Archers Campfire

Video zur perfekten Form

Gast · 12 · 1188

Ulrich

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Gut verständlich und lehrreich.

https://www.youtube.com/watch?v=8pCejcb6DAI

Wir Instinktivlinge brauchen das natürlich nicht. Uns wurde die gute Technik in die Wiege gelegt. :Achtung:


Online kungsörn

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Wenn ich das so mache, schlägt mir die sehne an den unteren Bogenarm. Genau in dem Bereich, wo die Sehne durchschwingt und vermutlich die Nocke die sehne verlässt. :bang:
Und das, obwohl meine Standhöhe am Border BD schon Oberkante / Unterlippe ist.
Wenn ich die Schulterlinie zur Geraden des Zugoberarms passt es und lässt sich reproduzieren. Das Moment an Winkel "B" ist dann natürlich größer und ich brauch mehr Kraft zum Stabilisieren.
Macht das noch jemand so? :help:
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
(In Extremo, "Sünder ohne Zügel")


Offline roscho

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„Leider“ lässt sich die olympische Form nicht 1:1 auf das traditionelle Schießen übertragen, zumindest nicht bei einem Gesichtsanker, weil normalerweise der Kopf einfach breiter ist als der Hals und auch die Zugschulterposition in der Höhe eine andere.

Des Weiteren wird  in diesen idealisierten Schemata immer die Körperform und Geometrie des Schützen vernachlässigt.

Ich kenne nur ein Buch das sich damit beschäftigt Axfords Archery Anatomy .

Klar sollte man diese Winkel kennen und berücksichtigen - aber bei Max Technikkursen gehen wir immer auf den individuellen Schützen ein und versuchen einen reproduzierbaren (und komfortablen) Kompromiss zu finden.

Die meisten von uns sind auch keine Profis die mehrere Stunden am Tag trainieren, viele auch schon anatomisch vorgeschädigt.



Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)
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Offline Waldgeist

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Cicero


Ulrich

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@Königsadler
Dieses Lavieren zwischen fehlender Rückenspannung (fühlt sich nicht gut an) und Ueberstrecken (Sehne trifft Unterarm) hat mich längere Zeit begleitet. Knackpunkt war die Position der Bogenschulter.
@roscho
Für mich zeigt das Video die ideale Haltung, der man sich anzunähern versucht. Für mich dient als Gradmesser die Entspannung im Zugarm vor dem Lösen. Kompromisse braucht`s bei den Tradis wohl immer. Dicke Winterkleider zB bedingen eine etwas offenere Haltung. An anatomisch bedingten Einschränkungen kenne ich den Umstand, dass ich den Kopf nicht genügend zum Ziel drehen kann und die Nase ins Zielbild kommt.
Was den Anker betrifft, suche ich eine andere Lösung: Der Anker bestimmt die Höhe der Nocke, aber nur bedingt die Länge des Auszugs, dies in Kombination mit dem Gefühl im Rücken.



Offline Fenrir

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Mein Bogen schlägt so oder so mit der Sehne an den Unterarm. Ein neueres Phänomen ist allerdings, dass er am Bizeps anschlägt. Und das ist richtig schmerzhaft. Deshalb hat mir ein Schießkollege (olympisch) den Tipp gegeben, einen offenere Stand zu wählen. Hat super funktioniert muss ich sagen und überfehlende Rückenspannung oder Alignment kann ich dabei nicht klagen.
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Offline carpe noctem

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Anschlagen der Sehne am Arm kann auch ein Fehler beim Halten des Bogens sein.
Achte mal drauf ob der Druckpunkt auf dem Daumenballen jenseits der Lebenslinie liegt.
Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.

Thomas Morus 1478-1535

http://feldbogenclub-hamburg.de/


Offline marc5z

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Danke für das Teilen des Videos! Ich bin immer froh um solche Videos.   ;D


Offline Fender

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Anschlagen der Sehne am Arm kann auch ein Fehler beim Halten des Bogens sein.
Achte mal drauf ob der Druckpunkt auf dem Daumenballen jenseits der Lebenslinie liegt.
Und, wenn ich obiges ergänzen darf, Dein Handrücken von Dir aus betrachtet ungefähr in einem Winkel von 45 Grad aus der Lotachse des Bogens ragt. Damit sollte sich Dein Ellbogen und Unterarm  auch leicht nach außen drehen und so genügend Abstand zur Sehne bilden. Das funktioniert auch wenn Du den Bogen leicht gekippt hältst. 


Offline Daniel124

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Ja super, danke für den Link!

Oute mich als einer der seit Jahren intuitiv den hinteren Fuß etwas nach hinten setzt. Jetzt weiß ich dass ich damit genau diesen Effekt erziele (wedge).

Und ja, wenn man das macht muss der Ellbogen des Bogenarms sauber nach Außen gedreht werden, sonst fetzt es. Ernst gemeint: Armschutz weglassen, dann lernt man das schnell und nachhaltig. Natürlich als Fortgeschrittener.

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Offline Fenrir

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Meine Form wurde dank Zuggewicht-Senkung und Passen mit möglichst wenig Pfeilen recht sauber. Aber an besagtem Tag war eben Armtraining dran und  der Bizeps etwas voller. Speziell wenn man den Arm eindreht, ist besagter Oberarmmuskel dann im Weg. Wenn dann Mal die vordere Schulter etwas nach vorne rückt, steht der dann im Weg der Sehne. Also kein grundlegender Technikfehler, sondern einfach ein Tagesform-Problem. Ebenso dass der Bogen an den Unterarm schlägt, war mit 8125er Garn stärker als jetzt mit normalem FF. Das "Problem" habe ich aber eigentlich mit allen Bögen mit dickerem Griff.
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Ulrich

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Fenrir, das Video beschreibt zwar die perfekte Form, aber nicht, wie man dorthin kommt :unschuldig:

Die vorgerückte Schulter hat noch andere Nachteile: Der Auszug wird kürzer, die Haltung instabil.
Die Bogenschulter wird wird beim Ausdrehen des Ellbogens von Rückenmuskeln in Position gehalten. Aber die muss man erst finden, dann kontrollieren und trainieren. Das geht nicht von heute auf morgen. Ich hatte daran ein paar Monate lang zu kauen und bedaure es nachträglich, keinen Coach gesucht zu haben.