Archers Campfire

Man berechnet den foc, dann den foc, und zuletzt den foc

Offline Ulrich

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Als Kinder bauten wir die Pfeile ohne Federn, dafür mit hohem FOC. Würde das aber so nicht propagieren wollen ;)
Wie immer gilt hier: dies ist der neuste Stand des Irrtums


Offline helmut10

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Als Kinder bauten wir die Pfeile ohne Federn, dafür mit hohem FOC. Würde das aber so nicht propagieren wollen ;)


 richtig   :yes:  ........   aus Schilfhalmen und vorne ein "Blunt" aus einem Holunderast.
Sind auch geflogen  :unschuldig:



Offline Ulrich

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Andererseits eine Frage, mit der ich mich grad zu befassen habe: Wie brachten die Mittelsteinzeitler die Pfeile mit ihren superleichten Querschneidern zum fliegen? Die wogen weniger als die Federn hinten dran. Das kann doch nur auf sehr kurze Distanz geklappt haben.
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Offline Stringwistler

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  • Der Bogen schießt... aber die Sehne trifft...
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Das mit dem FOC muß doch schließlich jeder für sich selbst ausmachen und abwägen.
Der eine liebt eben FOC-reiche Pfeile, weil sie immer noch am besten Ablassfehler kompensieren.
Der andere kann wegen seines Haltepunkts beim zielen nix mit anfangen, sonst muß er ab 40m in die Wolken zielen. ::)

Eben jeder wie ers mag und kann.... :Achtung:
Servusla, Gruß Guidl...

stringwistler.blogspot.de

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Offline roscho

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Andererseits eine Frage, mit der ich mich grad zu befassen habe: Wie brachten die Mittelsteinzeitler die Pfeile mit ihren superleichten Querschneidern zum fliegen? Die wogen weniger als die Federn hinten dran. Das kann doch nur auf sehr kurze Distanz geklappt haben.

Bei Ishi lag die Jagddistanz bei max 15 m


https://de.wikipedia.org/wiki/Ishi
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

"Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
und der rationale Verstand ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen,
die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."

* Albert Einstein


Offline Landbub

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Der eine liebt eben FOC-reiche Pfeile, weil sie immer noch am besten Ablassfehler kompensieren.

"FOC-reiche Pfeile" nennt man für gewöhnlich "Pfeile mit schwerer Spitze". 18m Hallenpfeile baut man so, Feldbogenpfeile eher nicht.

Aber das geht halt eher so: "Ich bau da mal 160gn auf Xbuster" (weils diese Spitzen immer zu kaufen gibt...) und eben nicht "ich baue mir für die Halle jetzt Pfeile mit geilem 20er FOC".

Wenn Du jemand fragst, der in der Halle Pfeile schießt, wo man beim Pfeile holen aufpassen muss, dass man den zuletzt geschossenen Pfeil beim Vorgehen nicht überholt, fragst Du nach "Wie schwer sind die Rohre" und "Was hastn da vorne drin"?  Oder "was hast Du da für einen FOC"?

Für Erfahrene ist das gehüpft wie gesprungen. Anfänger stehen aber mit Schweißperlen auf der Stirn an der Werkbank, weil der gemessenen FOC jetzt 2% über dem genannten Höchstwert liegt. Was tun? Spitzen raus und abschleifen? Ich hab schon solche Anrufe bekommen, wo gefragt wurde, ob ich vielleicht noch ein paar Schäfte da hätte, weil man sie 9mm länger braucht als geschnitten, sonst passt der FOC nicht. Drum bin ich bei dem Thema so sensibel. Es verursacht nur Probleme, die es ohne diese belanglose Größe nicht gäbe  :-)
« Letzte Änderung: Januar 22, 2023, 05:24:52 Nachmittag von Landbub »
derzeit aktiver Bogenkram:
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Traditional: SpiderBow Vultur 25" ILF "Vorderegger Edition", Uukha VX1000, Superrest


Offline Ulrich

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Physikalisch gesehen müsste ein hoher FOC den Pfeil schneller stabilisieren. Aber damit es ihn stabilisieren kann, muss er erst einmal ins Schwanken kommen. Ich wollt`s genau wissen, habe einem Holzpfeil die schwere Spitze entfernt und bei 5m angefangen. Bei 25m zeigte sich immer noch keine seitliche Abweichung (in der Höhe schon, und zwar deutlich). Vermutlich würde die Bremswirkung der Federn genügen, um den Pfeil bis an den Bach runter stabil zu halten.
Das war mit einem über Mitte geschnittenen Bogen. Mit einem Primbogen würde ein hecklastiger Pfeil wohl im Zickzack fliegen und dann eine zufällige Richtung annehmen.
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Offline roscho

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FOC und die Physik/Flugdynamik ist schon xx mal untersucht worden.

Wen das Thema wirklich interessiert sollte sich mal durch die Ashby Reports lesen

https://www.ashbybowhunting.org/ashby-reports

Und wie der Name schon sagt ist FOC wirklich relevant bei der Bogenjagd (mit Carbonpfeilen)

Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

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Offline Stringwistler

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"FOC-reiche Pfeile" nennt man für gewöhnlich "Pfeile mit schwerer Spitze". 18m Hallenpfeile baut man so, Feldbogenpfeile eher nicht.

Aber das geht halt eher so: "Ich bau da mal 160gn auf Xbuster" (weils diese Spitzen immer zu kaufen gibt...) und eben nicht "ich baue mir für die Halle jetzt Pfeile mit geilem 20er FOC".

Wenn Du jemand fragst, der in der Halle Pfeile schießt, wo man beim Pfeile holen aufpassen muss, dass man den zuletzt geschossenen Pfeil beim Vorgehen nicht überholt, fragst Du nach "Wie schwer sind die Rohre" und "Was hastn da vorne drin"?  Oder "was hast Du da für einen FOC"?

Für Erfahrene ist das gehüpft wie gesprungen. Anfänger stehen aber mit Schweißperlen auf der Stirn an der Werkbank, weil der gemessenen FOC jetzt 2% über dem genannten Höchstwert liegt. Was tun? Spitzen raus und abschleifen? Ich hab schon solche Anrufe bekommen, wo gefragt wurde, ob ich vielleicht noch ein paar Schäfte da hätte, weil man sie 9mm länger braucht als geschnitten, sonst passt der FOC nicht. Drum bin ich bei dem Thema so sensibel. Es verursacht nur Probleme, die es ohne diese belanglose Größe nicht gäbe  :-)

Du kennst aber komische Leute... 😄
Was willst uns denn jetzt noch sagen?
Lass das mit dem FOC doch jeden selbst rausfinden.
Der eine liebt halt schwere FOC lästige Pfeile auch im 3D Bereich und der andere eben leichte Stricknadeln.

Und hiermit ist der Käse jetzt für mich gegessen....😄
Servusla, Gruß Guidl...

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