Habe auch mit "Slavic Draw" experimentiert.
Die Änderung im Auszug liegt m.E. eher am Anker, weniger am "Draw" - ich habe eine Punkt am Unterkiefer, wo ich bei 3unter die Spitze vom Zeigefinger "einhake", bei Slavic den Mittelfinger oder bei Daumentechnik das vordere Gelenk des Daumens, dadurch kommt der Nockpunkt ziemlich genau an die selbe Stelle. Das hängt halt sehr individuell vom jeweils gewählten Ankerpunkt ab.
Was mir sowohl bei Slavic als auch bei Daumentechnik besser gefällt ist die Kontrolle über den Pfeil - beide Techniken üben (etwas) Druck auf den Schaft aus, so dass der Pfeil nicht von der Auflage (Daumen) rutscht. Bei mediterran bzw. 3unter verlässt man sich da eher auf einen festen Stand und ruhigen Auszug. Was für 99% der Schützen super funktioniert.
Andererseits habe ich festgestellt dass die Befiederung beim Slavic Draw in den Weg geraten kann. Bei manchen Pfeilen musste ich mit der Leitfeder zum Bogen einnocken - oder die Federn bei neuen Pfeilen etwas weiter vorne kleben. Ansonsten schiebt der Zeigefinger den Pfeil von der Sehne.
Was für mich schließlich den Ausschlag gegeben hat - mit Daumentechnik kann ich den Pfeil quasi "ins Gold" halten - mit 3unter musste ich weit rechts neben dem Ziel "in die Botanik" halten. Auch wieder eine sehr persönliche Sache. Allerdings habe ich mir 4 Wochen Zeit genommen um die Muskeln und Sehnen im Daumen zu trainieren.
Edit: Slavic war für mich unkomfortabel, aber das liegt eher an meinen dicken Fingern.
Am Ende ist es entweder eine persönliche Entscheidung oder eine Frage der Möglichkeiten - mit einem rechts geschnittenen Bogen kann ich keine Daumentechnik verwenden - und nicht jeder Trainer jubelt wenn die Schützlinge mit exotischen Fragen ankommen

Wie gut dass mein Bogen kein "Fenster" hat und mein Trainer sehr tolerant ist
