Archers Campfire

Set für einen Anfänger

Offline aquadrat

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...
Da ich recht groß (1,81) bin und die verschieden behelfs Messungen für meine Auszuglänge bei ungefähr 29" liegen wolte ich einen 70" Bogen.
...

Alleine diese Aussage reicht als Beweis das Lesen (v.a. im Internet) nicht zielführend ist.

Gruß, A.
Heavy Metal Archery
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Offline Bownoob

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Alleine diese Aussage reicht als Beweis das Lesen (v.a. im Internet) nicht zielführend ist.


Das mag stimmen aber die Aussage allein hilft mir in keiner Weise.
Wenn das ein Fehler ist würde ich auch gerne wissen wie ich ihn korigiere
und wenn man gerade anfängt sich mit so etwas zu beschäftigen ist heutzutage halt das internet der erste Anlaufpunkt.


Offline Knorr

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  • Ich schieße seit Jahren nur noch instinktuitiv...
Aquadrat wollte damit andeuten, dass die Bogenlänge in den diversen Tabellen sich idR auf olympischen Recurve beziehen. Solltest du zum Beispiel 3D schießen, wirst du (außer LB) kaum 70" Bögen finden, geschweige denn wäre es sinnvoll einen zu benutzen.
Nur zur Veranschaulichung :habe einen Auszug von 30,5 und schieße zum Teil sogar 58" Bögen.
Es kommt eben darauf an welche Disziplin du angehen willst.
BP Custom bigbear  64"      48#@30.5"
Andras Kovacs DER  62"      51#@30.5"
JS Recurve Philoktes 58"     44# @30,5"
Samick spikeman      60"     41#@30.5"
Oak ridge dymond   62"      63#@30.5"
Mins Rhino                 62 "     66#@30.5"
Mandschu Reiterbogen       60# @31"


Online roscho

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@Bownoob: das Internet ist sicher ein gute Informationsquelle (wenn man die vielen Infos filtern kann) - ein guter Trainer ist es aber definitiv nicht

Ich versteh bis heute nicht wie Leute auf die Idee kommen können eine komplexe Tätigkeit durch abschauen lernen zu wollen, das geht doch bei keiner Sportart wirklich gut ..

Das gibts überall Trainer die einen (zumindest am Anfang) in die richtigen Bewegungsmuster einweisen und beim Erlernen derselben korrigieren.

Mein Tipp bevor du jetzt Geld aus dem Fenster schmeisst (das BSW Set kostet ja auch 270 €) - such einen Trainer/Schnupperkurs/Bogenpaten in deiner Nähe und lass es dir zumindest einmal zeigen und die auch beim Kauf beraten ...

Sonst wirst du - und das ist meine ehrliche Meinung - auf Dauer nicht "glücklich" - im schlimmsten Fall schädigst du deine Sehnen und Gelenke ... (gerade da du schriebst das du nicht sehr sportlich bist)

Meine 2 ct ...
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)


Offline rso

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Hatten wir da nicht mal was? Ja, haben wir auch immer noch.

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=3095.0

 :bang:

Ist bloß scheinbar für die Katz....
cu

Rainer


Offline aquadrat

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@Knorr: Danke, genau das meinte ich  :)

@bownoob:
Bitte nicht falsch verstehen, aber im Internet steht gerade in Bezug auf Bogenschießen so viel Kram der ohne das richtige Grundwissen nicht einzuordnen ist. Man kann beim Schießen fast alles machen solange man einen guten Grund dafür hat, sich der Konsequenzen bewusst ist und die Entscheidung auch bewusst trifft. Bei mir hat das mittlerweile dazu geführt dass ich nur noch Dinge glaube die ich entweder selbst nach möglichst objektiven Kriterien ausführlich getestet habe oder die von Schützen kommen die ich persönlich kenne und von denen ich weiß wie sie schießen.

Falls es dich in den Süden der Republik verschlagen sollte, bei uns läuft fast jeden Samstag ein 2-Stündiger Schnupperkurs für wenig Geld der dich auf jeden Fall schon mal vor den gröbsten Fehlern bewahrt. Anschließend hast du noch den ganzen Nachmittag Zeit den Trainern und Schützen Löcher in den Bauch zu fragen, Bögen anzuschauen und zu schießen...

Tu dir den Gefallen und nimm das hier im Forum angebotene Patenprogramm in Anspruch, ich vertraue den Leuten hier mehr als so manchem sog. Trainer in Vereinen oder dem einen oder anderen kommerziellen Anbieter.

Gruß, A.
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Offline kustg

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@Knorr: Danke, genau das meinte ich  :)

@bownoob:
Bitte nicht falsch verstehen, aber im Internet steht gerade in Bezug auf Bogenschießen so viel Kram der ohne das richtige Grundwissen nicht einzuordnen ist. Man kann beim Schießen fast alles machen solange man einen guten Grund dafür hat, sich der Konsequenzen bewusst ist und die Entscheidung auch bewusst trifft. Bei mir hat das mittlerweile dazu geführt dass ich nur noch Dinge glaube die ich entweder selbst nach möglichst objektiven Kriterien ausführlich getestet habe oder die von Schützen kommen die ich persönlich kenne und von denen ich weiß wie sie schießen.


Gruß, A.

Du meinst sowas (siehe Anhang) ? Ich meine, kann man ja machen, ob das aber gut für den Bogen ist... Im Bild: Bewertung eines leichten Carbonis beim großen Online-Händler . Deswegen: Recht haste!


Offline aquadrat

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@kustg: Wunderbares Beispiel! Genau so was meine ich!
Ja, klar man kann mit einem 40# Bogen 1000er Pfeile schießen. Vielleicht hat der Schütze ja nur 24'' Auszug und der Bogen stackt wie wild und schon sind nur noch 30# übrig. Oder er klebt 5'' Federn drauf, dann würde der bei mir auch fliegen, sau schnell und laut, zumindest so lange die Federn trocken sind. Bei Regen würde ich mich dann gewaltig wundern... Vielleicht ist mir das auch egal weil ich nur bei gutem Wetter schieße, dann sollte mir aber bewusst sein dass ich den Pfeil wirklich nach jedem Schuss kontrollieren muss weil er wirklich belastet wird und ich nicht will dass er im Abschuss bricht.

Es gibt unzählige Beispiele in die Richtung, die Bogenlänge hatten wir ja schon, Nocken aufweiten ist z.B. auch so ein Klassiker, Strangzahlen und Material bei Sehnen, absolute Angaben zum Mindestpfeilgewicht, so und so viel FOC braucht man unbedingt für dies und jenes, Federn müssen so lange sein und nicht anders... you name it, we have it...

Danke und Gruß,
A.
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Offline BT

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Wie beschrieben den Bogen leihen und mit Trainer oder Paten loslegen ist wahrscheinlich optimal aber es geht auch anders ... jedenfalls für 3D.

Etwas zu leihen ist nicht mein Weg deshalb habe ich mir als Anfänger unter Anleitung eines Bogenschützen einen günstigen 68“ Langbogen mit nur 20# gekauft. Im Set mit 10 richtig üblen Billigpfeilen und Spannschnur 115 Euro. Den Bogen würde ich wieder kaufen. Und zumindest die Federn von teuren Pfeilen hätten am Anfang sowieso nicht überlebt. Karton ohne gescheiten Backstop. ;-) Der Bogen ist nach wie vor viel im Einsatz (z.B. Anfänger-Gastschützen).

Mit den 20# konnte ich mich voll auf die Technik konzentrieren und hatte im Garten viel Spaß für wenig Geld. Und den 20er kann ich heute fast jedem Gast in die Hand drücken. Teuer und stark werden die nächsten Bögen von ganz allein. :-) Du solltest aber wenn das Treffen besser wird m. E. mit erfahrenen Schützen losziehen die ggf. Fehler erkennen und korrigieren. Bei mir hat es gut geklappt da ich ab einem bestimmten Punkt mit anderen im Parcours unterwegs war und versucht habe jeden Tipp aufzusaugen.

Mein Fazit:
Kauf einen Bogen / ein Set das Dir optisch gefällt und das finanziell nicht zu sehr schmerzt. Keinen zu starken Bogen!
Leg los und ...
... viel Spaß
BT


Online roscho

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Ich verschiebe den ganzen Thread mal in die "Tipps für Neueinsteiger" - da ist es evtl auch hilfreich für andere ;)
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)


Offline Daniel124

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Also WENN es unbedingt autodidaktisch sein soll: Ja, der Zirkon wird ordentlich schießen. Auch ein Axiom oder KAP in der Preisklasse, die sind alle gleich.
26 Pfund für den Anfang ist vernünftig für einen kräftigen Erwachsenen. 66 Zoll Länge reicht fürs Blankschießen, länger schadet nicht und du hältst dir die Option fürs Visierschießen offen.

Ohne jemanden der dich einweist wirst du Lehrgeld zahlen an kaputten Pfeilen, ggf. experimentierst du mit Tab und Handschuh rum bis was passt. Vielleicht kriegst du anfangs einen blauen Unterarm und Ellbogen von den Einschlägen der Sehne.

1. Du benötigst noch als Zubehör für den Bogen: Pfeilauflage, Nockpunkte. (Button muss nicht sein.)
2. Du müsstest dich mit der Einstellung auseinandersetzen von: Pfeilauflage, Tiller, Nockpunkt. Youtube: "Recurve-SetUp für Einsteiger - Step by Step" und "How to: Barebow - Tiller einstellen am Recurvebogen"
3. Dann brauchst du noch: Pfeile (Carbon), die gibts fertig zu kaufen. Bei 26 Pund auf den Fingern ist das bei einem 29-30 Zoll langen Pfeil mit einer 90 Grain Spitze bei so einem Bogen ein 800er oder 900er Spine. Genaueres findest du bei den Spine-Rechnern im Internet. Fertigpfeil: Z.B. EASTON CARBON ONE mit 90er Spitze und Kunststoff Vanes.
4. Und Schutzausrüstung: Handschuh oder Tab, Unterarmschutz.
5. Und Zubehör zum Einstellen: Checker, Nockpunktzange.
6. Zum Schluss noch irgendwas zum Draufschießen.

Dann youtuben: Es gibt eine gute Reihe von BSW "Bogenschießen für Einsteiger". Alle (ich glaube 6 Teile) angucken, und dann nah ans Ziel stellen und los gehts.

Never give up ...


Offline Daniel124

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ps:

Spannschnur, siehe z.B. Youtube: Wie spanne und entspanne ich meinen Bogen? Henry Bodnik‘s Archery Basics

Zielen oder nicht: z.B. Youtube, wieder BSW: Zielen ohne Visier ... (mehrere Folgen)
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Offline Kedde

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Ja es geht autodidaktisch, so habe ich mir auch das Bogenschießen beigebracht.

"Ohne jemanden der dich einweist wirst du Lehrgeld zahlen an kaputten Pfeilen, ggf. experimentierst du mit Tab und Handschuh rum bis was passt. Vielleicht kriegst du anfangs einen blauen Unterarm und Ellbogen von den Einschlägen der Sehne."

Das ist richtig, ohne die Unterstützung eines guten Trainers zahlst du zwangsläufig Lehrgeld. Mir ging es jedenfalls so.
Alleine das finden des richtigen Pfeiles (Spine, Spitzengewicht) hat mich richtig Geld gekostet weil ich meinte jeder der Bogen schießt hat Ahnung und auf den musst du hören.

Heute würde ich als Anfänger mir einen Verein in der Nähe suchen und dort um Unterstützung bitten.
Erspart unnötige Ausgaben und Fehler die beim "Selbststudium" zwangsläufig auftreten werden vermieden.
Ich kann es nicht verhindern das ich Älter werde, aber ich kann verhindern das ich mich dabei langweile.
Für Eile habe ich keine Zeit!
Kedde`s Bogenblog
 https://www.youtube.com/channel/UCzKiLfM9YzkdHIVHOU6d-Dw


Offline Daniel124

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Bei einem Olympic kommt das Problem mit den Pfeilen nicht sooo zum Tragen, weil über Center geschnitten. Zumindest visierlos merkt man da nicht den riesen Unterschied, für den Anfang passt da meiner Meinung nach der Mittelwert aus 3 Spinerechnern plus ein Anruf bei den Pfeilbauern.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Für mich war ein Tageskurs Instintiktives Bogenschießen mit Theorie und Praxis sowie ein Buch selbstverständlich.
Vor 20 Jahren war man aber auch alternativlos - heute gibt es viel gutes Zeugs im Netz, wer kritisch viel anguckt kommt schon irgendwann zur Wahrheit. Und die Videos von BSW sind gut.
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Offline Bownoob

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Nachdem sich damals so viele Leute die Mühe gemacht haben mir Ratschläge zu geben, dachte ich mir ist es nur fair wenn ich mal einen Erfahrungsbericht hinterherhetze.
Das hier ist keinesfalls der „eine richtige“ Weg sondern soll nur ein wenig zeigen was bei mir gut gelaufen ist und was anders vielleicht besser gewesen wäre.

Vor ca. 4 Monaten bin ich zu dem Schluss gekommen das ich einen Recurvebogen haben möchte und das die günstigsten Bögen die für mich nicht nach Kinderspielzeug aussehen mich mit Zubehör um die 300€ kosten werden.

Wie ich damals schrieb war der Zirkon in der engeren Auswahl aber es gab viele Aluminiummittelteile in dieser Preisklasse und ich glaube das diese so geringe Unterschiede haben das es auf meinem Level nur darum geht das er nicht zu kurz oder zu schwer für mich ist.
Am ende hab ich mich dann für eine Oak Ridge Byron 21" ILF entschieden weil die Kriterien passten und das Aussehen von eloxiertem Aluminium mir viel besser gefallen hat als die sehr bunt lackierten Mittelstücke.

Der Online-Händler der diesen verkaufte und auch vom Zubehör eher günstiger als die Bogensportwelt war heißt bogentandler.at (falls diese Art Werbung hier nicht erlaubt ist, kann ein Moderator das hoffentlich entfernen ohne alles zu löschen)

Dazu habe ich dann noch lange Wurfarme genommen die aber nur 20 Pfund Zugkraft haben weil es immer hieß man soll klein anfangen. Ich muss aber sagen das ich sehr überrascht war wie viel Durchschlagskraft diese „Kinderarme“ haben wenn man anfängt auf nur 10 Metern zu schießen.
Wobei ein wenig stärker sicher auch ok gewesen wäre weil für mich die Schulter die den Bogen hält schneller ermüdet als der Zugarm.

Dazu kamen dann noch eine einfache Fertigsehne, ein billiger Fingertab, 9 Carbonpfeile mit dem recht passenden Spinewert und Naturfedern (weil ich über das shelf schießen wollte), ein Armschutz, eine Tasche, ein kleiner shelfschoner Aufkleber, eine Art Schaumstoff Zielscheibe und eine Spannhilfe.
Damit war ich dann bei ca. 320€

Alles was ich bestellt habe kam auch recht schnell mit Ausnahme der Wurfarme die erst nicht vorrätig waren und danach zwei mal in der falschen Farbe vom Großhändler an den shop geschickt wurden. Das war dehnen schon selber Peinlich das ich daraufhin ein paar Wurfarme die ein wenig teurer sind, mit denn gleichen Spezifikationen,  ohne Aufpreis bekommen habe.

Nun hatte ich also alles und kann wahrscheinlich kein professionelles Urteil über alles abgeben aber zum Mittelteil selber muss ich sagen das es mir immer noch sehr gefällt, ich sehe keine Verarbeitungsfehler bis in die Bohrungen hinein und es wirkt ziemlich edel auf mich.

Zum Bogen zusammenbauen, spannen und schießen muss ich sagen das die vielen Videos im Internet sehr hilfreich und wahrscheinlich auch notwendig waren, viele davon von der Bogensportwelt.

Ich habe jetzt wo das Wetter besser ist und man in Quarantäne zu hause sitzt schon bestimmt an die 2000 mal geschossen (hier ist viel platz) und auch wenn ich noch auf sehr kurze Distanz schieße (ca.15m) ist es doch eine Freude zu sehen wie schnell man immer besser wird.

Abschließend möchte ich noch sagen das von allen Dingen die ich gekauft habe nur ein Teil wahrscheinlich recht bald ersetzt wird, und das ist der Fingertab, zum einen habe ich mich entschieden das ich lieber 3 unter schieße und da stört die Kerbe ein wenig und zum anderen glaube ich das ein wenig dickeres und hochwertigeres Material das Schießen noch angenehmer machen würde.

So das sind meine Anfänge mit dem Bogen, vielleicht hilft es ja jemandem der wie ich vor 5 Monaten am überlegen ist.