Autor Thema: Entscheidungshilfe beim Spinewert des Schafts - Veständnisfrage  (Gelesen 655 mal)

Offline puschel

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Re: Entscheidungshilfe beim Spinewert des Schafts - Veständnisfrage
« Antwort #15 am: Dezember 27, 2018, 02:28:13 Nachmittag »
@Sir Robin: Besten Dank, wenn man in diesen Excels nicht aufpasst ist ratzfatz die falsche Vorlage kopiert... mit den richtigen Daten für den Centercut kommen höhere Spinewerte raus, wobei ich immer noch mit meinem 650er liebäugle :)
Aber wie du sagst, grau ist alle Theorie, es muss in der Praxis stimmen. Ich habe heute morgen mal eine Zeit nur mit Nockpunkt (+- 1mm), Standhöhe (+-1cm) und Buttonspannung (+-1 Umdrehung) gespielt -> bei 10m Abstand zur Scheibe  sind die befiederten gerade in der Mitte und der Rohschaft je nach Variante oben, unten, recht und links aus der 20er Auflage raus... Ich staune immer noch, wie sensibel ein OR auf die Veränderungen hier reagiert...


Zurück zur ursprünglichen Frage: Hatte am 1. Weihnachtstag eine lustige Diskussion mit einem Dr.-Ing., der recht viel mit Schwingungen etc macht, zwar eher Flüssgkeiten und Hydraulik, aber meine Frage faszinierte ihn auch, obwohl der Pfeil nicht flüssig ist. Nachdem das System Pfeil und Bogen "mal eben" in ein Sammelsurium aus Gleichungen mit vielen Integralen und Ableitungen umgesetzt wurde, kam er nach sehr kurzer Zeit zu einem eigentlich coolen Ergebnis: ein steiferer Schaft stabilisiert schneller und das Spitzengewicht spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Ebenso ist die dieser Faktor (Spine des Schafts) gegen alle anderen Faktoren in dem System völlig unbedeutend. Viel mehr Einfuß hat das Material des Schafts, wo er vorschlug, Carbon doch mit etwas anderem wie z.B. Alu zu kombinieren oder den Schaft unterschiedlich dick zu wickeln - wohlgemerkt - das ist kein Bogenschütze. Offenbar machen  die Alu/Carbonstengel oder die Tri-Spine-Schäfte doch irgendwie Sinn...

Also ändere ich die Anorderungen an meinen zukünftigen Pfeil ab.

Dünn soll er sein, GGP um 7, FOC um 13%, für die Halle Federn, draussen Wings, und ansonsten eher steif wie möglich...

Jetzt bin ich echt mal gespannt wo diese Reise hingeht...
Falls jemand einzelne Schäfte (VAP, Uhyre, ACC, ACE, ACG, Nano Pro, ...alles aus dieser Bauart ) mit 30'' und Spine zwischen 500 und 650 übrig hat, bitte melden :)
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Offline puschel

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Re: Entscheidungshilfe beim Spinewert des Schafts - Veständnisfrage
« Antwort #16 am: Dezember 31, 2018, 04:40:18 Nachmittag »
nun ja...

Heute habe ich den Vormittag mal mit Rohschafttests, Papiertests etc verbracht - als Folge sind die Wings erstmal verbannt. Fix  ein paar Restfedern aus der Kiste geholt, Kiele geschliffen und dann mal die fertigen Pfeile Probe geschossen...

Ich denke die nächsten Hallenturniere dürfen kommen...

Und trotz des erstaunichen Ergebnisses denke ich, dass da noch Luft nach oben ist ;)
Sonst wäre es ja langweilig...

Guten Rutsch :)
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Offline Sir Robin

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Re: Entscheidungshilfe beim Spinewert des Schafts - Veständnisfrage
« Antwort #17 am: Dezember 31, 2018, 07:45:01 Nachmittag »
Und für welchen Pfeil hast du dich nach dem Rohschafttest entschieden? Stimmt bei dir der Stu?

Ich hab die Auszeit zwischen den Jahren auch genutzt meine Pfeile für meinen Bogen zu optimieren. Meine 500er habe ich um 1,6 cm gekürzt um von 6,3gpp (60grain Einschraubspitze) auf 7,1gpp (100 grain Spitze) zu kommen.

Jetzt klingt er deutlich leiser und der FOC liegt bei 15,3 %.

Die Werte aus dem Stu passen jetzt 100% zu dem Rohschafttest, hatte ich so auch noch nie.

Offline puschel

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Re: Entscheidungshilfe beim Spinewert des Schafts - Veständnisfrage
« Antwort #18 am: Januar 02, 2019, 08:38:22 Vormittag »
Hi,

ich schiesse derzeit einen Uhyre 650
Allerdings mit etwas weniger Spitze, etwas weniger Länge und ich habe den Bogen auch etwas runtergedreht.
Letzteres hat ihn deutlich leiser gemacht.

Aber mir ist klar geworden, dass es nur ein weiterer Schritt auf einem noch längeren Weg ist.
Das Stu Miller-Excel passt bei mir.

Grüße,
Jochen
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