Archers Campfire

Aktuelle Regeländerungen DSB - Instinktivbogen / Traditioneller Bogen

jo · 97 · 24889

Offline Kuckingen

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Vergesst jagdlich! Wir sind Sportler und als Sport brauchen wir eine sportliche Wertung.

Und in Österreich entsprechen die Bogenklassen zu 100 % den Verbandsregeln der WA oder IFAA.
Ganz einfach weil, es keinen Sinn hat, diese anders zu interpretieren als die inter. Verbände es handhaben.

Mit den Altersklassen sind wir etwas flexibler. Aber eigentlich nur bei der Jugendklasse. Voraussichtlich eine Änderung bei der Seniorenklasse wird kommen.


Offline Bambus

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"Vergesst jagdlich! Wir sind Sportler und als Sport brauchen wir eine sportliche Wertung."

Aha, ist das der pluralis majestatis oder der pluralis autrialis?
Vielleicht fällt mir ja noch was ein...



Offline Landbub

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"Vergesst jagdlich! Wir sind Sportler und als Sport brauchen wir eine sportliche Wertung."

Aha, ist das der pluralis majestatis oder der pluralis autrialis?

Da es um SportOrdnungen ging, kann man das schon so sagen.
Wie ich schrieb: jeder kann ein Jagdturnier ausrichten, aber halt nicht im Rahmen der relevanten Verbände und Meisterschaften.
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Offline Kuckingen

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Was soll man den mit jagdlich? Wie viele der 3D Schützen würden es denn schaffen jagdlich zu schießen. Maximal 25 Meter ist das eine.  Würden es viele den schaffen, sich an das Tier, gegen den Wind heranzupirschen? Nüchtern und schweigend?  Würde man den Schuss verweigern, wenn das Blatt nicht sicher ist? Wie geht man den mit Herabhängenden Ästen und anderes Zeug um, dass den Pfeil ablenken kann?

Ein Turnier ist eine SPORTVERANSTALTUNG. Dafür braucht es sportliche Regeln. Und nicht das Verständnis einen Rollenspielers.


Offline Einsiedler

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Das würde ich mir bei einem Sportturnier wünschen:

Jagdlich treffen, nüchterne und schweigende Teilnehmer, ordentlich mit herabhängenden Ästen umgehen und vor allen die sportlichen Regeln auch befolgend und nicht bei Punkten und Hardware betrügen.



Offline Rudolf aus der Südpfalz

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 :yes: :pop:
"Sei Du selbst die Änderung,die Du willst für die Welt."
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Szimeizter Mongolian 37#bei33",
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Hoyt Satori LH 19" Uukha Gobi
30#.
Mohawk 60" 35# LH der kann wieder gehen!


Offline kungsörn

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Über den Begriff jagdlich wurde und wird gerne und kontrovers diskutiert. Da mach ich auch gerne mit.
Logischerweise könnte man bei einem Turnier auf die ca. 4 Stunden dauernde Ansitzzeit verzichten.
Man müsste auch keinen ausgebildeten Suchhund dabei haben oder deren Bereitschaft nachweisen.
Weiterhin würde es - zumindest bei mir - keinen Malus geben, wenn die Kleider nach Waschmittel und nicht nach Fuchslosung riechen.  ;D

Aber wenn wir mal ehrlich sind und und das weiterspinnen, dann macht 3D-Bogenschießen im Parcours - als Sport im Sinne eines Wettkampfes - doch gar keinen Sinn.
Wieso verlässt jemand die durchstrukturierte Halle, mit ebenen festen Boden nebst Obhut von Kampfrichtern mit Lupen, um dann die maximale Vergleichbarkeit einzufordern.
Auch Feldbogen ließe sich dann in seiner Bedeutung grundlegend als "Wettkampfport" hinterfragen.

Wenn ich so aber über die Parcours schlendere, habe ich den Eindruck, dass die Schützen dort ja gerade Das nicht wollen.
Das ist auch gut so und darf gerne so bleiben.

Ich bin mittlerweile in keinem Verband mehr und kann sehr gut damit leben.
Für mich ist Bogenschießen im Wald ein bisschen auch das Ausleben niederer Instinkte, nur eben im Einklang mit dem gesunden Menschenverstand.
Hier gibt's doch bestimmt noch andere, die in ihrem Zuhause keinen Platz für Pokale und Medaillen vorgesehen haben?
BTW: Angeln ist auch Sport. Und die fangen keine Gummifische. :trink:
« Letzte Änderung: September 13, 2024, 08:30:40 Nachmittag von kungsörn »
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
(In Extremo, "Sünder ohne Zügel")


Offline Landbub

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Was soll man den mit jagdlich?

Am Wochenende war das 3D Turnier der Traditional Master Serie in Ellerbach. Der Parcours war zwar nach WA, aber „jagdlich tricky“ gestellt, so wurde es in der Ansprache verkündet. Was war damit gemeint? Dass der Pflock mal nah am Baum war, der Pfeil mal durch eine Astgabel flog und mal Gebüsch im Weg war. Die einzige Behinderung, die sich daraus ergab war, dass es sich etwas staute, weil man am Pflock nur alleine schiessen konnte. Wen interessiert ein Baum nahe der Schussbahn, wenn man aufs Ziel fokussiert ist? Mir kann „jagdlich“ gestohlen bleiben. Waren auch andere dort? Meinungen?
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Offline Bambus

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Ums noch mal klar auszudrücken: Ich distanziere mich von dem "wir". DAs betrachte ich als anmaßend.
Zwischen dem Bogenschießen in weißen Höschen, Polohemden und Turnschuhen und der realen Bogenjagd gibt es sehr viele Zwischenstufen. Das durch das Anführen eines Extrems versuchen zu diskreditieren ist ... (neudeutsch) weird.

Ich habe keine Lust auf Bogenturniere, bei denen die Teilnehmer zum Lachen in den Keller gehen, von Bogen"celebrities" die Ansicht verteilt wird "Ich bin hier nicht zum Spaß sondern zum schießen", alles was nicht Staatsmeisterschaft ist kaum was gilt und in denen angebliche "Kampfrichter" das Material mit der Lupe auf (eingebildete) Regelinkonformität absuchen.

Da lob ich mir die Primitiv- und Selfbowklassen auf den Turnieren des TBVD ind (und in Grenzen des DFBV). Hier habe ich noch NIE derartige Fusselpisser erlebt (Halt, einmal wurde bei der Anmeldung der Bowhunterliga von einem angeblich "Sachkundigen" bemängelt, das meine Pfeile sich um ca. 1-2mm in der Länge unterschieden, auf einen schrägen Blick von mir hat er dann mit, abnehmender Hörbarkeit, was von möglichen Einsprüchen etc gemümmelt), dafür aber tolle Gruppen in denen sich jeder über jeden Treffer des Anderen gefreut haben, wohlgemerkt in den führenden Gruppen!, und jeder dem Anderen den Treffer gegönnt hat, der Andere gewarnt wurde wenn er beim Walkup im Eifer des Gefechts zu vergessen drohte, den Pflock zu wechseln usw.  Bogenschießen als Kampf ist Krampf!

Und deswegen bin ich gerne im TBVD, in dem die traditionellen Bögen wertgeschätzt werden und nicht wie beim DSB, wenn überhaupt akzeptiert, unter ferner liefen geführt werden und keinerlei Wertschätzung genießen. Das der DSB da auf den fahrenden Zug der Intuitivschützen aufspringt hat ausschließlich damit zu tun, das ihnen die Felle davonschwimmen.

Justmy2ctzueinerinmeinenAugenunsäglichenEntwicklung

Und ab jetzt :pop:


PS. @Landbub, Wer den Pflock am Baum setzt zeigt nur, das er nicht weiß wie man interessante und schwierige Schüsse stellt - und hat von jagdlich stellen keine Ahnung. Desgleichen mit Gebüsch etc. Ich nenne das Deppen-Schwierigkeiten statt schwieriger Parcour.
Vielleicht fällt mir ja noch was ein...


Offline ED

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"Waren auch andere dort? Meinungen?"
Ich war auch dort. Habe mir aber über die Begriffe noch keine Gedanken gemacht. Für mich ist es 3D Bogenschießen und keine Jagd. Ob nun Erllerbach jagdlich gestellt war kann ich schlecht beurteilen, war noch nie auf der Jagd. Kann es aber mit dem Bodnik Shrew Turnier vergleichen und da war Ellerbach weit weg davon. Hat trotzdem Spaß gemacht.  :yes:


Beste Grüße

Norbert

"Das beste Essen ist immer noch das Trinken"
© Heinz Erhardt

Derzeit:
Lang- und Recurvebogen von Hohenreiter, Shrew Bow von Bodnik, Spiderbows Condor C.V. Trinity ILF und Blacktail Elite VL


Offline Kuckingen

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Dass Schützen auf internationalen Kader Nivea verbissen und ehrgeizig sind ist kein Geheimnis. Aber für Lachen in den Keller? Noch auf keinem Turnier erlebt!

Dass man allerdings keinen Spaß in solchen Gruppen beim Schießen kann, stimmt einfach nicht. Für die Kontrolle der Regeln und des angemessenen Umgangs innerhalb der Gruppe, sind die Bogenschützen schon selbst verantwortlich. Gibt gar nicht genug Schiedsrichter um dies zu kontrollieren.

Man braucht auch keine Lupe und eingebildet ist schon gar nichts. Dafür reichen die Augen, der Messring beim Blankbogen und natürlich konstante Forbildung der Schieds und Kampfrichter. Die dies übrigens freiwillig und ihrer Freizeit tun.

Des weiteren sind bei der World Archery Regeln, welche weiße Kleidung vorschreibt unbekannt. Das wird man dort nicht finden.

Was über Verbandsturniere, Meisterschaften immer so gesagt wird ist in den meisten Fällen, Polemik, Unwissenheit und fehlender Mangel an Verständnis!


Offline rso

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  • Heimat. Freiheit. Bogenschießen.
Da muss ich Kuckingen aber recht geben, Verbandsturniere erlebe ich meist wesentlich angenehmer als die sogenannten Spaßturniere.
Es gibt leider viel zu wenige WA 3D Turniere in D, und schade, dass nicht in jedem Landesverband trad. Bogen und Langbogen auch bei Feld und Scheibenturnieren wenigstens bis LM extra gewertet werden.



cu

Rainer


Offline Landbub

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Ich habe keine Lust auf Bogenturniere, bei denen die Teilnehmer zum Lachen in den Keller gehen, von Bogen"celebrities" die Ansicht verteilt wird "Ich bin hier nicht zum Spaß sondern zum schießen", alles was nicht Staatsmeisterschaft ist kaum was gilt und in denen angebliche "Kampfrichter" das Material mit der Lupe auf (eingebildete) Regelinkonformität absuchen.


Soviel Bullshit in einem Absatz, respekt. Du hast entweder keine Ahnung oder hattest Pech mit den Gruppen. Ja, Deppen gibts, aber unabhängig von der Bogenklasse und Turnierform. Nicht selten wird da fehlendes Talent überspielt.
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WernerF

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Ein wenig Toleranz und alles ist gut

Mit meinen Jagdbogen/Bogenjagdkollegen haben wir bis vor etwa 12 Jahren auch sporadisch an Verbandsturnieren teilgenommen, gelittene Fremdkörper.
Warum?
Erstens - jungfräuliche Parcours, für einen Tag gestellt - also optimale Vergleichsverhältnisse
Zweitens - Champs in Fülle als Messlatte.
Ansonsten steht man in der Selbstbeurteilung schnell mal im Nebel.

Als ab etwa 2010 die Gesinnungsprüfung (Fernglas erlaubt, kein Bogenköcher, kein Camofleckchen, Fenster abkleben, V-Messung, Curve usw) lästig wurde landeten wir in der Gästeklasse (Sternturniere). Das war ok denn den Score konnten wir grad noch selbst vergleichen - und Danke für keinen Pokal….

NIE gab es aber eine von Verbissenen dominierte Gruppe oder abtörnendes Verhalten im gemixten Betrieb.
Wir fühlten uns frei und waren selbst tolerant gegenüber dem (aus unserer Sicht) Wahn und Gerödel-Modus.
Wir waren Gäste.
Gab es einen lokalen Rübezahl - dann suchten wir die Nähe dieser Gruppe.

Besonders erinnerlich ist mir ein Turnier in Salzburg so rund um 2011.
Scheußliches Wetter, eine Legende in der Gruppe, den Bogengott Wolfgang O, ausnahmsweise mal ohne seine Frau.  Ziemlich der österreichische Champ damals.
Kaltstart - ich hab mal einen mit gut #70 beim ersten Schuss des Tages in einen Felsstein geknallt,
einen 250er FMJ DG, der war erlöst. Wolfgang O lief leicht grün an und überlegte sichtlich die Gruppe sofort zu wechseln.
Er bleib und wir wurden warm - und Wolfgang taute auf. Er konnte das ob seiner extremen Turnierdisziplin - wenn die Atmosphere passte.
Nur war er hinten.
Der im Turnier herumgeisternde Nationaltrainer bemerkte das und wich Ihm ab dem 15ten Target
nicht von der Seite. Er betete ihm bei jedem Schuss das 1x1 vor und kritisierte jeden Schuss.
War interessant mitanzusehen, zum Schluss war der Wolferl an seinem angestammten Platz.

Wir waren auf unsere Plätze verwiesen, keineswegs sauer (ALLE wussten daß Wolfi regelabweichend Zusatzgewicht im Bogen hatte, alle hat es nicht wirklich gestört weil er eben ohnedies andauernd auch früher immer gut war) und was nutzt das wirklich übers Turnier…da zählt Konstanz und sonst nichts.
Eine kleine Regel-Unkonformalität war noch kein Grund für Hysterie.
Wir waren sicher jeden zweiten Schuss besser, aber ohne Disziplin.
Die hätte uns ein wenig den Spaß gemindert, so gut wollten wir gar nicht werden.

Nie kamen wir auf die Idee die Verbandsturniere zu kritisieren,  war ja klar wo wir gelandet waren.
Wir blieben bei altgedienten Alternativen. Eben die “Spaßturniere” wie JBC Bad Gastein, Wildererturnier Haller Alm, Spechtensee, Rauhrieser JBC, das letzte legendäreTalagova…

Mit dem sich weiter auf Wettkampf entwickelndem Modus fühlten wir uns dann nirgends mehr Zuhause
und verzichteten auf Turniere. Zunehmend Staus und langwierige Siegerehrungen brauchts nicht.
Aber die Erfolgsmessung war wichtig.