Autor Thema: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)  (Gelesen 1285 mal)

Offline Knorr

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #15 am: Mai 31, 2019, 01:10:59 Nachmittag »
Habe mein Kreuz bei 51 bis 55# gemacht.

Für mich stellt sich die Frage nach dem Sinn von hohen Zuggewichten gar nicht.
Natürlich braucht es keine 50# um ein 3d Tier egal auf welcher Entfernung mit mehr oder weniger gerader Parabel zu treffen.

Wer nicht für die reelle Bogenjagd trainiert ist auch mit 30#  und weniger gut beraten.

Macht es Sinn auf extrem hohe Berge zu steigen? Macht es Sinn schwer zu klettern? Macht es Sinn mit einem Atemzug und ohne flossen 70m tief zu tauchen?...
Die Beweggründe warum man Bogensport betreibt sind vielfältig.
Ich persönlich habe seit jeher körperliche und kraftbetonte Sportarten betrieben.
Beim Bogenschießen reizt mich  - unter anderem - auch das körperliche und schieße daher gerne 50# plus.
Mein derzeit stärkster Bogen hat über 66#, die meisten meiner Bögen 50# plus.
Ich habe gemerkt das ich mich unter 45# adF einfach nicht so wohl fühle. Ich muß meinen Körper spüren. Daher schwerere Zuggewichte. Ich treffe mit 55# nicht besser als mit 40# - es fühlt sich aber besser an. Und gerade im traditionellen, intuitiven Bogensport ist doch das Gefühl ein wichtiger Faktor.

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Offline snoopy

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #16 am: Mai 31, 2019, 01:22:12 Nachmittag »
...... Ich treffe mit 55# nicht besser als mit 40# - es fühlt sich aber besser an. Und gerade im traditionellen, intuitiven Bogensport ist doch das Gefühl ein wichtiger Faktor.

Danke für dieses Wording, das war es was auch ich zum Ausdruck bringen wollte, aber nicht so schön umschreiben konnte  :klasse:
Charly Brown zu Snoopy: "Eines Tages werden wir sterben, Snoopy.",
Snoopy: "Ja, aber alle anderen Tage werden wir leben."

Offline Knorr

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #17 am: Mai 31, 2019, 01:24:11 Nachmittag »
Gerne geschehen  ;)
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Offline Waldgeist

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #18 am: Mai 31, 2019, 01:28:51 Nachmittag »
Meine Antwort ist weder prosaisch noch tiefenpsychologisch:
Einstieg mit 26 #, nach einigen Monaten rauf auf 33#. Ein Jahr später dann 43#. Irgendwann Schulterprobleme bekommen und ein halbes Jahr in Behandlung und Zwangspause. Danach wieder 24# begonnen und langsam gesteigert.
Jetz "pendel" ich zwischen einem Hybriden mit 35# und einem LB mit 44#; so ganz nach Lust und Wohlbefinden.
„Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero

Offline Steff

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #19 am: Mai 31, 2019, 02:46:55 Nachmittag »
@ Arminstoteles sehr wahre Worte

Lehren und Belehren ist bei Unwissenden sicher nötig, wobei man ja oft nur aus Fehlern wirklich lernt.
Wenn man jedoch so lange Zeit gemeinsam ums Feuer sitzt, dann weiß man doch das die anderen Archer wissen was sie tun.
Das Belehren gerade beim Zuggewicht hat bei uns schon was von den oft zitierten Gebetsmühlen.

Nebenbei sind wir ein Forum, in dem es ums Bogenschiessen geht, nicht nur um 3D.

Und noch ein Ansatz. Worauf weißt das fast schon reflexartige Abschweifen von eigenem Zuggewicht, auf das was Andere tun hin?

Ich schließe mal mit einem Zitat und mit einem Bild für meine Freund Knorr. OT

"Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat."
Friedrich Nietzsche




« Letzte Änderung: Mai 31, 2019, 02:49:01 Nachmittag von Steff »

Offline Mescalero

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #20 am: Mai 31, 2019, 05:02:16 Nachmittag »
Es ist seltsam, niemand muss sich rechtfertigen aber trotzdem tun die Fünfzigpluspfünder das, sobald die Rede vom Zuggewicht ist. In amerikanischen Foren erklären die Leute mit den 45#-Bögen, warum sie so ein geringes Gewicht schießen, warum ist das so?

Anfänger mal ausgenommen, wissen wir doch alle, was wir tun, wir sind nicht mehr im Wachstum (der Pansen zählt nicht) und die überwiegende Mehrheit schießt schon lange.

Knorr hat ein paar schöne Beispiele genannt, da gibt es sehr viel mehr: Autos, Küchenausstattung, Fahrräder mit 27 Gängen, 100km-Wanderungen, Rückenköcher mit Platz für zwei Dutzend dicke Holzpfeile, Mary-Rose-Bögen mit 130# - nix davon ist wirklich notwendig. Na und? Bogenschießen ist überhaupt nicht notwendig, soll man es deshalb ganz lassen? Oder einen 30#-Bogen nehmen, weil der ja ausreichend ist?

Der Justin Ma hat mal begründet warum er 100+ Pfund (beidhändig) schießt: Krafttraining halt. Gefällt mir, damit ist die Diskussion beendet bevor sie überhaupt begonnen hat.
Bows? I stopped counting and lost track...

Offline Ari

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #21 am: Mai 31, 2019, 06:52:28 Nachmittag »
Ich oute mich da auch in der 50+ Ecke und mag Knorr zustimmen!

Wobei jeder meiner Bögen ein anderes Zuggewicht hat und ich sie auch
für unterschiedliche Zwecke benutze.

Der TFK Hellfire mit 54# ist der stärkste. Ich mag die relativ flache Flugbahn,
bei größeren Entfernungen muss man nicht so arg drüber halten und ja, ich mag
auch wenn das Ziel wackelt.  Für mich so der Parcours-Bogen!
Bzw. das Gefühl beim Wechsel auf ein niedrigeres Zuggwicht unbezahlbar!

Der Mohaw-RC mit 52# ist derzeit das Arbeitstier für´s grobe, sprich Roven!
Unkomliziert und praktisch als TD, auch für´n Urlaub und mehr als die 6
Pfeile in Bogenköcher braucht´s net.

Dann gibt es noch einen LB von TFK mit 47#...
Tja damit fing eigentlich alles erst so richtig an (nach dem Einsteiger-Bogen mit 30#)
Jetzt hängt er an der Wand und ich sag´ mir immer irgendwann kommt die Zeit
und ich nehm´ dich auch wieder...

Dann gesellt sich noch ein kleines Bärchen mit "zarten" 45# dazu, dass aber mit
dem Geburtsjahr 1969 wohl zu den Oldtimern zählt!
Aber: das Bärchen ist giftig, verzeiht nichts und belohnt alles, wenn es richtig gemacht wurde!
Ihn benutze ich für kurze Entfernungen spez. auf dem Übungsplatz und zum Training zuhause
i.d. Wohnung. Da gibt´s keine Probleme mit der Deckenhöhe!

Den 20# Bogen von Nico (einer der letzen die er noch selbst gebaut hat) lass´
ich mal aussen vor, aber der wird auch behalten!

So wie´s ausschaut kommt dann demnächst wohl noch was ganz Kleines von
Grombard dazu, aber auch hier sollte beim Zuggewicht eine 5 als Erstes stehen!

Wie das dann vom Verwendungszweck mit Mohawk und Bear Kodiak kollidiert
oder auch nicht, wird sich zeigen!

Philosophisches und praktisches Fazit für mich:
Jeder wie er mag und es gefällt!
Vor Allem empfinde ich es als sehr angenehm einfach entscheiden zu können,
mit welchem Bogen/Zuggewicht ich mich gerade beschäftigen möchte.






« Letzte Änderung: Mai 31, 2019, 06:59:17 Nachmittag von Ari »
Wenn du den Bogen in die Hand nimmst,
der Pfeil auf der Sehne liegt, ändert sich dein Leben! Instinkte werden geweckt, längst verschollen und unterdrückt. Du spannst den Bogen zum Kreis der alles umschließt
und im Moment des Lösens freigibt. Du bist der Bogen, du bist der Pfeil, du bist das Ziel!

Offline bowster

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #22 am: Mai 31, 2019, 06:58:04 Nachmittag »
Ich habe 2012 mit dem Bogenschiessen angefangen, erster Bogen ein Bear Kodiak Magnum oder so ähnlich mit 53@28, hat nie weh getan, habe seither immer zwischen 50 & 75# geschossen, beim Weitschiessen geht auch mal 90# wenn ich einen guten Tag habe, seltsamerweise ist es bei mir der Haltearm, der zuerst schlapp macht, unter 50# habe ich einfach das Gefühl nichts auf den Fingern zu haben, daher lasse ich es. Seit 4 Monaten schiesse ich fast ausschliesslich mit einem meiner selbstgebauten Osage Primbows, dem ich für einen Primbow(https://www.fletchers-corner.de/viewtopic.php?f=16&t=27663&hilit=first+flight) unglaublich leichte Pfeile anvertrauen kann(5-7gpp), hat inzwischen aber schon fast 10000 Pfeile auf dem Buckel(ein Leerschuss). Inzwischen hat er je nach Feuchte noch 52-55@28.
« Letzte Änderung: Mai 31, 2019, 06:59:59 Nachmittag von bowster »

Offline sagittarius

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #23 am: Juni 11, 2019, 01:51:48 Nachmittag »
ich betreibe das Bogenschießen um auch den upper Body ein wenig zu beschäftigen.
Laufen, Walken, Schwimmen, Radfahren, FitnessCenter ist mir einfach zu öd.
Zudem komm ich auch noch aus der Kracher-Fraktion (Kurzwaffen, Langwaffen bis hin zum LongRange 1.000m +) dazu 10 Jahre Golf (bis es mir der Hautarzt veboten hat) und die Auseinandersetzung mit Gelände, Wetter und Material hat mich immer fasziniert (drum auch nicht wirklich Hallensport).

Wie einer von Euch schon so treffend bemerkt hat, ist EIN Bogen kein Problem, ab zwei vermehren sie sich wie die Karnickel.
Daher hab ich auch inzwischen ein Dutzend :-)))

Also:
meine Ökosphäre liegt bei etwa 40# bei 30"
um aber das schwache Fleisch ein wenig auf Vordermann zu bringen (und dann bei den genannten 40# milde zu lächeln) schieß ich zwecks Kraft und Ausdauer auch regelmäßig Langbogen (48# @ 30") einen Bear SuperKodiak Black Phenolic 64" (meinen "Midnight Special") mit 53# @ 30" und als reines Masochistentraining einen ELB, Osage-Orange, 74" mit 55# auf 28".(Den kann ich beim besten Willen (noch) nicht auf meine 30" ziehen, was aber anläßlich des geplanten Clout-Bewerbes im September schon gefragt wäre :-) - aber das Leistungsziel muß ja immer ein wenig HINTER dem Horizont stehen, oder ?)

Online Ralf_HH

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #24 am: Juni 11, 2019, 04:01:44 Nachmittag »
Bei mir ist das Ganze dann doch eine eher technisch-physiologische als eine philosophische Frage  8)

Ich habe ja im Alter von 19 das Bogenschießen begonnen, mit 27 aufgehört und dann mit 51 wieder angefangen. Da mein Bogen, der bei meinem Auszug ca. 35# hat, immer noch in meinem Keller lag, habe ich mit diesem Bogen wieder angefangen - mit dem Zuggewicht, mit dem ich 24 Jahre zuvor aufgehört hatte.

Ich habe dann etwas gemacht, was vermutlich nicht zur Nachahmung zu empfehlen ist und auch nicht so geplant war: Pfeile gekauft, die dynamisch deutlich steifer ausfielen als der statische Wert verhieß, und neben den üblichen Tuningmaßnahmen das Zuggewicht mittels der Tillerschrauben raufgedreht, um den Rohschaft in die Gruppe zu kriegen. Irgendwann war ich dann bei 39# auf den Fingern und habe festgestellt, dass ich die nur dann beherrsche, wenn ich sauber ausziehe, das heißt bei mir: Auf der Innenbahn und möglichst auf der Linie, auf der der Pfeil den Bogen verlässt.

Somit hatte das eigentlich etwas zu hohe Zuggewicht für mich einen pädagogisch wertvollen Effekt beim Schussaufbau. Es hat ein knappes halbes Jahr gedauert, bis die 39# mein Wohlfühlzuggewicht waren, aber so langsam sind sie es und ich würde vorerst nicht weniger schießen wollen. Mehr ziehen kann ich nicht (und werde es in meinem Alter wohl auch nicht mehr können), bei weniger fange ich wieder mit dem Auszug an zu schlampen, mangels Rückenspannung folgt dann zur Strafe der Lösefehler fast immer auf dem Fuß.

Da ich nur mit zwei Fingern ausziehe und als Klickerschütze eine relativ lange Ankerphase habe, wachsen auch unter diesem Aspekt die Bäume für mich zuggewichtsmäßig nicht in den Himmel. Aber - ich gebe es ja zu! - es macht auch Spaß, zu sehen, wie die leichten Pfeile aus dem Bogen kommen (bei mir sind es um die 6 gpi) und auf 50 Meter nach weniger als einer Sekunde das "plopp" zu hören. Und wenn ich die Möglichkeit habe, schieße ich auch gerne mal 70 oder 90 Meter oder noch mehr. Das ginge wohl auch mit 35# noch ganz gut, aber gerade bei den langen Distanzen mach mehr Speed auch mehr Spaß  8)
Beste Grüße aus dem Norden, Ralf

Greenhorn Super Comet (ca. 1988), 38#@26"

Offline Stringwistler

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #25 am: Juni 11, 2019, 07:05:08 Nachmittag »
Also früher als ich angefangen habe, hatte ich nach 1-2 Jahren zwischen 75-63lb. auf den Fingern (in jungen Jahren steht man halt in Saft und Kraft) ;D.
Ich hab da auch 3-4x die Woche min. 200 Pfeile jedesmal geschossen und musste mich deswegen nichtmal anstrengen.
Da hatte ich halt auch einen körperlich anstrengenden Beruf, wo man schon Armkräfte benötigte. Das ist jetzt 40Jahre her....
Aber schon 10 Jahre später hab ich mich bei 52-55lb. eingependelt und das jahrelang geschossen, bis ich Schulter und Ellbogenprobleme Tennisarm bekam, obwohl ich gar kein Tennis spielte.... :Achtung:
Damit habe ich mich 3-4 Jahre oft rumgequält bis mir ein befreundeter Physiotherapeut der auch Bogen schoß, sagte....
"wenn du dein Zuggewicht nicht drastisch reduzierst, schießt du in einigen Jahren gar nicht mehr!"....das hat klick gemacht.
Mit einigen guten Übungen die er mir zeigte und Zuggewicht auf 45-40lb. reduziert, kann ich meist schmerzfrei heute noch um die 40lb. schießen.
zw. 38-40lb@30" haben alle meine heutigen Bögen und das ist mein Wohlfühlgewicht....  :klasse:
Servusla, Gruß Guidl...

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Offline Cayuga

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #26 am: Juni 11, 2019, 09:14:07 Nachmittag »
...
zw. 38-40lb@30" haben alle meine heutigen Bögen und das ist mein Wohlfühlgewicht....  :klasse:

Das ist der springende Punkt.  :klasse:
Bögen:
Langbogen Verus von DerBow 42# @ 31“
Langbogen Bearpaw Super-Cayuga 44# @ 32“
Pfeile:
Fichte 11/32 mit Nocktaper auf 5/16 (selbstgebaut)

Offline Woodinski

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #27 am: Juni 12, 2019, 11:22:41 Vormittag »
Sehr interessant die ganzen Beiträge hier zu lesen. Ich startete vor knapp 1 1/2 Jahren mit 20#. Seit kurzem schieß ich 42#. Ich habe festgestellt, dass ich mit höherem Zuggewicht "bewußter" schieße, vor allem was die Rückenspannung angeht. Zudem bilde ich mir ein, dass Probleme beim Lösen bei z.B. 30# viel schneller auftraten oder höher ins Gewicht fielen, wie jetzt. Okay, an meiner Ausdauer muß ich noch etwas arbeiten.
Es ist schon nett, wenn der Pfeil mehr Wumms hat und man nicht so arg drüber halten muß.
Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum - wer nicht fragt bleibt dumm!

Ich schieße mit einem Mohawk Hybrid & Recurve 62'' daneben. Wobei, machmal treff ich auch. Irgendwas, Irgendwo.

Offline Buersti

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #28 am: Juni 12, 2019, 11:57:33 Vormittag »
Das eher saubere Lösen bei höherem Zuggewicht scheint mir ein Trugschluss, die Sehne will halt nach vorne, und ab einem gewissen Gewicht hält man halt nix mehr, zupp und weg. Sauberes Ankern und Lösen lässt sich mit eher niedrigem Gewicht sehr gut trainieren, weil man imo die Fehler sieht und präzise korrigieren kann.
Ich hab vor vier Jahren mit 30# angefangen, bin mittlerweile bei 36-42#, Wohlfühlgewicht heißt für mich das Zauberwort. Drüber tu ich mir weh, und da ich relativ lange im Anker stehe ist es auch nutzlos, wenn ich dann verzittere. Wohl dem und viel Spaß jenen, die höher können, ich brauch es nicht.
Schöne Grüße aus dem Spessart

Offline Landbub

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Re: Euer Zuggewicht, der philosophische Teil ;-)
« Antwort #29 am: Juni 12, 2019, 12:37:12 Nachmittag »
Das eher saubere Lösen bei höherem Zuggewicht scheint mir ein Trugschluss,

Ist es. Es unterstützt aber witzuigerweise jene Schützen, die ein unsauberes Release haben in der Form, dass die Finger geöffnet werden.
Sauber wäre es ja, die Finger um die Sehne "rumzurollen". Also die Fingernägel in der Haut an der selben stelle zu lassen und die Hand nach hinten wegzuführen. Das muss man üben, geht am besten mit Rückenspannung.
Wer das nicht macht, sondern eben einfach die Finger öffnet (sie also nach dem Release weiter vorne sind als im Anker), tut das oft besser mit viel Dampf.