Archers Campfire

Feldbogen und Tradis - man geht sich wohl lieber aus dem Weg


Offline Sabiji

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Sorry, ich habe den Großteil der vielen Beiträge nicht durchgelesen. Nur kurz und knapp, was mich betrifft. Ich habe vor einigen Jahren durchaus ambitioniert Feldbogenmeisterschaften WA mit geschossen, von der Vereins- über die Kreis- bis zur Landesmeisterschaft. Dadurch war ich zig-mal Vereins- Kreis- und Landesbester geworden - manchmal sogar gegen ein bis drei Konkurrenten ;-). Dann war eh Schluss. Damals habe ich es einmal geschafft, bis auf 11 Ringe an die Quali-Ringzahl Blank für die DM zu kommen.
Ich weiß nicht wie es Heute ist, aber damals empfand ich die Quali-Ringzahlen für die DMJ  für Nicht-Abgreifer für illusorisch zu erreichen. Und selbst wenn ich reingerutscht wäre (das eine Jahr knapp verfehlt), ich hätte mich nicht wohl und deplatziert gefühlt.
Wie auch immer, als ich damals teilnahm, waren es bestenfalls 5 Visierlose (darunter nie ein echter Blankbogner) nur sehr wenige Olympische, aber überwiegend Compounder. Da letztere sich unbedingt für die DM qualifizieren wollten, wurde das Paarweise Schießen und Zeitlimit in der Regel ignoriert. Es dauerte oft bis zu 1 1/2 Stunden bis die letzten Compounder aus dem Parcours kamen. Die Kampfrichter waren auf diesem Auge vollkommen blind. Aber ich war jedes mal fällig in Bezug einer argwöhnisch/gewissenhaften Bogenkontrolle und flapsigen Bemerkungen bezüglich meiner Naturbefiederung (wie man damit was treffen könne?).
Irgendwann hatte ich schlicht kein Interesse mehr teilzunehmen. Und so war auch bei Scheibe im Freien, 50 Meter, 80ger Auflage - habe ich mitgeschossen. Aber nur bis LM, die Disziplin gabs gar nicht bei einer DM. Und 3D? Damals wurden keine DM ausgetragen. Ich fühlte mich im DSB schlicht nicht aufgehoben.
Es lag allerdings auch an meinem damaligen, eher olympisch orientierten Verein.
Nach einem Wechsel und zusätzlicher Mitgliedschaft im DBSV und DFBV ging der Fokus klar zum 3D.
Feld interessiert mich nach wie vor. Ich sehe gerne alles als Herausforderung. Aber eben nur just for fun. Meisterschaften in dieser Richtung tue ich mir eher nicht mehr an.


Offline puschel

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  • ...es könnte schlimmer sein :)
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...ich finde mich nicht wieder...
...bei der LM ist eh Schluß...
...Quali-Punktzahlen nicht zu erreichen...

Ich denke wir nähern uns wieder dem Problem. Die Verbände sind "beschränkt" durch die Sportordnungen. In jeder Klasse wird das Mögliche bis zum Anschlag ausgereizt, dadurch hat ein Holzrecurve oder ein Langbogen nicht den Hauch einer Chance gegen einen aktuellen Blankbogen auf dem Stand der Technik. Da muss man nicht diskutieren. Wo man aber diskutieren sollte - und genau da sehe ich den Hebel, an dem man ansetzen muss - ist die Frage, ob die Verbände derzeit (oder überhaupt) das Bild in den Vereinen wiedergeben. Ich durfte bisher in 4 Vereinen Mitglied sein, in Summe waren da rund 500 Bogenschützen unterwegs. Insgesamt waren darunter 4 olympische Recurveschützen, eine gute Handvoll Compounder - und der große Rest ist blank (Blank im Sinne des DSB bishin zum Primbow). Dieses Verhältnis wird im DSB nicht gesehen und komplett ignoriert. Der DFBV, der DSBV, der TBVD gehen in diese Richtung, aber sind in der Wahrnehmung und in der Sportförderung kaum existent. Der DSB nimmt gaaaanz langsam die Blankbögen mit in die Turniere auf - und siehe da, kaum da stellen sie mit die größte Fraktion. Ich glaube, das der Weg noch ein ganz weiter ist und dass es sehr schwer wird irgendetwas zu ändern, solange sich die Verbände gegenseitig komplett ignorieren. Da hilft nur die konsequente Arbeit von der Vereinsbasis aus, mit permanetem Anfeuern der Ansprechpartner in den Verbänden (was natürlich auch bedeutet, dass man zu den Verbandstagen gehen muss) und einer soliden Pressearbeit im Verein. Gleichzeitig hört es genau da auch auf, da es irgendwie den ein oder anderen Verein gibt, der mit genau diesem Status quo glücklich ist, da man genug Mitglieder hat, man eh schon genug Arbeit hat und es auch genug (Spaß-)Turniere in der Umgebung gibt. Ich schaue mich hier im Forum um und sehe ganau dieses Bild. Es gibt die, die sich an die SpO anpassen und Verbandsturniere schießen und es gibt die, die "3D zum Spaß" schießen, dan gibts ganz wenige, die beides tun und ein paar wenige, die noch nichts davon tun und schauen wo die Reise hingeht. Solange nicht mal die Schützen an einem Strang ziehen werden es die Vereine nicht tun und dann werden es die Verbände nicht tun. Warum auch? ;)
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Mybo Mykan 27/Uukha Omega - 41#@30''
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Online Landbub

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Das Thema "Verbände" hatten wir ja schon ein paar mal und wie Du Dich vielleicht erinnerst, sind meine Statements wie "Verbände wie der TBVD sind für Abendland-Randthemen wie Reiterbögen sehr willlkommen, sollten aber auf Bogenklassen, die es auch beim DSB oder DFBV gibt, verzichten", hier im Forum und damit wohl auch in der ganzen Trad-Community nicht so gut angekommen.

Da man aber anderen Verbänden kaum verbieten kann, Bogenklassen auszuschreiben, bzw. die Gründung von Verbänden auch nicht verbieten kann, war mein Ansatz eben, die Gründe für die Flucht vom DSB zu reduzieren. Und eben Tradiklassen auch bei anderen Wettbewerben wie Feld auszuschreiben.

Auch wenn @seeker und @absynth in den Posts um #150 rum oben das anders sehen, meine Erfahrungen in f2f Gesprächen und in Gruppen auf der BSSB 3D LM bestätigen, dass einige Tradis es "generell ungerecht/doof/diskriminierend/wasauchimmer finden, dass es für Tradibögen beim DSB nur die 3D Sparte gibt. Aber, wenns anders wäre, würde man dann doch fernbleiben, weils auf Scheiben eben keinen Spass macht".

Ergo, das Problem ist nicht nur nicht lösbar, sondern genaugenommen nicht mal ein Probem. Gäbe es weniger Möglichkeiten, mit seinem Standard Holz Recurve Meisterschaften zu schiessen, so wäre veilleicht das Interesse daran größer.
« Letzte Änderung: August 02, 2021, 03:11:08 Nachmittag von Landbub »
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Online Landbub

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@Landbub: Dein Anliegen ist schon verständlich, nur, das dauert bzw. steter und sanfter Tropfen höhlt den Stein oder so ähnlich und bitte, immer dranbleiben.  :)

Ich war da leider nicht sehr erfolgreich. Gestern war die obb. Bezirk in Pang bei Rosenheim. In der Lanbogenklasse waren 4 Schützen unterwegs. Noch ein paar Holz Recurvler in der Blankbogen klasse, aber in der Summe wenig.
Auch die Jugendklassen waren fast leer. Zieht man "Meine" Jugendlichen ab, die wegen Kaderzugehörigkeit eine andere Motivation haben, bleibt der Nachwuchs weitgehend aus. Die am besten gefüllten Klassen hatten "Master-" vorne dran stehen.
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Offline Kuckingen

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Dran bleiben ist die Devise.

In Österreich waren 2 Feldturniere zuletzt. Einmal mit 63 Starter und 161 Starter besetzt. Ich Werte ein Turnier mit mehr 50 Starter als gut besucht.

Sie waren in allen Bogenklassen,Traditionell wie auch Langbogen gut besucht. Die Jugend war schwächste Gruppe. Doch 161 Starter ist toll. Hätte ich vor e5 Jahren nicht für möglich gehalten.

Bei der HDIA in Kärnten waren nur 146 Starter am Parcours.



Online Landbub

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Am Samstag war noch ein Feldbogenturnier bei der Keltenschanze in Germering nahe München, das war mit 70 Leuten ausgebucht. Da warens schon doppelt so viele, aber es waren Covid Vorsichtsmaßnmahmen. Auf der Bezirk war mit 60 Teilnehmern das Turnier an einem Tag zu schießen. 2 wären möglich gewesen, also hätten nochmal 60 dazukommen können, wenns Interesse gegeben hätte
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Offline Kuckingen

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Wie gesagt, alles über 50 Teilnehmer finde ich positiv bei einem Feldturnier.

Antreten, Spaß haben, lernen und Präsenz zeigen.
Seit die Veränderung, die man haben will!

https://www.oebsv.com/media/Oebsv_TournamentResults/2074/default/4f24ab7b/1651426201/Ergebnisliste%20Gesamt

https://www.oebsv.com/media/Oebsv_TournamentResults/2147/default/acf24979/1651130683/Ergebnisse%20Gesamt

Der Link zu den Ergebnissen, wenn jmd neugierig ist!


Offline ED

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Ich war in Germering, das erste Mal Feldbogen als instinktiver Schütze. Orga war super und die Leute auch. Mein Ergebnis nicht  Daher und für mich: Schuster bleib bei deinen Leisten. War eine nette Erfahrung für mich.

Beste Grüße

Norbert

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Offline Waldgeist

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Jau - ist und bleibt halt eine heraus fordernde Disziplin!   ::)
„Jeder Mensch kann irren, nur Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero


Online Landbub

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Ich war in Germering,...Schuster bleib bei deinen Leisten. War eine nette Erfahrung für mich.

Alleine der Erdbeerkuchen war den Besuch schon wert!
Schade, dass diesmal die langen bekannten Entfernungen alle so "aufgereiht" waren. Beim letzten mal durfte man noch über die Wiesen, wo es diese Schüsse schräg zum Hang gab. Aber es gab da diesmal wohl ein Veto vom Bauern.
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Offline ED

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Eine Disziplin ist woanders auch nicht leichter oder schwerer. Nur, ich bin kein Systemschütze, von daher chancenlos, noch dazu auf diesen Entfernungen.
Beste Grüße

Norbert

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Offline ED

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Am Sonntag war ich in Ergolding, FITA Wettbewerb. Da waren doch noch ein paar mehr Jagdbogen Nutzer da. Hat auch Spaß gemacht, noch dazu wenn man in einer Klasse sich messen kann. Aber in Germering waren ich un ein weiterer intuitiv/instinktiv mit Sytemschützen gemein.
Beste Grüße

Norbert

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Offline Kuckingen

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Offline bowmanmane

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Wir hatten vorletzte Woche anlässlich der GM-Feld erstmalig die Bogenklasse "Traditionell" mit im Programm. Vom gelben Pflock, also für uns 3Dler realistische Entfernungen. Und siehe da, es haben sich doch einige Teilnehmer gefunden, die auch Spaß am Wettkampf haben. Wird bei der Bezirksmeisterschaft ebenso angeboten. Dann ist halt Schluss, aber Mann muss auch Mal neue Wege beschreiten,um alle Mitglieder anzusprechen. Ich fand's gut, für's fokussieren.
Gruß
Mane
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APA Mamba


Offline Kuckingen

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Das ist ein Vorbildlicher Ansatz. Für die Traditional empfiehlt die WA bei Feld 30 bis 45 Meter.
Abhängig davon ob die Entfernung bekannt oder unbekannt ist