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Do it yourself => Pfeilbau => Thema gestartet von: Cayuga am April 28, 2018, 07:38:38 Vormittag

Titel: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am April 28, 2018, 07:38:38 Vormittag
Ich muss für ein Turnier FluFlu Pfeile bauen, was ich noch nie gemacht habe (FluFlu). Ich habe hier Schäfte, Spitzen, Nocken und Federn in voller Länge. Ich denke darüber nach, aus einer Feder zwei 5 oder 5,5 Zoll Federn zu schneiden und die volle Höhe beizubehalten. Meint Ihr, es reicht, wenn ich dann eine vierfach Befiederung gewunden mache? Oder muss es eine sechsfach Befiederung sein? Ich würde gerne Zeit sparen und bin manchmal einfach faul.
:schuldig:
Schon mal Danke vorab für Eure Hilfe und jeden zweckdienlichen Hinweis  ;)
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: testjan am April 28, 2018, 07:52:37 Vormittag
Ich habe schon seite Ewigkeiten keine mehr gebaut aber am besten funktioniert haben immer „Klobürsten“. Also einfach eine volle Länge spiralförmig draufgeklebt und fertig. Sieht auch schöner aus und geht einfach zu machen.
So kurz wie ganze Trueflights heutzutage sind muss man evtl auch zwei Stück nehmen.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Grombard am April 28, 2018, 07:54:34 Vormittag

Dito.
Ich wickele immer eine ganze Feder Spiralförmig um den Schaft.
Vorn und hinten mit Kleber. Auf die Länge mit Fletching-Tape.
Bremst super.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am April 28, 2018, 08:06:19 Vormittag
Oha oder Oje, aber erstmal ganz lieben Dank für Eure Tips. Zwei Fragen zu dieser spiralförmigen Art:

- habt Ihr eine „Arbeitsanweisung“ für mich? Also wie muss ich das genau machen?
- Wenn ich 4 mal 5 Zoll kleben würde, dann hätte ich in Summe 20 Zoll Federfläche, bei 6-Fach Befiederung
  sogar 30 Zoll. Wenn ich eine Feder in ganzer Länge, also rund 11 Zoll, drumrumwickele, dann habe
  ich aber nur 11 Zoll, also deutlich weniger. Dennoch gleiche Bremswirkung?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: paluma am April 28, 2018, 08:16:45 Vormittag
Klobürsten bremsen super, klar.
Aber mit gewundener Befiederung (6-fach, volle Höhe) fliegen sie sauberer.
4-fache Befiederung reicht sicher nicht aus!

Ich hab meine 6-fach befiedert und sogar noch im "Indian Style" zugeschnitten (hinten volle Höhe), so lang wie möglich (2 Federn aus einer mit voller Länge):
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am April 28, 2018, 08:26:47 Vormittag
@Cayuga: Anleitung gewünscht ?
Bitteschön: http://www.trueflightfeathers.com/flu-flu.htm

Ich würde auch diese Federn empfehlen- bei denen ist der Kiel schon klasse abgeschliffen.
Zum Kleben mach ich’s wie Grombard. Ein Tropfen Kleber vorn, warten bis fest, den Rest dann mit Tape.
Wenns zu stark bremst, Flu Flus dieser Art können mit der Schere auch noch fertig gebaut nachgeschnitten werden.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am April 28, 2018, 08:44:32 Vormittag
Das ist ja ein prompter Service.  :klasse:  :thankyou:
 :youRock: all

Wenn ich das der Anleitung richtig entnommen habe, dann muss ich sowieso 2 Federn voller Länge drumrumwickeln. Dann wäre ich wieder bei der gleichen Federfläche wie bei meiner angedachten 4fach-Befiederung.
Sehe ich richtig, dass ich mit spiralförmig zwei Vorteile habe?
- durch die Bauart bessere Bremswirkung
- schneller zu bauen
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Hachiman am April 28, 2018, 09:11:58 Vormittag
Bauanweisungen ging zu lange.. aber ich kann dir FluFlu's zeigen, was so alles geht  ;D
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am April 28, 2018, 09:13:36 Vormittag
@cayuga: beides mal richtig !
Bei zugschwachen Bögen genügt auch eine Feder - aber einfach mal ausprobieren.

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am April 28, 2018, 09:19:28 Vormittag
@cayuga: beides mal richtig !
Bei zugschwachen Bögen genügt auch eine Feder - aber einfach mal ausprobieren.

Top  :thankyou:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am April 28, 2018, 09:23:32 Vormittag
Bauanweisungen ging zu lange.. aber ich kann dir FluFlu's zeigen, was so alles geht  ;D

Danke fürs Zeigen der unterschiedlichen Möglichkeiten. Ich habe mich jetzt entschieden, den ersten von links zu bauen. Gut gefällt mir bei Deinen FluFlus der zweite von rechts  :klasse:  (ist mir aber zu aufwändig)
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Steff am April 28, 2018, 10:20:54 Vormittag
Nachdem Cayuga zufrieden gestellt ist, stell ich mal meine Frage.

Für mich waren die Gewickelten immer Rohschäfte mit Bürste.
Daher habe ich immer 6 fach befiedert. Bevor ich das jetzt tu, ich brauch gerade auch Neue,
wüßte ich noch etwas mehr zum Flugverhalten, sprich der Zielgenauigkeit.
Weil theoretische kann die nur so gut wie der Rohschaft sein.

Schön und witzig sind sie allemal.

Danke
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: testjan am April 28, 2018, 10:31:15 Vormittag
Nö, ich denke die fliegen besser als Rohschäfte. D.h. auch dann noch halbwegs gerade, wenn sie als Rohschaft vielleicht an der Scheibe vorbeiflögen. Auch wenn die Klobürstenvariante wahrscheinlich nicht so gut stabilisiert wie konventionell befiederte.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am April 28, 2018, 10:39:04 Vormittag
Die Stabilisierung hat doch mit der Bremswirkung zu tun, oder? Die Spitze „zieht“ den Pfeil nach vorne und die Federn „halten“ bildlich gesprochen den Pfeil hinten fest (bremsen), so dass der Pfeil sich dadurch schnell stabilisiert (wieder gerade zieht). Wenn nun die Bremswirkung bei den „Klobürsten“ größer ist als bei einer normalen Befiederung würde ich erwarten, dass sie auch schneller stabilisieren.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am April 28, 2018, 10:47:26 Vormittag
@Steff: ich versteh die Frage nicht ganz ???

Wenn der Rohschafttest passt fliegt der Pfeil doch zielgenau ????
Die Federn dienen doch nur der schnelleren Stabilisierung .. und bei Flu‘s der Bremswirkung ..
Und da bremsen Spiralbefiederte viel schneller als 6fach befiederte..
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Grombard am April 28, 2018, 10:55:37 Vormittag
Klobürsten fliegen auch bei unpassendem Rohschaft ordentlich.
Ich habe jahrelang auf Bögen verschiedenster Pfundstärken 400er Powerflights mit 100gn Spitze als Flus genutzt.
Ging.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Steff am April 28, 2018, 10:56:37 Vormittag
Ich weiß, war zu viel Text. :schuldig:

Bei nicht perfektem Rohschaft, nehme ich besser die Bürste oder 6 fach?

Joachim war schneller.
Danke

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Steff am April 28, 2018, 10:58:56 Vormittag
Dann steht dem Münztest bald nichts mehr im Weg.
Nur mit den Freiwilligen hapert es beträchtlich.
Und das Gras wächst und wächst...

😉
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am April 28, 2018, 10:59:05 Vormittag
 :agree:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am April 29, 2018, 08:50:38 Vormittag
So, die Vorarbeiten wurden gestern gemacht. Pfeile auf die richtige Länge gekürzt, feingeschliffen, Spitze bzw. Blunt drauf und Nocke dran. Heute gehts (wenn die Family nicht andere Pläne macht) dann ans Befiedern.
Sehe ich es richtig, dass ich für die „Klobürsten“ spezielle Federn gebraucht hätte bzw. den Kiel jetzt extrem stark runterschleifen muss???
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: carpe noctem am April 29, 2018, 08:54:17 Vormittag
Spezielle Feder jein. Es gibt extra Feder zwar zu kaufen aber durch das schleifen kann man das selber recht schnell machen.
Wenn der Federkiel nicht sehr dünn ist oder entsprechend geschliffen wurde kann er beim Wickeln um den Schaft einfach brechen.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BowLaw am April 29, 2018, 09:18:07 Vormittag
Federn in Wasser richtig einweichen, dann kannst du den weißen Kiel mit einem scharfen Teppichmesser „abziehen“. Erfordert aber etwas Übung.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am April 29, 2018, 09:32:04 Vormittag
Mach dir 6 Federn mit 4" volle Höhe, leicht schräg  auf den Schaft. Du willst doch auch was treffen mit den 3 Pfeilen, oder? Die Klobürste kriegst du niemals als Anfänger solcher Pfeile exakt gleich hin, das kann ich dir versprechen. Die fliegen nur bei Bogen über 45lb. richtig schön. Bei schwächeren Bögen fangen die oft mit Korkenzieherbewegungen an... Präzise ist was anderes, glaub mir... 
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am April 29, 2018, 10:31:32 Vormittag
Ja, treffen ist schon gewünscht. Reichen 4 Zoll Länge erfahrungsgemäß??? Ich hätte ja eher 5 Zoll genommen, aber das wird beim Selfbow von meinem Jungen schon eng.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am April 29, 2018, 12:29:58 Nachmittag
So, ich habe mich jetzt entschieden. Es werden 6 Federn à 4 Zoll in voller Höhe gewunden geklebt. Neben dem Hinweis von Guido zum „treffen“, waren es praktische Erwägungen. 4 Zoll Länge geht auch bei meinem Sohn gut, ich bekomme meist 2 Federn aus einer vollen Länge geschnitten und im Gegensatz zu voller Länge und dann wie Klobürste gewickelt, lassen sich normal Lange Federn am Kiel gut abschleifen. Das Ablängen und Abschleifen habe ich fast geschafft (ich benötige für meinen Sohn und mich je 6 FluFlu, macht als zusammen immerhin 72 Federn, die vorzubereiten sind). Jetzt ein kurzes Päuschen und zwischen Mittagessen und Wandern (im Regen) geht‘s dann weiter.
Nochmals Danke für alle Eure Tipps und Hinweise :thankyou:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Erik am April 29, 2018, 01:02:18 Nachmittag
ich hab mir erst 3 so Klobürstwn gebaut mit den speziellen Federn und es ging schnell und einfach... ich hab ne um 40 grain schwerere Spitze drauf, die zieht den Pfeil und er fliegt top, aber nach 20m is echt Schluss...

hatte mir vor 1,5 Jahren 3 Pfeile gebaut mit 6 Federn mit 5 oder 6" Länge, allerdings gerade geklebt... die fliegen zwar kürzer als meine normalen, aber Flu Flus würd ich die nicht nennen... für echt in die Luft Schüsse find ich die viel zu wenig gebremst...
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Steve.bsfd am April 29, 2018, 05:55:20 Nachmittag

Und da bremsen Spiralbefiederte viel schneller als 6fach befiederte..
auf den Punkt gebracht, so isses  :agree:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BowLaw am April 29, 2018, 10:45:27 Nachmittag
Ich bin zu spät, aber ich wollte das doch nochmal zeigen, wie man die Kiele abnimmt ohne zu schleifen.
Erstes Bild zeigt die "Grundausstattung -Feder plus Teppichmessen.
Zweites Bild zeigt das "Einweichen" - 20 min ungefähr, aber das auch nur weil ich etwas anderes dazwischen geschafft habe.
Drittes Bild die eingeweichte Feder plus Teppichmesser.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BowLaw am April 29, 2018, 10:50:15 Nachmittag
So - und weiter geht es - unspektakulär:
Viertes Bild zeigt den Schnittansatz mit dem Teppichmesser
Fünftes Bild wie sich der Kiel von der Restfeder trennt
Sechtes Bild das Endergebnis.

Kiel und Feder sind getrennt, die Feder sitzt immer noch auf einer "Haut" auf.

Die "Restfeder" lässt sich extrem gut um einen Schaft wickeln.

Ob sich das Teil nun "besser" schießt oder trifft weiß ich nicht.

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Wolverine am April 29, 2018, 10:54:27 Nachmittag
ich habe da interessante Flusen gesehen
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Wolverine am April 29, 2018, 10:55:09 Nachmittag
und hier zweifache
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BowLaw am April 29, 2018, 11:12:02 Nachmittag
Mach dir 6 Federn mit 4" volle Höhe, leicht schräg  auf den Schaft. Du willst doch auch was treffen mit den 3 Pfeilen, oder? Die Klobürste kriegst du niemals als Anfänger solcher Pfeile exakt gleich hin, das kann ich dir versprechen. Die fliegen nur bei Bogen über 45lb. richtig schön. Bei schwächeren Bögen fangen die oft mit Korkenzieherbewegungen an... Präzise ist was anderes, glaub mir...

und hier zweifache

Ihr verwirrt mich total.

Ab wieviel Pfund darf nun welchen FluFlu schiessen, damit er trifft und ....

Wenn man mal davon ausgeht, daß die Federn keinen Kiel mehr haben (siehe oben) - dann legen die sich doch an den Schaft erstmal beim Abschuß an und bremsen anschließend, oder ?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am April 30, 2018, 08:05:58 Vormittag
Also ich baue echt schön seid 30 Jahren Flu-Flus und meiner Meinung nach taugen die Klobürsten nur bei stärkeren Bögen und präzise treffen nur bis 5-6m wenn überhaupt... Bei schwächeren Bögen unter 30lb. bekommst du damit auf 10m keine Gruppe auf die Scheibe weil sie sehr oft gleich zu taumeln anfangen und diese Korkenzieherbewegungen machen. Ich hab immer 6 Federn leicht schräg mit 4" für Bögen bis 30lb., und 6" für Bögen 40lb. + schräg, oder sogar mit helikal geklebt, damit bekommst du auf 10-12m auch 3 Pfeile zusammen auf die Scheibe. Vorausgesetzt die Federn sind auch schön gleichmäßig ausgesucht.
Bei den 4" 6 Stck. mach ich immer in der ersten Runde die 3 Federn vom vorderen Stück der ganzen Feder. Dann wird ja der Pfeil im Befiederungsgerät um 180° gedreht und die 2. drei Federn werden dazwischen geklebt. Da nehme ich dann immer die hinteren Teile der ganzen Feder.
Denn das hintere Stück der Feder ist oft etwas dünner und weicher in den Krannen.
Das ist total wichtig, sonst hast du unterschiedliche Bremswirkung und unkontrollierte Richtungsänderung auf den Pfeil.
Daß solche Pfeile etwas weiter gehen wie die Klobürsten ist ja auch gewollt. Sie fallen trotzdem bei max. 40-60m vom Himmel.... und?....was ist daran jetzt schlimm?  ;D
Drunterstellen darfst dich bei beiden Varianten nicht... und ne Klobürste aufm Kopf macht oft auch braune Flecken....  :Achtung:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am Mai 01, 2018, 09:19:06 Vormittag
So, meine FluFlu‘s sind fertig. Nach der 1. Mai Wanderung kommen dann die Pfeile für meinen Junior dran. Hier schon mal ein Bild von meinem Pfeil.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Kedde † am Mai 01, 2018, 09:41:55 Vormittag
Royal blau, sieht gut aus.  :klasse:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Steff am Mai 01, 2018, 10:14:11 Vormittag
Sehr schön, du solltest den Pfeil auch blau anmalen.

Meine FluFlus für den 35# Kiowa waren 5" 6fach rechtsgewunden beklebt und ich war damit sehr zufrieden.
Ich benutze sie auch noch bei den schnellen Schüssen mit den 50# Bögen, da ich da nicht in den Vollauszug komme.
Die kamen nach 20 bis 30 Meter (ohne Gewähr) runter.

Jetzt sammle ich hier eure Meinungen und Erfahrungen für echte 50# FluFlus.
Denn ich brauche präzise treffende Pfeile auf 10 bis 15 Meter. Bremswirkung ist nicht so wichtig, finden ist wichtiger. Aber je näher sie landen, um so weniger muss ich laufen. Das bringt mich immer komplett aus dem Flow. 😉

Trockenen 1. Mai
Steff
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am Mai 01, 2018, 10:18:22 Vormittag
Passend zu Deiner Jacke, Kedde  ;)
Spaß beiseite, es ist einfach meine Lieblingsfarbe. Optik spielte hier jetzt aber keine Rolle, sonst hätte ich die Pfeile mindestens zweifarbig gemacht. Ich habe die Kompetenz unseres Forums genutzt und versucht, einen technisch guten bis optimalen FluFlu Pfeil zu bauen. Daher:
- 6fach Befiederung in voller Höhe, 4 Zoll
- Kiele sehr stark runtergeschliffen
- Gewunden geklebt
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Wolverine am Mai 01, 2018, 10:20:17 Vormittag
@ Steff, da hilft nur probieren, nimm dir mal einen Tag frei und komm vorbei, dann testen wir mal, hab Einige da, wenn die nicht reichen bauen wir welche.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am Mai 01, 2018, 05:05:34 Nachmittag
@Cayuga
siehste...sind doch klasse geworden. Und wirst sehen, treffen geht damit auch wenn du das mit den Federn wo ich oben beschrieben habe, berücksichtigst.
Es kam schon mal vor, daß trotzdem einer dabei war der einen Ticken tiefer ging. Da habe ich dann einfach erst bei 3 Federn die oberen Spitzen nach hinten um 2mm gekürzt, wenn es immer noch nicht reicht, auch die 2. 3 Federn.....so kann man sie prima in die Gruppe trimmen.
Das geht garantiert nicht mit Klobürsten.... ;D :klasse:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Wolverine am Mai 01, 2018, 06:15:37 Nachmittag
@Cayuga
siehste...sind doch klasse geworden. Und wirst sehen, treffen geht damit auch wenn du das mit den Federn wo ich oben beschrieben habe, berücksichtigst.
Es kam schon mal vor, daß trotzdem einer dabei war der einen Ticken tiefer ging. Da habe ich dann einfach erst bei 3 Federn die oberen Spitzen nach hinten um 2mm gekürzt, wenn es immer noch nicht reicht, auch die 2. 3 Federn.....so kann man sie prima in die Gruppe trimmen.
Das geht garantiert nicht mit Klobürsten.... ;D :klasse:

Einspruch, kommt darauf an wie man sie baut
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Ari am Mai 01, 2018, 06:24:14 Nachmittag
@Cayuga
siehste...sind doch klasse geworden. Und wirst sehen, treffen geht damit auch wenn du das mit den Federn wo ich oben beschrieben habe, berücksichtigst.
Es kam schon mal vor, daß trotzdem einer dabei war der einen Ticken tiefer ging. Da habe ich dann einfach erst bei 3 Federn die oberen Spitzen nach hinten um 2mm gekürzt, wenn es immer noch nicht reicht, auch die 2. 3 Federn.....so kann man sie prima in die Gruppe trimmen.
Das geht garantiert nicht mit Klobürsten.... ;D :klasse:

Einspruch, kommt darauf an wie man sie baut

Ok! Aber wie baut man sie bitte dann?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Wolverine am Mai 01, 2018, 06:36:09 Nachmittag
Ari, das zeige ich dir gerne, eines jedoch ist Wichtig, die Federn müssen vom Kiel befreit werden, dazu aber bitte nicht im Wasser einlegen, das bringt gar nichts.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am Mai 01, 2018, 06:36:58 Nachmittag
@Cayuga
siehste...sind doch klasse geworden. Und wirst sehen, treffen geht damit auch wenn du das mit den Federn wo ich oben beschrieben habe, berücksichtigst.

Super, vielen Dank. War auch schneller gebaut als gedacht. Meinem Sohn gefallen sie super gut. Die sehen aus wie Turbinenschaufeln, wenn man von hinten draufschaut.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: testjan am Mai 01, 2018, 07:29:19 Nachmittag
Das geht garantiert nicht mit Klobürsten.... ;D :klasse:

Freilich geht das, warum auch nicht?
Als ich noch Fluflus geschossen habe, hatte ich nie etwas von Rohschafttests o.ä. gehört, ein 40# Bogen bekam 35-40 Pfeile und fertig war die Laube. Also keine penibel getunten Schäfte! Volle Länge drumgewickelt und die Dinger sind genauso geflogen wie die normal befiederten, haben nur tierisch gezischt und sind nach 20 m in der Luft stehengeblieben und runtergefallen. Das bisschen „drag“ der Federn reicht völlig zum Stabilisieren, es sei denn die Schäfte sind vollkommen daneben vom Spine her.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am Mai 01, 2018, 08:04:00 Nachmittag
Es geht doch gar nicht darum daß die nicht fliegen, das tun die freilich.
Aber Bau mal 3 gleiche 7nd versuch auf 15m die 3 Pfeile nebeneinander in die Scheibe zu bekommen. Das musst mir mal zeigen, das klappt nie.
Mit konventionell gebauten 6 Federn-FluFlu schaff ich das aber.....  ;)
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Erik am Mai 01, 2018, 09:54:08 Nachmittag
ich bin mit meinen Klobürsten heut aufm Parcours gewesen, und hab bei den kürzeren Schüssen mal immer Klobürsten und normale geschossen... getroffen hab ich heut super, mit beiden... bei um die 20m lagen die Klobürsten etwas tiefer, haben aber auch ne glaub 25grain schwerere Spitze drauf.
hab mich dann auch mal getraut und wirklich im Anker etwa 45grad in die Luft geschossen... wenn sie dann runterfallen kommen sie auf 40m etwa...

ich bin zufrieden damit und sie sehen mega aus... hab etwa 45# auf den Fingern...
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Grombard am Mai 01, 2018, 10:14:53 Nachmittag
Auf 20m sollten die schon ordentlich bremsen.
Klar sitzen die dann tiefer.  :bow:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Erik am Mai 01, 2018, 10:25:24 Nachmittag
ja klar, dann fallen sie gnadenlos... aber bis 20m super...

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BowLaw am Mai 01, 2018, 10:26:48 Nachmittag
... dazu aber bitte nicht im Wasser einlegen, das bringt gar nichts.
Warum nicht ?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Ari am Mai 01, 2018, 10:29:30 Nachmittag
Würde mich auch interessieren!
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Wolverine am Mai 01, 2018, 10:56:26 Nachmittag
was soll es den bringen außer nasse Federn und ne Sauerei beim Abziehen, ich mach das jetzt schon sehr sehr lange beim Spleißen auf einem Kiel und beim Bau von Flusen ( hab da schon tausende von Federn bearbeitet ) und habe noch nie eine Feder vorher in Wasser eingelegt, sollte es mal bei der einen oder anderen Feder nicht gehen, dann sind die meist zu stark gebleicht, da hilft auch kein einlegen oder man passt nicht auf und drückt den Kiel nicht an und fährt nicht mit den Fingern mit.
Nasse Feder müssen dann noch vor der Weiterverarbeitung trocknen, also erklär mir mal jemand  was es bringt außer ein Mehr an Arbeitsschritten.

In Buch habe ich schon gezeigt wie das geht.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: testjan am Mai 01, 2018, 10:59:06 Nachmittag
ja klar, dann fallen sie gnadenlos... aber bis 20m super...

 :GoodJob:
Wo ist das denn? Sieht gut aus, wenn auch pfeilmörderisch.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BowLaw am Mai 01, 2018, 11:49:35 Nachmittag
Tja, dann natürlich der Versuch ohne Einweichen.
Die Feder war aus der gleichen Lieferung, ich habe es vorne und hinten mit dem trockenem Abziehen probiert.
Ich bin sehr gespannt hier im Forum zu lesen wie es besser geht ... zu lesen.

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BowLaw am Mai 01, 2018, 11:51:22 Nachmittag
Und hier die nächsten Fehlversuche - mit "Einweichen" ging das in "einem Rutsch".



Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: testjan am Mai 02, 2018, 12:06:18 Vormittag
Ob dir das weiterhilft, weiß ich nicht aber ich habe dieser Tage ein Video zum Spleißen gesehen, in dem der Kollege Federn vom Kiel abgezogen hat. Sah total easy aus! Ich versuche es mal zu finden.

Hier isser: https://www.youtube.com/watch?v=nlc9RXo_DCE
Nicht von der Länge verwirren lassen, das Abziehen vom Kiel beginnt schon bei 1:20 oder so.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Wolverine am Mai 02, 2018, 12:22:39 Vormittag
jupp so einfach ist das, viel Spaß beim ausprobieren.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am Mai 02, 2018, 08:15:39 Vormittag
Ob dir das weiterhilft, weiß ich nicht aber ich habe dieser Tage ein Video zum Spleißen gesehen, in dem der Kollege Federn vom Kiel abgezogen hat. Sah total easy aus! Ich versuche es mal zu finden.

Hier isser: https://www.youtube.com/watch?v=nlc9RXo_DCE
Nicht von der Länge verwirren lassen, das Abziehen vom Kiel beginnt schon bei 1:20 oder so.
Also noch umständlicher kann man das Federn zusammensetzen aber auch nicht machen.
Ich hab meine gespleisten immer mit Kiel gelassen. Hab die Teile mit Kreppband einseitig zusammengeklebt, in die Klammer gesteckt und dann unten alle Teile gleichzeitig verschliffen damit es eine plane Höhe und Breite gibt. Dann sieht man keine zusammengesetzten Teile des Kiels.... Nur mal so nebenbei bemerkt...  ;D
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am Mai 02, 2018, 08:22:43 Vormittag
Das Spleissen auf dem Kiel hat aber schon was ;)

Hab in Buch ja den Workshop mit gemacht (teilweise) - das ist schon elegant ;)

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: testjan am Mai 02, 2018, 12:02:09 Nachmittag
Einfach zusammenkleben sieht aber auch genauso aus: zusammengeschustert. Die aufwendigere Methode ist halt eleganter, macht natürlich mehr Arbeit. Zu viel für meinen Geschmack.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Wolverine am Mai 13, 2018, 11:06:58 Nachmittag
ja, es ist etwas aufwendig, man lernt aber dabei sehr viel über die Unterschiede der Federn und deren doch manchmal zuerst nicht erklärbaren Verhaltensweise bei der Verarbeitung.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: stöckchenschubser am Mai 13, 2018, 11:11:26 Nachmittag
Das Abreißen funzt ganz gut, wenn man den Kiel aufgeklebt hat.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am Mai 14, 2018, 06:34:31 Vormittag
Beim Turnier am Wochenende hatte ich meine FluFlus geschossen. Gebaut waren die nach Stringwistlers Tipp, also 6fach in voller Höhe. Die flogen absolut perfekt. Danke an Guido.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Steff am November 25, 2018, 03:59:03 Nachmittag
Seit Wochen steht Grombards Katapult bei mir in der Werkstatt, doch ohne FluFlus traute ich mich bei dem Teil nicht ran. Dazu wirft es zu hoch.

So habe ich heute meine ersten Klobürsten mit speziellen Trueflightfedern gebastelt.
Vorne und hinten den Kiel mit Tape und Sekundenkleber fixiert und die Feder mit Fletchingtape.

Auf dem Bogen schiesse ich die verwendeten Pfeile normalerweise mit 40g Spitzen, beim Test im Garten hatte ich mit 125gn die schönsten Gruppen. Kommt doch ganz schön Gewicht hinten drauf.

Bin gespannt  :bow:


Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Grombard am November 25, 2018, 04:04:08 Nachmittag
Wunderhübsch.
So baue ich meine auch.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am November 25, 2018, 04:31:12 Nachmittag
Die Klobürsten Gruppieren scheinbar gut.  :youRock:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Ari am November 25, 2018, 06:52:26 Nachmittag
Fluffig, fluffig!  :yes:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BärTiger am November 25, 2018, 11:38:38 Nachmittag
Versuche ich evtl auch mal  :klasse:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Chrisma am Juni 18, 2019, 01:25:08 Nachmittag
Hallo,

ich habe bisher einen Satz Flu Flus als Klobürste gebaut und bin aber nicht so zufrieden, da die nie alle gleich werden.

Nun wollte ich 6fach befiedern 5Zoll lang und volle Höhe. Nun zwei Fragen die sich mir beim lesen des Verlaufs hier gestellt haben.

1. Kann ich die Federn auch gerade auf den Schaft kleben oder muss ich mit Versatz kleben (verwunden)?
2. Warum muss ich den Federkiel abschleifen?

Vielen Dank!
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am Juni 18, 2019, 02:16:31 Nachmittag
Du kannst auch gerade kleben. Bei der Höhe ergibt sich m. E. auch schon bei gerader Klebung ein Dralleffekt. Aber warum willst Du nicht mit Versatz kleben?

Abschleifen hat zum einen einen optischen Aspekt (sieht schöner aus) und zum anderen verminderst Du den Effekt, dass bei gerader Klammer die Federn zu stark zurück in ihre natürliche, gebogene Form wollen und die Klebung nicht so gut hält. Bei mir, der mit Tape klebt, klappt es nur mit geschliffenen Kielen.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: ravenheart am Juni 18, 2019, 04:27:46 Nachmittag
Das Ausdünnen des Kiels macht ihn flexibler, so dass er gewunden geklebt werden kann.

Das gewundene Kleben ist für den "richtigen" FluFlu-Effekt unerlässlich!

Der funktioniert nämlich so:
Durch das gewundene Kleben spreizen sich die Federäste in Büscheln auseinander, (was zu der bekannten "Klobürsten"-Optik führt!).
Gewollter Nebeneffekt dabei ist aber:
Von der Pfeilspitze aus betrachtet, liegen die einzelnen Federast-Büschel nicht in einer Linie, sondern versetzt neben-/hintereinander.

Wird der Pfeil nun abgeschossen, können die einzelnen Büschel durch den Luftstrom-Druck jetzt nach hinten gedrückt werden, übertrieben gesagt:
Sie legen sich an den Schaft an!

Der Pfeil startet mit hoher Geschwindigkeit, UND behält diese auch ein Stück weit...
Nach ca. 15 - 20 m aber hat sich die Pfeilgeschwindigkeit so weit verringert, dass die elastische Spannung der Federast-Büschel die Oberhand über den Luftstrom-Druck gewinnt.
Sie richten sich -relativ schlagartig- auf!
Der Pfeil stoppt nach wenigen weiteren Metern und fällt senkrecht runter.

Was soll das?
Nun, FluFlus wurden für die Jagd auf Vögel und z.B. Eichhörnchen hoch oben im Baum erfunden!
Schussdistanz ca. 10, max. 15 m.
Über diese Distanz behält der FluFlu relativ viel Geschwindigkeit - und damit auch seine Tötungswirkung!
Bei einem Fehlschuss jedoch, fliegt der Pfeil nur noch 10 m weiter und fällt dann - in Sichtweite - runter!
(Ein "normaler" Pfeil hingegen würde bei einem Fehlschuss 100 m weit im Wald verschwinden und wäre i.d.R. verloren...!)

Baut man FluFlus mit NICHT gewundenen Federn, sondern nur mit 3 oder 6 überdimensionierten Federn, gibt es diesen "Stopp-Effekt" nicht!
Die Federäste KÖNNEN sich NICHT nach hinten umlegen, weil sie relativ hintereinander stehen und sich gegenseitig stützen.
Man hat dann eigentlich gar keinen FluFlu - sondern nur einen total überbefiederten, langsamen Pfeil.

Warum ist das schlechter? Wir jagen doch nicht im Baum?
Nun, ein "echter" FluFlu hat, weil er ja relativ lange eine hohe Geschwindigkeit behält, damit auch eine relativ flache Flugbahn,
während ein Pfeil mit "nur" großen Federn auf der gesamten Flugbahn, von Anfang an, stark langsamer wird, und so eine stärker ballistische Flugbahn hat.

Daher schießt man mit "echten" FluFlus genauer!

Rabe

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Waldgeist am Juni 18, 2019, 05:11:09 Nachmittag
Dem Rabe sei Dank! Habe verstanden und dazu gelernt. ::)
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Steff am Juni 18, 2019, 05:32:51 Nachmittag
Super erklärt. Dankeschön
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Ari am Juni 18, 2019, 07:17:51 Nachmittag
Super erklärt. Dankeschön

x2
Merci für die Ausführung! :yes:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: mK am Juni 18, 2019, 07:43:15 Nachmittag
Danke für die detaillierte Erklärung!  :yes:

Daher schießt man mit "echten" FluFlus genauer!

Bei mir ist es genau anders. Ich kann mit den 6-fach Befiederten besser treffen.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Sir Robin am Juni 18, 2019, 08:57:26 Nachmittag
Das sich die die Federn der Flu-Flus in der ersten Flugphase anlegen wusste ich auch noch nicht. Besten Dank für die tolle Erklärung Rabe.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am Juni 19, 2019, 06:29:18 Vormittag
Sehr schön erklärt, Rabe, vielen Dank, da habe ich etwas dazugelernt. Aber bei dem Satz muss ich Dir Widersprechen:

Das Ausdünnen des Kiels macht ihn flexibler, so dass er gewunden geklebt werden kann
Rabe

Das Ausdünnen macht den Kiel tatsächlich flexibler, soweit richtig. Die Schlussfolgerung ist aber nicht stimmig. Bei gewundener Befiederung benötigst Du die Flexibilität viel weniger als bei gerader Befiederung. Die gewundene Klammer ist nämlich schon in etwa in der Form der natürlichen Biegung der Feder. Aber wenn Du gerade Klammern verwendest, dann zwingst Du die Federn in eine unnatürliche Form. Hier brauchst Du dann den Flex wirklich.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: mK am Juni 19, 2019, 07:40:51 Vormittag
Doch schon. Bei den Klobürsten wird die Feder ja spiralförmig um den Schaft gewickelt. Durch den sehr dünnen Kiel hat die Feder dann einen viel besseren Halt am Schaft.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am Juni 19, 2019, 10:31:39 Vormittag
Guter Hinweis. Bei der Klobürstenvariante hat Rabe recht. Bei sechsfach gewunden braucht’s nicht unbedingt des Runterschleifens.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: JanL (†) am Juni 19, 2019, 03:12:54 Nachmittag
Ich mag die 6-fach 5"-6" volle Höhe lieber, als die Klobürste.
Dann würde ich aber gerade kleben. Gewunden geht natürlich auch, wenn's sein soll.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am Juni 19, 2019, 04:05:34 Nachmittag
Beim Turnier am Wochenende hatte ich meine FluFlus geschossen. Gebaut waren die nach Stringwistlers Tipp, also 6fach in voller Höhe. Die flogen absolut perfekt. Danke an Guido.

Sehr gerne.... ich habe ja auch schon in 30 Jahren bestimmt einige hundert Flu-Flus gebaut. Wenn die so nicht fliegen würden, wäre ich wohl schon auf den Trichter gekommen, oder? Und haltbar sind sie mit 6 Federn leicht schräg geklebt, ohne Kiel schleifen allemal... :youRock:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am Juni 19, 2019, 09:36:25 Nachmittag
Ich mag die 6-fach 5"-6" volle Höhe lieber, als die Klobürste.
Dann würde ich aber gerade kleben. Gewunden geht natürlich auch, wenn's sein soll.

Wenn mit gerader Klammer, dann aber bitte wie von Guido empfohlen mit Offset, sorry in deutsch leicht schräg.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: JanL (†) am Juni 20, 2019, 10:22:04 Vormittag
Kann man machen.
Muss man aber nicht.

Ich habe 2003 ein einziges Mal 3 Stück gebaut.
Die habe ich heute noch 😂
Es ist eine Ewigkeit her dass ich auf einem Turnier war, wo man FluFlus brauchte
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am Juni 20, 2019, 06:02:51 Nachmittag
Mein Tipp: einen FluFlu Pfeil immer mit in den Parcours nehmen und damit die ganz kurzen Distanzen schießen. Hervorragend. Toller Sound und präziser geht es kaum als mit FluFlus.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: jo am April 11, 2020, 05:16:03 Nachmittag
Hallo, mal ne Frage zum Bau der Klobürsten.
Ist es egal ob man da RW oder LW Federn nimmt und wie rum man die dann wickelt oder gibt es da dann auch ne Vorzugsrichtung für RW oder LW Federn.

Gruss Jo
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am April 11, 2020, 05:57:45 Nachmittag
Hallo, mal ne Frage zum Bau der Klobürsten.
Ist es egal ob man da RW oder LW Federn nimmt und wie rum man die dann wickelt oder gibt es da dann auch ne Vorzugsrichtung für RW oder LW Federn.

Gruss Jo

Es sollen sowieso Federn mit ganz flachem Kiel sein damit sich die schön anschmiegen.
Ich würde sie mit der weicheren Seite in den Wind stellen, denn die bremsen e schön mehr wie andere Flu-Flu, sonst kann es schon zum taumeln führen.
Also rechtsgewundene dann von hinten gesehen, vorne angefangen zu wickeln, im Uhrzeigersinn nach hinten
und linksgewundene von hinten gesehen, vorne angefangen zu wickeln, gegen dem Uhrzeigersinn nach hinten.... ;)
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: tombows am April 11, 2020, 06:00:43 Nachmittag
Hallo,

ob RW oder LW ist vollkommen wurscht und zur Wickelrichtung, das gibt dir die Feder eigentlich vor, du solltest nur darauf achten, einen schönen dünnen
Kiel zu haben, dann geht es fast von alleine. ;D
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: ravenheart am April 15, 2020, 09:32:02 Vormittag
Du wickelst sie entsprechend der natürlichen Federkrümmung. Wie herum das ist, bleibt gleich.

Rabe
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Grendel am April 15, 2020, 04:13:17 Nachmittag
Ich möcht mir auch sowas basteln. Die Annahme ist jetzt fix, dass Klobürste besser stoppt als 6 fach  Offset Befiederung?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: aged younger am April 15, 2020, 04:26:45 Nachmittag
na ja,

kommt wie immer drauf an ....
meine gerade geklebte 6 fach Befiederung mit 8" Kiellänge und voller Federbreite stoppte weitaus besser,
als die aktuellen Klobürsten mit nur einer gewickelten Feder  :upsidedown:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Grendel am April 15, 2020, 04:32:31 Nachmittag
na ja,

kommt wie immer drauf an ....
meine gerade geklebte 6 fach Befiederung mit 8" Kiellänge und voller Federbreite stoppte weitaus besser,
als die aktuellen Klobürsten mit nur einer gewickelten Feder  :upsidedown:

Ok, ich probiere mal 6 fach. Das kommt meinen Fähigkeiten eher entgegen wie spiralförmig kleben.  :)
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: aged younger am April 15, 2020, 04:48:54 Nachmittag
ging mir zunächst ebenso,

aber die Spriralen lassen sich einfach mit doppelseitigem Klebeband machen;
dies sauber aufkleben, den Anfangspunkt der Feder mit Faden + Sekundenkleber fixieren,
dann Folie abziehen und in aller Ruhe umwickeln.
Um das Federende ebenfalss eine "Fadenschlinge" + Sekundenkleber - Fertig

nicht vergessen: etwas mehr Spitzengewicht als Ausgleich (bei 6 fach waren es bei mir etwa 25 grs bei den Klobürsten nur 10 grs) und los geht´s  :bow:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Grendel am April 15, 2020, 05:23:14 Nachmittag
Sind die Federn von Bearpaw ( in voller Länge ) wohl zu diesem Zweck geeignet?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: aged younger am April 15, 2020, 06:53:55 Nachmittag
bedingt,
da der Kiel zunächst mal zu dick/steiff ist;
entweder den schön flach abschleifen damit sich die Feder auch wickeln läßt oder gleich "Flu Flu Federn" mit optimiertem Kiel kaufen.
Hatte meine damals vom Bogenpunkt
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Grendel am April 15, 2020, 07:11:11 Nachmittag
Danke!
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Yeti79 am Mai 15, 2020, 04:38:08 Nachmittag
Hallo,
ich hab mir als unbedarfter Neuling, zu testzwecken einen 6fach befiederten FluFlu gebastelt. Allerdings hat es mir nach den ersten Testwürfen, bei der der Leitfedern gegenüber liegenden Feder, den ersten Zentimeter die Häärchen (?sorry da fehlt mir der passende Ausdruck) abrasiert. Hab ich etwas falsch gemacht oder ist das das Schicksal eines FluFlus? Als Feder hab ich eine 5Zoll Feder in voller Höhe genommen.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am Mai 15, 2020, 04:42:42 Nachmittag
Die Häarchen heißen Strahlen, und wenn es sie komplett abrasiert dann passt etwas mit deinem Setup nicht.
Da schlägt/streift was an ...
Bilder und Daten zu Pfeil und Bogen würde aus meiner Sicht die Fehlersuche erleichtern ;)
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Rumpelstilzchen am Mai 18, 2020, 02:52:33 Nachmittag
Das wollt ich schon lange mal probieren:
Ein paar FluFlus für mich und Legolas, passend zu unseren jetzigen Pfeilen. Habe erst mal welche mit 6 großen Federn gebaut. Jeweils 12cm lang, so dass ich zwei aus einer ganzen Länge schneiden konnte, und einfach volle Höhe, nix zurechtgetrimmt. Ein wenig nach Größe sortiert und versucht unterschiedlich große Federn etwas zu verteilen.
Die Federn zum Klobürsten Wickeln warten noch darauf, ausprobiert zu werden.
Gestern haben wir sie dann am Vereinsgelände getestet. Wir waren beide begeistert von der Präzision bis 10m und sehr angetan von dem geilen Fluggeräusch. 8)

Was mir gerade noch so einfällt:
Wie Schießt man FluFlus eigentlich standardmäßig von der Nockstellung her? Aus dem Bauch raus hätte ich ein Federnpaar senkrecht gestellt. Dann müssen nur 2 und nicht 3 Federn am Shelf vorbei..?


Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am September 05, 2020, 02:06:40 Nachmittag
Ich habe mir auch FluFlu's gebaut. 6-fach Befiederung volle Länge. Der Testschuss war enttäuschend: Bei einem Abschusswinkel von ca. 45 Grad fliegt er immer noch ca. 80m weit. Ich hatte 30-40m erwartet.
Habe ich was falsch gemacht?

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Grombard am September 05, 2020, 03:09:46 Nachmittag
Was du falsch gemacht hast? Sie 6fach gerade befiedert gebaut.  :unschuldig:
Meiner Meinung nach bremsen nur die Klobürsten richtig gut.
Alles andere sind nur Pfeile mit großen Federn.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Cayuga am September 05, 2020, 09:13:15 Nachmittag
Na ja. Meine 6fach gewunden FluFlus sind prima.

Wie weit schießen denn Deine normal befiederten Pfeile so, wenn Du 45 Grad Abschusswinkel hast???
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am September 05, 2020, 10:55:44 Nachmittag
Meine FluFlu sind auch gewunden.
Meine normalen Pfeile schiesse ich fast 200m bei 45 Grad mit 40 Pfund und ca. 8gpp.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Rumpelstilzchen am September 06, 2020, 08:48:36 Vormittag
Deine FluFlus sehen toll aus!
Ich denke aber durch die (sehr schöne) Form die Du gestanzt hast geht leider zu viel Fläche verloren.
Ich hab bei unseren die ganzen Federn nur auf einheitliche Länge geschnitten, die Höhe aber kpl. Natura gelassen. (siehe Paar Beiträge weiter vorne..)
Fliegt mit ca. 8gpp dann auch kaum noch 50m. Mir taugt das gut so.

Klobürsten hab ich noch nicht gebaut, will ich abernoch testen  die sollten dann ja wirklich noch wesentlich effektiver abbremsen...

LG  R.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am September 06, 2020, 09:14:55 Vormittag
Ich habe nicht selber gestanzt. Sind diese hier:

https://www.blackarrow-shop.de/BRF-Tail-Fluflu-Federn

Zum Wegschmeissen sind sie mir zu schade! Kann man "nachbessern"?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am September 06, 2020, 11:04:47 Vormittag
Ich habe nicht selber gestanzt. Sind diese hier:

https://www.blackarrow-shop.de/BRF-Tail-Fluflu-Federn

Zum Wegschmeissen sind sie mir zu schade! Kann man "nachbessern"?
evtl. kannst davor noch fette Zonker Strips mit 5mm breit doppelt wickeln, das gibt zusätzliche Bremswirkung.
Flu-Flu immer 6 fach nur die Länge auf min. 5" schneiden, keine Form, dann bremsen die optimal und du triffst vor allem auf 10-15m noch die Scheibe.
Klobürsten haben bei mir immer wenig Präzision gehabt, die taugen mir einfach nicht so.....
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am September 06, 2020, 12:30:11 Nachmittag
Ich habe nicht selber gestanzt. Sind diese hier:

https://www.blackarrow-shop.de/BRF-Tail-Fluflu-Federn

Zum Wegschmeissen sind sie mir zu schade! Kann man "nachbessern"?
evtl. kannst davor noch fette Zonker Strips mit 5mm breit doppelt wickeln, das gibt zusätzliche Bremswirkung.
Flu-Flu immer 6 fach nur die Länge auf min. 5" schneiden, keine Form, dann bremsen die optimal und du triffst vor allem auf 10-15m noch die Scheibe.
Klobürsten haben bei mir immer wenig Präzision gehabt, die taugen mir einfach nicht so.....

Du meinst solche Dinger? Kaninchenfell?

https://www.1000fliegen.de/BARRED-ZONKER-STRIPS-hotfly-2-pc-x-35-cm_1
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am September 06, 2020, 02:03:30 Nachmittag

evtl. kannst davor noch fette Zonker Strips mit 5mm breit doppelt wickeln, das gibt zusätzliche Bremswirkung.
Flu-Flu immer 6 fach nur die Länge auf min. 5" schneiden, keine Form, dann bremsen die optimal und du triffst vor allem auf 10-15m noch die Scheibe.
Klobürsten haben bei mir immer wenig Präzision gehabt, die taugen mir einfach nicht so.....
[/quote]

Du meinst solche Dinger? Kaninchenfell?

https://www.1000fliegen.de/BARRED-ZONKER-STRIPS-hotfly-2-pc-x-35-cm_1
[/quote]

genaau solche.... :klasse:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am September 06, 2020, 06:15:00 Nachmittag
Das probiere ich mal. :thankyou:

Die haben ja sogar meine Federfarben & barred. :GoodJob:

Wenn es nicht reicht kann ich ja noch einen Hasen ans Federende kleben...
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am September 06, 2020, 08:00:57 Nachmittag

Wenn es nicht reicht kann ich ja noch einen Hasen ans Federende kleben...

Hamster.... Hamster nimmt man im Archery Bereich.... :Achtung: :klasse:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BowLaw am September 06, 2020, 09:47:38 Nachmittag
Du kannst es auch mal so versuchen, wie unten auf dem Bild, das habe ich vor langer Zeit mal geklebt, als ich "schnell mal" Fluflus gebraucht habe.

Das ist dann sozusagen eine Kombination aus Klobürste und 6fach Befiederung.

Und es stoppt.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am September 07, 2020, 08:47:13 Vormittag
Aus was für einem Material ist der der Knäuel?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BowLaw am September 07, 2020, 08:55:43 Vormittag
Aus was für einem Material ist der der Knäuel?

Einfach eine Feder.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am September 08, 2020, 12:47:22 Nachmittag

evtl. kannst davor noch fette Zonker Strips mit 5mm breit doppelt wickeln, das gibt zusätzliche Bremswirkung.
Flu-Flu immer 6 fach nur die Länge auf min. 5" schneiden, keine Form, dann bremsen die optimal und du triffst vor allem auf 10-15m noch die Scheibe.
Klobürsten haben bei mir immer wenig Präzision gehabt, die taugen mir einfach nicht so.....

Du meinst solche Dinger? Kaninchenfell?

https://www.1000fliegen.de/BARRED-ZONKER-STRIPS-hotfly-2-pc-x-35-cm_1
[/quote]

genaau solche.... :klasse:
[/quote]

Du hast die Dinger 2x rumgewickelt? Reicht das?
Mir erscheint das Fell seeehr weich. In dem Bild ist es 6x gewickelt.


Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am September 09, 2020, 08:26:07 Vormittag
Probieren geht über studieren...
Auf jeden Fall schöner wie die gelben Dinger weiter oben...   :Achtung:
Gibt's eigentlich auch einen unlike Button?
 :unschuldig:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: wurlitzer am September 09, 2020, 05:48:03 Nachmittag
Ok die Frage ist jetzt Evtl albern,
aber jemand schon mal Federn falsch rum drauf gemacht? Das müsste doch auch bremsen wie verrückt? Klar wird die Haltbarkeit leiden. Aber interessieren würde es mich
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am September 09, 2020, 06:47:20 Nachmittag
Ok die Frage ist jetzt Evtl albern,
aber jemand schon mal Federn falsch rum drauf gemacht? Das müsste doch auch bremsen wie verrückt? Klar wird die Haltbarkeit leiden. Aber interessieren würde es mich
Federn falsch rum hat doch BowLaw Erfahrung.... :Achtung: :klasse:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BowLaw am September 09, 2020, 08:40:06 Nachmittag
Federn falsch rum hat doch BowLaw Erfahrung.... :Achtung: :klasse:
seufz ... ich dachte das sei irgendwann mal untergegangen  ;)
Stimmt, ich habe mal einen kompletten Satz (12 Pfeile) mit selbstgestanzten Federn konsequent falschrum befiedert  :bang:
Das waren 3" Parabol oder Saubuckel, wenn ich mich recht entsinne.

Aber gebremst hat da nix!!!
ich hab sie ja auch gleich wieder runtergekratzt

Ich empfehle nochmals die Klobürstenfeder vor den  gerade geklebten FluFlufedern.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am September 12, 2020, 02:30:36 Nachmittag

evtl. kannst davor noch fette Zonker Strips mit 5mm breit doppelt wickeln, das gibt zusätzliche Bremswirkung.
Flu-Flu immer 6 fach nur die Länge auf min. 5" schneiden, keine Form, dann bremsen die optimal und du triffst vor allem auf 10-15m noch die Scheibe.
Klobürsten haben bei mir immer wenig Präzision gehabt, die taugen mir einfach nicht so.....

Du meinst solche Dinger? Kaninchenfell?

https://www.1000fliegen.de/BARRED-ZONKER-STRIPS-hotfly-2-pc-x-35-cm_1

genaau solche.... :klasse:
[/quote]

Du hast die Dinger 2x rumgewickelt? Reicht das?
Mir erscheint das Fell seeehr weich. In dem Bild ist es 6x gewickelt.
[/quote]

Ich habe die Zonkerdinger 6 mal gewickelt und verklebt. Komme jetzt bei ca. 45 Grad statt 70-80m ca. 50-55m weit.

Ist das für ein FluFlu ok?

Pfeile fliegen seeehr stabil! Die Zonkerdinger liegen natürlich schon auf dem Shelf auf - das stört aber nicht. Habe mal testweise einen KobürstenFluFlu geschossen - der eierte mächtig rum.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Marcus (L) am Oktober 01, 2020, 02:49:44 Nachmittag
Mal ne Frage von einem, der heute Nacht wenig Schlaf bekommen hat und heute keine Fingerabdrücke abgeben kann... *hüstel*

Ich habe 2 Federn spiralförmig aufgewickelt, rein optisch macht das schon was her - aber es war ein sakrischer (Zeit)Aufwand.

Was ist denn die beste Technik, die beiden Federn um den Schaft zu bekommen?

Ich habe hinten erst beide punktuell angeklebt und trocknen lassen. Dann einen Federkiel mit Kleber eingestrichen, ein bissl antrocknen lassen und dann rum um den Schaft. Wenn man dann die zweite wickeln will, muss man ja an den bereits vorhanden vorbei kommen - mit "auf Zug halten" und Schaft halten fehlt da mindestens eine Hand...

Danke für den einen oder anderen Tipp.
Marcus

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: rabu am Oktober 01, 2020, 02:58:31 Nachmittag
Man kann die Federn (in voller Länge) mit dem Kiel über ein Messer ziehen, dann haben die schon mal eine vorgerundete Form.

Als ich das letzte mal Fluflus gebaut habe hab ich das auch mit Sekundenkleber gemacht. Heute würde ich das Doppelklebeband von der Rolle nehmen, Damit kann man das Band sauber in schöner Spirale aufkleben und die obere Schicht immer nur kurz vor der Feder abziehen. Dann klebt nicht alles wo es nicht kleben soll.

Gruß
Ralf
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: robin hosch am Oktober 01, 2020, 04:24:50 Nachmittag
Hallo,

man kann auch Pattex Kontaktkleber nehmen. Einfach den Bereich vom Pfeil wo die Feder hin soll komplett dünn einstreichen,
ebenso den Kiel dünn mit Pattex bestreichen. 10-15min trocknen lassen, Anfang andrücken und dann unter leichtem Zug aufwickeln.
Anfang un Ende sichere ich noch mit einem Tropfen Sekundenklaeber. Einfacher geht es meiner Meinung nach nicht, und das hält bombenfest.
Ich wickle immer nur eine komplette Feder, dass reicht von der Bremswirkung komplett aus....

Grüße
Holger
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Ampsivar am Oktober 01, 2020, 05:07:02 Nachmittag
So wie Robin hoch es beschreibt, wird es auch von trueflight auf deren Webseite beschrieben, hier der link zu Fluflu instructions
http://www.trueflightfeathers.com/flu-flu.htm
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: robin hosch am Oktober 01, 2020, 06:46:53 Nachmittag
Und ich empfehle den Pattex Classic, die geruchsarmen oder transparente Varianten taugen meiner Meinung nach nicht viel....
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am Oktober 01, 2020, 07:08:07 Nachmittag
Und ich empfehle den Pattex Classic, die geruchsarmen oder transparente Varianten taugen meiner Meinung nach nicht viel....
Der einzig wahre....es gibt keinen besseren um auch Shelfs, Köcher, Gürtel und Schuhe zu kleben.... :Achtung:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Grendel am Oktober 02, 2020, 06:08:46 Vormittag
Macht der Pattex keine Schäden beim Shelf Rest picken? Also am Lack des Bogens? Und wie ist es dann beim entfernen?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am Oktober 02, 2020, 09:02:25 Vormittag
Macht der Pattex keine Schäden beim Shelf Rest picken? Also am Lack des Bogens? Und wie ist es dann beim entfernen?
Nein, lässt sich rückstandslos mit dem Daumen abrubbeln. Ich klebe mein ganzes Leben lang meine Shelfs schon mit Pattex Classic und es hat noch nie einen Lack angelöst.
Die Bögen sind mit Polyurethanlack lackiert und der Pattex ist mit dem Lösemittel schnell verflüchtigend.
Beide Seiten einstreichen, abtrocknen lassen und dann mit festem Druck zusammenfügen.
Die hintere Kante schärfe ich immer zusätzlich auf 0 aus, heißt innen das Leder mit scharfem Messer ausdünnen. Dann bleibt keine Feder oder Federwicklung bei einem Ablassfehler an der Kante hängen. 👌😉
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Marcus (L) am Oktober 03, 2020, 01:43:58 Nachmittag
Vielen Dank für den Tipp mit dem Kleber. Habe eben auch nochmal das Sam Wood Video angesehen. Der braucht 1:13 für beide Federn...weil er den passenden Kleber hat. Und Talent.

War ein großer Spaß gestern Abend, wir haben ein "Vollmondschießen" (dank Wolken ohne sichtbaren Vollmond, aber so ein Akku-LED-Strahler der hoch am Zaun hängt ist eigentlich fast das selbe) mit FluFlus und Leuchtnocken gemacht.

Leider fliegen Sie wenn man steil schießt trotzdem um die 40-50m, da muss man nochmal kucken, wir wollten auch nen kleinen Foliensack nach oben werfen und drauf schießen, aber so viel Raum haben wir nach hinten nicht...
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am April 28, 2026, 07:22:24 Nachmittag
Hab Probleme beim FluFlu Bau eines SlimLinePfeil's:

Der Federkiel bricht öfters beim drumwickeln. Vermutlich weil der Wickelradius enger ist.

Wie macht ihr das?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Bambus am April 28, 2026, 08:18:03 Nachmittag
den Federkiel dünner schleifen.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Gartenpinguin am April 28, 2026, 08:31:31 Nachmittag
den Federkiel dünner schleifen.

Sehr sehr viel dünner schleifen.  :yes:
Und optimaler Weise den vorderen Teil der ganzen Feder präferieren, der hintere Teil wird konstant härter und spröder.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am April 28, 2026, 08:51:39 Nachmittag
Wie schleift ihr den? Feder kann man ja schlecht fixieren! Klammer vom Befiederungsgerät missbrauchen?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am April 28, 2026, 09:00:43 Nachmittag
@Casimir: hast du normale oder Flu Flu Federn ?

https://www.arrowforge.de/Trueflight-Feathers-Spiral-Wraps-Volle-Laenge-RW

„normale“ Federn volle Länge kriegst du nicht in eine Befiederungsgeräteklammer, da musst dann mehrfach ran,

Ich nehme immer die Flu Flu Federn …
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am April 28, 2026, 09:12:52 Nachmittag
Genau die verlinkten.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am April 28, 2026, 09:24:34 Nachmittag
Wie eng wickelst du ?
Kannst du mal ein Beispiel zeigen ?

Mit denen hatte ich noch nie Probleme, eventuell mal weiter wickeln und zwei Federn verwenden ?
Und: mit was klebst du ?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Gartenpinguin am April 28, 2026, 09:54:26 Nachmittag
Wie schleift ihr den? Feder kann man ja schlecht fixieren! Klammer vom Befiederungsgerät missbrauchen?

Vom Avalon Befiederungsgerät nehme ich die gerade Metallklammer, weil die einen guten Anpressdruck hat. Die Klammer kostet auch nicht so viel.
( https://www.arrowforge.de/epages/63122672.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63122672/Products/101756 )

Dann klebe ich mit doppelseitigem Klebeband ein Stück Schleifpapier mit 100er Körnung auf ein Stück altes Möbelholz (weil gerade und glatt).

Und der Rest ist einfach nur die Feder in die Klammer einlegen und Kiel abschleifen.

Vorne und hinten habe ich jeweils zwei Löcher in die Klammer gebohrt (in die Führung) und jeweils ein Blech mit Langlöchern rangeschraubt. Diese verhindern, dass ich versehentlich zu viel abschleife. Noch dazu ist der Kiel dann immer gleich dick und gerade.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am April 29, 2026, 07:33:27 Vormittag
Hier das Beispiel.

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am April 29, 2026, 09:48:29 Vormittag
Geklebt mit ?
Ich verwende Sekundenkleber am Anfang, dann aber Fletchtape in der Mitte und nur am Ende wieder Sekundenkleber
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am April 29, 2026, 01:39:51 Nachmittag
Everglue am Anfang mit gepinseltem Aktivator, dann Everglue pur an der Feder.

Das mit dem mittigen Fletchtape ist ne gute Idee - probiere ich auch mal...
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am April 29, 2026, 05:55:59 Nachmittag
Hab die Feder zwischen 2 Holzstücken geklemmt und abgeschliffen. Geht, ist aber ne mächtige Fummelei die Feder richtig auszurichten.

Lässt sich mit dünnerem Federkiel besser wickeln. Jetzt ist kein Kiel mehr gebrochen.

Fletchtape: Hab ich dann doch nicht gemacht. Weil, woher weißt du wie weit du das Tape vorher an die Feder machen musst? Denn Endpunkt mit Tape und Seku wird doch nicht kleben - oder?!
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am April 29, 2026, 06:31:31 Nachmittag
Ich lasse vorne einfach ein paar mm frei und hefte die erst (frei Schnauze) mit Sekundenkeber fest.
Rest ist dann Tape, hinten noch eine Tropfen Sekundenkleber als Sicherung.

Easy peasy …
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Bambus am April 30, 2026, 11:44:38 Vormittag
Wie schleift ihr den? Feder kann man ja schlecht fixieren! Klammer vom Befiederungsgerät missbrauchen?

Nix "mißbrauchen"  :bang: , sinnvoll gebrauchen  ;) . Btw, gibt es etwas besseres als eine Klammer vom Befiederungsgerät, um eine Feder sicher und schnell zu fixieren?


Ich hab mir zum Schleifen eine flache Holzleiste mit 'scharfem' Glaspapier beklebt und schleife die Kiele mit 4 bis 6 Schleifhüben flach - bei allen Federn!
Kniff dabei: nicht über die ganze Länge schleifen sonder jeweils von der Mitte aus, sonst verkrumpelt man gerne die Feder, wenn der Kiel dünner wird!


PS. meine FluFlus habe ich vor >>15 Jahren gebaut und sie werden typisch 1x/Jahr benötigt, wenn überhaupt.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am April 30, 2026, 04:14:03 Nachmittag
Darum hab ich Klobürsten auch nur im Klo.... :Achtung:

und bau meine Flu-Flu nur so.....
Flu-Flu Pfeile (https://www.arrowforge.de/epages/63122672.sf/?Locale=de_DE&ObjectPath=/Shops/63122672/Products/010105&ViewAction=ViewProductViaPortal&etcc_med=SEA&etcc_par=Google&etcc_cmp=Shopping-Zombies&etcc_grp=189816420122&etcc_bky=&etcc_mty=&etcc_plc=&etcc_ctv=782771830249&etcc_bde=c&etcc_var=CjwKCAjw-8vPBhBbEiwAoA39WkwdG-Hfdu017yJcx4x-Zk6i8b47NesLu1M368OnGUu-muaTePT90xoCejgQAvD_BwE&gad_source=1&gad_campaignid=23238278104&gbraid=0AAAAADsoHzNEaRrxKf0kBFhY4N0KlY8yD&gclid=CjwKCAjw-8vPBhBbEiwAoA39WkwdG-Hfdu017yJcx4x-Zk6i8b47NesLu1M368OnGUu-muaTePT90xoCejgQAvD_BwE)
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: helmut10 am April 30, 2026, 05:41:42 Nachmittag
Darum hab ich Klobürsten auch nur im Klo.... :Achtung:

und bau meine Flu-Flu nur so.....
Flu-Flu Pfeile (https://www.arrowforge.de/epages/63122672.sf/?Locale=de_DE&ObjectPath=/Shops/63122672/Products/010105&ViewAction=ViewProductViaPortal&etcc_med=SEA&etcc_par=Google&etcc_cmp=Shopping-Zombies&etcc_grp=189816420122&etcc_bky=&etcc_mty=&etcc_plc=&etcc_ctv=782771830249&etcc_bde=c&etcc_var=CjwKCAjw-8vPBhBbEiwAoA39WkwdG-Hfdu017yJcx4x-Zk6i8b47NesLu1M368OnGUu-muaTePT90xoCejgQAvD_BwE&gad_source=1&gad_campaignid=23238278104&gbraid=0AAAAADsoHzNEaRrxKf0kBFhY4N0KlY8yD&gclid=CjwKCAjw-8vPBhBbEiwAoA39WkwdG-Hfdu017yJcx4x-Zk6i8b47NesLu1M368OnGUu-muaTePT90xoCejgQAvD_BwE)

 :agree:

6-fach geht auch bei dünnen Schäften
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: helmut10 am April 30, 2026, 06:02:03 Nachmittag
Und zum Abschleifen der Kiele habe ich mir selbst was gebaut....

Brett mit 180er Schleifpapier
2 dünne (1mm) Kunststoffleisten
2 Winkelleisten aus Alu - locker verschraubt
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: helmut10 am April 30, 2026, 06:05:09 Nachmittag
Die Feder wird bis zum Kiel in den Zwischeneaum geschoben
Dann wird die Feder mit Daumen und Zeigefinger beider Hände eingeklemmt
Und über den beiden Leisten als Abstandhalter abgeschliffen


Ps: mit der Schraubzwinge wird das Brettchen am Tisch festgeklemmt, damit ich beide Hände frei habe ;)
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am April 30, 2026, 07:20:09 Nachmittag
Die Feder wird bis zum Kiel in den Zwischeneaum geschoben
Dann wird die Feder mit Daumen und Zeigefinger beider Hände eingeklemmt
Und über den beiden Leisten als Abstandhalter abgeschliffen


Ps: mit der Schraubzwinge wird das Brettchen am Tisch festgeklemmt, damit ich beide Hände frei habe ;)

Gute Idee Helmut.... bist echt a Fuchs.... :agree:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am April 30, 2026, 07:26:12 Nachmittag
Darum hab ich Klobürsten auch nur im Klo.... :Achtung:

und bau meine Flu-Flu nur so.....
Flu-Flu Pfeile (https://www.arrowforge.de/epages/63122672.sf/?Locale=de_DE&ObjectPath=/Shops/63122672/Products/010105&ViewAction=ViewProductViaPortal&etcc_med=SEA&etcc_par=Google&etcc_cmp=Shopping-Zombies&etcc_grp=189816420122&etcc_bky=&etcc_mty=&etcc_plc=&etcc_ctv=782771830249&etcc_bde=c&etcc_var=CjwKCAjw-8vPBhBbEiwAoA39WkwdG-Hfdu017yJcx4x-Zk6i8b47NesLu1M368OnGUu-muaTePT90xoCejgQAvD_BwE&gad_source=1&gad_campaignid=23238278104&gbraid=0AAAAADsoHzNEaRrxKf0kBFhY4N0KlY8yD&gclid=CjwKCAjw-8vPBhBbEiwAoA39WkwdG-Hfdu017yJcx4x-Zk6i8b47NesLu1M368OnGUu-muaTePT90xoCejgQAvD_BwE)

So hab ich meine ersten FluFlu auch gemacht: Flogen aber zu weit. Trotz 6fach und helical ca. 80m. KlobürstenFluFlu steckt bei 45° Abschuss bei 25m
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am April 30, 2026, 08:23:45 Nachmittag
Musst sie, auch 7-8" lang lassen, dann fliegt keiner über 45-50m.😌👌
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: parsec am Mai 01, 2026, 10:46:07 Vormittag
Nur weil sie helical geklebt sind, bremsen sie nicht stärker. Helical hat nichts mit Luftwiderstand zu tun, sobald die Rotation sich angepasst hat. Und die Anpassung verbraucht so gut wie keine Energie. Es sei denn drei Federn sind rechts herum und drei sind links herum helical.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: kungsörn am Mai 01, 2026, 11:45:01 Vormittag
Darum hab ich Klobürsten auch nur im Klo.... :Achtung:

und bau meine Flu-Flu nur so.....
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So hab ich meine ersten FluFlu auch gemacht: Flogen aber zu weit. Trotz 6fach und helical ca. 80m. KlobürstenFluFlu steckt bei 45° Abschuss bei 25m
Ist bei mir auch so. Ich hab meine 6-Fach Befiederten dann mit der Hand "verwuschelt". Das sieht dann fast nach Klobürste aus und hat einen merklichen Effekt.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Bambus am Mai 01, 2026, 12:38:25 Nachmittag
Nur weil sie helical geklebt sind, bremsen sie nicht stärker. Helical hat nichts mit Luftwiderstand zu tun, sobald die Rotation sich angepasst hat. Und die Anpassung verbraucht so gut wie keine Energie. Es sei denn drei Federn sind rechts herum und drei sind links herum helical.
Interessante Ansicht, warum dann überhaupt helical befiedern?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: parsec am Mai 01, 2026, 01:51:41 Nachmittag
Keine Ansicht - pure Physik.
Ein Pfeil stellt sich im Flug immer so hin das er im Rahmen seiner Möglichkeiten den geringsten (Luft-)Widerstand erfährt. Genauso wie jeder Wetterhahn - für diejenigen die meinen Praktiker zu sein und nichts mit Physik am Hut zu haben.
Dazu gehört auch die Rotation bei helical oder eben schief geklebten Federn. Dann "schrauben" sich die Federn halt durch die Luft, das hat aber den gleichen Luftwiderstand als mit gerade geklebten Federn. Die Rotationsenergie kommt zwar von einem gewissen Widerstand, aber die notwendige Energie ist so gering, das macht gerade mal ca. 3 fps am Anfang aus. Auf Reichweite gerechnet verschwimmt das. Und es ist erst recht lächerlich wenn man sich all die restlichen Luftwiderstände überlegt die ein Pfeil so hat und wie weit die bei einem Flu Flu noch erhöht werden müssen.

Sagt ja keiner das man helical befiedern muss. Abgesehen davon das Naturfedern durch ihre natürliche Funktion in sich bereits einen Drall aufweisen, gleicht eine Rotation des Pfeils eventuelle Unwuchtung und "Ungeradheiten" im Pfeil aus.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Absinth am Mai 01, 2026, 03:33:38 Nachmittag
...
Genauso wie jeder Wetterhahn - für diejenigen die meinen Praktiker zu sein und nichts mit Physik am Hut zu haben.
...

OT: Danke für diesen Satz, diese Kombi... O:-)

Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: kungsörn am Mai 03, 2026, 10:20:28 Vormittag
Bin - in der Sache - bei parsec. Physiklastige Diskussionen mag ich sehr, wenn man sachlich bleibt. ;)
Reine Physik ist aber nur dann gut, wenn sie einen praktischen Nutzen hat und auch umsetzbar ist. Nicht zuletzt, um sie zu beweisen.
Ansonsten bleibt sie bestenfalls theoretische Grundlage für Weiteres.

Zu bedenken gibt es bei der "Trichterlösung" (wechselseitiger Drall), dass der Platz sehr gegrenzt dafür ist.
Da die Federn weich sind, werden die (nach außen zunehmend) dem Staudruck auch nachgeben und den Effekt zumindest abschwächen.
Ansonsten ist das ein interessanter Ansatz, finde ich.
Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass sich meine guten Erfahrungen mit der "Klobürste" dadurch erklären lassen, dass Verwirbelungen eine höhere Bremswirkung erzielen.
Wir brauchen Praktiker: Machen und gucken, was passiert. :bow:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Gartenpinguin am Mai 03, 2026, 06:07:42 Nachmittag
Wir haben drei Effekte, die einen Pfeil maßgeblich bremsen:
1. Der Strömungswiderstand, der auf die Pfeilfläche von vorne wirkt. Haupteinfluss ist die Fläche, die dem "Wind" entgegengesetzt wird.
2. Der Reibwiderstand, der längs entlang des Pfeilschaftes und der Feder wirkt. Haupteinfluss ist hier die Oberflächenrauheit und die Fläche (beim Schaft die Außenfläche eines Zylinders und bei der Feder die Höhe mal die Länge der Feder).
3. Als Resultat von 1 und 2 folgt bei Federn mit Drall eine Rotation. Der Energieverlust der kinetischen Energie wird hier in eine Rotationbewegung umgesetzt.


1. Widerstandskraft Fd​ = ρ/2 * ​c_w * ​A * v² (ρ = Dichte, c_w = Widerstandsbeiwert, A = Fläche, v = Geschwindigkeit)
2. Reibkraft: F_r = μ * Fn (μ = Reibungskoeffizient, Fn = Normalkraft)
3. Rotation: E_rot = 1/2 * J * ω² (J = Massenträgheitsmoment, ω = Winkelgeschwindigkeit)

Die Strömungsreibung die in Formel 2 steckt, ist auch automatisch  in Formel 1 im Luftwiderstandsbeiwert cw​ enthalten.

Zusätzlich kann man Luftverwirbelungen oder Wärmeerzeugung durch Reibung mit ranziehen, ergibt hier aber wenig Sinn.

Von den drei Effekten wirkt Punkt 1, also der Strömungswiderstand, am stärksten. Wer daran zweifelt hier ein Gedankenspiel: Ein Fallschirmspringer gleitet langsam zu Boden, weil der große Schirm eine große Fläche hat und damit dem Fall durch den Strömungswiderstand entgegenwirkt. Ein Fallschirm, der nicht öffnet, ist lang und flattert wild rum und hat dennoch keine maßgebliche Bremswirkung. Wem die Beschleunigung durch die Gravitation hier nicht gefällt, hier ein zweites Beispiel: Nehmt ein großes Blech und rennt damit gegen den Wind. Wenn das Blech viele Löcher hat, kommt man mit weniger Widerstand besser voran.

---------------------------------------------------------------------------------------------

Schauen wir uns das für Pfeile mal an:

Der Strömungswiderstand arbeitet mit der Fläche eines Objektes.
Für einen sinnvollen Vergleich sind Masse, Pfeilgeschwindigkeit, Luftdichte, Beiwerte und so weiter allesamt identisch.
Stellt man die Formel um, hat man eine Kraft pro Fläche, also einen Druck. Man nennt es den Staudruck:
Fd​ / A = ρ/2 * ​c_w * v²
Und die rechte Seite der Formel haben wir eben als konstant für alle Fälle angenommen.
Damit die Formel dann immer das gleiche ausspuckt, müssen Fd und A gleichmäßig größer oder kleiner werden.
Heißt: mit größerer Objektfläche wächst auch der Straudruck und damit Strömungswiderstand.

Die Richtung der Kraft ist dem Pfeilflug entgegengesetzt.

Bedeutet, die Fläche, die für den Widerstand sorgt, ist die Fläche die man sieht, wenn man über die Spitze des Pfeils hinwegschaut.
Deshalb sagt man auch, dass dünenre Pfeile windschlüpfriger sind, weil sie weniger Angriffsfläche haben:
- bei 4.2mm Schäften und einem Außendurchmesser von 5.0mm wären das zum Beispiel ca. 19.6 mm²
- bei 6.2mm Schäften und einem Außendurchmesser von 7.0mm wären das zum Beispiel ca. 38.5 mm²
Das wäre dann schon mal ein Unterschied mit Faktor 2.

Angenommen wir würden beide Pfeile gleich befiedern, so hätte man mit dem dickeren Pfeil einen höheren Luftwiderstand. Sowohl über den Widerstandsdruck, als auch über den Reibwiderstand, aber letzteren ignorieren wir hier ein wenig, weil der kaum zu Buche trägt.

Da nur die Fläche für den Strömungswiderstand in die Berechnung eingeht, die "der Wind" von vorne sieht, sind lange und gerade Federn nicht optimal. Der Wind "sieht" nämlich nur etwas mehr Höhe von der Feder und je nach Qualität ein wenig mehr oder weniger eingefalle Federfahne (siehe Bild von ganzen Federn).

Um die Fläche für den Strömungswiderstand zu maximieren nehmen wir die Klobürsten-FluFlus, weil diese von vorne betrachtet quasi einen großen Kreis beschreiben. Je mehr Federn wie eine Helix um den Pfeilschaft gewickelt werden, desto mehr wird dieser Kreis ausgefüllt (siehe auch hier das Bild im Anhang). Für maximale Bremswirkung wollen wir diesen Kreis ausgefüllt sehen. Von vorne betrachtet sieht das, wie im Beispiel oben, nämlich auch wie ein Fallschirm aus. Wer sowas mal geschossen hat, weiß auch wie der Pfeil langsam zu Boden gleitet.

Der Reibwiderstand und die Rotation sind Faktoren, die vergleichsweise wenig Einfluss haben.
Eine Vollkugel, die einen Hang herunterrollt, wandelt 2/7 seiner Energie in eine Rotationsenergie um. Ein Pfeil ist hingegen ein dünner Stab mit sehr geringerem Massenträgheitsmoment entlang der Achse und damit ist die Energie, die in die Rotation geht, auch sehr gering. Pfeile sind auch recht glatte Objekte. Die meiste Reibwirkung wird durch die Feder erzeugt.


Ich hoffe dass ich Euch damit etwas Klarheit verschaffen konnte.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: roscho am Mai 03, 2026, 06:18:14 Nachmittag
@Gartenpinguin: Klasse und Danke !
 :youRock:
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: kungsörn am Mai 03, 2026, 06:27:01 Nachmittag
@Gartenpinguin: Klasse und Danke !
 :youRock:
+1
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: parsec am Mai 04, 2026, 12:50:13 Vormittag
Wunderbare Aufstellung Gartenpinguin!!
In vielen Punkten stimme ich überein, möchte sie aber noch etwas weiter ergänzen.
Deine Einschätzung (sorry, ich bezeichne es mal als "Einschätzung") das die Reibkraft entlang des Pfeilschafts und entlang der Federn eine untergeordnete Rolle spielt, muss ich allerdings widersprechen.

Gartenpinguin konzentriert sich vornehmlich auf den Luftwiderstand als "Staudruck" und betrachtet deshalb richtigerweise sämtliche Flächen am Pfeil die senktrecht auf die Luftströmung stehen. Also die Querschnittsfläche der Pfeilspitze = Schaft und auch - und das ist besonders positiv hervor zu heben - die der Federn. Da würde man zwar sagen: die Federn sind doch so dünn... Aber Kleinvieh macht auch Mist, außerdem sind sie hoch und zumindest zu Dritt.
Und ich teile die Meinung das genau das es ist warum die Klobürsten-Flu-Flus doch so gut abgebremst werden. Hier wurde ja auch schon geschrieben das bei 6-fach Befiederung diese auch bewusst verwuschelt wird. Eben weil dadurch mehr Stirnfläche zum Vorschein kommt und seine Wirkung ausbreitet.
Die Formel für die Widerstandskraft der Federn kann erweitert werden:
Wenn eine Feder-Kante durch die Luft schneidet, heißt das, dass sie irgendwo anfängt aber auch das die Feder später auch wieder endet und auch dort eine Kante hat. der cw-Wert für die vordere und hintere Kante zusammen liegt zwischen 0,2 und 0,48, je nachdem wie "gerundet" die Kante selbst ist.
FdFedern​ = ρ/2 * ​c_w * ​A * n * v² wird zu 0,1 bi 0,24 * ρ * AKante * n * v². wobei n die Anzahl an Kanten ist.
Ich würde auch noch weiter unterscheiden:
Gartenpinguin hat die Pfeilspitze auf den Bildern in den Vordergrund gerückt.
Der cw-Wert so einer Spitze liegt vielleicht bei 0,1 womit die Widerstandskraft mit
FdSpitze​ = 0,05* ρ * Pi *​(dSpitze / 2)²  * v² berechnet werden kann.
Da gibt es aber noch eine Fläche: die der Nocke, und deren cw-Wert ist, da sie nicht sehr aerodynamisch geformt ist, deutlich größer. Ich nehme mal 0,3 an wodurch
FdNocke​ = 0,15* ρ * Pi *​(dNocke / 2)²  * v² hinzu kommt. (Die Nocke kann ja einen anderen Durchmesser haben)
Die Stirnflächen der Federn mögen zwar gering sein, aber vergleicht man die cw-Werte und beachtet noch die Anzahl an Stirnflächen, dann sollte man erkennen wie stark allein hier die Flu-Flu Federn wirken.
Da die Kanten sich im Luftstrom sicherlich zurück biegen, muss man die Stirnflächen auch als abhängig von der Geschwindigkeit v betrachten.
Was aber eben nicht zu der Stirnfläche gehört ist die auf Fotos zu sehende - da auch "projizierte" - Fläche die sich durch helical oder schiefe Klebung ergibt. Diese Fläche bewirkt im Flug dann zwar die Pfeilrotation, aber genau durch diese Rotation "schraubt" sich der Pfeil so durch den Luftstrom, dass wiederum nur die "echte" Stirnfläche der Feder zu diesem Luftwiderstand wirkt. (Eine Holzschraube schraubt man ja - wie der Name schon sagt - in ein Stück Holz. Sie wird nicht per Hammerschlag hinein getrieben!!)

Nun zu den Reibkräften die an den Flächen wirken, die parallel zur Luftströmung liegen:
Wenn die Nocke einen doppelt bis dreifachen so hohen Luftwiderstand erzeugt wie die Spitze, dann erzeugt die Luftreibung allein entlang des Pfeilschafts tatsächlich
das Vier- bis Fünffache von Spitze und Nocke zusammen. Und dementsprechend wirkt sich auch die Höhe und Länge der Federn aus.
Die Formel verändert sich zu
FrSchaft​ = ρ/2 * v² * Pi * Integral0Schaftlänge(CD * dSchaft) dx
wobei CD abhängig von der Reynoldszahl ist und sich zwischen laminarer und turbulenter Strömung unterscheidet:
CD = 0,664 / Re(x)0,5 für laminar und CD = 0,0576 / Re(x)0,2 bei turbulenter Strömung.
Da die Federn durchgehend sich in turbulenter Strömung befinden:
FrFedern = ρ/2 * v² * 2 * n * AFeder * 0,0576 / Re(x)0,2

Quellenangaben:
The aerodynamic drag and axial rotation of an arrow
December 2011Proceedings of the Institution of Mechanical Engineers Part P Journal of Sports Engineering and Technology 225(4):199-211
DOI:10.1177/1754337111407124

Liston T.L. | Physical laws of archery https://www.archeryguy.com/Books/Physical%20Laws%20of%20Archery.pdf (https://www.archeryguy.com/Books/Physical%20Laws%20of%20Archery.pdf)

Hoerner S.F. | Fluid-Dynamic Drag https://ia800606.us.archive.org/17/items/FluidDynamicDragHoerner1965/Fluid-dynamic_drag__Hoerner__1965_text.pdf (https://ia800606.us.archive.org/17/items/FluidDynamicDragHoerner1965/Fluid-dynamic_drag__Hoerner__1965_text.pdf)
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am Mai 04, 2026, 08:55:05 Vormittag
Nur weil sie helical geklebt sind, bremsen sie nicht stärker. Helical hat nichts mit Luftwiderstand zu tun, sobald die Rotation sich angepasst hat. Und die Anpassung verbraucht so gut wie keine Energie. Es sei denn drei Federn sind rechts herum und drei sind links herum helical.
Da kann ich Dir leider nicht zustimmen parsec.... 😂

Denn bis der Pfeil auf Rotation ist, verbraucht er schon mal etwas mehr Energie als einer mit Geraden Federn.
Und bei gleicher Federfläche kommt ein leicht schräg befiederter Pfeil deutlich weiter.
Der helical aber wird viel schneller, sauber stabilisiert und bleibt deutlich stabiler in der Bahn wenn er Gras oder ein Ästchen berührt. War gerade wieder in Teublitz auf Turnier, da sind sehr viele solcher Schüsse wo helical von Vorteil sein kann. Nix Autobahn... 😂
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am Mai 04, 2026, 08:59:10 Vormittag
@Gartenpinguin: Klasse und Danke !
 :youRock:

Sehr toll erklärt... 😄 👍
Und ab hier bin ich dann raus... 😂
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Bambus am Mai 04, 2026, 10:03:47 Nachmittag
Wunderbare Aufstellung Gartenpinguin!!
In vielen Punkten stimme ich überein, möchte sie aber noch etwas weiter ergänzen.
Deine Einschätzung (sorry, ich bezeichne es mal als "Einschätzung") das die Reibkraft entlang des Pfeilschafts und entlang der Federn eine untergeordnete Rolle spielt, muss ich allerdings widersprechen.

Da stimme ich dir 100% zu, die Oberfläche paralell zur Pfeilbewegung ist ein wesentlicher Teil des Strömungswiderstandes, da der Zwischenbereich zwischen der Luft, die sich mit V(pfeil) bewegt, also die Luft die direkt am Schaft anliegt, und der Umgebungsluft mit V(0) zum einen bei der wirksamen Querschnittsfläche des Pfeil berücksichtigt werden muß und zum Anderen entlang der ganzen Pfeillänge wirkt. Hinzu kommt, das diese Luftschicht eher turbulent denn laminar ist (wir sind ja schließlich in der Realität) und sich in Wirbeln, je rauer die Oberfläche desto leichter, vom Schaft löst, was den Effekt wieder etwas reduziert (Bsp: Golfball mit Dellen fliegt weiter und z.B. Haie haben aufgrund ihrer Hautstruktur, die die Ablösung von Wirbeln fördert, einen erstaunlich geringen Reibungswiderstand im Wasser).


Gartenpinguin konzentriert sich vornehmlich auf den Luftwiderstand als "Staudruck" und betrachtet deshalb richtigerweise sämtliche Flächen am Pfeil die senktrecht auf die Luftströmung stehen. Also die Querschnittsfläche der Pfeilspitze = Schaft und auch - und das ist besonders positiv hervor zu heben - die der Federn. Da würde man zwar sagen: die Federn sind doch so dünn... Aber Kleinvieh macht auch Mist, außerdem sind sie hoch und zumindest zu Dritt.
Und ich teile die Meinung das genau das es ist warum die Klobürsten-Flu-Flus doch so gut abgebremst werden. Hier wurde ja auch schon geschrieben das bei 6-fach Befiederung diese auch bewusst verwuschelt wird. Eben weil dadurch mehr Stirnfläche zum Vorschein kommt und seine Wirkung ausbreitet.
Die Formel für die Widerstandskraft der Federn kann erweitert werden:
Wenn eine Feder-Kante durch die Luft schneidet, heißt das, dass sie irgendwo anfängt aber auch das die Feder später auch wieder endet und auch dort eine Kante hat. der cw-Wert für die vordere und hintere Kante zusammen liegt zwischen 0,2 und 0,48, je nachdem wie "gerundet" die Kante selbst ist.
FdFedern​ = ρ/2 * ​c_w * ​A * n * v² wird zu 0,1 bi 0,24 * ρ * AKante * n * v². wobei n die Anzahl an Kanten ist.
Ich würde auch noch weiter unterscheiden:
Gartenpinguin hat die Pfeilspitze auf den Bildern in den Vordergrund gerückt.
Der cw-Wert so einer Spitze liegt vielleicht bei 0,1 womit die Widerstandskraft mit
FdSpitze​ = 0,05* ρ * Pi *​(dSpitze / 2)²  * v² berechnet werden kann.
Da gibt es aber noch eine Fläche: die der Nocke, und deren cw-Wert ist, da sie nicht sehr aerodynamisch geformt ist, deutlich größer. Ich nehme mal 0,3 an wodurch
FdNocke​ = 0,15* ρ * Pi *​(dNocke / 2)²  * v² hinzu kommt. (Die Nocke kann ja einen anderen Durchmesser haben)
Die Stirnflächen der Federn mögen zwar gering sein, aber vergleicht man die cw-Werte und beachtet noch die Anzahl an Stirnflächen, dann sollte man erkennen wie stark allein hier die Flu-Flu Federn wirken.
Da die Kanten sich im Luftstrom sicherlich zurück biegen, muss man die Stirnflächen auch als abhängig von der Geschwindigkeit v betrachten.


Was aber eben nicht zu der Stirnfläche gehört ist die auf Fotos zu sehende - da auch "projizierte" - Fläche die sich durch helical oder schiefe Klebung ergibt. Diese Fläche bewirkt im Flug dann zwar die Pfeilrotation, aber genau durch diese Rotation "schraubt" sich der Pfeil so durch den Luftstrom, dass wiederum nur die "echte" Stirnfläche der Feder zu diesem Luftwiderstand wirkt. (Eine Holzschraube schraubt man ja - wie der Name schon sagt - in ein Stück Holz. Sie wird nicht per Hammerschlag hinein getrieben!!)

Das Beispiel Schraube hinkt in meinen Augen (bzw. ist eine allzugrobe Vereinfachung). Sämtliche Effekte der wirksamen Grenzflächen zwischen stationären und möbilen Teilen des Systems werden hier ignoriert. Dazu ist der Energieaufwand, die Drehung aufzubauen und dann auch noch stabil zu halten, beim Pfeil nicht zu unterschätzen. Hinzu kommt, das durch die Drehung des Pfeil ein weiteres Kraftmoment in der Grenzschicht zwischen Pfeil und Umgebungsluft hinzukommt, nämlich die Drehbewegung des Schaftes. Was für die Reibungsverluste parelell zur Schaftachse gilt gilt entsprechend auch für die Drehbewegung. Und die wirksame Fläche der gewundenen Befiederung muß ja, je höher sie ist desto stärker, immer gegen die ruhende Umgebungsluft austariert werden, weil die Pfeilgeschwindigkeit keine Konstante ist. Ergo muß sich die Drehgeschwindigkeit mit der Pfeilgeschwindigkeit ändern - und Änderungen bedeuten immer Energieverlust, Energie die nur im Pfeil stecken kann.

Bei paralleler Befiederung ist die Übergangsschicht (s.o.) auch durch die raue Oberfläche der Federn deutlich kleiner als beim stärker rotierenden Pfeil, bei dem durch die Rotation der wirksame Querschnitt der Befiederung nochmals deutlich erhöht wird. Ein interessanter Nebeneffekt deiner Argumentation (helikale vs. schräg aufgeklebte Feder) wäre demnach, das die schräg aufgeklebte Befiederung stärker abbremsen müßte, da sie ja nicht der Schraubenform folgt?


Nun zu den Reibkräften die an den Flächen wirken, die parallel zur Luftströmung liegen:
Wenn die Nocke einen doppelt bis dreifachen so hohen Luftwiderstand erzeugt wie die Spitze, dann erzeugt die Luftreibung allein entlang des Pfeilschafts tatsächlich
das Vier- bis Fünffache von Spitze und Nocke zusammen. Und dementsprechend wirkt sich auch die Höhe und Länge der Federn aus.
Die Formel verändert sich zu
FrSchaft​ = ρ/2 * v² * Pi * Integral0Schaftlänge(CD * dSchaft) dx
wobei CD abhängig von der Reynoldszahl ist und sich zwischen laminarer und turbulenter Strömung unterscheidet:
CD = 0,664 / Re(x)0,5 für laminar und CD = 0,0576 / Re(x)0,2 bei turbulenter Strömung.
Da die Federn durchgehend sich in turbulenter Strömung befinden:
FrFedern = ρ/2 * v² * 2 * n * AFeder * 0,0576 / Re(x)0,2

Quellenangaben:
The aerodynamic drag and axial rotation of an arrow
December 2011Proceedings of the Institution of Mechanical Engineers Part P Journal of Sports Engineering and Technology 225(4):199-211
DOI:10.1177/1754337111407124

Liston T.L. | Physical laws of archery https://www.archeryguy.com/Books/Physical%20Laws%20of%20Archery.pdf (https://www.archeryguy.com/Books/Physical%20Laws%20of%20Archery.pdf)

Hoerner S.F. | Fluid-Dynamic Drag https://ia800606.us.archive.org/17/items/FluidDynamicDragHoerner1965/Fluid-dynamic_drag__Hoerner__1965_text.pdf (https://ia800606.us.archive.org/17/items/FluidDynamicDragHoerner1965/Fluid-dynamic_drag__Hoerner__1965_text.pdf)


Danke für die Links!
Aber alle physikalische Berechnungen (ein Fachgebiet das ich vor gut 35 Jahren mit Promotion abgeschlossen habe) können die Realitäten immer nur näherungsweise wiedergeben. Warum wird sonst der Aufwand für Experimente in Windkanälen etc. betrieben, wenn man es einfach berechnen könnte? 

Jede Berechnung muß sich an der Realität messen, nicht umgekehrt!
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Gartenpinguin am Mai 04, 2026, 11:16:04 Nachmittag

Jede Berechnung muß sich an der Realität messen, nicht umgekehrt!

Und das ist leider beim Bogenschießen die traurige Realität. Kein modernes Modell der Physik kommt an die beeindruckende Dynamik eines Pfeilfluges heran oder kann diese in Gänze beschreiben. Das einzige was wir haben, sind empirische Erfahrungswerte einzelner Betrachtungen. Selbst komplizierte Laborbedingungen und -messungen können nur einen Teil genauer beschreiben und gleichzeitig viele andere Effekte vollumfänglich ignorieren.
Ja, wir haben eine Trajektorie ähnlich eines schräges Wurfes, aber mit einer Oszillation um zwei Knotenpunkte und gleichzeitiger induzierter Rotation. Wir haben parallel Brems- und Stabilisierungsfaktoren in stetiger Veränderung. Genauere Modelle lassen sich nur mit Differentialgleichungen oder mit numerischer Mathematik beschreiben, bei denen Approximationsalgorithmen mit kleinen Schrittweiten verwendet werden können. Der Pfeil hat ja keine konstante Geschwindigkeit und mit einer Änderung der Geschwindigkeit ändert sich auch der Reibwiderstand.

 :bahnhof:


Ich würde auch noch weiter unterscheiden:
Gartenpinguin hat die Pfeilspitze auf den Bildern in den Vordergrund gerückt.
Der cw-Wert so einer Spitze liegt vielleicht bei 0,1 womit die Widerstandskraft mit
FdSpitze​ = 0,05* ρ * Pi *​(dSpitze / 2)²  * v² berechnet werden kann.

Danke Parsec für die tolle Erweiterung. Kann ich hier mit der Spitze nur so unterschreiben.
Für mein Beispiel hingegen gehe ich bewusst davon aus, dass diese Werte für zwei Pfeile im Vergleich gleich sind. Diese würden sich im Vergleich also in der Formel rauskürzen, sodass nur die Federfläche den maßgeblichen Einfluss bietet.


Da gibt es aber noch eine Fläche: die der Nocke, und deren cw-Wert ist, da sie nicht sehr aerodynamisch geformt ist, deutlich größer. Ich nehme mal 0,3 an wodurch
FdNocke​ = 0,15* ρ * Pi *​(dNocke / 2)²  * v² hinzu kommt. (Die Nocke kann ja einen anderen Durchmesser haben)

Gab es dazu jemals Untersuchungen? Irgendwas in einem Strömungskanal oder sowas?
Und irgendwie scheint mir die Formel hier nicht so recht aufzugehen, weil die Nocke ja keinen nennenswerten Durchmesser mehr hat. Die Nocke ist ja ein abschließender Teil des Schaftes und damit geht die Fläche in der Formel gegen 0, oder?


Nun zu den Reibkräften die an den Flächen wirken, die parallel zur Luftströmung liegen:
Wenn die Nocke einen doppelt bis dreifachen so hohen Luftwiderstand erzeugt wie die Spitze, dann erzeugt die Luftreibung allein entlang des Pfeilschafts tatsächlich
das Vier- bis Fünffache von Spitze und Nocke zusammen. Und dementsprechend wirkt sich auch die Höhe und Länge der Federn aus.

Das stimmt so. Aber dagegen können wir nichts machen. Jeder Pfeil hat eine Spitze, eine Nocke und einen Schaft. Wenn wir Pfeile vergleichen, sollten diese Werte so oder so identlisch sein. Also gleicher Schaft, gleiche Spitze, gleiche Nocke. Bei der Betrachtung von FluFlus ist jedoch der Fokus auf der Federform und -größe.
Mit der Reynoldszahl hast Du auch recht. Beim Pfeilflug müssen wir stets von rein turbulenter Strömung ausgehen.



Was hingegen noch einen Einfluss hat, ist in welche Richtung die FluFlu-Wicklung angebracht wurde.
Eine rechtsgewundene Feder stellt sich gegen den Uhrzeigersinn gewickelt relativ orthogonal zum Schaft auf. Im Uhrzeigersinn hingegen neigt sich die Fahne nach hinten (siehe Bild und Skizze im Anhang).
Das liegt daran, dass die einzelnen Äste am Federkiel nicht gerade sind, sondern von oben betrachtet schräg über den Federkiel verlaufen. Je nach Richtung der Helix wird diese Schrägelage gekontert oder verstärkt.
(Auch so als Tipp wenn man die Federn mit Garn vollständig umwickelt: Die Richtung und die Steigung der Garnwicklung muss mit der Wuchsrichtung der Äste der Feder zusammenpassen. Wer dagegen wickelt wird früher oder später die Fahne eindrücken).
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am Mai 05, 2026, 06:34:13 Vormittag
Ich habe bemerkt, das ich mit meinen FluFlu's eine Linksabweichung habe. Auf 14m ca 15cm.

Gelten für die FluFlu's die gleichen beeinflussenden Faktoren wie Spine, Spitzengewicht. Oder ist die starke Bremswirkung der unterdrückende Faktor?
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: BärTiger am Mai 05, 2026, 08:05:42 Vormittag
@Casimir
Wie kannst du jetzt so was banales (oberflächiges) fragen?  🙃
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Stringwistler am Mai 05, 2026, 09:08:56 Vormittag
Ich habe bemerkt, das ich mit meinen FluFlu's eine Linksabweichung habe. Auf 14m ca 15cm.

Gelten für die FluFlu's die gleichen beeinflussenden Faktoren wie Spine, Spitzengewicht. Oder ist die starke Bremswirkung der unterdrückende Faktor?

Ich schieße auf meinen Flu-Flus deswegen immer 40-50gn mehr Spitzengewicht.
Auf die Entfernungen und Schüsse nach oben zw. 5-15m wo man die nutzt, bleiben die deutlich stabiler in der Spur. Das etwas höhere Gewicht kommt dabei nicht zum Tragen. 😉👍
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: kungsörn am Mai 05, 2026, 09:59:30 Vormittag
Casimir, schießt du nach Süden oder Norden? Je nachdem, wie langsam der Pfeil ist, könnte die Erdrotation… Nein, war Spaß.  :bla:
Der dynamische Spine hängt natürlich auch vom Gewicht der Federn ab, welches bei FluFlus deutlich höher sein wird.
Ein höherer Widerstand tut sein Übriges dazu, dass der gleiche Schaft etwas zu „hart“ wird.

Zur Herleitung und Anwendung der Formeln und der Beiwerte kann ich leider nicht viel beisteuern – wie wohl viele hier.
Ich meine aber, dass sich die Rechenwege nur bei feststehenden Körpern anwenden lassen.
Ein FluFlu lebt ja auch von der übermäßig hohen Befiederung, welche sicher nicht als starrer Körper zu behandeln ist.

So vermute ich mal, dass bei der Klobürsten-Variante stärkere Flatterbewegungen durch die vielen einzelnen Astbündel erzeugt werden.
Außerdem entstehen auch viele, recht chaotische und ständig wechselnde Wirbel,
die einen gleichmäßigen linearen Strömungsaufbau verhindern und so massiv zur Bremswirkung beitragen.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: kungsörn am Mai 05, 2026, 10:35:25 Vormittag
Vielleicht liegt hier auch die Ursache, warum ein Fallschirm (Beispiel von Gartenpinguin) nicht als „Klobürstenvariante“ funktioniert.

Er (der Fallschirm, nicht unser Gartenpinguin ;D) arbeitet mit dem Widerstand einer gleichbleibend großen Fläche.
Diese wird aufrecht erhalten durch seine Konstruktion (ggf. Matratzenbauweise) und der Tatsache,
dass der ständige Bewegungsimpuls (Fallbeschleunigung) den widerstand (Staudruck) aufrechterhält.
Das Klobürstenprinzip bedingt aber, dass die Bremswirkung mit zunehmender Beschleunigung abnimmt, weil sich die Bremskörper (Äste) weiter „anlegen“.

Beim Pfeil ist das umgekehrt.
Während die kin. Energie (Bewegung) nur einen Anfangsimpuls erhällt, erhöht sich die Bremswirkung stätig dadurch,
dass sich das System kontinuierlich verlangsamt und sich die Äste aufstellen.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Long John am Mai 05, 2026, 10:50:08 Vormittag
So vermute ich mal, dass bei der Klobürsten-Variante stärkere Flatterbewegungen durch die vielen einzelnen Astbündel erzeugt werden.
Außerdem entstehen auch viele, recht chaotische und ständig wechselnde Wirbel,
die einen gleichmäßigen linearen Strömungsaufbau verhindern und so massiv zur Bremswirkung beitragen.

Die Flatterbewegungen kann ich bei meinen Klobürsten Fluflus bestätigen. Ich meine, dabei korkenzieherartige Bewegungen des Hecks zu beobachten, während gleichzeitig die Spitze relativ gerade fliegt.
Meine 6-fach befiederten Fluflus fliegen in sich "geradliniger".
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: Casimir am Mai 05, 2026, 03:08:52 Nachmittag
Ich habe bemerkt, das ich mit meinen FluFlu's eine Linksabweichung habe. Auf 14m ca 15cm.

Gelten für die FluFlu's die gleichen beeinflussenden Faktoren wie Spine, Spitzengewicht. Oder ist die starke Bremswirkung der unterdrückende Faktor?

Ich schieße auf meinen Flu-Flus deswegen immer 40-50gn mehr Spitzengewicht.
Auf die Entfernungen und Schüsse nach oben zw. 5-15m wo man die nutzt, bleiben die deutlich stabiler in der Spur. Das etwas höhere Gewicht kommt dabei nicht zum Tragen. 😉👍

Ja, das habe ich auch so gemacht. FluFlu hat 150er Spitzen. Ich habe auch den Eindruck, daß er stabiler fliegt.

Normal schieße ich mit ca 38# adf 700er mit Insert und 100er Spitzen 30,5" lang. Der RST passt super.

FluFluPfeile habe ich 600er mit Insert und 150er Spitzen. Ich bin davon ausgegangen, daß die 150er Spitzen den Pfeil dynamisch viel weicher machen. Hab durch die lks Abweichung jetzt aber Zweifel.
Titel: Re: FluFlu bauen, aber wie?
Beitrag von: parsec am Mai 05, 2026, 04:28:44 Nachmittag
Das Beispiel Schraube hinkt in meinen Augen (bzw. ist eine allzugrobe Vereinfachung). Sämtliche Effekte der wirksamen Grenzflächen zwischen stationären und möbilen Teilen des Systems werden hier ignoriert. Dazu ist der Energieaufwand, die Drehung aufzubauen und dann auch noch stabil zu halten, beim Pfeil nicht zu unterschätzen. Hinzu kommt, das durch die Drehung des Pfeil ein weiteres Kraftmoment in der Grenzschicht zwischen Pfeil und Umgebungsluft hinzukommt, nämlich die Drehbewegung des Schaftes. Was für die Reibungsverluste parelell zur Schaftachse gilt gilt entsprechend auch für die Drehbewegung. Und die wirksame Fläche der gewundenen Befiederung muß ja, je höher sie ist desto stärker, immer gegen die ruhende Umgebungsluft austariert werden, weil die Pfeilgeschwindigkeit keine Konstante ist. Ergo muß sich die Drehgeschwindigkeit mit der Pfeilgeschwindigkeit ändern - und Änderungen bedeuten immer Energieverlust, Energie die nur im Pfeil stecken kann.
Soweit alles grundsätzlich richtig.
ABER:
Auch Gartenpinguin hat schon erwähnt das der Energieaufwand um die Drehung aufzubauen, vernachlässigbar gering ist. Er hat sogar die Formel dazu beigesteuert. Diese Fingerübung habe ich mir erspart, denn es kann jeder selbst ausrechnen. Oder man schaut sich die Links an, die ich als Quellenangabe hingeschrieben habe. Bei Liston auf Seite 24 wurde genau so ein Beispiel durchgerechnet. Das Ergebnis: Der Energieaufwand ist weniger als 1 Promille von der kinetischen Energie des Pfeils.
Bei den "zusätzlichen" Reibverlusten am Schaft aufgrund der Drehung verhält es sich doch ähnlich. Sicher, man kann das zusätzliche Kraftmoment dazu addieren, oder man addiert die Kräfte vektoriell. Dann ergibt sich wieder ein Reibwiderstand der sich halt spiralförmig um den Schaft windet. Wie oft dreht sich der Pfeil während er eine Strecke von einer Pfeillänge fliegt? Vielleicht 1x, vielleicht 3x? Na dann kann man doch gleich Die Reibkraft "rechnen" indem man zu der Pfeillänge einfach 1-3x den Pfeilumfang dazu zählt... Wenn es genehm ist, aber ich denke das wird das Kraut nicht fett machen.
(Finde ich immer wieder lustig wenn Erbsen gezählt werden und im gleichen Atemzug argumentiert wird das das Alles eh nur ungenaue damit wertlose Annäherungen an die Realität seien. - Und das muss ich noch nicht mal in Mini-Schrift schreiben)

Bei paralleler Befiederung ist die Übergangsschicht (s.o.) auch durch die raue Oberfläche der Federn deutlich kleiner als beim stärker rotierenden Pfeil, bei dem durch die Rotation der wirksame Querschnitt der Befiederung nochmals deutlich erhöht wird.
Bei dem Satz verstehe ich jetzt nicht was Du meinst. Mein Argument ist immer noch das sich die Federn, eben wegen der an sie selbst angepassten Rotation, durch die Luft schrauben und deshalb eben die geringstmögliche Stirnfläche (=Querschnitt) bieten.

Ein interessanter Nebeneffekt deiner Argumentation (helikale vs. schräg aufgeklebte Feder) wäre demnach, das die schräg aufgeklebte Befiederung stärker abbremsen müßte, da sie ja nicht der Schraubenform folgt?
Absolut korrekt. Theoretisch ja, praktisch nicht mess- oder nachweisbar. Da ist man wieder im Erbsen-Zähl-Modus.

Kein modernes Modell der Physik kommt an die beeindruckende Dynamik eines Pfeilfluges heran oder kann diese in Gänze beschreiben. Das einzige was wir haben, sind empirische Erfahrungswerte einzelner Betrachtungen. Selbst komplizierte Laborbedingungen und -messungen können nur einen Teil genauer beschreiben und gleichzeitig viele andere Effekte vollumfänglich ignorieren.
Ja, wir haben eine Trajektorie ähnlich eines schräges Wurfes, aber mit einer Oszillation um zwei Knotenpunkte und gleichzeitiger induzierter Rotation. Wir haben parallel Brems- und Stabilisierungsfaktoren in stetiger Veränderung. Genauere Modelle lassen sich nur mit Differentialgleichungen oder mit numerischer Mathematik beschreiben, bei denen Approximationsalgorithmen mit kleinen Schrittweiten verwendet werden können. Der Pfeil hat ja keine konstante Geschwindigkeit und mit einer Änderung der Geschwindigkeit ändert sich auch der Reibwiderstand.
Kennst Du die Arbeiten von Bob Kooi oder die von James Park? Wenn nicht, dann kannst Du dort sehen wie fein man schon an die empirischen Erfahrungswerte heran kommen kann. Zum Beispiel das nur zwei Knotenpunkte auch schon eine zu grobe Annäherung darstellt.  ;D

Da gibt es aber noch eine Fläche: die der Nocke, und deren cw-Wert ist, da sie nicht sehr aerodynamisch geformt ist, deutlich größer. Ich nehme mal 0,3 an wodurch
FdNocke​ = 0,15* ρ * Pi *​(dNocke / 2)²  * v² hinzu kommt. (Die Nocke kann ja einen anderen Durchmesser haben)

Gab es dazu jemals Untersuchungen? Irgendwas in einem Strömungskanal oder sowas?
Und irgendwie scheint mir die Formel hier nicht so recht aufzugehen, weil die Nocke ja keinen nennenswerten Durchmesser mehr hat. Die Nocke ist ja ein abschließender Teil des Schaftes und damit geht die Fläche in der Formel gegen 0, oder?
Liston Seite 38-52. Die 0,3 für die Nocke steht auf Seite 42 groß eingerahmt...
Stelle dich nicht unter den Scheffel. Du weißt genau das cw-Werte ein Formfaktor sind. Es beschreibt im Grunde wie sich ein Strömungswiderstand aufbaut wenn sich eine Umriss-Form ändert. Dafür gibt es die bekannten Tabellen mit den verschiedensten Beispielformen und den damit ermittelten cw-Werten. Und natürlich gibt es die nicht nur für die auftreffende Front, sondern auch für die abschließende "Auslaufkante". Eine Nocke ist ein Sonderfall, aber auch sowas kann man hinschätzen.
In meinen Quellenangaben werden sogar getaperte Pfeile berücksichtigt, aber das habe ich nicht mit übernommen, kann ja jeder nachlesen.

Das stimmt so. Aber dagegen können wir nichts machen. Jeder Pfeil hat eine Spitze, eine Nocke und einen Schaft. Wenn wir Pfeile vergleichen, sollten diese Werte so oder so identlisch sein. Also gleicher Schaft, gleiche Spitze, gleiche Nocke. Bei der Betrachtung von FluFlus ist jedoch der Fokus auf der Federform und -größe.
Mit der Reynoldszahl hast Du auch recht. Beim Pfeilflug müssen wir stets von rein turbulenter Strömung ausgehen.
In deinem ersten Post hast du geschrieben die Reibwiderstände entlang einer Fläche wären vernachlässigbar. Deswegen habe ich sie angeführt. Deine Ausführungen hatte ich nicht so verstanden als ob du lediglich einen Vergleich anführen würdest und deshalb den gesamten Schaft aus dem Vergleich herauskürzt.

Zur Herleitung und Anwendung der Formeln und der Beiwerte kann ich leider nicht viel beisteuern – wie wohl viele hier.
Ich meine aber, dass sich die Rechenwege nur bei feststehenden Körpern anwenden lassen.
Ein FluFlu lebt ja auch von der übermäßig hohen Befiederung, welche sicher nicht als starrer Körper zu behandeln ist.

So vermute ich mal, dass bei der Klobürsten-Variante stärkere Flatterbewegungen durch die vielen einzelnen Astbündel erzeugt werden.
Außerdem entstehen auch viele, recht chaotische und ständig wechselnde Wirbel,
die einen gleichmäßigen linearen Strömungsaufbau verhindern und so massiv zur Bremswirkung beitragen.
Richtig. Beide Einschränkungen, also sowohl das sich die Federn im "Flugwind" verändern, als auch das sich die Federn in der turbulenten Strömung befinden, hatte ich in meinem Post mit einfließen lassen.