Archers Campfire

Intuition trainieren/verbessern?

Offline Dexter

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Ne, ich halte so hoch, das die Bogenhand das Ziel verdeckt.
Ob ich ihn kante oder nicht
Drüber halten muss ich auch  bei einer Witwe mit 10gpp, daher hat man mir beigebracht die Knöchel der Hand je nach Entfernung mittig drauf zu halten. Das könnte auch funktionieren wenn Du das Ziel vorher mit der Bogenhand anpeilst.
Beispiel bei mir mit Black Widow zwischen 2ten und 3ter Handknöchel (Ringfinger) ca 50- 55 m. Um das überein zu bringen musste ich lernen lange zu ankern.
The Compound bow is a machine.
With a traditional bow you are the machine.


Offline Frank_M

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Offline Stringwistler

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  • Der Bogen schießt... aber die Sehne trifft...
    • Bestandssehnen vom Stringwistler unter.....
Dazu hab ich eine Frage um das Thema zu erweitern. Instinktives Schießen durch schießen zu trainieren leuchtet mir ein. Da ich aber ab gewisse Distanzen z.B. 40m mit der Hand das Ziel verdecke, frag ich mich wie Ich das trainieren kann.
Gapshooting kann bei der Problematik ja auch nicht die Lösung sein. Leichtere Pfeile und höheres Zuggewicht sollten aber auch nicht die Lösung sein. Kann ja nicht jeder 55# schießen.

Ein Beispiel vom letzten Wochenende:
Longlife Vielfraß steht auf 60m. Rein aus Spaß. Die Pfeile sind alle in die Nähe gekommen. KEINER ins Ziel. Wie auch. Hab das Ziel vollständig mit der Bogenhand verdeckt.

Wie macht ihr das?
Ich schieße solche "mir nicht jagdliche Szenen" oft sogar aus der Hüfte... 😄 manchmal treffe ich, manchmal eben nicht.😂
Bei mir und meinem Setup und 3 Unter verdeckt auch die Hand das Tier ab 40m.
Ich such mir dann einen fiktiven Punkt über dem Ziel, den ich aber instinktiv treffen will. Dadurch geht der Pfeil aber tiefer ins Ziel.
Geht halt bei weiten Schüssen auf Turnier und Parcours oft nicht anders. Aber bis 30-35m geht es rein instinktiv, das reicht mir völlig. 😉
Servusla, Gruß Guidl...

stringwistler.blogspot.de

Drake Elite Scarlet 54"42lb@30"
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Offline jo

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Leichtere Pfeile (ca. 9-10gpp) mit kleinen niedrigen Federn (2,5" 10mm) kann schon eine Lösung sein.
Bei mir mit 32# (auf dem Finger)  Nullpunkt (Pfeilspitze im Kill) bei 3 unter 50m bei Split Finger 60m.
Bei meiner Frau 28# (auf dem Finger) Nullpunkt 55m bei Split Finger.
eventl. auch Ankerpunkt beachten, je weiter vom Auge weg -> je größer das Sichtfeld


Offline Knorr

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  • Ich schieße seit Jahren nur noch instinktuitiv...
Bin ja Verfechter schwerer Pfeile...
Aber selbst ich würde 9 bis 10 Gpp nicht als leicht bezeichnen...
https://www.youtube.com/channel/UCPRH0DXP5mgQQtHd-iDctbg

JS Orca "Cheiron" Td         60#
JS Onepiece "Philoktes"    46#
Bodnik custom bigbear     48#
HJM Langbogen.                53#
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Andrasz Kovacs   Der        53#
Mins Rhino            66#


Offline Frank_M

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Dazu hab ich eine Frage um das Thema zu erweitern. Instinktives Schießen durch schießen zu trainieren leuchtet mir ein. Da ich aber ab gewisse Distanzen z.B. 40m mit der Hand das Ziel verdecke, frag ich mich wie Ich das trainieren kann.
Gapshooting kann bei der Problematik ja auch nicht die Lösung sein. Leichtere Pfeile und höheres Zuggewicht sollten aber auch nicht die Lösung sein. Kann ja nicht jeder 55# schießen.

Ein Beispiel vom letzten Wochenende:
Longlife Vielfraß steht auf 60m. Rein aus Spaß. Die Pfeile sind alle in die Nähe gekommen. KEINER ins Ziel. Wie auch. Hab das Ziel vollständig mit der Bogenhand verdeckt.

Wie macht ihr das?
Ich schieße solche "mir nicht jagdliche Szenen" oft sogar aus der Hüfte... 😄 manchmal treffe ich, manchmal eben nicht.😂
Bei mir und meinem Setup und 3 Unter verdeckt auch die Hand das Tier ab 40m.
Ich such mir dann einen fiktiven Punkt über dem Ziel, den ich aber instinktiv treffen will. Dadurch geht der Pfeil aber tiefer ins Ziel.
Geht halt bei weiten Schüssen auf Turnier und Parcours oft nicht anders. Aber bis 30-35m geht es rein instinktiv, das reicht mir völlig. 😉

Ich denke so werd ich es auch handhaben :)


Offline Frank_M

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Leichtere Pfeile (ca. 9-10gpp) mit kleinen niedrigen Federn (2,5" 10mm) kann schon eine Lösung sein.
Bei mir mit 32# (auf dem Finger)  Nullpunkt (Pfeilspitze im Kill) bei 3 unter 50m bei Split Finger 60m.
Bei meiner Frau 28# (auf dem Finger) Nullpunkt 55m bei Split Finger.
eventl. auch Ankerpunkt beachten, je weiter vom Auge weg -> je größer das Sichtfeld

Ich habe bei 38# auf den Fingern und Pfeilen mit 8,5 gpp meinen Nullpunkt bei 40 mtr. Ebenfalls 3 unter.
Denke das ist bei jedem anders. Dennoch, noch leichtere Pfeile kommen nicht in Frage.


Offline Knorr

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  • Ich schieße seit Jahren nur noch instinktuitiv...
Drunter wird es auch nervös.
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Offline Grendel

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Bin ja Verfechter schwerer Pfeile...
Aber selbst ich würde 9 bis 10 Gpp nicht als leicht bezeichnen...

Ich beweg mich auch in diesem Bereich. Und das empfinde ich als gar nicht leicht, sind ordentliche Prügel.

Meinen Shrew brauch ich jenseits der 30 Meter gar nicht auspacken ( unter anderem auch dem Shelf geschuldet, vor der Mitte geschnitten), mein Vayu von Isidor hat da weniger Probleme. Und so leg ich es am Parcour auch an... Ist der Shrew dabei, belass ich es bei jagdlichen Distanzen,dann gibts auch kein Problem hinsichtlich Ziel verdecken und ich muss nicht in den blauen Himmel anhalten.

Prinzipiell seh ich ohnehin wenig Sinn, einen traditionellen Bogen über z.B. 40 Meter zu schiessen, wenn dann würde ich gleich einen Recurve mit Visier nehmen.
Isidor Vayu
Easton Axis


Offline Bazi

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@Grendel
Zitat
Prinzipiell seh ich ohnehin wenig Sinn, einen traditionellen Bogen über z.B. 40 Meter zu schiessen ...

Wieso? Abgesehen davon, dass bis vor gar nicht allzulanger Zeit die meisten Turniere nach IFAA geschossen wurden und nur wenige Visierschützen auf den Parcours gesichtet wurden, ist es für viele Schützen nach wie vor das Salz in der Suppe, "traditionell" auf größere Entfernungen zu schießen. Ich jedenfalls zähle mich zu diesem (kleiner werdenden?) Kreis und habe richtig Spaß dabei.


Offline BowLaw

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@Grendel
Zitat
Prinzipiell seh ich ohnehin wenig Sinn, einen traditionellen Bogen über z.B. 40 Meter zu schiessen ...

Wieso? Abgesehen davon, dass bis vor gar nicht allzulanger Zeit die meisten Turniere nach IFAA geschossen wurden und nur wenige Visierschützen auf den Parcours gesichtet wurden, ist es für viele Schützen nach wie vor das Salz in der Suppe, "traditionell" auf größere Entfernungen zu schießen. Ich jedenfalls zähle mich zu diesem (kleiner werdenden?) Kreis und habe richtig Spaß dabei.
Für mich gehören die "Ach du Güte, ihr habt ja nicht mehr alle Tassen im Schrank" bei einem Turnier - und auf einem Parcours - einfach dazu.
Und der Kreis wird nicht kleiner, wenn man einmal Collenberg betrachtet, in deren Parcours doch einigen Schüsse - na sagen wir mal "ordentlcih weit" gestellst sind.


Offline Casimir

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kannst z.B. mit Oberkörber nach vorne gekippt, Ausfallschritt, im Knieen schießen.
Nicht im anker sondern auf dem Schlüsselbein, aus der Hüfte halb gezogen.
Im Liegen auf einer Bank, rücklings oder auf dem Bauch..


Probiert und nix getroffen - aber viel Spass gehabt. 😁
Antur Artus Tri 64" 40#


Offline Landbub

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Kann man Intuition gezielt trainieren?

Du kannst der Intuition die Entscheidungen leichter machen, wenn sie möglichst wenig regeln muss. So hilft es intuitiven Schützen sehr, eine gute, immer gleiche Technik anzuwenden, die über alle Bogenarten und Zielsysteme gleich ist. Körperspannung, "T"Stellung, Schulter runter .... du kennst das. Das trainiert ein Intuitiver genauso an der Scheibe ohne Auflage wie alle anderen. Das ist die Pflicht.

Die Kür ist bei intuitiven toll: möglichst viel schießen. Da gibts nix zu diskutieren, es geht da nix über Erfahrung sammeln. Die Intuition greift auf Gelerntes zurück. Unbewusst zwar, aber dennoch erlaubt viel Erfahrung hier bessere Ergebnisse.
Und hierbei genau das einbauen, was es kompliziert macht. Schüsse über Gräben und schräg zum Hang. Mal weit, mal nah, rauf und runter. Intuitive schätzen auch die Entfernung, nur eben nicht bewusst in Meter. Aber bei Zielen, wo ein Systemschütze 5m zu weit geschätzt hat, schießt ein Intuitiver auch tendenziell zu hoch, wenn man sich von der Landschaft täuschen lässt.
Während der Systemschütze nun den Rangefinder rauszieht und mit "K**ke, verschätzt" den nächsten Pfeil mit größerem Abgriff schießt, lernt der Instinktive sozusagen die "Gesamtsituation" aus Ziel, Landschaft, Wetter, Bogen, persönlichem Zustand,..." und wird diese Erfahrung in den nächsten ähnlichen Schuss einbauen. Drum viel über, und dabei möglichst unterschiedliche Situationen wählen.

derzeit aktiver Bogenkram:
Compound: PSE SupraFocus XL, SpotHogg, Shibuya & Viper Scope, TruBall Blade Pro / Carter 2Moons , Arctec
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Offline Stringwistler

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  • Der Bogen schießt... aber die Sehne trifft...
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nenene... das sehe ich schon um einiges anders.
Auch wenn du solche Sachen versuchts wie ich oben beschrieben hab, trainiert das dein Unterbewusstsein und deinen Instinkt.
Selbst ein Basketballspieler wirft nicht nur vorwärts in den Korb. Sondern auch mit großem Bogen von hinten über den Kopf mit gestrecktem Arm.... :youRock:
Da hast du noch lange nicht erfahren was wirklich instinktiv ist. Das ist vielleicht mal der Beginn, aber danach folgen noch Welten..... :GoodJob:
Servusla, Gruß Guidl...

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Offline Landbub

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Ja klar. Manchen helfen auch komische Kreuter auf der Wasserpfeife, kosumiert unter Gamelan Begleitung
Versuch doch der Intuition nichts mystischen anzudichten. Man übt und übt und übt. So wie Basketballer Hakenwürfe und Handballer no look Pässe aus der Hüfte üben. Da hast auch keine Chance erst mal Entfernung und Laufheschwindigkeit des Ziels zu korrelieren, das geht instinktiv. Aber je öfter geübt, desto besset.
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