Hi Landbub,
ein klassischer Zielkonflikt ist es schon. Aus anderen Konstruktionsbereichen kennt man das auch.
Aber, wie Grombard schreibt, sollte die Präzision (Fehlerverzeilichkeit) und nicht zuletzt die Sicherheit im Vordergrund stehen.
Zum Video:
Die gebaute Maschine deutet darauf hin, dass die eine Art Qualitätskontrolle in laufender Produktion damit durchführen. Das würde den Aufwand rechtfertigen.
Grundsätzlich muss man aber schon aufpassen, wenn man mehr als die Abweichung der Biegung links / rechts (als Qualitätsmerkmal) betrachtet.
Nicht, dass da doch mal eine Birne in die Apfelkiste fällt.

Der Absolutwert der Biegung im unteren WA-Bereich muss auch in den Kontext mit der Geometrie und Bauweise gesetzt werden.
Ein statischer Recurve z.B. hat - bei gleichem absoluten Biegewert - eine geringere Abweichung am Tip.
Vorausgesetzt natürlich, dass der arbeitende Rekurve eines Vergleichs-WA ähnliche Werte, wie der gemessene 200mm-Bereich hat.
Es ist also auch von Bedeutung, wie die WA arbeiten, aus welchem Material sie gebaut sind, welche Zugkraft und Länge sie haben.
Für Vergleiche mit anderen Herstellern sollte man zumindest den Messbereich auf den gesamten WA ausdehnen.
Sid Ball jr. hat ein gutes Video zum Gewicht und der Wirkung Glas/CFK/Ausrichtung:
https://www.youtube.com/watch?v=_dJ730fyA8Q
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
(In Extremo, "Sünder ohne Zügel")