineinzubringen:
Es gibt auch Messinginserts, die sind dann kurz und schwer.

Meine Lösung:
Schweres Messinginsert, kurze Spitze, Protectorring.



Offline Wanderfalke

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Was für einen FOC möchtest du denn erreichen, wie schwer sollen die Pfeile werden und welchen Spine brauchst du? Ich mache mir wenig Gedanken um die Gewichtsverteilung von Insert und Spitze, da ich beides möglichst leicht halte, momentan zusammen bei 80gn. Beginn doch erstmal bei der Auswahl des Schaftes, in Verbindung mit verschiedenen Spitzengewichten. Beim Ausschießen wirst du die Auswahl schnell reduzieren, bis du den richtigen Pfeil gefunden hast. Du veränderst ja mit jeder Anpassung Spine, dynamischen Spine und FOC.

FOC war noch nicht Thema.
Was den Spine betrifft bin ich bei
1. 600er, Länge ist 30,50" von Nockboden bist Schaftende, Insert 60gn und Spitze 85; Gesamt somit 365gn (Rohschaft)
2. 500er, Länge 30,50", Insert 60gn, Spitze 100gn; Gesamt somit 400gn (Rohschaft)
Im RST landen beide Schäfte gleich (gut).

Die Frage die sich mir stellt, da ich dieselben Pfeile mit einem 2.Bogen mit einer 60gn Spitze schieße:
macht es Sinn bei Insert auf 40gn runter zu gehen und das Spitzengewicht um 20gn zu erhöhen !??


Offline Wanderfalke

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Das sehe ich genauso... lange Insert und eher leichte Spitzen..  Wobei "Manchu Bogen" und Carbon (für mich) nicht so zusammen passt.. Da würde ich Bambus präferieren .. aber das hat nichts mit deiner Frage zu tun..  ;)

Stimmt - aber es gibt ja auch Carbon in Bambus Optik ;-)


Offline Wanderfalke

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Auf 34" kommt eh nur mit einer langen Spitze. Nimm Stahl statt Alu und du hast auch dein Wunschgewicht.
Lange Inserts nimmt man nur dann, wenn man mehr Gewicht an der Spitze haben will, ohne den Spine beeinflussen zu wollen. Du kennst den Zusammenhang: Schwere Spitze --> Pfeil regiert weicher. Pfeil kürzen: Preil regiert härter. Ein langes Insert macht beides.

Ahhhh - danke ! DAS war mir bis jetzt nicht bewußt  O:-)


Offline Wanderfalke

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Da kann ich mit Erfahrung dienen.
Ich schieße 33“ Pfeile mit
15gr Insert und 170 gr Spitzen
60gr Insert und 125gr Spitzen
100gr Imsert und 85gr Spitzen.
Summe immer 185gr.
Flug und Gruppierung amS identisch und „ineinander“.
Die schweren Inserts erlauben Spitzen mit dezenterer Optik.
Die haben auch viel Klebefläche im Schaft.
Die 60gr Insert ermöglichen mehr Flexibilität beim Gesamtgewicht. Da gehts von 130 bis 260gr  :help:
Alles Gute!

...dann habe ich anscheinend "instinktiv" bis dato 60er Inserts verwendet  ::)