Archers Campfire

Zwei Pfeiltuningfragen

Offline Mike

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Hallo an alle!

Ich hätte da mal zwei Pfeiltuningfragen, die mich seit der Anschaffung neuer Bogenarme und der damit verbundenen Neuanschaffung von Pfeilen beschäftigt:
1. Kann man sagen, dass ein schwererer Schaft aufgrund der höheren Trägheit und der damit verbundenen langsameren Beschleunigung bei gleichem Spine etwas mehr Spitzengewicht braucht, um dynamisch im Rohschaft wie ein leichter Schaft zu reagieren? Also z.B. 7,3 gpi braucht 100 gr Spitzengewicht, 8,5 gpi braucht 110 gr, um gut zu fliegen.
2. Entspricht das Gewicht am Heck des Pfeils - wenn ich z.B. eine Stecknocke durch ein Pin-Insert mit Stecknocke ersetze - dem Gewicht, das ich vorne brauche, um den Pfeil wieder gleich weich reagieren zu lassen? Also - hinten plus 20 gr = vorne plus 20 gr.

Danke im Voraus für die Antworten!


Offline Erbswurst

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Nach meiner bescheidenen Erfahrung spielt das Schaftgewicht keine praktische Rolle. Deine theoretischen Überlegungen stimmen sicher, beim Rohschafttest lassen sie sich aber nicht bestätigen.

Hinten: üblicherweise sind Pins + Nocke schwerer als Stecknocken, das sind aber geringe Unterschiede von ein paar Grain, die merkt man praktisch nicht. Rüstet man richtig auf, mit Protectorring, Pin und dickem Wrap und kommt so auf 20+ gr, zeigt sich das womöglich beim Auschießen. Den Fall hatte ich aber noch nicht und kann nichts dazu beisteuern.
"Sei nicht heut' der und morgen der und übers Jahr ein weiß Gott wer.
Das, was du bist, sei durch und durch, nicht halb ein Vogel, halb ein Lurch!" H.Ibsen


Offline PG

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Ich denke, man kann da gar keine pauschale Aussage treffen. Den richtigen Pfeil für sich und den Bogen zu finden ist ein langer Prozess. Du hat viele Größen, die den Pfeilflug beeinträchtigen, Gewicht, Spine, FOC, Form ( bei Holzpfeilen, parallel, gebarrelt, u.s.w.) Insert, Spitze, Federn. Ich selbst betrachte den dynamischen Spine gar nicht sondern vertraue meinem Gefühl beim Schuss. So habe ich sogar dieses Jahr nach mehreren Jahren unverändertem Setup, mein Spitzen- und Insertgewicht extrem verringert und bin sehr zufrieden. War ich aber vorher auch.
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Offline Capri

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1. Kann man sagen, dass ein schwererer Schaft aufgrund der höheren Trägheit und der damit verbundenen langsameren Beschleunigung bei gleichem Spine etwas mehr Spitzengewicht braucht, um dynamisch im Rohschaft wie ein leichter Schaft zu reagieren? Also z.B. 7,3 gpi braucht 100 gr Spitzengewicht, 8,5 gpi braucht 110 gr, um gut zu fliegen.
Ich sage mal NEIN Spine 600 ist Spine 600 ob er jetzt 6 oder 8 gpp hat muss ja total egal sein da Spine an der gleichen gemessenen stellen "gleich sein sollte"
Das viele schäfte nicht den Spine haben der drauf steht sondern mit viel Abweichung daherkommen ist ja bekannt.

Ich hoffe das du so etwas in der Art meintest?!

Gruß


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Offline kungsörn

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Zur 1. Frage kann ich nur vermuten, dass der gpi egal ist und keinen direkten Einfluss auf die Spitze hat.
Ein schwerer Schaft verringert aber auch die Beschleunigung, wodurch ein weicherer Schaft – bei gleicher Spitze – oder eben mehr Spitzengewicht erforderlich wird.
Hat indirekt also doch Einfluss. ::)

Zur 2. Frage kann ich konkret was sagen:
Als ich hinten einen Protektorring montiert habe (ca. 5gr.), brauchte ich vorne eine deutlich schwerere Spitze (125gr. statt 105). Also etwa das 4-fache.
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
(In Extremo, "Sünder ohne Zügel")