In irgendeiner Form kennt das jeder.
Ich habe Freunde, die mich rechtzeitig darauf hingewiesen haben, dass ich zu schnell und nicht im Anker bin, noch bevor ich es selbst erkannte.
Das war - im Nachhinein gesehen - mein großes Glück, denn ich konnte/kann mich in diesem Stadium noch selbst therapieren.
Wenn ich merke, dass ich ablasse, obwohl ich nicht 100% im Focus war, insbesondere auf Turnieren, mache ich folgendes:
- 2x ausziehen, ankern, fokussieren, halten, absetzen. Beim 3. mal schießen.
Wenn das klappt, ohne den Lösereflex/-Reiz aktiv unterdrücken müssen (Zucken), liegts an was anderem.
Wenn ich merke, dass sich da was anschleicht:
- Ausziehen, ankern, langsam bis 5 zählen, absetzen.
- Wenn das auch nicht (mehr) geht, mehrmals ausziehen und absetzen (ohne Ankerkontrolle oder Transfer, evtl. Augen zumachen).
- Pause machen, viele Pausen machen.
- Das ganze wiederhohlen, bis es mit dem Zählen klappt.
- Dann ausziehen, ankern, bis 5 zählen, absetzen.
- Krafttraining machen.
Wichtig: Ich hab schon ganze Wochen damit verbracht, ohne einen Pfeil zu schießen.
- Wenn es mit dem Ankern und Zählen klappt (mehrmals), fokussieren und schießen.
- Den nächsten Pfeil ankern, fokussieren, absetzen.
- Wenn das Absetzen nicht geht oder ich vorm Ablass nicht in den Focus komme, das Ganze von vorne…
Hinweis: Ich schieße instinktiv und benutze zum Fokussieren einen roten Punkt (Ø ca.2 cm), den ich mit Edding auf eine Pappe male.
Mittendrin sitzt eine imaginäre Fliege. Ihr rechtes Auge ist das Ziel…
