Archers Campfire

Langbogen Hybrid????

Gast · 18 · 6817

Offline sfs-archery

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Den Verbänden würde ich da keine Schuld geben. Klar ist es blöd das wir so viele Verbände, und damit eine Zersplitterung der Interessenvertretung haben.
Aber selbst mit nur einem Verband und "optimalen Bogenklassen" würde es Bogendesigns geben welche eine Bogenklasse möglichst "optimal" ausreizt und man sich damit einen Vorteil gegenüber den klassischen Designs dieser Bogenklasse verschafft.

Freizeitturniere mit ihrer laxen Regelüberwachung und auch "schwammigen Regeldefinition" (Thema: Ausschreibung) ist da noch mal ein ganz anderes Thema.


Offline Kuckingen

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Habe jetzt in 3 Regelbücher den Langbogen verglichen, AAA, damit ist international die HDA auch dabei, die IFAA und WA.

Im Grunde sind alle Langbögen sehr gleich. WA und IFAA erlauben ausdrücklich einen Take Down, wenn er 2-teilig ist.
Die IFAA ist was den LB angeht sehr ausschweifend.
Die AAA nur ungenau.
Die WA will eine saubere D-Form, und Mindestgrößen.

Für Turniere also ist der Begriff Hybrid nicht zielführend.


Offline Ike

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Ohne die Regeldiskussion zu verschiedenen Verbänden anheizen zu wollen möchte ich als bekennender Hybridbogen Schütze auch kurz meinen Senf dazu geben.

Ich persönlich würde unter einem Langbogen-Hybriden eben einen langen Hybridbogen verstehen.  So ist z.B. mein Hybride mit 66" eben ziemlich lang. Genau so lang wie viele moderne Langbögen.  Anfangs waren viele Hybridbögen recht kurz, z.B ist der Slick Stick mit 58" so ein Vertreter. Das ist eine Bogenlänge die man dann eher bei einteiligen Recurvebögen erwartet.

Über Sinn und Unsinn der verschiedenen Designs lässt sich natürlich Streiten. Fest steht jedoch das die Reflex-Deflex Bauweise der modernen Langbögen auf jeden Fall mehr Geschwindigkeit bringt. Viele Bogenbauer geben sich ja Mühe in ihren Langbögen eine Wurfarmgeometrie zu verwirklichen die trotz möglichst starkem Reflex-Deflex Design im aufgespannten Zustand eine gleichmäßige Wurfarmkrümmung zeigt. Mit so einem Bogen startet man dann immer  als "moderner" Langbogen.
Kümmert sich der Designer des Bogens nicht um irgendwelche Regelwerke, dann kommen dann schon mal etwas andere Bogenformen dabei heraus. So waren die Raptor Bögen vom Denny Peters kurze Langbögen mit einem merkwürdigen Knick im Wurfarm im aufgespannten Zustand. Damit musste Sohnemann seinerzeit dann eben in der TRB Klasse im DFBV starten. Im RSB (bzw, DSB) durfte er mit dem selben Bogen in der Langbogenklasse starten.
Aber, wenn ich mich irgendwo anmelde dann mache ich mich eben auch vorher Schlau welche Regeln ich zu beachten habe. Ich sehe da kein Problem. Und im Zweifelsfall kann man normalerweise vor dem Start bei der Bogenkontrolle bei Unstimmigkeiten ja noch die Klasse wechseln.