Archers Campfire

Bogenschießen => Tipps für Neueinsteiger => Thema gestartet von: Bownoob am Dezember 04, 2019, 10:58:42 Nachmittag

Titel: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Bownoob am Dezember 04, 2019, 10:58:42 Nachmittag
Hallo allerseits,
ich würde gerne mit dem Bogensport anfangen und habe auch schon fleißig Dinge gelesen und so langsam geht es darum mich für einen Bogen zu entscheiden,
da ich mich zumindest am Anfang nicht zu sehr spezialisieren will, möchte ich mich mit einem günstigen Recurve Barebow anfangen.
Mir ist dabei das Jackalope Zircon set aufgefallen da es recht günstig ist und vom BSW extrem angepriesen wird.
Da ich aber nicht blind dem Verkäufer trauen will wollte ich einmal von Leuten mit Erfahrung wissen ob das was taugt oder sie vielleicht bessere Kaufempfehlungen für mich haben.
Bei einer Internet suche gab es teils gutes und teils Worte wie „China Schrot“ also bin ich da nicht wirklich klüger geworden.

Dazu muss ich allerdings sagen das Aspekte wie Takedown, Metall Raiser und selbst die wählbare Farbe (es sollte ja schon wenig cool aussehen B-)) für mich Pluspunkte sind die eine andere Empfehlung irgendwie ausgleichen oder auch besitzen muss.

Schonmal danke für jede Empfehlung.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: BowLaw am Dezember 04, 2019, 11:25:29 Nachmittag
Ich bin ganz sicher, dass dir auf deine Frage - welche viele Aspekte umfasst - bestimmt geholfen wird, wenn man etwas mehr von dir weiß.
Da gibt es einen Vorstellungsthread und schon kann man besser antworten, sobald man das Gegenüber etwas kennt.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Bazi am Dezember 04, 2019, 11:26:33 Nachmittag
Da diese Frage in ähnlicher Form immer wieder auftaucht, könnte man dich auf die Suchfunktion verweisen, wäre aber wenig zielführend.
Vielleicht solltest du dir zunächst einmal die Frage beantworten, was dir wichtiger ist: mit einem coolen, farblich abgestimmten Teil zu glänzen, oder möglichst preiswert eine vernünftige Technik zu erlernen?
Den genannten Bogen habe ich erst einmal gesehen und kann nichts dazu sagen. Gleichwohl scheint mir der Preis für einen Anfänger, der noch gar nicht weiß, ob er bei dem Hobby bleiben will, nicht gerade günstig zu sein. WEnn du es dir leisten kannst und willst, bitte sehr ...
Die Grundlagen des Bogenschießens kannst du jedoch genauso gut mit einem billigen Anfängerbogen erlernen. Wichtiger als der Bogen ist neben einem gewissen Talent der Lehrer!
Mein 1. Rat ist, dir von einem guten Händler ein Bogenset zu leihen, bei dem du mit steigenden Ansprüchen die Wurfarme wechseln/anpassen kannst. Hierbei muss es nicht immer ein Polaris oder ähnliches sein, es gibt auch hübschere und bessere für relativ kleines Leihgeld. Spontan fällt mir da der Leihbogen von Rudi Weick ein.
Am Anfang einer "Bogenkarriere" macht man häufig überraschend schnelle Fortschritte und je nach Talent und Trainingsfleiß wird der Wunsch nach einem "besseren" Bogen wach. Dann ist es ganz gut, wenn man noch etwas Geld in Reserve hat - es wird ohnehin teurer...
2. Ratschlag: Mach dir über den Kauf eines Bogens frühestens nach einem Jahr fleißigen Trainings Gedanken. Bis dahin wirst du auch Gelegenheit gehabt haben, andere Bogentypen kennenzulernen und mehr Informationen darüber haben, was du eigentlich möchtest. 
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: BowLaw am Dezember 04, 2019, 11:53:21 Nachmittag
Ein geklicktes und ein geschriebenes „Like“ für Bazis Post!
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: testjan am Dezember 05, 2019, 07:59:40 Vormittag
Besser ist es, anfangs einen Bogen zu mieten und billiger auch.
Davon abgesehen kann ich den Zircon empfehlen, ich schieße selbst einen.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Stringwistler am Dezember 05, 2019, 08:00:58 Vormittag
Dem kann ich mich nur anschließen und ist eigentlich nix hinzuzufügen.
Der Spirit Hunter vom Rudi Weick ist das beste Leihgerät das ich kenne. Und das Geld wird sogar auf einen späteren Kauf angerechnet.  :upsidedown:
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: 66er am Dezember 05, 2019, 08:14:22 Vormittag
Dem kann ich mich nur anschließen und ist eigentlich nix hinzuzufügen.
Der Spirit Hunter vom Rudi Weick ist das beste Leihgerät das ich kenne. Und das Geld wird sogar auf einen späteren Kauf angerechnet.  :upsidedown:

x2
Ich würde auch genau diesen Bogen zunächst ein halbes Jahr mieten.
Ich hab's vor vielen Jahren leider nicht gemacht, sämtliche Ausrüstung gekauft und wieder verkauft und sehr viel Lehrgeld bezahlt.
Dort bekommst du, gerade als Anfänger, den richtigen Bogen bezüglich Länge und Zuggewicht empfohlen. Das Ganze für sehr überschaubare Kosten und vom Fachmann. Und nein, ich bin nicht verwandt oder verschwägert, schieße nicht mal einen Bogen vom Rudi ...
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: aquadrat am Dezember 05, 2019, 08:31:00 Vormittag
Guten Morgen,

Zu dem Zircon Mittelteil habe ich hier schon was geschrieben:
https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=4564.0

Die Wurfarme kenne ich nicht.

IMO ist ein Blankbogen für einen Anfänger der keine Unterstützung durch einen kompetenten Trainer der über ausreichend Materialkenntnisse verfügt grundsätzlich ungeeignet, da klappt noch nicht mal das Grundsetup.

Auch wenn hier alle zum Leihbogen raten, was sicher nicht schlecht ist, ist das nur eine Option. Außer finanziellen Gründen spricht nichts dagegen einen einfachen Anfängerbogen zu kaufen, dann sollte das aber ein Modell sein an dem man möglichst nichts verstellen kann / muss damit man sich wirklich auf das Erlernen des Schießens konzentrieren kann.
Soweit ich mich erinnere hat mir der Rudi Weick die Leihgebühr vom Spirit nicht auf den Kauf der Cobra angerechnet, Begründung war "das gilt nur wenn man einen Spirit kauft".

Gruß, A.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: rabu am Dezember 05, 2019, 08:58:32 Vormittag
Ich möchte dir auch raten das Bogenschiessen nicht alleine, sondern im Verein oder mit erfahrenen Schützen zu lernen.
Da bekommst du auch Informationen über Leihbögen und eine sinnvolle Art zu starten.

Wenn du das aber anders lösen willst und nur die Antwort auf deine Frage haben willst:

Ja, der Jackalope Zirkon ist ein prima Bogen der anständig schiesst und mit dem man viel Spaß haben kann.(Ich hab auch einen)

Bitte berücksichtige aber mindestens das man unbedingt mit einem niedrigen Zuggewicht starten soll, ist besser für die Gesundheit, die Präzision und damit für den Spaß!

Je mehr du uns über dich verrätst, desto besser können wir dich beraten. Sinnvoll wären: Größe, Alter, sportliche Vorgeschichte, Ort und welche Art von Bogenschiessen dich am meisten interessiert (Wald oder Wiese, Scheibe oder 3D, zu Fuß oder vom Pferd,......)

Gruß
Ralf
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Simpel am Dezember 05, 2019, 09:00:20 Vormittag
Moin,

ich stand vor dem selben Problem und habe mich damals leider nicht in einem Forum informiert.
Ich bin kompletter Autodidakt.
Bei mir lief es so:
Anfängerset mit einem Ragim Wildcat inklusive Scheibe, Ständer und Pfeilen bestellt.
Festgestellt, dass die Empfehlung des Zuggewichtes zu hoch war ==> schwächere Wurfarme bestellt.
Nach einiger Zeit stärkere Wurfarme bestellt.
Für mich entschieden Pfeil und Bogen machen mir Spaß.
Malachite Hybrid in 40 Pfund bestellt.
Über das Internet auf verschiedene Schießstile gestoßen und neugierig geworden.
Einen Rolan Snake bestellt.
Angefangen beidhändig zu schießen und darüber geärgert den Malachite gekauft zu haben.
Einen Holzbogen aus Osage Orange in einem Workshop gebaut.

Ich selbst bin nicht der Typ, der gerne Dinge ausleiht
Mit dem Wissen von heute (Achtung ich bin immer noch blutiger Anfänger) hätte ich wohl am besten mit dem Rolan Snake angefangen um herauszufinden, was mir gefällt.
Der finanzielle Einsatz ist nicht sehr hoch und ich schieße ihn aus Spaß auch heute noch hin und wieder, ausserdem ist das ein verträglicher Bogen, wenn mal jemand schießen möchte für den meine anderen Bögen zu stark sind.
Angefangen habe ich im Frühjahr 2018

Gruß
Simpel
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Woodinski am Dezember 05, 2019, 09:18:54 Vormittag
Mit dem Wissen von heute und wenn ich schon hier Mitglied gewesen wäre, wäre ich als Anfänger wohl auch bei dem Weick-Leihbogen gelandet. Ich hatte halt Glück, das ich durch Gebrauchtkauf und wieder Verkauf die finanziellen Verluste minimal halten konnte bis ich wußte was ich wollte. Aber bevor Du noch nicht 100%ig weißt, in welche Richtung es geht, ist ein Leihbogen die optimale Lösung. Und der Spirit von Weick bietet Dir alle Möglichkeiten. Soweit ich weiß kannste den über Shelf aber auch mit Pfeilauflage schießen und Buchsen für Stabi und Button hat er auch.

(Und klar, is was eigenes immer schöner, aber wir hatten das im Verein schon so oft, dass Anfänger unbedingt gleich zu Beginn nen eigenen Bogen wollten, beratungsrestent waren und was gekauft haben und sich danach dann ärgerten. Hatten grad wieder so nen ähnlichen Fall. Auch landen bei uns fast 50%, die mit Fita-Bögen auf Scheiben begonnen haben beim traditionellen Bogen / 3D)

Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: roscho am Dezember 05, 2019, 09:25:28 Vormittag
Ich bin da bei Bazi !
Und jemanden etwas zu empfehlen OHNE etwas über die Person zu wissen ist wie ein Blick in die Kristallkugel ?

Willst du im Verein schiessen ? Als Hobby ? Allein im Garten ?
Wie groß / stark bist du ?
Welche anderen Sportarten betreibst du ?

Wie viel Zeit willst / kannst du investieren ?
Hast du einen Händler in der Nähe wo du dich beraten lassen kannst ?

Das ist nur ein kleiner Teil der Fragen ;) - und kommt noch nicht mal das Wort BOGEN drin vor ...

Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Bownoob am Dezember 05, 2019, 09:54:06 Vormittag
Schonmal danke für die vielen Antworten,
die ganzen genanten Modelle werde ich mir dann demnächstmal im Internet ansehen.
Zu mir wird es wohl darauf hinauslaufen das ich einfach etwas im sehr grossen Garten für mich selbst schiesen möchte.
Ich lebe in der Mitte von Nirgendwo, deshalb ist es was shops in der nähe angeht recht aussichtslos.

Wie ich in der Frage schon angedeutet habe, bin ich im internet schon recht fündig geworden über dinge wie die Konfiguration die ein bogen für mich haben solte.
Da ich recht groß (1,81) bin und die verschieden behelfs Messungen für meine Auszuglänge bei ungefähr 29" liegen wolte ich einen 70" Bogen.
Und da ich nicht sehr Sportlich bin erstmal nur eine geringere Stärke (ca 26 pfund schwebt mir vor).

Von einem Leihbogen bin ich eher nicht so begeistert da ich das Gefühl hätte unter Zeitduck zu stehen um die Leihgebühr auch auszunutzen.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: kustg am Dezember 05, 2019, 11:25:02 Vormittag
Erstmal ein herzliches Willkommen von mir!
Der Weg über den Verein ist auf jeden Fall wichtig. Vielleicht gibt es ja auch jemanden, der sich als Bogenpate zu Verfügung stellt. Wenn Du uns verrätst, aus welcher Gegend Du kommst, gibt es vielleicht Tips zu Geschäften, Vereinen, Parcoure oder jemanden von uns, der dort wohnt.

Der Weg über den Verein ist für die meisten der bessere Weg. Man lernt dort vieles und kann viele Fehler, die nun mal unvermeidbar sind, verhindern. Ich habe meine ersten Pfeil auf dem Vereinsgelände geschossen und das war auch gut so.
Wenn Du in deinem Garten schießen willst, empfehle ich Dir diesen Thread: https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=4320.0 , ist zwar kein Leit(d)faden, aber Du bekommst ein paar Hinweise. Denk dran, das die Pfeile ziemlich weit fliegen können.


(Mod: Link repariert)
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Bazi am Dezember 05, 2019, 11:51:57 Vormittag
Bei deiner Größe könnte das mit dem Auszug zwischen 28 und 29 Zoll hinkommen. Zur Bogenberatung wurde alles gesagt, ebenso zu den Vorteilen eines Lehreres/Vereins. Solltest du wirklich nichts und niemanden in der Nähe haben, wäre zu überlegen, einen Wochenendkurs in einer "Bogenschule" in Betracht zu ziehen. Sich das Schießen selbst beizubringen ist prinzipiell möglich, ist aber mit so vielen Tücken behaftet, dass man eigentlich nur abraten kann, es sei denn, man lebt auf einer unbewohnten Insel ohne Schiffsverkehr (um zum Wochenendkurs zu schippern). Sich später eintrainierte Fehler abzugewöhnen ist mehr als schwierig...
Solltest du dennoch autodidaktisch vorgehen wollen, fang mit einem schwächeren Bogen an. 26 lbs halte ich schon für zu hoch und wenn dein Auszug wirklich noch länger ist, verschlimmert sich dieses Problem. Da du dich zudem als nicht so sportlich bezeichnest, würde ich 20 - max. 22 lbs empfehlen und Pfeile um 1200er bis 1400er Spine.
Letztlich liegt es an dir, inwieweit du bereits erhaltene Ratschläge umsetzt. Wie es auch immer ausgeht, viel Glück und Spaß dabei.   
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: aquadrat am Dezember 05, 2019, 12:49:19 Nachmittag
...
Da ich recht groß (1,81) bin und die verschieden behelfs Messungen für meine Auszuglänge bei ungefähr 29" liegen wolte ich einen 70" Bogen.
...

Alleine diese Aussage reicht als Beweis das Lesen (v.a. im Internet) nicht zielführend ist.

Gruß, A.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Bownoob am Dezember 05, 2019, 01:05:13 Nachmittag

Alleine diese Aussage reicht als Beweis das Lesen (v.a. im Internet) nicht zielführend ist.


Das mag stimmen aber die Aussage allein hilft mir in keiner Weise.
Wenn das ein Fehler ist würde ich auch gerne wissen wie ich ihn korigiere
und wenn man gerade anfängt sich mit so etwas zu beschäftigen ist heutzutage halt das internet der erste Anlaufpunkt.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Knorr am Dezember 05, 2019, 01:12:07 Nachmittag
Aquadrat wollte damit andeuten, dass die Bogenlänge in den diversen Tabellen sich idR auf olympischen Recurve beziehen. Solltest du zum Beispiel 3D schießen, wirst du (außer LB) kaum 70" Bögen finden, geschweige denn wäre es sinnvoll einen zu benutzen.
Nur zur Veranschaulichung :habe einen Auszug von 30,5 und schieße zum Teil sogar 58" Bögen.
Es kommt eben darauf an welche Disziplin du angehen willst.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: roscho am Dezember 05, 2019, 01:24:21 Nachmittag
@Bownoob: das Internet ist sicher ein gute Informationsquelle (wenn man die vielen Infos filtern kann) - ein guter Trainer ist es aber definitiv nicht

Ich versteh bis heute nicht wie Leute auf die Idee kommen können eine komplexe Tätigkeit durch abschauen lernen zu wollen, das geht doch bei keiner Sportart wirklich gut ..

Das gibts überall Trainer die einen (zumindest am Anfang) in die richtigen Bewegungsmuster einweisen und beim Erlernen derselben korrigieren.

Mein Tipp bevor du jetzt Geld aus dem Fenster schmeisst (das BSW Set kostet ja auch 270 €) - such einen Trainer/Schnupperkurs/Bogenpaten in deiner Nähe und lass es dir zumindest einmal zeigen und die auch beim Kauf beraten ...

Sonst wirst du - und das ist meine ehrliche Meinung - auf Dauer nicht "glücklich" - im schlimmsten Fall schädigst du deine Sehnen und Gelenke ... (gerade da du schriebst das du nicht sehr sportlich bist)

Meine 2 ct ...
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: rso am Dezember 05, 2019, 01:28:33 Nachmittag
Hatten wir da nicht mal was? Ja, haben wir auch immer noch.

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=3095.0

 :bang:

Ist bloß scheinbar für die Katz....
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: aquadrat am Dezember 05, 2019, 01:44:50 Nachmittag
@Knorr: Danke, genau das meinte ich  :)

@bownoob:
Bitte nicht falsch verstehen, aber im Internet steht gerade in Bezug auf Bogenschießen so viel Kram der ohne das richtige Grundwissen nicht einzuordnen ist. Man kann beim Schießen fast alles machen solange man einen guten Grund dafür hat, sich der Konsequenzen bewusst ist und die Entscheidung auch bewusst trifft. Bei mir hat das mittlerweile dazu geführt dass ich nur noch Dinge glaube die ich entweder selbst nach möglichst objektiven Kriterien ausführlich getestet habe oder die von Schützen kommen die ich persönlich kenne und von denen ich weiß wie sie schießen.

Falls es dich in den Süden der Republik verschlagen sollte, bei uns läuft fast jeden Samstag ein 2-Stündiger Schnupperkurs für wenig Geld der dich auf jeden Fall schon mal vor den gröbsten Fehlern bewahrt. Anschließend hast du noch den ganzen Nachmittag Zeit den Trainern und Schützen Löcher in den Bauch zu fragen, Bögen anzuschauen und zu schießen...

Tu dir den Gefallen und nimm das hier im Forum angebotene Patenprogramm in Anspruch, ich vertraue den Leuten hier mehr als so manchem sog. Trainer in Vereinen oder dem einen oder anderen kommerziellen Anbieter.

Gruß, A.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: kustg am Dezember 05, 2019, 02:14:47 Nachmittag
@Knorr: Danke, genau das meinte ich  :)

@bownoob:
Bitte nicht falsch verstehen, aber im Internet steht gerade in Bezug auf Bogenschießen so viel Kram der ohne das richtige Grundwissen nicht einzuordnen ist. Man kann beim Schießen fast alles machen solange man einen guten Grund dafür hat, sich der Konsequenzen bewusst ist und die Entscheidung auch bewusst trifft. Bei mir hat das mittlerweile dazu geführt dass ich nur noch Dinge glaube die ich entweder selbst nach möglichst objektiven Kriterien ausführlich getestet habe oder die von Schützen kommen die ich persönlich kenne und von denen ich weiß wie sie schießen.


Gruß, A.

Du meinst sowas (siehe Anhang) ? Ich meine, kann man ja machen, ob das aber gut für den Bogen ist... Im Bild: Bewertung eines leichten Carbonis beim großen Online-Händler . Deswegen: Recht haste!
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: aquadrat am Dezember 05, 2019, 03:28:56 Nachmittag
@kustg: Wunderbares Beispiel! Genau so was meine ich!
Ja, klar man kann mit einem 40# Bogen 1000er Pfeile schießen. Vielleicht hat der Schütze ja nur 24'' Auszug und der Bogen stackt wie wild und schon sind nur noch 30# übrig. Oder er klebt 5'' Federn drauf, dann würde der bei mir auch fliegen, sau schnell und laut, zumindest so lange die Federn trocken sind. Bei Regen würde ich mich dann gewaltig wundern... Vielleicht ist mir das auch egal weil ich nur bei gutem Wetter schieße, dann sollte mir aber bewusst sein dass ich den Pfeil wirklich nach jedem Schuss kontrollieren muss weil er wirklich belastet wird und ich nicht will dass er im Abschuss bricht.

Es gibt unzählige Beispiele in die Richtung, die Bogenlänge hatten wir ja schon, Nocken aufweiten ist z.B. auch so ein Klassiker, Strangzahlen und Material bei Sehnen, absolute Angaben zum Mindestpfeilgewicht, so und so viel FOC braucht man unbedingt für dies und jenes, Federn müssen so lange sein und nicht anders... you name it, we have it...

Danke und Gruß,
A.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: BT am Dezember 06, 2019, 09:35:50 Vormittag
Wie beschrieben den Bogen leihen und mit Trainer oder Paten loslegen ist wahrscheinlich optimal aber es geht auch anders ... jedenfalls für 3D.

Etwas zu leihen ist nicht mein Weg deshalb habe ich mir als Anfänger unter Anleitung eines Bogenschützen einen günstigen 68“ Langbogen mit nur 20# gekauft. Im Set mit 10 richtig üblen Billigpfeilen und Spannschnur 115 Euro. Den Bogen würde ich wieder kaufen. Und zumindest die Federn von teuren Pfeilen hätten am Anfang sowieso nicht überlebt. Karton ohne gescheiten Backstop. ;-) Der Bogen ist nach wie vor viel im Einsatz (z.B. Anfänger-Gastschützen).

Mit den 20# konnte ich mich voll auf die Technik konzentrieren und hatte im Garten viel Spaß für wenig Geld. Und den 20er kann ich heute fast jedem Gast in die Hand drücken. Teuer und stark werden die nächsten Bögen von ganz allein. :-) Du solltest aber wenn das Treffen besser wird m. E. mit erfahrenen Schützen losziehen die ggf. Fehler erkennen und korrigieren. Bei mir hat es gut geklappt da ich ab einem bestimmten Punkt mit anderen im Parcours unterwegs war und versucht habe jeden Tipp aufzusaugen.

Mein Fazit:
Kauf einen Bogen / ein Set das Dir optisch gefällt und das finanziell nicht zu sehr schmerzt. Keinen zu starken Bogen!
Leg los und ...
... viel Spaß
BT
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: roscho am Dezember 06, 2019, 09:37:41 Vormittag
Ich verschiebe den ganzen Thread mal in die "Tipps für Neueinsteiger" - da ist es evtl auch hilfreich für andere ;)
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Daniel124 am Dezember 07, 2019, 07:29:48 Vormittag
Also WENN es unbedingt autodidaktisch sein soll: Ja, der Zirkon wird ordentlich schießen. Auch ein Axiom oder KAP in der Preisklasse, die sind alle gleich.
26 Pfund für den Anfang ist vernünftig für einen kräftigen Erwachsenen. 66 Zoll Länge reicht fürs Blankschießen, länger schadet nicht und du hältst dir die Option fürs Visierschießen offen.

Ohne jemanden der dich einweist wirst du Lehrgeld zahlen an kaputten Pfeilen, ggf. experimentierst du mit Tab und Handschuh rum bis was passt. Vielleicht kriegst du anfangs einen blauen Unterarm und Ellbogen von den Einschlägen der Sehne.

1. Du benötigst noch als Zubehör für den Bogen: Pfeilauflage, Nockpunkte. (Button muss nicht sein.)
2. Du müsstest dich mit der Einstellung auseinandersetzen von: Pfeilauflage, Tiller, Nockpunkt. Youtube: "Recurve-SetUp für Einsteiger - Step by Step" und "How to: Barebow - Tiller einstellen am Recurvebogen"
3. Dann brauchst du noch: Pfeile (Carbon), die gibts fertig zu kaufen. Bei 26 Pund auf den Fingern ist das bei einem 29-30 Zoll langen Pfeil mit einer 90 Grain Spitze bei so einem Bogen ein 800er oder 900er Spine. Genaueres findest du bei den Spine-Rechnern im Internet. Fertigpfeil: Z.B. EASTON CARBON ONE mit 90er Spitze und Kunststoff Vanes.
4. Und Schutzausrüstung: Handschuh oder Tab, Unterarmschutz.
5. Und Zubehör zum Einstellen: Checker, Nockpunktzange.
6. Zum Schluss noch irgendwas zum Draufschießen.

Dann youtuben: Es gibt eine gute Reihe von BSW "Bogenschießen für Einsteiger". Alle (ich glaube 6 Teile) angucken, und dann nah ans Ziel stellen und los gehts.

Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Daniel124 am Dezember 08, 2019, 07:50:56 Vormittag
ps:

Spannschnur, siehe z.B. Youtube: Wie spanne und entspanne ich meinen Bogen? Henry Bodnik‘s Archery Basics

Zielen oder nicht: z.B. Youtube, wieder BSW: Zielen ohne Visier ... (mehrere Folgen)
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Kedde am Dezember 08, 2019, 08:08:09 Vormittag
Ja es geht autodidaktisch, so habe ich mir auch das Bogenschießen beigebracht.

"Ohne jemanden der dich einweist wirst du Lehrgeld zahlen an kaputten Pfeilen, ggf. experimentierst du mit Tab und Handschuh rum bis was passt. Vielleicht kriegst du anfangs einen blauen Unterarm und Ellbogen von den Einschlägen der Sehne."

Das ist richtig, ohne die Unterstützung eines guten Trainers zahlst du zwangsläufig Lehrgeld. Mir ging es jedenfalls so.
Alleine das finden des richtigen Pfeiles (Spine, Spitzengewicht) hat mich richtig Geld gekostet weil ich meinte jeder der Bogen schießt hat Ahnung und auf den musst du hören.

Heute würde ich als Anfänger mir einen Verein in der Nähe suchen und dort um Unterstützung bitten.
Erspart unnötige Ausgaben und Fehler die beim "Selbststudium" zwangsläufig auftreten werden vermieden.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Daniel124 am Dezember 08, 2019, 08:55:37 Nachmittag
Bei einem Olympic kommt das Problem mit den Pfeilen nicht sooo zum Tragen, weil über Center geschnitten. Zumindest visierlos merkt man da nicht den riesen Unterschied, für den Anfang passt da meiner Meinung nach der Mittelwert aus 3 Spinerechnern plus ein Anruf bei den Pfeilbauern.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Für mich war ein Tageskurs Instintiktives Bogenschießen mit Theorie und Praxis sowie ein Buch selbstverständlich.
Vor 20 Jahren war man aber auch alternativlos - heute gibt es viel gutes Zeugs im Netz, wer kritisch viel anguckt kommt schon irgendwann zur Wahrheit. Und die Videos von BSW sind gut.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Bownoob am März 26, 2020, 08:45:29 Nachmittag
Nachdem sich damals so viele Leute die Mühe gemacht haben mir Ratschläge zu geben, dachte ich mir ist es nur fair wenn ich mal einen Erfahrungsbericht hinterherhetze.
Das hier ist keinesfalls der „eine richtige“ Weg sondern soll nur ein wenig zeigen was bei mir gut gelaufen ist und was anders vielleicht besser gewesen wäre.

Vor ca. 4 Monaten bin ich zu dem Schluss gekommen das ich einen Recurvebogen haben möchte und das die günstigsten Bögen die für mich nicht nach Kinderspielzeug aussehen mich mit Zubehör um die 300€ kosten werden.

Wie ich damals schrieb war der Zirkon in der engeren Auswahl aber es gab viele Aluminiummittelteile in dieser Preisklasse und ich glaube das diese so geringe Unterschiede haben das es auf meinem Level nur darum geht das er nicht zu kurz oder zu schwer für mich ist.
Am ende hab ich mich dann für eine Oak Ridge Byron 21" ILF entschieden weil die Kriterien passten und das Aussehen von eloxiertem Aluminium mir viel besser gefallen hat als die sehr bunt lackierten Mittelstücke.

Der Online-Händler der diesen verkaufte und auch vom Zubehör eher günstiger als die Bogensportwelt war heißt bogentandler.at (falls diese Art Werbung hier nicht erlaubt ist, kann ein Moderator das hoffentlich entfernen ohne alles zu löschen)

Dazu habe ich dann noch lange Wurfarme genommen die aber nur 20 Pfund Zugkraft haben weil es immer hieß man soll klein anfangen. Ich muss aber sagen das ich sehr überrascht war wie viel Durchschlagskraft diese „Kinderarme“ haben wenn man anfängt auf nur 10 Metern zu schießen.
Wobei ein wenig stärker sicher auch ok gewesen wäre weil für mich die Schulter die den Bogen hält schneller ermüdet als der Zugarm.

Dazu kamen dann noch eine einfache Fertigsehne, ein billiger Fingertab, 9 Carbonpfeile mit dem recht passenden Spinewert und Naturfedern (weil ich über das shelf schießen wollte), ein Armschutz, eine Tasche, ein kleiner shelfschoner Aufkleber, eine Art Schaumstoff Zielscheibe und eine Spannhilfe.
Damit war ich dann bei ca. 320€

Alles was ich bestellt habe kam auch recht schnell mit Ausnahme der Wurfarme die erst nicht vorrätig waren und danach zwei mal in der falschen Farbe vom Großhändler an den shop geschickt wurden. Das war dehnen schon selber Peinlich das ich daraufhin ein paar Wurfarme die ein wenig teurer sind, mit denn gleichen Spezifikationen,  ohne Aufpreis bekommen habe.

Nun hatte ich also alles und kann wahrscheinlich kein professionelles Urteil über alles abgeben aber zum Mittelteil selber muss ich sagen das es mir immer noch sehr gefällt, ich sehe keine Verarbeitungsfehler bis in die Bohrungen hinein und es wirkt ziemlich edel auf mich.

Zum Bogen zusammenbauen, spannen und schießen muss ich sagen das die vielen Videos im Internet sehr hilfreich und wahrscheinlich auch notwendig waren, viele davon von der Bogensportwelt.

Ich habe jetzt wo das Wetter besser ist und man in Quarantäne zu hause sitzt schon bestimmt an die 2000 mal geschossen (hier ist viel platz) und auch wenn ich noch auf sehr kurze Distanz schieße (ca.15m) ist es doch eine Freude zu sehen wie schnell man immer besser wird.

Abschließend möchte ich noch sagen das von allen Dingen die ich gekauft habe nur ein Teil wahrscheinlich recht bald ersetzt wird, und das ist der Fingertab, zum einen habe ich mich entschieden das ich lieber 3 unter schieße und da stört die Kerbe ein wenig und zum anderen glaube ich das ein wenig dickeres und hochwertigeres Material das Schießen noch angenehmer machen würde.

So das sind meine Anfänge mit dem Bogen, vielleicht hilft es ja jemandem der wie ich vor 5 Monaten am überlegen ist.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Daniel124 am März 26, 2020, 08:59:47 Nachmittag
Na also. Wo ein Wille ist ...
Glückwunsch und viel Spaß!
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Stringwistler am März 26, 2020, 11:20:44 Nachmittag
Na prima... das hört sich doch schon mal klasse an wenn du damit zufrieden bist. :yes: :agree:
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: aged younger am März 27, 2020, 06:39:23 Vormittag
 :klasse:

vermutlich haben auch andere so ähnlich für sich angefangen (einen kenne ich recht gut  ;) )
Zunächst nach Büchern/ Anleitungen, den Spaß am Bogenschießen gefunden ...
Aber da ich vom Tennisspielen her wußte, dass sich beim "Selbsterlerner" doch einige Fehler einschleichen welche dann irgendwann - nach anfänglich raschen "Erfolgen" - unweigerlich zum Stillstand führen -  war es notwendig, mich dann doch in die Obhut eines Trainers zu begeben.
Mit ihm die essentiellen Grundtechniken und Fachwissen gelernt bzw. "verfeinert" und später ausgebaut (Schnupperkurs, Anfängerkurs, Fortgeschrittenen-Kurs)
Selbst nach Jahren tut es immer wieder gut, wenn man von einem Profi wieder auf das Erlernte (und wieder Verlorene) hingewiesen wird - selbst einem reinen "Spass-Schützen" wie mir schadet es nicht  ::)

Apropos:  Max, wann zieht es Dich endlich mal wieder Richtung Süden?
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: marc5z am August 11, 2020, 06:22:43 Nachmittag
Nachdem sich damals so viele Leute die Mühe gemacht haben mir Ratschläge zu geben, dachte ich mir ist es nur fair wenn ich mal einen Erfahrungsbericht hinterherhetze.
Das hier ist keinesfalls der „eine richtige“ Weg sondern soll nur ein wenig zeigen was bei mir gut gelaufen ist und was anders vielleicht besser gewesen wäre.

Vor ca. 4 Monaten bin ich zu dem Schluss gekommen das ich einen Recurvebogen haben möchte und das die günstigsten Bögen die für mich nicht nach Kinderspielzeug aussehen mich mit Zubehör um die 300€ kosten werden.

Wie ich damals schrieb war der Zirkon in der engeren Auswahl aber es gab viele Aluminiummittelteile in dieser Preisklasse und ich glaube das diese so geringe Unterschiede haben das es auf meinem Level nur darum geht das er nicht zu kurz oder zu schwer für mich ist.
Am ende hab ich mich dann für eine Oak Ridge Byron 21" ILF entschieden weil die Kriterien passten und das Aussehen von eloxiertem Aluminium mir viel besser gefallen hat als die sehr bunt lackierten Mittelstücke.

Der Online-Händler der diesen verkaufte und auch vom Zubehör eher günstiger als die Bogensportwelt war heißt bogentandler.at (falls diese Art Werbung hier nicht erlaubt ist, kann ein Moderator das hoffentlich entfernen ohne alles zu löschen)

Dazu habe ich dann noch lange Wurfarme genommen die aber nur 20 Pfund Zugkraft haben weil es immer hieß man soll klein anfangen. Ich muss aber sagen das ich sehr überrascht war wie viel Durchschlagskraft diese „Kinderarme“ haben wenn man anfängt auf nur 10 Metern zu schießen.
Wobei ein wenig stärker sicher auch ok gewesen wäre weil für mich die Schulter die den Bogen hält schneller ermüdet als der Zugarm.

Dazu kamen dann noch eine einfache Fertigsehne, ein billiger Fingertab, 9 Carbonpfeile mit dem recht passenden Spinewert und Naturfedern (weil ich über das shelf schießen wollte), ein Armschutz, eine Tasche, ein kleiner shelfschoner Aufkleber, eine Art Schaumstoff Zielscheibe und eine Spannhilfe.
Damit war ich dann bei ca. 320€

Alles was ich bestellt habe kam auch recht schnell mit Ausnahme der Wurfarme die erst nicht vorrätig waren und danach zwei mal in der falschen Farbe vom Großhändler an den shop geschickt wurden. Das war dehnen schon selber Peinlich das ich daraufhin ein paar Wurfarme die ein wenig teurer sind, mit denn gleichen Spezifikationen,  ohne Aufpreis bekommen habe.

Nun hatte ich also alles und kann wahrscheinlich kein professionelles Urteil über alles abgeben aber zum Mittelteil selber muss ich sagen das es mir immer noch sehr gefällt, ich sehe keine Verarbeitungsfehler bis in die Bohrungen hinein und es wirkt ziemlich edel auf mich.

Zum Bogen zusammenbauen, spannen und schießen muss ich sagen das die vielen Videos im Internet sehr hilfreich und wahrscheinlich auch notwendig waren, viele davon von der Bogensportwelt.

Ich habe jetzt wo das Wetter besser ist und man in Quarantäne zu hause sitzt schon bestimmt an die 2000 mal geschossen (hier ist viel platz) und auch wenn ich noch auf sehr kurze Distanz schieße (ca.15m) ist es doch eine Freude zu sehen wie schnell man immer besser wird.

Abschließend möchte ich noch sagen das von allen Dingen die ich gekauft habe nur ein Teil wahrscheinlich recht bald ersetzt wird, und das ist der Fingertab, zum einen habe ich mich entschieden das ich lieber 3 unter schieße und da stört die Kerbe ein wenig und zum anderen glaube ich das ein wenig dickeres und hochwertigeres Material das Schießen noch angenehmer machen würde.

So das sind meine Anfänge mit dem Bogen, vielleicht hilft es ja jemandem der wie ich vor 5 Monaten am überlegen ist.

Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast, das alles aufzuschreiben. Einige Dinge haben mir weitergeholfen!
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Lindblatt am August 11, 2020, 07:02:58 Nachmittag
Mensch der Herr Weick kann sich glücklich schätzen für die Myriaden an kostenlosen Werbeleuten hier.

Nur leider ist das Blödsinn. Ein Leihbogen ist in 2 Fällen günstig. 1. Ich bleibe dabei und kaufe ihn dann. Win/Win für R.Weick. 2. Ich lasse das Hobby und hab halt etwas Geld verschwendet, bin gleichzeitig aber zu faul gekauftes Equipment mit 0/0 oder Gewinn zu verkaufen.

Gerade zur Zeit, wo viele Einstiegs Ilf Wurfarme kaum lieferbar sind, kann man dabei seinen alten Kram easy verkaufen.

Ein Leihbogen ist eine Option wenn du Mal kurz in nen Verein reinschnuppern willst und halt keine Ahnung hast wie man etwas im Internet verkauft. Die Empfehlung kommt meistens aus dem Lager ü50 die das vor 35 Jahren selbst so gelernt habe ln. Warum immer Weick genannt wird....naja man kennt sich wahrscheinlich. Seine Bögen sind handwerklich gut verarbeitet, sehen allerdings öfter bieder, klotzig und nach Omas Fernsehschrankwand aus. Ist Geschmackssache. Für einen Anfänger zu teuer, auch als späterer Kauf. Du musst bedenken, du stellst deine Neulingsfragen hier an Leute, die Bogenschießen betrieben haben als es noch nicht in war. Die sind relativ festgefahren und empfehlen dir halt was sie kennen, ohne dran zu denken das es aus der Sicht eines Neulings utopisch ist.

Die Bögen von Jackalope sind für einen Anfänger ausreichend. Da wird gerne noch der Anschein einer Kooperation mit Bodnik reingebracht, der zählt in Deutschland ebenso als Heiligtum. Fakt ist, die Dinger kommen aus China. Genauso wie Drake und eigentlich fast alles der Bogensportwelt. Allgemein ist der Laden ziemlich schlecht. Er ist halt groß, aber eben klassisch nach dem Motto: " wir beraten den Anfänger nicht nach seinen Bedürfnissen, sondern verkaufen ihm das teuerste". Oft habe die Leute dort nicht Mal Ahnung von den Specs ihrer Teile, weil sie nur Datenblätter kopieren. Jackalope und Drake sind die Hausmarken, deswegen werden die als extrageil beworben. Sindse aber nicht. Sind meistens Chinakopien bekannter Designs aus China. Der Dust isn Black Hunter nur in teuer. Der Badger ne Mamba...usw.

Das Zircon Mittelteil hab ich selbst als barebow Mittelstück. Nutzen tu ich es nicht. Der Lack ist ok, in Weiß, es ist relativ schwer und kopflastig. Die wa sind so lala, allgemein ist das Zeug von bsw zu teuer. Momentan kosten sie irgendwas um die 70. Geht so. Die shade sind nicht schlechter und mattschwarz, kosten aber nen 10er weniger. Sind halt nicht lieferbar. Hab die Zircon in 22 lbs in long, nutze sie aber nicht, genauso wie das Mittelteil. Landen bald in der Bucht. Corona sei dank wird's nen Geschäft

Zum schluß noch. Ein Metallriser in 25 Zoll ist nicht dafür gedacht Übers shelf zu schießen. Da haste auch keinen Spaß. Turniere kannste auch vergessen. Und barebow ist ziemlich speziell, da brauchst du jemanden der sich auskennt.

Was den Rest angeht. Plane Mal genauso viel Geld für Zubehör wie für den Bogen. Pfeile, Köcher, Zielscheibe, Tab, Bogenschlinge, Sehnenwachs, brauchbare Sehne, Checker, Werkzeug.....das ist das was den Bogensport teuer macht. Gerade die Pfeile. Die Bögen sind halt mal ne Kurzinvestition die du auch wieder amortisieren kannst.

Fazit: der Zircon ist als Ilf Bogen für einen Anfänger eine passable Wahl. Alles ist austauschbar, du kannst Stückweise upgraden und du musst nicht den kompletten Bogen tauschen. Bock auf traditionell? Hol dir später nen 17 bis 19 Zoll Holz Ilf Riser. Ilf teile verkaufen sich auch bestens. Treibt den Traditionalisten vom "früher war alles besser" Gümpelshausen e.V. natürlich die Zornesröte ins Gesicht. Aber genau das ist der Spaß daran. Wenn du die fragst hörste nur Falkenholz oder Weick. Weil man will als noob ja gleich mal nen tausender Minimum verbraten.

Solange es dir Bock macht....ist es ok. Und solange du keine Turniere schießen willst ist es auch auf dem Parcours deine Sache was du machst, solange der Betreiber es nicht untersagt. Wer trifft hat Recht. Und Bogenkauf hat was mit Ästhetik zu tun. Wenn dir Hochglanz lackierte technische Sachen oder Compounds gefallen, ist es deine Sache. Von den meisten Traditional Shootern kriegste da keine Liebe und dann ist das hier auch eigentlich das falsche Forum. Die meisten hier schiessen einmal Holz ohne alles.
Für das was du suchst, würde ich eher nen Amerikanisches Forum empfehlen, die sind da offener und kennen sich eher aus. Da Hörste halt statt Weick Hoyt. In Deutschland ist man festgefahren, wie bei den Autos. Da gibt's nur "ich mag Audi". Scheissegal ob die Kisten der letzte überteuerte Mist mit Schummelei sind und seit 30 Jahren gleich aussehen aber jedesmal 10 Prozent mehr kosten
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Gardener am August 11, 2020, 07:19:03 Nachmittag
Bei allem Respekt, ich stehe zu meiner Cobra so wie andere zu ihren Bögen.
Über Geschmack kann man halt nur schwer diskutieren. Und das ich von Rudi und seinen
Bögen überzeugt bin heißt nicht das es alle sein müssen. Ein Leihbogen macht übrigens Sinn
wenn jemand noch auf der Suche ist und nicht seine kostbaren Euronen für irgendwas
"Empfohlenes" versenken will. Und da gibt der Markt nicht viel her in Sachen Leibögen.
Titel: Re: Set für einen Anfänger
Beitrag von: Absinth am August 11, 2020, 08:07:46 Nachmittag
Hi @Lindblatt, danke für deinen zum Teil niedlichen Abriss zum Thema, freue mich schon auf den nächsten.


Und übrigens, dafür...

...
Wer trifft hat Recht.
...

...haben wir hier im Forum ein separates Thema, schaue doch mal vorbei und ergänze.