Archers Campfire

Nockpunkt, das ist die Frage

Offline Kedde

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Ein Freund hat sich aus China einen Mongolenbogen kommen lassen, der hat bekanntlich keinen Shelf.
Nun möchte er gerne einen Nockpunkt gesetzt bekommen. Natürlich geht das, nur ist das Sinnvoll? Mit dem mitgelieferten Daumenring möchte er nicht schießen.

Ich habe von Mongolen keine Ahnung außer das sie gute Reiter waren. Also brauche ich euren fachlichen Rat.
Ich kann es nicht verhindern das ich Älter werde, aber ich kann verhindern das ich mich dabei langweile.
Für Eile habe ich keine Zeit!
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Offline Gekko

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Hallo,

klassisch kommt an den Reiterbogen kein Nockpunkt.
Ich fühle mich trotzdem mit wohler, also hab ich einen.
Bei mir hat aber die klassische Nockpunktüberhöhung nicht gepasst.
Ich schieße jetzt bei beiden Bögen mit etwa 2cm Nockpunktüberhöhung.

Alles mit Daumenring, mit Reiterbogen Mediterran hab ich keine Erfahrung.

Hoffe das hilft...

LG
Wolfgang
Man kann nie genug Pfeilchenbeschleuniger haben...


Offline Kedde

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Danke, es ist ein Anfang.
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Offline Kedde

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Danke Werner, so habe ich das jetzt mal gemacht und bin gespannt auf das Ergebnis.   ;D
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Online roscho

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Danke Werner, so habe ich das jetzt mal gemacht und bin gespannt auf das Ergebnis.   ;D

SO würde ich das NUR für Daumenschützen machen ...

WIE schiesst dein Freund denn ? Mediterran ?

Dann geht diese Methode wahrscheinlich in die Hose ;) weil die Zugbelastung der Sehne eine ganz andere ist !

Dann Standardnockpunkt ausschiessen - wichtig ist dabei nur die Hand (bzw die Handoberseite) immer an die SELBE STELLE zu bringen, sonst ist der Nockpunkt eh hinfällig ...

Wenn die Hand um 3 mm schwankt müsste das der Nockpunkt ja auch ;)
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)
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Offline Gekko

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Hier hatte roscho für traditonelle koreanische Bögen etwas dazu geschrieben:https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=963.msg14646#msg14646

Danke für den Link klingt interessant, werde meine Reiterbögen mal dahingehend "nachmessen".

Nicht vergessen, wenn man über die nackte Hand schießt führt ein zu niedriger Nockpunkt zu Kratzern.

LG
Wolfgang
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Offline ravenheart

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Als Anregung:

Ich mache gelegentlich dies:

1. Auf der ansonsten fertigen Sehne noch OHNE Mittenwicklung markiere ich die theoretische (gemessene) Lage des Nockpunktes.
2. Ich beginne mit der Mittenwicklung und mache die bis ca 1 cm VOR die Markierung.
3. dann lege ich das Ende eines gleichartigen MW-Garnes anderer Farbe ein und wickle noch 5 - 6 mm mit der Startfarbe weiter, so dass das eingelegte Ende überwickelt wird...
4. nun wickle ich mit der 2. Farbe weiter. Der Faden der 1. Farbe läuft dabei gerade durch und wird mit überwickelt.
5. dann wechsle ich nach ca. 1 cm wieder zur 1. Farbe und wickle damit weiter. der Faden der 2. Farbe läuft noch 5 - 6 mm weit durch und wir mit überwickelt, dann gekappt.
6. mit Farbe 1 führe ich die Wicklung zu Ende.

Ergebnis ist eine Mittenwicklung, die ETWA im Bereich des Nockpunktes auf 1 cm Länge einen Farbwechsel hat. Das sieht sauber und elegant aus und ist nicht fühlbar.

Der Farbwechsel gibt mit lediglich einen Anhaltspunkt. Es ist völlig egal, ob ich am oberen oder unteren Ende des Farbwechsels, mittig drauf, oder 5 mm höher einnocke. Ich muss es mir lediglich merken, wenn ich die richtige Position gefunden hab, und kann je nach Schießstil oder Schütze auch jederzeit den Nockpunkt anders ansetzen.

Rabe


Offline Kedde

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Ich danke euch für eure Erklärungen.  :klasse:
Ich denke das er 3 Unter schießen wird, also bleibt ihm nichts anderes übrig als sich die Zeit mit mir zu nehmen und den Nockpunkt aus-schießen.  ;D
Geduld ist nicht sein zweiter Vorname.  ;D Das wird lustig.  ::)
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Offline Gekko

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Als Anregung:

Ich mache gelegentlich dies:

1. Auf der ansonsten fertigen Sehne noch OHNE Mittenwicklung markiere ich die theoretische (gemessene) Lage des Nockpunktes.
2. Ich beginne mit der Mittenwicklung und mache die bis ca 1 cm VOR die Markierung.
3. dann lege ich das Ende eines gleichartigen MW-Garnes anderer Farbe ein und wickle noch 5 - 6 mm mit der Startfarbe weiter, so dass das eingelegte Ende überwickelt wird...
4. nun wickle ich mit der 2. Farbe weiter. Der Faden der 1. Farbe läuft dabei gerade durch und wird mit überwickelt.
5. dann wechsle ich nach ca. 1 cm wieder zur 1. Farbe und wickle damit weiter. der Faden der 2. Farbe läuft noch 5 - 6 mm weit durch und wir mit überwickelt, dann gekappt.
6. mit Farbe 1 führe ich die Wicklung zu Ende.

Ergebnis ist eine Mittenwicklung, die ETWA im Bereich des Nockpunktes auf 1 cm Länge einen Farbwechsel hat. Das sieht sauber und elegant aus und ist nicht fühlbar.

Der Farbwechsel gibt mit lediglich einen Anhaltspunkt. Es ist völlig egal, ob ich am oberen oder unteren Ende des Farbwechsels, mittig drauf, oder 5 mm höher einnocke. Ich muss es mir lediglich merken, wenn ich die richtige Position gefunden hab, und kann je nach Schießstil oder Schütze auch jederzeit den Nockpunkt anders ansetzen.

Rabe

Dass ich bisher nicht auf die Idee gekommen bin eine "bunte" Mittelwicklung zu basteln  :bang: :bang: :bang: Danke für die Anregung  :youRock:
Wird auf jeden Fall mal umgesetzt, zumindest auf einem Bogen den ich nicht auf Turnieren schieße.

Weiß wer ob das innerhalb diverser Regelwerke erlaubt ist?
Da könnten sich ja zB Stringwalker eine Skala wickeln???


Man kann nie genug Pfeilchenbeschleuniger haben...


Offline ravenheart

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Regeln sind immer die des Regelmachers!

LOGISCH wäre es albern, das zu verbieten, denn eine ältere Sehne OHNE Nockpunkt zeigt deutlich, wo immer eingenockt wird - is also nix Anderes.

Auch eine Sehne MIT Nockpunkt würde die selbe Hilfestellung bieten.

Aber wie gesagt - der eine sieht's so, der andere so... also lieber vorher abklären.
Im Zweifel also lieber 2 Sehnen machen, eine "bunt" und eine monochrom gewickelt...  ;)

Rabe


testjan

  • Gast
Eigentlich sollte das problemlos durch jede Bogenkontrolle gehen, alle mir bekannten SpO erlauben einen Nockpunkt. Der kann bunt sein, gewickelt, aus Metall, aus Kunststoff....

Das obere Ende der Mittenwicklung muss im Vollauszug oberhalb des Auges sein, außerhalb des Sichtfeldes, das ist die einzige Einschränkung.

Allerdings wäre eine gewickelte „Skala“ bestimmt Anlass für Diskussionen....