Kürzlich habe ich mich mit einem oly. Recurveschützen unterhalten, der seine AC Schäfte auf zwei Stellen nach dem Komma sortiert und während des Bauens immer wieder nachmisst. Beim Spitzenkleben wischt er dann vorsichtig ein Tausendstel Kubikmillimeter Leim weg....
Ich hielte das für etwas überambitioniert.
Warum überambitioniert? Der Mann hat vielleicht einen haufen Geld für seinen Bogen und die Anbauteile ausgegeben, alles genau eingestellt und trainiert 2x die Woche um auf 60 Meter möglichst viele 10er zu schießen. Warum soll er beim Pfeil nicht ebenso das Beste rausholen, hier einen Meter vor dem Klo in die Hose machen?
Und was für die Olys gilt, gilt auch für blank, tradionell, primitiv, nur eben in anderen Maßstäben: Was dem einen seine 2 Ringe mehr bei einer 60-Meter-Passe sind, sind dem anderen eine Handbreit weniger Streuung auf 30 Meter oder Kill oder Körper auf 20 Meter.
Es zeigt sich immer wieder, und ich verstehs wohl nie: Da wird ausführlich über Technik, Bögen, Sehnen, Tabs, Zielsysteme usw. geredet, und auch ein Haufen Geld für Qualität ausgegeben, aber beim Pfeil ist dann alles halb so wild, wird schon nicht so viel ausmachen.
Grüße, Daniel