Autor Thema: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage  (Gelesen 883 mal)

Offline innuendo13

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Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« am: Dezember 07, 2018, 09:42:44 Nachmittag »
Hallo,
ich bin neu hier im Forum. Zu meiner Person/Situation: 57 Jahre, eigentlich Tennispieler, aber interessiert am Bogenschiessen. Ich kam dazu, da mir meine Frau zum Geburtstag eine Kurs zum Bogenbauen geschenkt hat (Englischer Langbogen). Der ist auch fast fertig, hat aber ein Zuggewicht von etwa 40-45 lbs. Für mich momentan viel zu hoch. Ich schnuppere momentan in einem Bogensportverein, werde dort wahrscheinlich auch eintreten. Dort kann ich mit einem Recurve-Bogen (68Zoll, 22lbs) üben.
Ich wollte mir einen Bogen leihen, doch hier im Saarland gibt es nur einen Shop. Ich war dort, konnte mich aber nicht überwinden, den angebotenen Kunststoffbogen zu leihen (ich stehe irgendwie auf Holz, evt. ist auch Metall machbar).
Als möchte ich mir einen Bogen kaufen, damit ich auch zu Hause üben kann. Da ich keinen Goldesel habe und ich nicht weis, ob ich auf Dauer beim Bogenschiessen bleibe, möchte ich das natürlich möglichst günstig realisieren.

Was stelle ich mir vor?
-möglichst Take down Recurve (damit er im Sommer mit dem Fahrrad transportabel ist)
-70" (ich bin etwa 180 cm groß)
-Anfangs etwa 26 lbs
-mit Stabilisatoren, Zielvorrichtungen kann ich momentan nichts anfangen, will ich auch momentan nicht

Meine Frage:
sind die Einsteigermodelle von Ragim (Wildcat, Maxim), Samick Polaris (oder baugleiche) zu empfehlen und können eine zeitlang "mitwachsen"?
gibt es evt. im gleichen preislichen Rahmen Alternativen (macht gerne hierzu Vorschläge)?

Pfeile möchte ich momentan aus Holz, will diese auch selbst machen. Aus meinen "Studien" im Internet würde ich welche mit Spinewert von 30-35 lbs, Fichte,  5/16", nehmen, liege ich da richtig?

Vorab meinen Dank für jeden Vorschlag /Hinweis oder Rat!

innuendo13

Offline roscho

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #1 am: Dezember 07, 2018, 09:49:10 Nachmittag »
Mit einem Samick machst du sicher nichts verkehrt, alternativ würde ich noch das Leihbogenprogramm von Rudi Weick ins Spiel springen.

Ich weiß nicht wo du so schießen willst, ich würde nur anmerken wollen das Carbon viel haltbarer ist als Holz.

Ansonsten: Willkommen und viel Spaß hier im Forum ;)
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

Offline innuendo13

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #2 am: Dezember 07, 2018, 10:01:52 Nachmittag »
Hi roscho,
danke für die Antwort.
Rudi Weick ist mir wohl etwas zu teuer, wenn es dann ums kaufen geht.
Ich schiesse momentan nur in der Halle. Mir ist klar, dass Carbon haltbarer ist und man damit wahrscheinlich genauer schiessen kann.

Offline Waldgeist

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #3 am: Dezember 07, 2018, 10:21:16 Nachmittag »
Moin innuendo13,
ich kann Dir auch den "Wildcat" von Ragim empfehlen. Sowohl das Mittelteil/Griffteil als auch die Wurfarme "wachsen da mit" und sind zudem doch sehr preiswert. Abgesehen davon lassen sich die Elemente ja - wenn dann ein anderer Bogen Dein eigen ist - weiter veräussern. Lass Dir ausreichend Zeit zum Ausprobieren. Auch beim Bogenschießen gilt: Der Hunger kommt beim Essen! Schließlich kommt ja auch noch einiges an Zubehör dazu, was Du brauchst. Viel Spaß!!!
„Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!“
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Offline Stringwistler

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #4 am: Dezember 07, 2018, 11:08:51 Nachmittag »
Hi roscho,
danke für die Antwort.
Rudi Weick ist mir wohl etwas zu teuer, wenn es dann ums kaufen geht.
Ich schiesse momentan nur in der Halle. Mir ist klar, dass Carbon haltbarer ist und man damit wahrscheinlich genauer schiessen kann.

Aber gerade der Spirit Hunter vom Weick, kostet in der Leihversion 60,-€ im halben Jahr und ist jeden Euro wert.
Kannst 2-3 x verlängern und auch das Zugewicht steigern geht ohne Aufpreis indem du die Wurfarme tauscht. Hast dann nur die Portokosten. ;)
Einen 64-66" mit 26lb. und du hast erst mal 6 Monate einen prima Einsteigerbogen.
Die Leihgebühr wird auf den Kaufpreis aufgerechnet und mit dem Bogenschießen sogar eine 2. bayerische Meisterin und deutsche Fitzemeisterin, so gut ist der..... :klasse:

Also überleg es Dir.... da machst nix falsch.....
Ruf den Rudi an, der ist super nett und hilfsbereit.

Auf dem Bogen würde ich dir allerdings auch 800er Carbonpfeile empfehlen.... Carbon Express Petator2 mit Protectorspitzen 80gn.
Gibts bei Targetpanik..... ;)

Übrigens..... herzlich willkommen hier....vielleicht willst dich unter "Vorstellungen" mit ein paar Zeilen auch vorstellen? ;D
« Letzte Änderung: Dezember 09, 2018, 05:01:54 Nachmittag von Stringwistler »
Servusla, Gruß Guidl...

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Offline Cayuga

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #5 am: Dezember 08, 2018, 07:38:02 Vormittag »
Hallo innuendo13,

zunächst mal herzlich willkommen hier im Forum, und schön, dass noch ein Saarländer am Feuer Platz genommen hat (bin auch Saarländer). Mein Einsteigerbogen war ein Ragim Wildcat. Absolut ok zum Einstieg, Das dürfte auch für den Samick gelten. Ich finde aber die Idee mit dem ebenfalls schon vorgeschlagenen Leihprogramm von Rudi Weick nicht uninteressant und den Preis für den Spirit mehr als fair.

Es ist zwar noch etwas hin, aber merke Dir doch schon mal den 23. und 24. Februar 2019 vor. Dann ist in Mannheim die Bogenmesse (http://www.archery-convention.com). Dort kannst Du eine ganze Menge Bögen ausprobieren und triffst u.a. auch Rudi Weick.

Zu den Pfeilen: ich bin Verfechter von Holzpfeilen, aber für den Einstieg (glaube mir und ich habe meine leidvollen Erfahrungen machen müssen), sind Carbonpfeile dankbarer und auf Dauer auch preiswerter.

Viele Grüße
Cayuga

P.S. Wo gibt es im Saarland einen Bogenshop?
Bogen: Langbogen Bearpaw Super-Cayuga 42#@32'', meist Holzstöckchen selbstgemacht; zum Training auch schwere Carbonies

Offline innuendo13

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #6 am: Dezember 08, 2018, 09:35:42 Vormittag »
Hi Cayuga, Waldgeist und Stringwistler,
danke für die Antworten.
Der Leihbogen von Weick ist schon interessant, aber letztendlich ist mir das für den Anfang zu teuer.
Ich fange ja erst mit dem Bogenschiessen an, bin aber nebenbei noch begeisterter Tennisspieler und Hobby-Astronom. Meine 7 Gitarren wollen auch ab und zu gespielt werden. Ich will damit sagen, ich setze mir normalerweise im finanziellen Bereich Grenzen, da es sonst sehr schnell "ausufern" kann (im Bereich Astronomie geht das mehr als schnell, Gitarren ähnlich).
Ich möchte mir einen Einsteigerbogen zulegen, damit ich überhaupt das Schießen lerne. Wenn ich dann dabei bleibe kann ich mir in 1-2 Jahren immer noch einen besseren Bogen zulegen. Die Ragim Wildcat, Polaris ect. sind im Bereich um die 100€, evt. kommen nochmal 5߀ für neue Wurfarme dazu, so viel Geld habe ich dann nicht verbrannt. Zumal ich überhaupt in dieser Zeitspanne erst mal lernen muss, den Bogen vernünftig zu "bedienen" und ihn an seine Grenzen zu bringen.
Ist diese Vorgehensweise komplett falsch? Dann bitte Info!

@Cayuga: in Neunkirchen/Wiebelskirchen gibt es Bogensport Finck. Ich war einmal dort, ausser Armschutz und einen Fingertab aber nichts gekauft. Einen Internetshop hat er nicht, nur eine Homepage.

Das mit den Carbonpfeilen muss ich mir dann nochmal überlegen. Aber einen Satz Holzpfeile selbst bauen, ich glaube das muss sein :-)

Aber zuerst wird morgen der Langbogen fertig gestellt (hoffentlich) und evt. auch noch ein paar Pfeile.


Offline roscho

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #7 am: Dezember 08, 2018, 09:39:36 Vormittag »
Bei Rudi Weick leihst du doch für 60€ pro 6 Monate einen Bogen (den du dann zurückgeben oder verlängern kannst) -Wurfarm bzw Zuggewichtsupdates sind mit drin.

Also 120 € pro Jahr .. viel billiger (wenn überhaupt) wirst du nicht kommen.

Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

Offline Ganimedes

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #8 am: Dezember 08, 2018, 10:37:40 Vormittag »
Moin,
genau so wie Roscho gesagt hat ist es. Du zahlst 60 euronen für ein halbes Jahr, das kannst noch 2 mal verlängern. Dabei sind die Upgrades der Wurfarmstärke, dann bleiben dir, wenn du den Bogen

übernehmen wilsst noch ca. 180 euros Rest. Dafür hast dann aber einen Bogen, den du mit Ragim Wildcat und Konsorten nicht vergleichen kannst, kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen.

Falls du nen Wildcat haben möchtest, hab ich noch hier rumliegen in Neuzustand, glaub 28# mit 64" länge und FF Sehne vom Guido, passende Pfeile auch dazu.


Aber empfehlen würd ich dir den Weick, ist nen toller Bogen und der ist selbst bei niedrigen Zuggewichten verdammt schnell und vor allem sehr weich im Auszug.

Gruss Frank
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Offline Eiger2000

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #9 am: Dezember 08, 2018, 10:56:24 Vormittag »
@innuendo13
Bau dir die Holzpfeile doch für deinen LB. Die Carbonpfeile für deinen Recurve in Spe sind auch nicht viel einfacher zu bauen  ... eben etwas anders. Du hast wirklich später wesentlich weniger Verschleiss.... und wenn du dann an Turniere denkst wirst du mit Holzpfeilen auf dem Recurve einfach untergehen.
Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.....

Offline Stringwistler

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #10 am: Dezember 09, 2018, 05:02:52 Nachmittag »
Bei Rudi Weick leihst du doch für 60€ pro 6 Monate einen Bogen (den du dann zurückgeben oder verlängern kannst) -Wurfarm bzw Zuggewichtsupdates sind mit drin.

Also 120 € pro Jahr .. viel billiger (wenn überhaupt) wirst du nicht kommen.

Hab ich doch auch schon geschrieben.... :klasse:
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Offline BowLaw

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #11 am: Dezember 09, 2018, 08:36:31 Nachmittag »
Ich versteh die Rechnung nicht so ganz.

Einen Ragim Wildcat bekomme ich komplett für runde 85 Euro.
Ein paar Wurfarme zum Update für 45 Euro.

Gesamt: 130 Euro.

Stimmt, das sind keine 120 Euro, aber ich kann den Bogen plus Wurfarme für nen Fuffi (oder so, nur als Beispiel) verscheuern, wenn mir das alles nicht zusagt.
Lehrgeld: 80 Euro.
Außerdem ist er dann "meiner" und nicht geliehen.

Allerdings ist der Weick natürlich bei weitem der intensivere Bogen, das ist klar.

cweg

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #12 am: Dezember 09, 2018, 08:57:57 Nachmittag »
Ich hab häufig Weick Spirit empfohlen, aber wenn die Leute hören 2-3 Monate warten zu müssen, bis der passende Bogen, bzw meist die Wurfarme wieder da sind, springen sie wieder ab. Matrix, Wildcat oder Polaris sind schnell verfügbare Alternativen, dann wird der zweite Bogen ein "richtiger". Der Spirit lohnt nur, wenn man weiss und wer tut das am Anfang, dass man später Spirit oder Cobra schießen will.

Trotzdem sehr gute Bögen!

Offline Waldgeist

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #13 am: Dezember 09, 2018, 09:11:27 Nachmittag »
That´s it!                   :agree:
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Cicero

Offline Beefeater

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Re: Welcher Einsteigerbogen die 1000te Frage
« Antwort #14 am: Dezember 09, 2018, 09:18:27 Nachmittag »
Hallo,

es gibt einige Händler, die verschiedene Bögen als Mietbogen anbieten, oft unter Anrechnung des Mietpreises beim Kauf eines eigenen Bogens, wie z.b. http://www.sherwood-bogensport.de
Hab ich auch so gemacht, finde das ganz angenehm.
Grüße, Achim

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