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Penthalon Traditional Extreme für Reiterbogen

Offline Gekko

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Hallo,

ich war gestern auf der Bogensportmesse in Wels, und hab mir bei der Gelegenheit neue Pfeile für meinen Reiterbogen gekauft.

Die Traditional Extreme wollte ich schon länger probieren, Carbonschaft mit Echtholz Furnier klingt schon interessant.

Mittlerweile ist die Beschriftungsfolie entfernt, die Schäfte nochmal feingeschliffen und die Enden schön verrundet.

Jetzt stellt sich die Frage nach der Spitze. Ich hab Tophat Dura Spitzen und Inserts dazu gekauft die (nach dem Enden nachschleifen) auch gut passen.

Ich bilde mir ein ich hab irgendwo mal gelesen dass man auch Spitzen für Holzpfeile aufkleben kann. Die würden natürlich noch viel cooler aussehen.

Hat wer von euch davon schon gehört oder sogar selbst probiert?

Würde mich auch über Empfehlungen für "schöne" Nocken freuen.

LG
Wolfgang
Man kann nie genug Pfeilchenbeschleuniger haben...


Offline Gekko

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Der passende Pfeilchenbeschleuniger wäre dieser hier...

Edit:
Hab den Hinweis auf die Holzspitzen wieder gefunden
https://www.arrow-design-cth.de/Pfeilbau/Schaefte--Holz-und-Carbon--32/Carbonschaefte/carbonschaft-penthalon-traditonal-extrem.html
« Letzte Änderung: Februar 02, 2020, 04:01:29 Nachmittag von Gekko »
Man kann nie genug Pfeilchenbeschleuniger haben...


Offline roscho

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Vermil hat schöne Nocken für „Reiterbögen“

https://www.vermilarchery.com/collections/fast-nock

Schießt du Daumen oder Fingerablass..  ?


(Ja ich weiß, auch der Daumen ist ein Finger ;))
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)
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Offline Gekko

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Hallo,

danke für den Tipp, die kannte ich noch nicht.
Ich schieße den Reiterbogen mit Daumentechnik und selbstgebauten Daumenring.

LG
Wolfgang
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testjan

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Die Schäfte kenne ich nicht, hätte aber mit den Duraspitzen und -inserts ein besseres Gefühl. Die sind halt dafür gemacht.

Werden die Holzspitzen mit Epoxi geklebt oder sollen die einfach durchs Aufschrauben halten?


Offline Gekko

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Vermil hat schöne Nocken für „Reiterbögen“

Hab mir Armins Video angeschaut und gleich die U-Nocks von Vermil bestellt, nochmal danke für den Tipp

LG
Wolfgang
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Offline roscho

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Gern geschehen ;)
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Offline Gekko

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Hallo,

ich hab mich entschieden eine Spitzenkonstruktion auszuprobieren.

Ich verklebe Dura Insert, Holzspitzen und Schaft mit Epoxy, und zwar so dass ich das Insert beim Aufsetzen der Spitze in den Schaft schiebe. Damit sollte maximale Stabilität erreicht werden.

Ich bau mal 3 Pfeile und knall sie mit meinem stärksten Bogen in ein paar alte 3D Viecher. Dann entscheide ich was ich mit dem Rest mache.

Stay tuned...

Wolfgang
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Offline mK

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Was spricht denn gegen die Dura-Spitzen das du so einen Aufwand betreiben willst? Die sehen doch schon fast aus wie Holzspitzen.
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Offline Gekko

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Hi,

die Dura Spitzen in der Dimension gibt's nur als Field Tip, wenn's die als Bullet geben würde wär's OK für mich. Außerdem find ich Messing auf Holz schöner.

Ist also eine rein ästhetische Entscheidung.
Und die schöneren Pfeile fliegen einfach besser 😁😁😁
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Offline mK

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Ah ok. Kann ich nachvollziehen. Die Optik schießt bei mir auch immer mit. ;) Den Aufwand würde ich allerdings dann doch nicht betreiben. Bin aber trotzdem gespannt auf dein Ergebnis. ;)
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Offline Gekko

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Mittlerweile sind alle Komponenten eingetroffen, nächste Woche geht's ans basteln  ;D
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Offline Gekko

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Hallo,

gestern ging die Pfeilbastelei los, mit der Vermessung der Schäfte.

Als erstes bestimme ich immer den Spline.
Die Durchbiegung des Pfeils im Abschuss wird durch 2 Kräfte verursacht.
Zum Einen durch die Krafteinleitung am Nockende gegen die Massenträgheit des Schaftes und vor Allem der Spitze.
Zum Anderen durch die Seitwärtsbewegung der Spitze gegen die Massenträgheit selbiger, wenn der Pfeil nicht exakt im Center steht.

Beides führt in Kombination dazu dass sich der Schaft vom Bogen weg biegt.

Da ich diese Biegung unterstützen möchte kommt bei mir immer die weichste Stelle des Schaftes an die Bogen abgewandte Seite.
Ich schieße Leitfeder außen, somit kommt die Leitfeder an die schwächste Stelle.

Diese Pfeile sollen ja an einen Reiterbogen, der mit Daumentechnik geschossen wird.
Da gilt im Wesentlichen das Selbe, nur Seitenverkehrt und in auf Grund der Schießtechnik abgeschwächter Form (Bogen wird im Abschuss aktiv vom Pfeil weg bewegt).

Zur Messung des Spline gibt es einige Methoden.
Ich verwende eine die der realen Belastung im Abschuss möglichst nahe kommt.
Noch dazu ist die Methode sehr einfach auszuführen und kommt ohne Spezialvorrichtungen aus.

Ich setze in den Schaft an beiden Enden eine Spitze, um eine weitgehend axiale Krafteinleitung zu gewährleisten.
Auf den Fußboden kommt ein Stück möglichst hartes Holz (bei mir ein Rest von einem Buche-Brett) um den Boden zu schützen und durch das leichte Eindringen der Spitze ein Wegrutschen zu verhindern.
In die Hand nehme ich eine kleine Metallschale (Deckel eines Shakers), beim ersten Mal hab ich eine Kaffeetasse verwendet, bis mir eingefallen ist dass im Fall eines Bruchs der Pfeil durch meine Hand geht.

Dann stelle ich den Pfeil senkrecht auf das Brett und drücke mit der Metallschale von oben so lange bis sich der Pfeil wegbiegt.
Ich drehe den Pfeil so lange und biege ihn immer wieder, bis er sich reproduzierbar genau von mir weg biegt.
An dieser Stelle setze ich dann mit einem geeigneten Stift (je nach Schaftmaterial) eine Markierung für die Leitfeder.


Demnächst gehts weiter mit Spine messen und wiegen...

LG
Wolfgang

« Letzte Änderung: Februar 18, 2020, 08:14:45 Vormittag von Gekko »
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Offline Gekko

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Hallo,

weiter geht die Messerei.

Spine messe ich mit X-Cross Tester immer an der zuvor ermittelten weichsten Stelle, da soll sich der Schaft später im Abschuss auch biegen.

Die Messergebnisse veröffentliche ich erstmal noch nicht, habe Bearpaw um eine Stellungnahme gebeten...

LG
Wolfgang
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