Archers Campfire

Pfeile überraschend weich? für die Zugkraft

Offline Robin Gleb

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Hallo in die Runde,
Ich habe vor kurzem eine neue Erfahrung gemacht und sie hat mein Verständnis für die Abstimmung Spinewert/Zugkraft durcheinander gebracht.
Ich schieße einen Redman, der bei meinem Auszug mit etwa 42 Pfund auf meine Finger drückt. Laut verschiedener Spinewertrechner und - Tabellen müssen meine 31 Zoll langen Carbonpfeile mit 100 grn. Spitzengewicht im 500er Bereich liegen. So weit die Theorie und ich bin damit ziemlich gut zurecht gekommen.
Vor ein paar Tagen habe ich einen neuen Satz Pfeile gekauft und wollte sie zuerst blank schießen, da ich die neuen Schäfte mit Cresting versehen hatte.
Die Rohschäfte wollten aber nicht annähernd gerade fliegen. Auch die Erhöhung des Spitzengewichts um 15 grn. brachte keine spürbaren Ergebnisse. (auf dem Schießplatz hatte ich keine anderen Spitzen zur Verfügung)

Zu Hause fand ich eine paar etwas kürzere 600er Pfeilschäfte und 125er Spitzen. Zusammengeschraubt und auf 5 Metern geschossen (mehr Entfernung war in meinem Garten an dem Tag nicht möglich) und die Pfeile steckten gerade in der Scheibe.
Am nächten Tag auf dem Vereinsgelände habe ich dann die etwas längeren 500er (31 Zoll vom Nockenboden) mit 125 grn. Spitzen + 18 grn. Inserts = insgesamt knapp 145 grn. Spitzengewicht blank geschossen. Die flogen schon besser und nachdem ich den Ankerpunkt ein Stück weiter nach hinten geschoben hatte, sprich das Zuggewicht an den Fingern erhöht (knapp 44#) gab es keine rechts-links Abweichungen auch auf 18 Metern. Auch das schießen der alten Bkankschäfte ohne Wraps verlief ähnlich.

Warum mich das wundert und warum schreibe ich das alles hier?
Das letztendlich passende Spitzengewicht übersteigt das ausgerechnete um etwa 45 grain. Für den Menschen ist das nix, aber für den Pfeil eine Menge. Ich freue mich jetzt natürlich, dass meine Spitzen nun endlich schwerer geworden sind, aber kann das nicht wirklich nachvollziehen, was bei mir oder meinem Bogen oder mit den Spineweetrechner und - Tabellen nicht stimmt.

Kann mich jemand aufklären?

Fragt
der perfekt schießen wollende
Gleb
Gleb


testjan

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Nur eine Vermutung: dein Auszug ist etwas kürzer als gedacht bzw. sicher auch irgendwann mal gemessen. Wenn man darauf achtet (weil man messen will), zieht man unter Umständen sauberer/genauer als beim alltäglichen Schießen. Wenn einem dann vielleicht noch x Pfeile in den Knochen stecken, weil man schon einen 28er Parcours absolviert hat, passt die ermittelte Auzugslänge ganz sicher nicht mehr.


Offline Robin Gleb

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Nur eine Vermutung: dein Auszug ist etwas kürzer als gedacht bzw. sicher auch irgendwann mal gemessen. Wenn man darauf achtet (weil man messen will), zieht man unter Umständen sauberer/genauer als beim alltäglichen Schießen. Wenn einem dann vielleicht noch x Pfeile in den Knochen stecken, weil man schon einen 28er Parcours absolviert hat, passt die ermittelte Auzugslänge ganz sicher nicht mehr.

Mit der alltäglichen Praxis hast du Recht, Mescalero: Die Auszugslänge weicht dem Flow. Aber die blanken 500er mit 145 grain Spitze fliegen erst dann gut, wenn ich bis 31 zoll ziehe, das heißt, bis die Spitze am äußeren Rand des Bogengriffs ist.
Gleb


Online Daniel124

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Da gibt es viele Einflüsse, die den realen Rohschaft ein wenig anders werden lassen als die Näherungsrechnung ergibt.
Beispiele aus meiner Erfahrungswelt, jeder Einfluss kann 20 Grain am Spitzengewicht ausmachen:

- Schaftgewicht: bei gleichem Spine reagieren schwere weicher als leichte
- die Streuung des Spines innerhalb einer Lieferung
- 3 Unter oder mediterran
- der Auszug am Messpfeil ist meist 1" mehr als nachher beim Schießen
- schnelle oder langsame Sehne
- Bogen mehr oder weniger auf Center geschnitten

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Offline Stringwistler

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  • Der Bogen schießt... aber die Sehne trifft...
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Vielleicht gehst du auch vom falschen Auszug aus?
Deine Pfeile sind 31" lang... Vorderkante Bogen ist nicht die richtige Auszugslänge?
Auszugsgewicht ist aber nach AMO bei einigen Rechnern im Pivotpunkt zu messen +der 1,75" Griffstärke als Standard.
Welches Zuggewicht hast du also bei der Rechnung und welchen Spinerechner nutzt du denn?
Servusla, Gruß Guidl...

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Hartl Prim.Defl-Reflex Osage/Bambus 68"40#30",
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Offline Robin Gleb

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Danke schön mal für eure Rückmeldungen.
Der Spinewertrechner, den ich benutze, ist hier
http://server.maiweg.eu/spinerechner.php

Die Senhe ist angeblich eine BCY 425 X 16 Strang (zumindest habe ich so eine bestellt) mit beaver puffs drauf (die verlangsamen die Sehne etwas, aber beim Sehnengarn muss das kein Problem sein)

Mit der Auszugslänge muss ich gucken.
Gleb


Offline Cayuga

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Wenn ich hier meine Parameter eingebe, dann spuckt der einen zu niedrigen Spinewert aus.
Bögen:
Langbogen Verus von DerBow 42# @ 31“
Langbogen Bodnik Super-Cayuga 44# @ 32“
Pfeile:
Fichte 11/32 mit Nocktaper auf 5/16 (selbstgebaut)


Offline ubadi

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Bezüglich Rohschafttest ist mir das in Erinnerung geblieben:
https://www.youtube.com/watch?v=lgUmbmUKigU
Macht ihr das alle so aufwändig?
« Letzte Änderung: Juni 01, 2020, 04:03:39 Nachmittag von ubadi »
Am Rande des Wahnsinns hat man die beste Aussicht


Offline Waldgeist

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Nö.
„Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero


Offline Knorr

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  • Ich schieße seit Jahren nur noch instinktuitiv...
Nö. Ganz easy so: https://youtu.be/C_Ff9n9UV3s
JS Custom Orca TD " Cheiron" 58" 60#@30.5"
BP Custom "Bigbear"  64"                   48#@30.5"
Andras Kovacs "DER " 62"                51#@30.5"
JS Recurve "Philoktes" 58"               44# @30,5"
Samick "Spikeman"      60"                   41#@30.5
Mandschu Reiterbogen                     60# @31


Offline aquadrat

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Mal den Spine der Pfeile gemessen? Nur weil da 500 drauf steht muss noch lange nicht 500 drin sein...

Gruß, A.
Heavy Metal Archery
MTs ILF: Hoyt, Gravity, WildMountain, Spider Bows, WAs: Uukha, MK


Offline Robin Gleb

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Mal den Spine der Pfeile gemessen? Nur weil da 500 drauf steht muss noch lange nicht 500 drin sein...

Gruß, A.
Das habe ich nicht gemacht. Ich habe auch kein präzises Gerät dafür. Versuche das mit Hausmitteln
Gleb