Archers Campfire

Kaufempfehlung

Offline Shadowhunter

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Ich versuche, dein Mindset zu verstehen und würde dir folgendes raten:
1. in der Preisklasse, die du angibst, kannst du zunächst mal gar nichts falsch machen. Hier kommen primär persönliche Vorlieben zum Tragen - traditionell oder mehr technisch orientiert, welcher Griff liegt dir? Da helfen dir die Tips anderer Bogenschützen erst mal gar nichts, weil jeder sein Equipment favorisiert. Hier kann dir nur der Besuch beim gut sortierten Händler oder einer Bogenmesse weiterhelfen, viel ausprobieren und dann auf dein Herz hören :).
2. Wenn du nur zum Spaß schießen willst, ohne sportliche Ambitionen, kannst du mit Hilfe von unzähligen Youtube Videos auch als Autodidakt eine halbwegs brauchbare Schießtechnik aneignen, wenngleich ein erfahrener Trainer oder Bogenschütze den Lernprozess effektiver machen würde.
3. Mit 35 Pfund dürftest du als gesunder Erwachsener nicht überfordert sein. Seien wir ehrlich: ein 20lbs Bogen ist super für das Techniktraining an der Scheibe, aber der Spaß auf dem Parcour hält sich schon sehr in Grenzen. Und bevor du damit ganz die Lust am 3D-Schießen verlierst, versuche es mit 35lbs, notfalls kannst du immer noch zurückgehen.


Online Woodinski

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Also ich schmeiß mal wieder den Ragim Impala in die Diskussion. Solider Bogen für überschaubares Geld (der Restyled in 62" kostet ca. 190 €). Ein paar zweite leichtere oder schwerere Wurfarme sind für 60 Euro auch erschwinglich. Meine Bekannten, die im Prinzp das Bogenschießen so betreiben, wie Du es vor hast, sind völlig zufrieden damit.
Und wenn Du jemanden findest, der Dich anfangs mal schießtechnisch coached ist das sicherlich nicht schlecht - gibt hier ja Bogenpaten in fast allen Regionen.

 


Offline rso

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Ich finde, auch ein Anfänger hat ein Recht auf nen "teuren" Bogen.
Bringt zwar keine wirklichen Vorteile für ihn, aber kurbelt die Wirtschaft an...

Der Gebrauchtmarkt freut sich auch irgendwann  ;)

Und die Erkenntnis, dass es nicht am Bogen sondern einem selbst liegt, die kann man nicht kaufen, die erarbeitet man sich  8)

cu

Rainer


Offline Grizzly

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Da hast du Recht. Ein jeder kann selbst entscheiden, wie er sein Geld vernichtet.
I am the bear, the bear I am. With grey and fuzzy hair. Be aware of my grumble!


Offline Da_Monzta

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Danke für eure Antworten!

Erstmal muss ich sagen, dass ich über die schnellen Antworten sehr überrascht und auch erfreut bin! Tolle Community :thankyou:!

Darum versuch ich mich etwas näher zu erklären...(wen auch immer es interessiert...wer es uninteressant findet, muss es ja nicht lesen und kann an dieser Stelle damit aufhören...:-)

Zuallererst: Sollte an der einen oder anderen Stelle im folgenden etwas Ironie durchscheinen, so ist dies NIE böse gemeint, oder gegen irgendjemand im speziellen oder auch verallgemeinernd gemeint.
Is halt meine Art...:-)

"Neu"-Einsteiger ist vielleicht nicht so richtig. ich hab über 2-3 Jahre hinweg immer mal wieder geschossen. Allein, zum Spass.
Mit dem Bogen meines Vaters, der sich den mal gekauft hat, ebenfalls spasseshalber(no-Name...€200). Mein Vater hat damit aber aufgehört, weil seine Schulter nicht mitspielte. Das tut hier aber nichts zur Sache.
Bei mir warens ...wasweisich... ganz grob 3-4000 Pfeile, die ich geschossen hab. Dann hat sich der Bogen vermutlich durch falsche Lagerung verzogen und war nicht mehr zu gebrauchen.
Ca. gleichzeitig haben sich die Prioritäten bei mir verschoben und die Sache ist eingeschlafen.
Was aber nicht heisst, dass mich die Faszination oder die Freude am Bogensport verlassen hätte. es hat halt einfach nicht gepasst. Grösstenteils zeitlich.

Jetzt passts aber wieder. Ich bin jetzt ein paar mal mit Leih-Equipment (3 mal. Jedesmal mit anderem Equipment.) mit Freunden den Parcours mitgegangen und hatte grosse Freude und war überrascht, wie gut es läuft.
Hat aber nichts mit dem Entschluss, anzufangen zu tun. Das Mitgehen war eher die Folge und nicht der Grund des Entschlusses.
Vielleicht hab ich mich da (schon wieder...) nicht ganz richtig ausgedrückt: Mein Entschluss ist kein Schnellschuss, weils grad hip is. die Sache liegt mir schon jahrelang im Magen, nur fehlte die Zeit, um es vernünftig auszuüben. Das ist mittlerweile anders. Und ein Club/Verein ist wie gesagt in Schussweite. einige von den Leuten dort kenne ich auch privat sehr gut, also an Unterstützung wirds nicht mangeln.

Mit "nicht kompetitiv" und Seelenhygiene mein ich jetzt nicht, einfach nur irgendwas beim Spazierengehen mit zu nehmen, weil meinen Händen sonst fad wird, sondern ich mein damit, dass ich weder meine Pfeile selbst befiedern werde, noch Video-Selbststudium betreibe um die korrekte Kreisrotation meines Schulterblattes zu beurteilen, damit die stufenweise Aktivierung verschiedener Muskelgruppen in der Endauszugsphase gewährleistet wird. Ebenso werde ich keinen esoterisch-ganzheitlichen Ansatz zur Vervollkommnung meiner Intuition verfolgen und barfuss mit Lendenschurz durch den Parcours lustwandeln.
Mit Seelenhygiene mein ich die Konzentration auf eine bestimmte Sache(im konkreten Fall Bogensport), um den Kopf frei zu bekommen. Und das funktioniert bei mir nur, wenn ich mich eben auf etwas konzentriere. Auf der Terrasse zu sitzen und in die Luft zu schauen ist für mich da eher kontraproduktiv.


Ich kann Roscho da nur beipflichten!
Ein "Einsteigerbogen" für um die 100 € reicht aus.
Dazu genügend Pfeile und Zubehör.
Macht zusammen 200€. Das reicht.

Es freut mich, wenn sich wer über mein Budget Sorgen macht. Ist aber nicht nötig, da das meine Frau schon übernimmt...:-)

@Da_monzta: Bogenschiessen wie du es betreiben willst, ist nicht Technik bzw Materiallastig, da würde ein Haselnussbogen genügen.

Wie oben gesagt: ganz so beliebig, wie ich vielleicht den Eindruck vermittelt habe, ist es nicht...selbstverständlich ist es mir wichtig, dass das Material objektiv "richtig" eingestellt ist und zueinander passt. Dass die Basics wie richtiger Spine, Standhöhe, Nockpunkt, Pfeilgewicht...usw. von mit kontrolliert und ggf. leicht angepasst/ausprobiert werden, sehe ich als selbstverständlich und habe es deswegen nicht extra angeführt.

Meinst du ich könnte mir als absoluter musikalischer Leie eine superdupersonstwas und vorallem hochwertige Klampfe kaufen und dann Richie Blackmore einfach so, weil das Ding gut ist, an die Wand spielen ?????


Nein, wahrscheinlich nicht...aber mit einer billigen, die du nach jedem zweiten Lied neu durchstimmen musst, weil sich das Tremolo verbiegt, die Saiten killt, weil die Klemmung unsauber gearbeitet ist, die schräg klingt, weil sie bund-unrein ist, bei der sich der Hals schon verzieht, nur weil sie im Fernsehen Regen ansagen, und die brummt, wie ein Trafo-Häuschen, weil sie 6 kalte Lötstellen hat, schon mal ganz sicher nicht...;-)

Ich bin halt einfach der Meinung, dass man mit einem höherwertigen Bogen AUCH ganz gut schiessen (lernen) kann und nicht unbedingt aus einer von mir nicht nachvollziehbaren Selbstkasteiung heraus mit etwas anfangen muss, wo sowas wie Besitzerstolz nicht im Ansatz zu Tage kommt.

Ich würd einem Motorrad-(Wieder-)Einsteiger bei ausreichendem Budget auch nicht raten, sich TROTZDEM nicht für die schöne BMW, sondern für eine abgerockte 600er-Hornet und einen Fahrtechnik-Kurs zu entscheiden, um zu sehen, obs ihm taugt...wirds nämlich nicht. Weil er eine BMW will. 
Den Fahrtechnik-Kurs und an seinem Können zu arbeiten, das wird er sowieso machen. Wenn er ein Mindestmass an Verantwortungsgefühl sich selbst und anderen gegenüber besitzt...

So, jetzt reichts aber...

Ich hoff, mit meiner Sicht der Dinge bin ich jetzt niemand auf den Schlips getreten und bedank mich nochmal für eure Antworten, Anregungen und Hilfe.

Gruss Monzta







Offline rso

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  • Heimat. Freiheit. Bogenschießen.
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Ich würd einem Motorrad-(Wieder-)Einsteiger bei ausreichendem Budget auch nicht raten, sich TROTZDEM nicht für die schöne BMW, sondern für eine abgerockte 600er-Hornet und einen Fahrtechnik-Kurs zu entscheiden, um zu sehen, obs ihm taugt...wirds nämlich nicht. Weil er eine BMW will.  ..

Wenn man eh weiß, dass man nur ne BMW will, dann wäre jede Frage nach Beratung sowieso nur rhetorischer Natur.  ;)
cu

Rainer


Offline roscho

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Dann mein neuer Rat: geh in einen gut sortierten Shop, nimm alles in deiner Preisklasse in die Hand (das ist schon ziemlich viel) und kauf den der dir am besten gefällt bzw liegt.

DEN Standardbogen in der Preisklasse gibt es -aus meiner- Sicht nämlich nicht, und viele hier im Forum (die die hier geantwortet haben) haben auch mehr als einen Bogen den sie -persönlich- gut finden.


Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

"Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
und der rationale Verstand ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen,
die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."

* Albert Einstein


Offline Da_Monzta

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Ich würd einem Motorrad-(Wieder-)Einsteiger bei ausreichendem Budget auch nicht raten, sich TROTZDEM nicht für die schöne BMW, sondern für eine abgerockte 600er-Hornet und einen Fahrtechnik-Kurs zu entscheiden, um zu sehen, obs ihm taugt...wirds nämlich nicht. Weil er eine BMW will.  ..

Wenn man eh weiß, dass man nur ne BMW will, dann wäre jede Frage nach Beratung sowieso nur rhetorischer Natur.  ;)

BMW (weil Marke...) war vielleicht unglücklich gewählt...

Sagen wirs so: er/sie will eine gut ausgestattete Reise-Enduro. Dann KÖNNTE man sagen: schau dir mal die GS an. Is der Platzhirsch und technisch absolut auf der Höhe. Kann fast alles.
Willsts grundsätzlich rustikaler, dann KTM Adventure.
Oder gehts nur darum, dass du dein Kreuz schonen willst, aber trotzdem RICHTIG andrückst und dass zu 100% auf Asphalt? Duc Multistrada V4.
Probefahren muss man sowieso. Das is eh klar. Wer sich wiederum für Exoten interessiert, macht das aus einer bewussten Entscheidung heraus und kennt seine Richtung eh.
Ich will sowas, wie eine GS. Einen guten Kompromiss zwischen Leistung, angenehmer Bedienung, fehlerverzeihend, aber trotzdem hinreichend präzise.
Als Ausgangspunkt der Suche. Natürlich kauf ich nicht blind.
Aber ehrlichgesagt krieg ich das Gefühl, dass das wirklich derart individuell ist, dass es dahingehend keine Empfehlung geben kann.

Schockverliebt hab ich mich in den Black Kiowa. Hab dann aber gelesen, dass der aufgrund seiner Kürze ziemlich zickig sein soll. Probieren werd ich ihn trotzdem.
einfach weil er mir so unglaublich gefällt.  :) Super Kodiak schau ich mir sicher auch an.


Offline roscho

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ich hab den normalen Kiowa in der Campfire Edition ... zickig kann ich jetzt nicht sagen

Der schiesst genial - wenn die Technik passt  (der Kiowa ist ein guter Lehrmeister ;) )

Wo kommst du denn her ?
Ist da ein guter Shop im erreichbaren Umfeld ?


Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

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Offline 1Pfeil

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Ich denke auch ein Shop mit guter und ehrlicher Beratung würde dir fürs Erste reichen.
Meine Bögen waren bisher fast alle "Spontankäufe" - gesehen, in die Hand genommen, schwer verliebt  ;D
mit einem Bear oder Bodnik machst sicher nix falsch und wenn du den nicht mehr willst dann melde dich einfach bei mir  ;)
Güße Ela


Offline Daniel124

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...
Schockverliebt hab ich mich in den Black Kiowa. ...

 ;D

 ::) WEIL das Teil nicht einfach ist empfiehlt das aber niemand jemandem der fragt nach "DEM Bogen ... und alles is erstmal gut...damit machst mal sicher nichts falsch...!"

Schockverliebt ... dann musst du ihn unbedingt nehmen. Und sehen dass erstmal nicht alles gut ist ... er sich vergleichsweise schwer perfekt tunen lässt, Fingerpinch bescheren kann, keinerlei Hilfestellung bietet, dir regelrecht die Zunge rausstreckt wenn du nicht alles richtig machst. Dafür ist es umso schöner wenn es läuft.

Sagt ein Ex-Besitzer des Black Kiowas, und Noch-Besitzer des Originals, dem Bear Kodiak Magnum. Und der fast nur noch damit schießt, trotz einiger edler Alternativen im Bestand.

Hinweis: Nur bis 29" Auszug. Für mehr sind die kurzen Dinger einfach nicht gemacht.

Never give up


Offline Chamois

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Ich war ja vor Kurzem in derselben Situation.

Ich habe mir bei Arrowforge eine Big Tradition Black Mamba in 25 lbs geholt, dazu 800er Skylon Edge, Schießhandschuh, Armschutz, Spanngurt und Köcher. Zusammen knappe 240 € und ich bin bisher super zufrieden damit.
Ich liebe die Optik der Mamba.

Nachteil: einzelne Wurfarme gibt es wohl nicht, wenn es also mal mehr Zuggewicht werden soll, dann nur mit komplett neuem Bogen.


Offline zeitig

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Schau Dir eventuell auch mal das Mietprogramm von Rudi Weick an.
 https://www.rudiweick.net/spirit-mietbogen

 :agree: Ich bin seit Anfang des Jahres dabei und bin über das 🔥 auf den „Spirit“ von Rudi Weick aufmerksam geworden. Nach einem längeren Telefonat mit Sven habe ich mir dann einen 66“ Spirit Hunter mit 21# gemietet. Kostet das Gleiche (€ 10,- / Monat) wie andere Leihbögen auch, allerdings wird die Leihgebühr bei einem späteren Kauf voll angerechnet. Das war bestimmt nicht meine schlechteste Entscheidung. Bis dahin hatte ich einen Leihbogen vom Verein geschossen. Geht auch, aber der Spirit ist dann doch noch mal eine ganz andere Klasse. Man muss allerdings etwas Zeit und Geduld mitbringen😁. Meinen Bogen habe ich ca. 2,5 Monate nach Bestellung bekommen und auf meine neuen WA muss ich wohl ähnlich lange warten. Die nächste Bestellung geht entsprechend früher raus😜.


Offline Da_Monzta

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Update....

Es wurde dann ein Whitefeather Rarog mit 35lbs. Hab bei Max Archery in Stainach einige Bögen probiert, es war aber sehr schnell klar, dass sich der Whitefeather für mich am "richtigsten" anfühlt. Und als Draufgabe spricht er mich optisch auch an...:-)
Pfeile: Skylon Frontier.
Freu mich schon aufs erste Mal im Parcours!

Tolles Laden mit nettem Inhaber, übrigens!

Gruss Marc


Offline Tomsiber

  • Oh ein Pfeil
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Na dann viel Spaß damit!
Zwar nicht ganz Kiowa Style aber schönes dunkles Design lt. Fotos. Zeigt wieder mal was es ausmachen kann, wenn man einen Bogen in die Finger bekommt  :)

Dann auf zu den Ströchauer Schützenluit in den Parcours, dort hast du dann ja Max gleich zur Hand wenn's Fragen gibt  :klasse:
Jens Bow Reptile 60" 39lbs@30"
White Feather Lark 21" ILF mit Oak Ridge Carbon-Foam 64" 38lbs@30"
Oak Ridge Beli 62" 34lbs@30"