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Wiedereinstieg nach Verletzungspause

Offline Erik

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Hallo,  wie schonmal erwähnt hatte ich nen Unfall und muss deswegen ca 3 Monate pausieren mit sllem, was die rechte Schulter betrifft...
jetzt hab ich heuer generell wenig geschossen und obwohl ich sehr viel Sport getrieben hab ( inkl Krafttraining ) zig sich mein Astar merklich schwer ( 41@28, bei meinen 30“ Auszug hab ich etwa 45/46# auf den Fingern )
jetzt hab ich mir das Band am linken Daumen gerissen ( operiert ) und an der rechten Schulter ne Eck-Gelenks-Sprengung, die mit ner Hakenplatte operiert wurde und in ca 8 Wochen wieder raus muss...
jetzt glaub ich nicht, dass es förderlich wäre, da direkt wieder mit dem Astar einzusteigen... hätt noch nen 30# Ragim den ich nutzen könnte...
hat jemand was Ähnliches erlebt bzw musste ne Zwangspause einlegen ? wie war das bei euch und wie seid ihr wieder eingestiegen ?


Offline JanL

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Also....kein Unfall.
Aaaber......vor ca 14 Jahren zwickte plötzlich die Schulter meines Zugarmes.
Nach langem Hickhack und endlich mal ein MRT kam die Diagnose:
Muskel, Schleimbeutel und Sehne in der Schulter entzündet.

Ohne MRT hätte man das nicht festgestellt. Aber das nur am Rande. Ist für dich ja nicht so wichtig.

Ergebnis war dann 1 Jahr Pause. Ging einfach nicht.

So jetzt zu deiner eigentlichen Frage.

Davor habe ich Bögen mit Zuggewichten zwischen 55 und 60 LBS geschossen.
Ich bin dann mit einem Billigrecurve mit 30# wieder eingestiegen.
Ich habe dann versucht mindestens 1x die Woche unseren Vereinsparcours zu schießen.
Das ging so ca ein Jahr.
Danach habe ich langsam über einen Zeitraum von 24 Monaten das Zuggewicht wieder gesteigert.
Jetzt bin ich schon seit längerem wieder bei 50#
Das reicht auch.
Am liebsten würde ich auf 45# runter. Aber ich habe zu viele schöne Bögen mit 50LBS und zu viele passende Pfeile dazu 😎

Mein Rat. Nimm den 30# Bogen und schone deinen Körper. Der braucht jetzt etwas Zeit um sich an diese Belastung wieder zu gewöhnen. Sonst ist ganz schnell Schluss mit Bogenschiessen. Für immer.
Ich kenne einige, die nicht auf die Warnsignale ihres Körpers hören wollten. Die mussten sich neue Hobbys suchen.
« Letzte Änderung: Oktober 17, 2020, 09:45:24 Vormittag von JanL »
Mephisto 58"  50#
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Offline Waldgeist

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Moin Erik,
mein Tipp: Gönn Dir die Auszeit. Nach fünfmonatiger "Zwangspause" bin ich mit 22# wieder eingestiegen und habe mich nach und nach gesteigert. Nach sechs Wochen (Training zweimal in der Woche) habe ich mich dann wieder an den LB mit etwas über 40# heran gewagt.
« Letzte Änderung: Oktober 17, 2020, 10:09:52 Vormittag von Waldgeist »
„Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero


Offline mK

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Bei mir war es nur eine Prellung in der rechten Schulter, aber es dauerte gefühlt ewig bis ich die typische Bewegung beim Bogenschiessen wieder schmerzfrei ausführen konnte. So ca ein halbes Jahr.
Bin dann etwas zu früh mit einem Samick Lightning mit 35# wieder eingestiegen. Da hatte ich dann nochmal drei Monate Pause. Nächster Versuch mit dann mit einem ILF Mittelteil und Carbonschaum-Wurfarmen. Hatte dann knappe 30# auf den Fingern und bin langsam wieder eingestiegen so 1-2x die Woche. Da bin ich dann mind. ein halbes Jahr bei geblieben. Hat meiner Technik gut getan.
Gesteigert habe ich mich nur wieder auf 38-43# auf den Fingern. Mehr brauche ich nicht.
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Offline Erik

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danke euch... ich lass mir definitiv Zeit und bevor die Platte draussen is geht eh gar nix, könnt den bogrn nicht mal geschrit halten links...
aber wie ich das seh könnten 30@28 schon zu viel sein...
na ich hab ja jetzt ein bissl Zeit  :bored:


Online roscho

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Da du mehr als 28“ ziehst denke ich dein Ragim ist schon zu viel, da ja Gelenke verletzt/vorgeschädigt sind.

Ich bin da bei mK: besorg dir ein (günstiges) ILF MT und lange/XL Wurfarme mit denen du auf 25 bis 30# auf den Fingern kommst.

Damit 2 bis 3 mal pro Woche nicht mehr als 30 Minuten Techniktraining und auf die Bewegung achten (also nicht gleich ab auf den Parcours) - auf Schmerzen achten ..

Bei Schmerz -> Pause !

Und darauf achten ob auch eine falsche Bewegung zu Schmerz führt, nimm’s als Anregung zur sauberen Technik
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)
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Offline Erik

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ja danke Ronny, das mit den 30@28 dachte ich schon...
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dazu leichte WAs und das sollt dann passen  :)


Offline Axebay

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Ich würde sagen das hier Eitelkeit bzw. Ehrgeiz fehl am Platz ist. Es ist absolut keine Schande mit pillepalle Zuggewichten wieder einzusteigen. Wenn du die Möglichkeit hast durch ILF günstig die WAs zu wechseln, dann geh weit runter (von deinem Standard).  24/26/28 auf dem Finger sind keine Schande und machen trotzdem Spaß  :klasse:

Mach nichts was du später vielleicht bereuen könntest. Wenn du’s versaust ist länger Schluss mit  :bow:

Gute Besserung!


Offline Daniel124

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Habe lange 55 - 60# geschossen, nach ca. 3 Jahren war die Bogenarmschulter chronisch entzündet. Es stellte sich heraus dass ein alter Bruch aus der Vor-Bogenzeit das begünstigt hat. Schleimbeutel raus, Gelenk nachbearbeitet, Bizepssehne nachbearbeitet ...
Bin dann recht schnell mit 35# adF wieder ran.
Ab und an schieße ich 44#, und dieses bißchen mehr zeigt schon an, dass das langfristig nicht gutgehen würde. Bevor ich gar nicht mehr schießen kann bin ich mit den 35# zufrieden. Ich empfinde das nicht mehr als Babygewicht, sondern als ganz normales Bogenschießen. Und von der Ballistik her macht es eigentlich kaum einen Unterschied - 10 gpp bleiben 10 gpp, egal mit welchem Zuggewicht.
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Offline Steve.bsfd

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10 gpp bleiben 10 gpp, egal mit welchem Zuggewicht.
...genau so isses, auf den Punkt gebracht  :yes:
Hoyt RX3 (FU) Turbo Bone Collector 60#
Hoyt Invicta 40 SVX (FU) black 60#
PSE NTN 33 (FU), Nock On Edition 60#
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mein Sohn:
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Offline Stringwistler

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ja danke Ronny, das mit den 30@28 dachte ich schon...
ein 19“ JUNXING F261 hätt ich hier...
dazu leichte WAs und das sollt dann passen  :)

Ich finde das Metallmittelteil zum Wiedereinstieg schon zu schwer Erik. Such Dir da lieber ein leichteres und Zuggewicht um die 25lb. und 1100er Carbonis würde ich da höchstens dafür wählen.
Ich hab nach meiner Bandscheiben-OP vor einigen Jahren auch 4 Monate ausgesetzt und mit 25lb. Wurfarmen angefangen... genau richtig gemacht. Und nach 8 Wochen und 2-3 mal die Woche so 50 Pfeile schießen, schaut es dann schon wieder anders aus.... :GoodJob:

Aber jetzt werd erst mal wieder gesund...Gute Besserung wünsch ich Dir. :agree:
Servusla, Gruß Guidl...

https://stringwistler.blogspot.de

Hartl Prim.Defl-Reflex Osage/Bambus 68"40#30",
Jensbows Rayden 64"-38lb.3stripes-rubyred, 64"ILF-Amey XGS Ghosthand+Bosenbows doplCarbonFoamLBs, Black Hunter Hybr.60", Mohawk RC+Hyb.,Viking Loki,Meerkat Hybrid TD 64",Weick Cobra62"


Online BowLaw

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Zum Glück (klopf auf Holz) hatte ich noch keine Verletzung, aber gesund habe ich das mal ausprobiert mit einem 25 lbs Bogen.

Das Zuggewicht reicht sowas von vollkommen aus, da muss man wirklich nicht noch 5 lbs drauflegen - ganz im Gegenteil, die Bewunderung holt man sich ab, wenn man mit einem Bogen schießt, der eine Zwei vornedran hat (gemeint ist Gewicht auf den Fingern!!!).


Online roscho

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@Guido: betroffen ist die Zugschulter, nicht die Bogenarmschulter, und da Erik auch Krafttraining machen muss ist ein Metall MT aus meiner Sicht nicht zu schwer,

Die Zugschulter sollte aber so wenig wie möglich belastet werden.
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Offline vom Similaun

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Moin Leute,

ich kann nicht sagen, das ich Schulterprobleme habe, wohl aber das ich meine Schulter/Schultern am Tag oder noch Tage nach dem Schießen deutlich spüre und ich mit etwas Besorgnis schaue, wo es hingehen könnte.
Ich hatte bereits vor zwanzig Jahren einmal für ca. ein halbes Jahr geschossen und dieses Gefühl damals nicht gehabt - der Körper wird eben älter,
( 55 Jahre ) degeneriert und steht neuen "Herausforderungen" nicht unbedingt immer positiv gegenüber.

Einige Dinge glaube ich aber in den zurückliegenden sechs Monaten festgestellt zu haben.
Auch der Start mit einem Langbogen, 70" / 20# @28" also butterweich und easy, hat mich vor den beschriebenen Symptomen nicht bewahrt. Ich schließe also mal daraus, das wenigstens bei mir, der unbekannte Bewegungsablauf die neue Haltung etc. beim Schießen ausschlaggebend ist
und nicht das Zuggewicht.

Habe mir dann einen Langbogen bauen lassen ( Falco Force Carbon, 68" / 30# @30" ) und die Probleme haben sich trotz des Sprungs von 10lbs nicht verstärkt. Der Sprung von 10lbs im Zuggewicht ist nicht unerheblich, hat mir aber keine Probleme bereitet. Da ich die Möglichkeit habe im heimischen Garten zu schießen, stehe oder stand ich allerdings doch sehr oft vor der Scheibe. Und da entstehen zumindest bei mir einige Probleme.

Ich bin jetzt dabei den Schießbetrieb auf maximal dreimal die Woche ( a 50 Pfeile ) zu reduzieren um dem Körper Gelegenheit zu geben, sich zu regenerieren und selbst das erscheint mir momentan noch zu viel. Zufällig, durch vorangegangene leichte körperliche Tätigkeit und anschließendes Bogenschießen habe ich bemerkt, das es sich am Tag darauf wesentlich besser angefühlt hat als sonst. Der vermutete Zusammenhang, das der Körper aufgewärmt war hat sich dadurch bestätigt, das jetzt ein nur zehn minütiges Aufwärmtraining der Schultern/Arme wesentlich zu einem "besseren Gefühl danach" beiträgt.
( Unter dem Gesichtspunkt von akuter Verletzungsgefahr aber auch Langzeitschäden ist es eigentlich auch undenkbar, ohne kurzes aufwärmen in den
eigentlich Sport zu gehen ).

Es liegen also oftmals wahrscheinlich sehr individuelle verschiedene Faktoren vor, die zu gesundheitlichen Problemen oder Schmerzen führen.

Ich werde sehen wo es hingeht.

Also bleibt gesund und viele Grüße !

vom Similaun
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Sniper, 70" / 21# @ 30"
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Offline Waldgeist

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  • Nordlicht
Es handelt sich bei medizinischen Problemen immer um individuelle Problemstellungen!
Insofern berichtet hier jeder über seine "persönliche Leidensgeschichte" und dessen Umgang damit.
Bei allen Beiträgen handelt es sich demnach ausnahmslos um keine diagnostischen Beurteilungen oder Verweise.
Mit anderen Worten: So wie carpe noctem es schon zum Ausdruck gebracht hat - wenn`s richtig weh tut den echten Experten (Physio oder Orthopäden) aufsuchen.
„Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero