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Stringwalken: Belastung des Bogens? Abhilfe?

Offline Joker

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Hallo…
 
 
Es ist ja klar, dass beim Stringwalken (und ich mein damit das tiefere Abgreifen) der Bogen mehr belastet wird..
Bundestrainer Peter Lange spricht sogar von „Vergewaltigung des Bogens“( https://www.archerydirect-shop.de/Seite-/Bogensport-Hilfe/Richtig-Blankbogen-schiessen
und tlw. hab ich sogar schon gelesen, dass Stringwalken NUR auf TakeDowns gemacht werden soll.
 
 
Nun ist es so, ich schiesse einerseits olympisch mit Visier..
aber im 3D-Wald eben ohne Visier..
 
Systemschiessen und Gap hab ich versucht, klappt auch halbwegs.. aber nicht so präzise wie ich es gerne hätte.. ok, das kommt vielleicht mit der Übung noch..
 
ABER… ich hab jetzt 2, 3 mal tiefer abgegriffen (vor Jahren bei meinem ersten Schnuppertraining wurde es mir auch so gezeigt) und ich muss sagen: Das wäre total Meines..
 
Ich fühl mich um einiges wohler dabei, der Anker (obwohl ich da eigentlich nix bewusst geändert habe) fühlt sich besser an, das Zielen ist „genauer“ und die Gruppen sind auf´´  s erste mal sofort(!!) sichtlich um mindestens einen halben Durchmesser geschrumpft…
 
Also, ich will und werde das Tiefer_Abgreifen zu „meiner“ Variante machen (kombiniert mit Gap)..
 
Ausprobiert jetzt zum Schluss mit einem alten 1972er Damon Howatt Ventura… (Vorstellung folgt noch)..
Der (soweit ich Anfänger das beurteilen) kann, sehr angenehm schießt und auch leise ist (mit einem angenehmen „Tsching“ wirft er schön den 11gpp Holzpfeil)
ABER beim Stringwalken wurde er lauter und irgendwie „gläsern“ oder „metallisch“ im Klang (ihr wisst was ich mein)
 
Da erinnerte ich mich wieder an den Ausdruck „Bogen-Vergewaltigung“
 
 
Also, worauf ich hinauswollte:

*) wie dramatisch seht ihr das mit der stärkeren Belastung beim Stringwalken?
*) Würdet ihr so alte Herren oder auch neuere Holz-Glas-Bögen ohne weiteres damit schießen?
*) Kann es unter Umständen wirklich zu Beschädigungen oder Bruch führen?
 
*) Wie sind da eure Meinungen/Erfahrungen damit..
 

Soll ich mir eher ein Alu-Mittelteil zulegen (Discovery will ich mir sowieso kaufen) und den Holz-Oldy nur mediteran schiessen?
 
Aber auch bei modernen Komponenten wie Alu-Mittelteil und Carbon-Schaum WAs, seht ihr da eine Gefahr der höheren Verschleissung?
Oder kann man den Tiller schon soweit einstellen, dass der Bogen „halbwegs“ gleichförmig belastet wird?
 
 
*) Kann man (eben ohne Tiller-Verstellung) die Belastung etwas entschärfen?
Und wie?

ich hätte eben den Abgriff zB etwas höher gewählt um dann auf kurze Distanzen eben etwas drunter zu halten..
Nockpunkt muss ich auch noch darauf einstellen..
Standhöhe ändern???
 
 
Danke Stefan


Online Erbswurst

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So einem Oldtimer würde ich das nicht zumuten. Wenn es einen modernen Wurfarm zerhaut, egal, kauft man eben neue. Einen Damon Howatt von 72 gibts so schnell nicht wieder...

Ich glaube schon, dass die Belastung nicht ohne ist aber ich denke auch, dass zeitgenössische Wurfarme und Mittelteile das aushalten, wahrscheinlich auch Langbögen und Jagdrecurves aber auf Dauer führt jedenfalls kein Weg an einem "richtigen" Bogen vorbei.

Das metallische Knallen ist ein bisschen typisch fürs Stringwalken, manche Bögen bekommt man einfach nicht leise, andere sind auch nicht lauter als ein mediterran geschossener Langbogen. Der Tiller hat darauf jedenfalls nicht übermäßig viel Einfluss, die Höhe des Nockpunktes schon eher.
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Offline rabu

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........
Soll ich mir eher ein Alu-Mittelteil zulegen (Discovery will ich mir sowieso kaufen) und den Holz-Oldy nur mediteran schiessen?
 ...........

Ja!

Damit wäre  eigentlich schon alles gesagt. :-)
Stringwalking macht man mit langen Olympic-recurves mit Metallmittelteil. 68, 70 oder 72 " Bogen, also auch nicht mit Jagdrecurves a la Hoyt Satory.
Klar gibt es auch Menschen die das mit Holzbögen machen, kann ich aber niemandem empfehlen.

Jetzt könnte man ja deinem Olympischen Recurve einfach Visier , Klicker und Stabis wegnehmen, ob das allerdings mit dem Tiller passt und ob du das jedes mal machen willst ........

Gruß
Ralf