Archers Campfire

Artikel zur Energie und Effizienz eines Bogens

Offline roscho

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Mal wieder etwas zur Diskussion

https://www.bogenladen-collenberg.de/energie-und-effizienz-eines-bogens/

Interessante Lektüre ;)
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)
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Offline Waldgeist

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Ja, in der Tat - lesens- und wissenswerte Erkenntnisse verkleidet in phys. Formeln. Danke für den Hinweis auf den Beitrag.
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Cicero


Offline Grombard

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  • Ja, ich hatte mal Haare!!!
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Ich musste an der ein oder anderen Stelle schon ein wenig über die Darstellung der Zahlen schmunzeln.

Grundlegend sehr guter Beitrag.
Dass ein Falkenholz langsamer ist als ein Mohawk wundert mich allerdings sehr.  :o
irgendwas is ja immer



Offline wurlitzer

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Ich musste an der ein oder anderen Stelle schon ein wenig über die Darstellung der Zahlen schmunzeln.

Grundlegend sehr guter Beitrag.
Dass ein Falkenholz langsamer ist als ein Mohawk wundert mich allerdings sehr.  :o
Mich nicht


Offline Cayuga

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Sehr lesenswerter Artikel, der für meinen Geschmack auch sehr gut geschrieben ist.

@ roscho: Danke für den Hinweis!
Bögen:
Langbogen Verus von DerBow 42# @ 31“
Langbogen Bodnik Super-Cayuga 44# @ 32“
Pfeile:
Fichte 11/32 mit Nocktaper auf 5/16 (selbstgebaut)


Offline The_Sheriff

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Ich musste an der ein oder anderen Stelle schon ein wenig über die Darstellung der Zahlen schmunzeln.

Wie meinst du das?

Dass ein Falkenholz langsamer ist als ein Mohawk wundert mich allerdings sehr.  :o

Der große Unterschied hat uns zunächst auch gewundert. Die Gründe waren dann aber bei genauem Hinsehen nachvollziehbar.


Offline Grombard

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Ich hätte beim Falkenholz irgendwie "mehr" erwartet aber die Bögen scheinen wohl auf leichte Setups ausgelegt zu sein.

Ich fand den Vergleich zwischen dem ultralow GPP vom Brugger und dem 111er Shrew halt irgendwie tendenziös.
Die 49?% bei 2,x gpp mit 72?% bei 6,x gpp zu vergleichen und das eine dann als "nur" und das andere als "immerhin" zu werten, wobei das in meinen Augen nicht vergleichbar ist, fand ich nicht zielführend.

Den Artikel als solches finde ich aber super, da immer nur von FPS geredet wird.
Da ist die Betrachtung der tatsächlichen Effizienz eines Bogens eine sehr angenehme Abwechslung.  :klasse:
irgendwas is ja immer


Offline Capri

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Ich fand das Ganze auch recht interessant nur wirklich vergleichen würde ich die Sachen so nicht.
66 Zoll der Falkenholz für „nur“ 28,.. Zoll Auszug wenn ich nach Effizienz rechne dann könnte das Spiel bei 29,5 Zoll Auszug schon wieder ganz anders aussehen und von der Sehnen strangzahl mal ganz zu schweigen die alleine kann schon die paar Prozent ausmachen.

Und nein ich schieße keinen Falkenholz Bogen ich bin weder von ihrer Leistung noch vom Preis begeistert  :unschuldig:

Trotzdem echt toll was sich manche für Mühe machen. :yes:


Offline Stringwistler

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  • Der Bogen schießt... aber die Sehne trifft...
    • Stringwistlers Blog
Das mit dem Falkenholz wundert mich nicht bei 66" Länge. Der arbeitet erst richtig bei Auszüge über 31".
Bei mir im Verein hat jemand einen 33" Auszug und 2 Falkenholz. Einen mit 66" und einen mit 64".
Und er schießt das ganze Jahr nur den 64" weil der deutlich schneller ist als der 66" und er schwingt vor allem nicht so nach...
Servusla, Gruß Guidl...

https://stringwistler.blogspot.de

Hartl Prim.Defl-Reflex Osage/Bambus 68"40#30",
Jensbows Rayden 64"-38lb.3stripes-rubyred, 64"ILF-Amey XGS Ghosthand+Bosenbows doplCarbonFoamLBs, Black Hunter Hybr.60", Mohawk RC+Hyb.,Viking Loki,Meerkat Hybrid TD 64",Weick Cobra62"


Offline Cayuga

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Ich fand das Ganze auch recht interessant nur wirklich vergleichen würde ich die Sachen so nicht.
66 Zoll der Falkenholz für „nur“ 28,.. Zoll Auszug wenn ich nach Effizienz rechne dann könnte das Spiel bei 29,5 Zoll Auszug schon wieder ganz anders aussehen und von der Sehnen strangzahl mal ganz zu schweigen die alleine kann schon die paar Prozent ausmachen.

Und nein ich schieße keinen Falkenholz Bogen ich bin weder von ihrer Leistung noch vom Preis begeistert  :unschuldig:

Trotzdem echt toll was sich manche für Mühe machen. :yes:

Eine der wesentlichen Erkenntnisse in dem Artikel war ja auch, dass der Bogen zum Schützen passen muss, sonst kann womöglich die Leistung, besser das Potenzial, des Bogens gar nicht ausgenutzt werden.
Bögen:
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Pfeile:
Fichte 11/32 mit Nocktaper auf 5/16 (selbstgebaut)


Offline The_Sheriff

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Ich fand den Vergleich zwischen dem ultralow GPP vom Brugger und dem 111er Shrew halt irgendwie tendenziös.
Die 49?% bei 2,x gpp mit 72?% bei 6,x gpp zu vergleichen und das eine dann als "nur" und das andere als "immerhin" zu werten, wobei das in meinen Augen nicht vergleichbar ist, fand ich nicht zielführend.

Natürlich kann man das nicht vergleichen. So war das ja auch nicht gedacht! Ich habe hier bewusst die zwei Setups vorgestellt, die den größten Unterschied aufwiesen, damit man den Effizienz-Bereich von den Monsterbögen sieht. Wir haben natürlich noch mehr Messreihen genommen mit unterschiedlichsten Pfeilgewichten. Thomas wird wohl dazu einen Artikel veröffentlichen, dem möchte ich nicht zu sehr vorgreifen.  ::) :-X Aber soviel sei gesagt: Auch der Shrew hatte bei den 280 grs. Pfeilen "nur" eine Effizienz von 56%. Der Falkenholz beim 690 grs. Bambuspfeil eine Effizienz von "immerhin" 63%. Leichte(re)s Pfeilsetup bedeutet - egal bei welchem Bogen und eben auch bei Monsterbögen - IMMER eine geringere Effizienz, als ein schweres Pfeilsetup. Bei Monsterbögen kommt halt noch im wahrsten Sinne des Wortes "erschwerend" das Wurfarmmaterial (Gewicht) als Effizienzkiller dazu. Es ist aber schon erschreckend, was an Energie hier im Bogen verbleibt! Wir sprechen von 70-80 Joule, die irgendwo bei diesen Monstern "verloren" gehen!

Ich hätte beim Falkenholz irgendwie "mehr" erwartet aber die Bögen scheinen wohl auf leichte Setups ausgelegt zu sein.

In Bezug auf das was am Pfeil an Energie ankommt, denke ich nicht, dass diese Aussage haltbar ist. Tests dazu könnte man sicher machen...  ;D Was aber definitiv bei den Falkenholz-Bögen stimmt: Durch das höhere Bogengewicht wird die Empfindlichkeit des ganzen Bogen-Schützen-Pfeil-Setups, wenn es denn sehr leicht ist schon stark reduziert.

Hier noch ein paar Messwerte zum leichtesten und schwersten Pfeil auf den beiden Bögen (Hybrid vs. Recurve):
Shrew (108 lbs.) - 280 grs. Pfeil > 306 ft./s. im Mittel
Falkenholz (117 lbs.) - 280 grs. Pfeil > 313 ft./s. im Mittel

Shrew (108 lbs.) - 690 grs. Pfeil > 220 ft./s. im Mittel
Falkenholz (117 lbs.) - 690 grs. Pfeil > 225 ft./s. im Mittel

Ich fand das Ganze auch recht interessant nur wirklich vergleichen würde ich die Sachen so nicht.
66 Zoll der Falkenholz für „nur“ 28,.. Zoll Auszug wenn ich nach Effizienz rechne dann könnte das Spiel bei 29,5 Zoll Auszug schon wieder ganz anders aussehen und von der Sehnen strangzahl mal ganz zu schweigen die alleine kann schon die paar Prozent ausmachen.

Der Vergleichstest war der konkreten Fragestellung des Bogenbesitzers geschuldet, der 1:1 sehen wollte, wie seine Bögen abschneiden. Auch wir konnten nicht nachvollziehen warum man ihm zu dem 66 Zoll Bogen "geraten" hatte. Dass das nicht optimal.

Wenn jemand einen 62 Zöller schießt, können wir den gerne auch mal bei Gelegenheit im Vergleich gegen andere Bögen testen. Leider hat sich auf meinen Aufruf bislang niemand gemeldet.  :( Hätte auch gerne mal einen Border, Antur oder auch einen billigen China-Bogen im Vergleich gesehen. Bot sich aber bislang nicht an.


Offline roscho

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Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl ...

für solche Vergleichserien würde sich unser AC Treffen wunderbar eignen .. xx Leute xx verschiedene Bögen

Da wäre ein Workshop dieser Art durchaus mal vorstellbar da wir ja nur einen Chrony eine Zug- und eine Grainwaage brauchen ...

@The_Sheriff: ich gehe mal davon aus das wir deine Exceltabelle nutzen dürften ;)
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)
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Offline Seeker

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  • Wer ist hier aus Gummi?
Hmmm,

Sollte man für so einen Test nicht 3 gleichlange Bögen jeweils bei gleichem Auszug vergleichen?
Der Wirkungsgrad gilt ja bei einem bestimmten Arbeitspunkt (Stichwort Winkelverhältnisse) in dem sollte man vergleichen und nicht irgendwo.
Halte ich für nicht wissenschaftlich und aussagekräftig, auch wenn die richtige Mathematik benutzt wird.


Lg
Klaus
« Letzte Änderung: September 27, 2020, 06:59:59 Nachmittag von Seeker »
Der Pfeil fliegt hoch, der Pfeil fliegt weit,
warum auch nicht, er hat ja Zeit.


Offline The_Sheriff

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Sollte man für so einen Test nicht 3 gleichlange Bögen jeweils bei gleichem Auszug vergleichen?
Der Wirkungsgrad gilt ja bei einem bestimmten Arbeitspunkt (Stichwort Winkelverhältnisse) in dem sollte man vergleichen und nicht irgendwo.
Halte ich für nicht wissenschaftlich und aussagekräftig, auch wenn die richtige Mathematik benutzt wird.

Wenn man objektiv Bögen miteinander vergleichen will, um den effizientesten bei einem bestimmten Auszug zu finden, stimme ich dir zu. Die Bogenlänge selbst ist nicht das entscheidende Äquivalent zur Auszugslänge, sondern die Wurfarmgeometrie. Auch ein langer Bogen kann grundsätzlich so gebaut sein, dass er für kurze Auszüge optimal arbeitet und umgekehrt. Hier mal ein theoretisches Beispiel: Wenn du drei unterschiedlich lange Mittelteile und drei unterschiedlich lange Wurfarme hast und die Kombination langes MT/kurze WA, kurzes MT/lange WA und mittlere WA/MT alle die identische Bogenlänge und ein gleiches Zuggewicht auf den Fingern ergeben, wird es bei trotz gleicher Bogenlänge unterschiedliche Leistungen geben, weil sehr wahrscheinlich die Wurfarm-/Bogengeometrien unterschiedlich sind und jeder der Bögen einen anderen optimalen "Arbeitsbereich" hat, obwohl sie gleich lang sind.

ABER nochmal: Es war nicht Ziel dieses Vergleichstests die Bögen allgemeingültig miteinander zu vergleichen, um am Ende zu sagen dieser oder jener ist der bessere Bogen. Wer dies in die Darstellung hereininterpretiert geht fehl! Es ging darum zwei Bögen, die dem Testschützen gehörten, miteinander zu vergleichen, um zu sehen, welcher besser bei seinem Auszug performt. Er wollte sehen, welchen er lieber nutzen sollte, wenn es um Leistung geht. Rein aus Interesse haben wir dann noch den vom Zuggewicht etwas schwächeren Mohawk dazu genommen und die Testergebnisse als Beispiele in diesem Blogartikel herangezogen, um Unterschiede in der Effizienz zu ermitteln, deren Ursachen beleuchten zu können und Schlussfolgerungen z.B. für die Wahl des "passenden" Bogens zu ziehen.
« Letzte Änderung: September 27, 2020, 07:39:44 Nachmittag von The_Sheriff »