Archers Campfire

Bogen-Schiessmaschine


Offline The_Sheriff

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@Jack Ryan
Wenn das Fingerrelease für dich nur eine zusätzliche Fehlerquelle darstellt, die ein Zangenrelease eliminieren kann, dann schau dir bitte nochmals die fundamentalen physikalischen Prinzipien in Sachen Pfeilbiegung und -flug beim Schießen von Bögen mit Fingerablass an.

Ich hatte das mal in meinem Artikel zum Archer’s Paradox ( https://www.bogenladen-collenberg.de/archers-paradox/) unter dem Punkt „ Physikalischer Hintergrund des oszillierenden Pfeils“ angerissen.

@Bow Law
Was du schreibst, hatte ich ja schon bestätigt.
Wissen & Erfahrung bringt uns alle Weiter! Lasst einander an euren Erkenntnissen teilhaben!
Meine Kurse für Pfeilbau, Pfeilphysik & weitere Kurse für Traditionelle Bogenschützen


Offline kungsörn

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Also ich sehe einen Mehrwert dieser Schießmaschine nur für den Vergleich von Pfeilsätzen oder Kleinserien im Bogenbau. Hier kann man die "Gurken" heraus selektieren.
Für den einzelnen Bogen (und für die Maschine...) ergibt sich der Mehrwert ggf. aus einem Dauertest bzgl. Verschleiß bzw. Ermüdung.
Mal ehrlich. So ein Ding ist kein Hexenwerk und wenn schon der Griff mit einer Schraubzwinge befestigt wird, ist da rein gar nichts auf die Praxis übertragbar. :bored:
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
(In Extremo, "Sünder ohne Zügel")


Jack Ryan

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@Jack Ryan
Wenn das Fingerrelease für dich nur eine zusätzliche Fehlerquelle darstellt, die ein Zangenrelease eliminieren kann, dann schau dir bitte nochmals die fundamentalen physikalischen Prinzipien in Sachen Pfeilbiegung und -flug beim Schießen von Bögen mit Fingerablass an.
...

Einen direkten Verglichen zwischen Fingerablass und Maschinenablass kann es nicht geben bzw wäre nicht zulässig. Das ist absolut unstrittig!

Bei der Schießmaschine geht es einzig und alleine darum Laborbedingungen herzustellen. Also zufällige Fehlerquellen (wie sie ein Mensch erzeugen würde) möglichst zu eliminieren.
Genauso wie beim Normverbrauch. Da verbraucht der 3l Benz auch keine 6l sondern in der Praxis 10.

Beispielsweise könnte man den "Energieverlust" zwischen Vanes und Federn ermitteln. Man würde feststellen, dass die Federn schneller an Geschwindigkeit verlieren als die Vanes und zwar um ein Verhältnis X. Selbstverständlich ist der Pfeilflug bei einem Fingerablass anders als bei einem Zangenrelease (der Pfeil schwingt ganz anders). Aber das Verhältnis X würde sich auch beim Fingerablass ebenfalls ergeben (wenn der Fingerablass absolut reproduzierbar wäre).

Andere Anwendungen wären mal zu schauen, wie der Bogen schwingt, wenn man eine Energie Y einbringt.

Es ist noch nicht klar, welche weiteren Versuche BS Freier macht und ein abschließendes Fazit gibt es auch noch nicht. Aber hier direkt wieder alles schlecht zu reden, nervt!

Lasst die Leute doch erstmal machen.

 


Offline roscho

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Also ich sehe durchaus einen Wert bei/in den Versuchen mit einer Schiessmaschine.

Schiessmaschinen sind ja nichts neues, es git die schon einige Zeit. (https://www.youtube.com/watch?v=6ADGAAwhjlM)

Wie bei jedem physikalischen Versuchsaufbau muss man einfach die Grenzen aber auch die Möglichkeiten des Aufbaus kennen um die Ergebnisse interpretieren zu können.

Ein Zangenrelease ist ein anderer Ablass als ein Fingerablass, die Sehne geht gerade nach vorne und wird nicht seitlich abgelenkt, das ist klar, trotzdem wird der Pfeil oszillieren.

Aber bestimmte Parameter können im direkten Vergleich gemessen werden wie zb Einfluss von Pfeilgewicht auf v0 v15 und v30, Unterschiede im FOC, Einfluss der Sehne auf v(x),  unterschiedliche Auszugslängen, Effizienz des Systems etc ...

Ich finde den Ansatz interessant da reproduzierbarer als der Fingerablass durch EINEN Schützen (das ist jetzt ohne Kritik gemeint, ich gehe da von mir aus nach 100 bzw 200 Schuss ist MEINE Form allein durch die muskuläre Ermüdung sicher eine andere als am Anfang) - die Maschine kann das auch 1000 mal.

Wichtig auch meiner Sicht ist nur das das klargestellt werden muss wo die Grenzen dieser Versuchsanordung sind und man die Ergebnisse nicht 1:1 auf einen Fingerablass übertragen kann

Den Wunsch  das "perfekte Setup" für eine Kombi Pfeil/Bogen/Schütze  zu finden kann diese Maschine nicht liefern, aus meiner Sicht interessante Daten schon.
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

"Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
und der rationale Verstand ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen,
die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."

* Albert Einstein


Offline roscho

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In dubio pro reo ;)

Ich würde erst einmal abwarten was da so kommt und nicht gleich mit dem Hammer drauf hauen ..  :angel:
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

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Offline Forentroll

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Gerne würde ich die Versuchsaufbauten derjenigen sehen und bewerten, die alles besser können und wissen.


Offline Woodinski

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Keiner haut hier mit dem Hammer drauf.
Ich erwarte nur nix, weil die früheren Videos auf diesen Kanal für sich sprechen. Meine Meinung.
Kann ich nachvollziehen. Aber vielleicht holt man sich ja öfter mal mit Jens Gemmer jemand dazu, der da schon etwas mehr Ahnung haben dürfte.
Die Videos mit Ihm fand ich zum Bespiel die interessantesten und auch fundiertesten bisher auf dem Kanal. Da gings mal nicht nur um "Verkaufspolitur"...
Aktueller Bogen: BlackWidow PMA X 62" - 36# @ 28"


Jack Ryan

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Philosophie non in verbis, sed in rebus est (Seneca)

Gerne würde ich die Versuchsaufbauten derjenigen sehen und bewerten, die alles besser können und wissen.

Gerne. Kannst du hier sehen: https://www.youtube.com/c/ElmarHarbecke  ;)

Ich kann dort keine Versuchsaufbauten finden.


Offline Tom der Badner

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  • Ist Sie es wert? Wert für Sie zu sterben ?.... Ja

Gerne. Kannst du hier sehen: https://www.youtube.com/c/ElmarHarbecke  ;)

Ich kann dort keine Versuchsaufbauten finden.
[/quote]

Ich hab auch auf die Schnelle nix gefunden,

Dr.J, kannst Du uns bitte den Link mit den Versuchsaufbauten senden, auf den du verweisen wolltest?

Gruß Tom
« Letzte Änderung: Oktober 11, 2021, 12:30:17 Nachmittag von Tom der Badner »
Ich mag Menschen. Sie sind sehr unterhaltsam. Ich lach nur meistens über andere Dinge, als sie.
Jim Carrey


Offline Landbub

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Meine Gedanken:

Eine Schießmaschine ist für Trad. Bögen m.E. weitgehend sinnlos. Nicht nur wegen mech. Release vs. Finger, sonder vor allem wegen dem "Gefühl". Tradi-Schützen haben andere Maßstäbe als pure Physik, die man nicht messen kann, bzw hier nicht gemessen werden wie Handshock. Dass ein sauber gebauter trad. Bogen bei gleichen Parametern auch annähernd gleich schießt, ist anzunehmen.

Ich erkenne einen eventuellen Systemfehler: Man sieht es nicht genau, aber es sieht so aus, als wäre der Bogen recht fest eingespannt am Griff. Nicht jeder Bogen ist von der Zugkraft der WAs symmetrisch um den Pivotpunkt (a.k.a. "Tiller"). Es wäre also näher an der Realität, den Bogen "beweglich fest" zu machen. Auf meiner Schießmaschine / Drawboard geht das auch so, dass ein rundes Stück in den Pivotpunkt kommt, und der Bogen dann mit kräftigen Gummi-O-Ringen festgespannt wird. Nachteil: Er kippt nach dem Schuss, dafür muss ich noch eine Art "Anschlag" bauen. Weiter wäre es vermutlich besser, ein D-Loop zu verwenden. Grad bei kurzen Bögen drücke die Zange sonst gegen den Pfeil.

Ich bin aber sehr gespannt, was die Kameraden aus dem Video draus machen. Es ist immer spannend, wenn jemand was neues probiert.

Verbesserungsvorschläge neben den im Absatz oben:
- Linearaufnehmer zum Messen der der Auszugsposition (alternativ Spindelauszug mit Positions- / Schrittmotor)
- Kraftaufnehmer in die Release-Befestigung. Beides alle paar mm messen und schon bekommt man Wertepaare für ein Kraft/Wegediagramm des Auszuges, was für viele recht interessant wäre.
Abonniert bitte https://www.youtube.com/@ArcheryGirls
Das motiviert meine Jugendgruppe ganz enorm, hier weitere Videos zu produzieren.

Beherrscht du deinen Bogen oder beherrscht er dich? So findest du deine ideale Zugkraft: https://youtu.be/-8xkYqie5x8


Offline Tom der Badner

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  • Ist Sie es wert? Wert für Sie zu sterben ?.... Ja
@Dr.J

ich dachte das seien auch öffentlich zugängige Daten, Aufnahmen, die man sich einfach anschauen kann und sich dann seine Meinung dazu bilden kann. Oder gar Vergleiche ziehen.

Dem ist wohl nicht so.

Da hab ich dich wohl falsch verstanden. 

Du hast aber schon die Aufbauten und entsprechende Videos gesehen oder warst sogar dabei?

Gruß Tom
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Jim Carrey


Offline Absinth

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  • Einer trage des anderen Last...
@Casimir: Danke für das Video.

Ein Ergebnis von nicht-reproduzierten Löchern in der Scheibe, unter diesen Bedingungen, wäre spektakulär gewesen.

Ich freue mich schon auf die weitere Testerei.


« Letzte Änderung: Oktober 12, 2021, 09:27:04 Vormittag von Absinth »


Offline Ulrich

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Die Schiessmaschine erfüllt eine Grundforderung, die auch für den Schützen gilt: Immer alles genau gleich machen. Wenn der Schütze das nicht kann... was kann da die Maschine dafür?
Die bahnbrechende Erkenntnis aus dem Versuch, für alle, die es vorher nicht gewusst oder geglaubt haben: An der Ausrüstung liegt`s nicht.
Wie immer gilt hier: dies ist der neuste Stand des Irrtums


Offline Casimir

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Welchen Einfluss hat die Stellung der Leitfeder - getestet mit der Schiessmaschine.

https://youtu.be/LK52Dm-It94
Antur Artus Tri 64" 40#
Antur Madoc 64" 35#


Offline aquadrat

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  • Planung ersetzt Zufall durch Irrtum
Echt jetzt?
Die drehen den Pfeil um und wundern sich dass er wo anders einschlägt?
Und schieben dass dann auf die Positionierung der Leitfeder?
Noch nie einen Carbonpfeil auf einem Spinetester gehabt?
Und wir wundern uns über die Mythen des Bogensports...

LG, A.
Heavy Metal Archery
Bogen der Saison: Win&Win CX7, Uukha Irbis medium 40#, Spiga ZT, Shibuya Button, Avalon BB Gewicht je 184g Mitte und Unten, RCore "The Master", 18 Stang FF+ Endlos -> IFAA BH-R od. WA BB 32#@29,25", 68"