Archers Campfire

Schnelle Recurvebogen


Offline Chamois

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Das Thema ist ja jetzt schon länger unbeantwortet, aber da hier die Profis unterwegs sind und mich das Thema gerade interessiert, klinke ich mich hier nochmal ein. Ich habe mir die AhArchery-Seite (aus den Links der vorherigen Seiten) mal zu Gemüte geführt und versucht, das ganze in eine Excel umzusetzen (ich hoffe das klappt die hier anzuhängen).
Kann sich einer der Cracks hier das mal anschauen und mir kurz Rückmeldung geben, ob meine Berechnungen so stimmen? Das Integral der Zuggewichtskurven ist natürlich nur angenähert, sollte aber für eine halbwegs profunde Berechnung doch passen??

Einzutragende Werte sind grau hinterlegt, die jetzt eingetragenen Werte sind völlig aus der Luft gegriffen und entstammen keiner realen Messung...



Offline parsec

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Naja, auf was willst du denn mit dem Excel hinaus?
Du nimmst die Werte einer Auszugskurve und rechnest die gespeicherte Energie aus (SE).
Du rechnest auch die kinetische Energie aus indem eine Pfeilmasse mit einer Pfeilgeschwindigkeit in die Formel eingetragen wird.
Soweit so gut.
Was ich nicht verstehe ist die Tabelle mit SE/PDF. Warum dividierst du dort immer mit den gleichen 30[lbs] obwohl du unterschiedliche Auszugslängen nimmst? Warum nicht SE und die dazugehörigen lbs aus der Auszugkurve zum SE/PDF vermanschen?
Und wie gesagt, ich erkenne nicht was du grundsätzlich mit dem Excel erreichen möchtest.


Online Waldgeist

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 ... und wie bemisst man die Variable (!) hinter der Sehne und baut selbige als Festwert ein?
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Cicero


Offline parsec

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... und wie bemisst man die Variable (!) hinter der Sehne und baut selbige als Festwert ein?
Das ist einfach - noch nie was vom "Archers Skill Level" gehört?  :ontopic:


Offline Chamois

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Der SE/PDF Wert ist auf das Zuggewicht des Bogens gerechnet und soll das Verhältnis zwischen gespeicherter Energie und dem Zuggewicht zeigen. Da ja nicht jeder bis 28" auszieht habe ich das eben für verschiedene Auszugslängen als vorgefertigte Rechnung eingefügt.

Natürlich ist die Variable hinter dem Bogen nicht eingerechnet, die Rechnung soll ja nicht verschiedene Schützen, sondern verschiedene Bögen vergleichen. Idealerweise werden die Werte, wie auf der AHArchery-Seite angegeben, bei fest eingespanntem Bogen ermittelt und so die Vergleichbarkeit gegeben.

Wir wollen uns in der nächsten Zeit mal mit unserer kleinen Schützengruppe zusammensetzen und ein paar Sachen testen und messen (z.B. mal bei Neulingen die Zuglänge messen, verschiedene Geschwindigkeitsmessungen machen, Nullpunkte ausschießen etc.) Und da bei der ganzen Aktion verschiedene Bögen (meine 62" 30 lbs Big Tradition Black Mamba, ein 64" 26 lbs Penthalon Hero, ein 62" 30 lbs Penthalon Hero, ein 64" 26 lbs Ragim Matrix Evo und ein Blumhofer mit 39 lbs) im Spiel sind und die Möglichkeit besteht solche Auszugsdiagramme zu vermessen, wollte ich mal verifizieren, ob meine Rechnung korrekt ist.

Wobei ich mittlerweile auch diese Seite gefunden habe, die das Integral wohl korrekter berechnet:
https://www.desmos.com/calculator/quj0j5q8jr?lang=de


Online Waldgeist

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Wenn das Ergebnis wirklich nur die Bogeneigenen Fixwete sein sollen, dann kommst Du nicht umhin, den Bogen in eine definierte
fest montierte Abschusseinrichtung einzubauen, um dann verlässliche Messreihen zu bekommen.
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Offline Chamois

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Wenn das Ergebnis wirklich nur die Bogeneigenen Fixwete sein sollen, dann kommst Du nicht umhin, den Bogen in eine definierte
fest montierte Abschusseinrichtung einzubauen, um dann verlässliche Messreihen zu bekommen.

So ist das ja geplant, zumindest im Fall der Zuggewichtskurve.
Die Berechnung der Pfeilenergie wird mit unserer Apparatur nicht funktionieren, da bin ich aber auch gar nicht auf eine Vergleichbarkeit der Bögen/Setups aus, dafür sind die Schützen, deren Erfahrung etc. zu unterschiedlich. Ich finde es nur spannend bei Gelegenheit mal zu schauen, ob es und wenn ja welche Unterscheide es zwischen den verschiedenen Recurves gibt.


Offline parsec

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Der SE/PDF Wert ist auf das Zuggewicht des Bogens gerechnet und soll das Verhältnis zwischen gespeicherter Energie und dem Zuggewicht zeigen. Da ja nicht jeder bis 28" auszieht habe ich das eben für verschiedene Auszugslängen als vorgefertigte Rechnung eingefügt.
So habe ich den SE/PDF nicht verstanden. Ich verstehe ihn so das die aktuell gespeicherte Energie durch die aktuell auf den Fingern befindliche Zugkraft dividiert wird. Das macht meiner Meinung nach auch viel mehr Sinn als SE auszugsabhängig zu haben aber PDF auf einem bestimmten Auszug zu fixieren. (Wobei deine 30lbs laut Beispiels-Excel bei 30 Zoll Auszug wären.)
Wenn du die Messungen machst, musst du auch "Auszug" definieren. Zum Beispiel die 7 Zoll in deinem Excel mit dem du beginnst: Das ist wohl die Standhöhe, aber gemessen von der Sehne bis wohin..? Pivot Point? Dann sind die 33 Zoll am Ende deiner Tabelle auch zum Pivot Point - was 34,75 Zoll Auszug entspricht. Oder die 7 Zoll sind Auszug, das heißt Standhöhe wäre dann 5,25 Zoll...

Wobei ich mittlerweile auch diese Seite gefunden habe, die das Integral wohl korrekter berechnet:
https://www.desmos.com/calculator/quj0j5q8jr?lang=de
Excel kann das auch. https://excelformeln.herber.de/pages/Dynamische_Polynomregression.html
Ich habe mal deine Datei "erweitert". Jetzt rechnet Excel eine Polynomregression n-ten Grades auf Grund der eingegebenen Daten. Regressionen "filtern" Messfehler etwas raus, bzw. zeigen einem gleich mal wie akkurat man die Messung durchführt. Ganze Zoll-Schritte sind vielleicht etwas grob. Ich habe ganz gute Erfahrungen mit 15mm-Schritten im Auszug gemacht. Die Tabelle solltest Du aber wenn nötig selbst erweitern können.
Polynome lassen sich sehr einfach integrieren und auch differenzieren. Das und eben mein Verständnis von SE/PDF sind eingefügt. Siehe Anhang.
Bei meiner Variante des SE/PDF sieht man z.B. das der Wert mit dem Auszug immer weiter ansteigt, ab 31 Zoll Auszug aber wieder sinkt. Das ist weil deine Beispielswerte wunderbar ein Stacking simulieren. Das heißt die Kraft steigt stark an, aber es wird im Verhältnis zu diesem Aufwand nicht mehr Energie gespeichert. Für den Kraftaufwand, kommt relativ wenig Energie hinzu. Das Verhältnis sinkt.

Was man noch einbauen kann ist eine Normierung der Werte und der Kurven. Man rechnet sich die Zugkraft bei 28 Zoll Auszug (bzw. bei 26,25 Zoll) aus und dividiert jeden Wert der Polynomfunktionen für Zugkraft und der Ableitung mit diesem lbs-Wert.
Das ist dann besonders praktisch wenn man Bögen mit unterschiedlichen Zugstärken miteinander vergleichen möchte. Denn die Auszugskurven kreuzen sich dann alle im selben Punkt bei 28 Zoll. Die Ableitung zeigt dann nicht mehr den Kraftanstieg in lbs/Zoll an sondern den Kraftanstieg quasi in % pro Zoll.
« Letzte Änderung: September 16, 2026, 04:40:08 Nachmittag von parsec »