Archers Campfire

Präzision beim Bogenschießen

Offline Ulrich

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Landbub, danke für die Erklärungen. Es ist einleuchtend, dass technische Hilfen, die ja menschliche Schwächen überspielen und die Sache vereinfachen sollen, halt auch neue Fehlerquellen schaffen.
Darauf beruht ja meine Meinung, dass technische Schützen unter erschwerten Bedingungen keinen Vorteil haben, wenn es darum geht, nicht an Leistung zu verlieren. Ich stelle mir grad einen Visierbogen vor, den ich wegen örtlicher Gegebenheiten um 45° kanten muss.


Offline Ulrich

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Noch mal zum Thema:

Idealerweise überlagern sich Präzision und Genauigkeit mit gleichem sehr klein Streukreis (siehe meine Antwort 21).
Bei der Jagd würde der größere Streukreis wohl den Ton angeben. Im Parcours generiert sich eine Wahrscheinlichkeit aus beiden Durchmessern. Vielleicht aus der Durchschnittsfläche o.ä.

Es ist dabei jedenfalls nicht entscheidend, wie viele Pfeile man schießt.
Der Streukreis ist ja auch nur mit einem Pfeil da. Man erkennt ihn eben nur nicht und kann ihn deshalb auch nicht beurteilen.

Andersherum besteht der Streukreis aber auch aus Einzelpfeilen. Und da lässt sich im Sinne einer Verkleinerung desselben vielleicht etwas machen. Nämlich dann, wenn man ihn nicht als Produkt von Biomechanik und Technik hinnimmt, sondern annimmt dass es da besser und schlechter geschossene Pfeile hat. Dann ist der Schütze -aus welchen Gründen auch immer- unter seinen Möglichkeiten geblieben.


Offline kungsörn

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Noch mal zum Thema:

Idealerweise überlagern sich Präzision und Genauigkeit mit gleichem sehr klein Streukreis (siehe meine Antwort 21).
Bei der Jagd würde der größere Streukreis wohl den Ton angeben. Im Parcours generiert sich eine Wahrscheinlichkeit aus beiden Durchmessern. Vielleicht aus der Durchschnittsfläche o.ä.

Es ist dabei jedenfalls nicht entscheidend, wie viele Pfeile man schießt.
Der Streukreis ist ja auch nur mit einem Pfeil da. Man erkennt ihn eben nur nicht und kann ihn deshalb auch nicht beurteilen.

Andersherum besteht der Streukreis aber auch aus Einzelpfeilen. Und da lässt sich im Sinne einer Verkleinerung desselben vielleicht etwas machen. Nämlich dann, wenn man ihn nicht als Produkt von Biomechanik und Technik hinnimmt, sondern annimmt dass es da besser und schlechter geschossene Pfeile hat. Dann ist der Schütze -aus welchen Gründen auch immer- unter seinen Möglichkeiten geblieben.

Ich weiß nicht, ob wir aneinander vorbeireden.
Meinst du mit besser oder schlechter geschossenen Pfeile die „Ausreißer“?
Diese würde ich nicht zum Streukreis und im Weiteren nur bedingt zu den eigenen Möglichkeiten zählen.
Für mich ist der individuelle Streukreis der Mittelwert (median) aus Präzision und Genauigkeit der geschossenen Pfeile eines bestimmten Zeitraums. Er verändert sich natürlich auch und man kann sich vortrefflich darüber streiten, ob dabei auch die Tagesform einfließt oder nur der Jahresdurchschnitt oder sonst was.
Ein guter PB-ler, der mit 9 von 10 Pfeilen auf 20m einen Kuchenteller trifft, ist wohl ein recht guter Schütze. Wenn Selbiger nun beim 50m-Bison einen Kill (von mir aus auch Spot) schießt, liegt das natürlich im Bereich seiner Möglichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit ist aber mindestens so groß, wie ein Fehlschuss. So wird er dann am Parcoursausgang seinen durchschnittlichen Streukreis zustande gebracht haben (+/- Tagesform).
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
(In Extremo, "Sünder ohne Zügel")


Offline Ulrich

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Die Ausreisser meine ich nicht. Die sind zwar bedauerlich, aber allesamt auf einen groben Fehler zurückzuführen. Fort, weg, vergessen.  Und sie werden ja immer weniger.
Was ich meine: der Streukreis ist das, was ich momentan und meinem Entwicklungsstand entsprechend leiste. Wenn ich aber das Trefferbild auf meinem A4-Blatt anschaue, das meinen Streukreis abbildet, so gab es da durchaus gute und schlechte Pfeile, dies auch fühlbar im Moment des Lösens. Das heisst, dass ich unter meinem Potenzial bleibe.
Der Zweck dieses Gedankenspiels ist der moralische Tritt in den eigenen Hintern: Wenn du es kannst, dann tu es doch!


Offline kungsörn

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Ah, jetzt wird’s hell.
Na, zumindest konntest du – oder kannst du - erkennen, dass es an Genauigkeit fehlt, wenn du es beim Ablass spürst. Sowas ist meist eine Konzentrationsgeschichte. :bang:
Und es bedeutet auch, dass du Potenzial hast und daran arbeiten kannst.
Die schlechte Nachricht ist: Dieses diffuse Gefühl, dass man es besser könnte, wirst du so schnell nicht los.
Warum soll‘s dir auch anders gehen, als mir? 8)
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Offline Landbub

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Genauigkeit wird teuer... heute Nachmittag im Training

Mir glangts, dass i woass, dass i kantad, wenn i mechat.


testjan

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Offline Ulrich

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Genauigkeit wird teuer... heute Nachmittag im Training

Das nennt man dann hochpräzise Messungen. Aber waren sie auch akkurat?


Offline Ulrich

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Ah, jetzt wird’s hell.
Na, zumindest konntest du – oder kannst du - erkennen, dass es an Genauigkeit fehlt, wenn du es beim Ablass spürst. Sowas ist meist eine Konzentrationsgeschichte. :bang:
Und es bedeutet auch, dass du Potenzial hast und daran arbeiten kannst.
Die schlechte Nachricht ist: Dieses diffuse Gefühl, dass man es besser könnte, wirst du so schnell nicht los.
Warum soll‘s dir auch anders gehen, als mir? 8)

Ist doch gut, Luft nach oben zu haben und motivierend, von der Suppentellergenauigkeit auf die Kaffeetasse zu wechseln!
Ich denke, für das diffuse Unsicherheits- Gefühl gibt es Ursachen. Bin grad richtig glücklich. Hab einen Fehler gefunden, der sich eingeschlichen hat und der zudem noch einfach auszubügeln ist :bow:


Offline Kuckingen

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Wir sind Sportschützen, wir wollen auf etwas schießen und es auch treffen und zwar so gut es geht. Dazu gehört auch eine Messung/Wertung, die dem Rechnung trägt.  Unabhängig von seiner Bogenklasse.