Archers Campfire

Buch 2020: Quick and Dirty, wer hat Lust mit zumachen?

Offline Hartl

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Hallo an alle Holzbogenbauer und Holzbogenbegeisterten,

mir schwirrt seit einigen Jahren so eine Idee im Kopf rum. Und die wäre:

ein sogenanntes "quick and dirty"- Turnier, das heißt Bogenbauen mit Turnier.

Ich kenne das auch nur vom Hörensagen und Lesen. Es läuft folgendermaßen ab:

Am ersten Tag beginnt jeder seinen Bogen zu bauen, vielleicht noch am nächsten Vormittag, und am Nachmittag des 2. Tages wird dann mit den gebauten Bögen ein kleines Turnier geschossen.

Vom Ablauf her stell ich mir das folgendermaßen vor:

Jeder bringt sich an Handwerkzeug mit was er braucht: Säge, Axt, Ziehmesser, Raspel, Feile, Ziehklinge usw., wenn nötig einen Tillerstock, und eine Bogenbauersehne. Wer meint, dass es unbedingt nötig ist, kann sich auch eine Schnitz- oder Werkbank mitbringen.
Der Aufwand bleibt jedem selbst überlassen. Nur Elektrowerkzeuge sind nicht zugelassen.

An Holz bringt jeder einen möglichst astfreien trockenen Stave mit mindestens 180 cm Länge und 5 cm Breite mit, die Staves werden dann unter den Teilnehmern verlost.
Sollte jemand seinen mitgebrachten Rohling zugelost bekommen, wird natürlich weiter gelost.

Gerne könnte man auch Gäste einladen.

Das Ganze könnte man dann noch mit einer Preisverleihung krönen.

Als Termin und Örtlichkeit wäre natürlich das nächste AC Treffen optimal. Für Zuschauer aus der Glas/Carbon-Fraktion wäre es sicherlich auch sehr interessant  ;)

Ich hoffe, dass viele von Euch genauso begeistert sind davon wie ich.
« Letzte Änderung: Januar 17, 2020, 08:03:26 Vormittag von roscho »


Offline Uller

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Super Idee Hartl !

Bin dabei !  Von mir gibts Vogelbeere.... 8)....im November wird geerntet..

Und in Buch machen wir dann Brennholz ..... :fire:

 :youRock:


Offline Hartl

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Offline Uller

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Lass Dich überraschen...das werden echt Sahnestaves....ich hab solche Ebereschen sonst noch nie gesehen....aus einer überalterten Erstaufforstung....schnurgerad....


Offline roscho

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Super Idee, Hartl !
Bei meinen Bogenbaufähigkeiten bezweifle ich zwar das ich da aktiv mitmachen werde, aber ich plane das für das nächste Treffen auf jeden Fall mal ein !

 :youRock:
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)
This is what it’s all about:  shooting arrows and having fun !


Offline Bazi

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Super Idee, aber nicht jeder hat vernünftige Stave rumliegen und auch beim nötigen Werkzeug dürfte es viele Lücken geben.
Könnte man nicht darüber nachdenken, eine Stavesammelbestellung abzugeben und diese zu verlosen?


Online Waldgeist

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Eh Hartl, das ist eine supergeniale Idee! Ziemlich heftige Herausforderung, oder? Allerdings wäre auch mein Platz auf der Zuschauertribüne.
„Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero


Offline Hartl

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Könnte man nicht darüber nachdenken, eine Stavesammelbestellung abzugeben und diese zu verlosen?

Ja, das wäre natürlich eine Möglichkeit. Wer hat, kann ja auch zwei oder mehr Staves mitbringen. Es reicht ja wirklich die billigste Esche.

Einerseits wäre eine große Holzauswahl interessant,
andersrum wärs natürlich auch gut, wenn jeder annähernd gleiche Materialvoraussetzungen hat.

Na ja, wir haben ja noch ein bisschen Zeit. Bestimmt kommen ja noch andere gute Ideen.


Offline Grombard

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  • Ja, ich hatte mal Haare!!!
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Erst mal... Super Idee.
Ich wäre nicht gänzlich abgeneigt, daran zu partizipieren.

Holz habe ich sicher auch noch was rumliegen.
Ulme z.B.
Alternativ zum Echtholz-Stave mitnehmen und losen, könnte man auch einfach für alle teilnehmenden ein paar Rattan-Stangen besorgen.
Da kann man nicht viel falsch machen und jeder hat die Chance auf jeden Fall was funktionierendes zu bauen.

Was allerdings zum Problem werden könnte, dürften genügend Schnitzpferde oder stabile Arbeitsplätze mit Schraubstock sein. 🤔
irgendwas is ja immer


Offline Hartl

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Nö, Rattan Stangen möcht ich nicht nehmen. Es soll ja kein Workshop werden, bei dem jeder mal testen kann ob er was schießbares zusammen bringt.

Sondern ein Event, bei dem Bogenbauer oder zumindest ambitionierte Holzwürmer ausprobieren oder zeigen können, was sie auf der Pfanne haben.

Für mich soll das ja kein todernster  >:( Wettbewerb werden.

Sondern ein fröhliches Zusammensein mit Bogenbauen, sich gegenseitig über die Schulter schauen, Tipps und Tricks austauschen usw.

Ob Schnitzbänke oder Werkbänke verwendet werden ist jedem seine Entscheidung. Eigentlich sollte ein stabiler Campingstuhl reichen.

Ich möcht mir da eher am Steff mit seinem Robinsonbogen, ein Beispiel nehmen.

Quick and Dirty, schnell und dreckig!

Nicht lange voraus geplant, Nächte lang darüber geschlafen und nachgedacht. Um dann in der wohl ausgestatteten Werkstatt, unter Laborbedingungen langsam anzufangen.





Offline ravenheart

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Q&D-Bogenbau-Turniere sind eine FC-Erfindung aus dem Jahr 2003.
Ein Artikel über das erste Q&D erschien in der Zeitschrift TB in Heft 31 (1. QT 2004).
Die ersten beiden Q&D fanden 2003 und 2004 bei dem User Henning statt, danach gab es 2 Jahre Pause, weil Henning die Zeit nicht mehr fand, 2006 übernahm Gervase in Worms die Idee und führte dann bis 2015 fast jährlich so ein Turnier durch.
Ich war -soweit ich mich erinnere- von Anbeginn an auf jedem Q&D-Turnier dabei.
Daher kann ich gerne einige Erfahrungs-Tipps dazu geben! Bitte fragen!

Bewährter Ablauf:
Anreise und Verlosung der Staves: Freitag Abend, spätestens Sa zum Frühstück.
Bogenbau: Sa ab Frühstück bis Sonntag zur Abfahrt zum Parcours (bitte das Zeitfenster so offen lassen, es soll ja Spaß sein, kein Stress!)
Turnier: Sonntag nach dem Frühstück.
Gewertet werden nur Ergebnisse am Sa gebauter Bogen, die das Turnier über durchhalten. Bricht ein Bogen oder misslingt er, darf der Schütze mit mitgebrachtem Bogen mitschießen, wird aber nicht gewertet.
Abreise: So Nachmittag

Das wichtigste - und gleichzeitig Hauptproblem - ist, für alle Teilnehmer einigermaßen vergleichbare Staves bereitzustellen.
Auch wenn die Staves verlost werden, wenn einer eine kerzengerade Esche bekommt, und der Andere nen krummbuckligen Holunder, ist es keine fairer Wettbewerb mehr. Das macht keinen Spaß, AUCH wenn es NICHT so ernst sein soll (war es übrigens nie..!)..

Rabe

PS: Ich wäre dabei!
« Letzte Änderung: Juli 18, 2019, 11:20:23 Vormittag von ravenheart »


Offline Hartl

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Cool!  :klasse:, Danke ravenheart, das freut mich, dass du mit deiner Erfahrung mitmachst. :welcome:
Hoffen wir dass es noch ein paar mehr werden.

Das kann sehr gut sein, dass ich es das erste mal 2004 in der TB gelesen hab. Muss ich mal wieder rauskramen, das alte Heft.

Erste Frage, habt ihr es vom arbeiten her, so gemacht , wie ich mir das vorstell? Oder habt ihr euch doch aufwendigere Arbeitsplätze eingerichtet?

Esche wäre mit Sicherheit gut und einigermaßen gleichwertig für jeden. Vielleicht kann sich ja jeder mal schlau machen, wo wir was her kriegen.


Offline ravenheart

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Also wir hatten schon vollwertige Werkbänke!
ABER...
Wir haben aber auch wirklich mit geviertelten Baumstämmen angefangen!

Es wäre genau so gut vorstellbar,

a) die Staves schon grob auf Bogenrohling-Maße zu bringen (Bandsäge).... Das erfordert dann zwar mehr Vorarbeit, aber dann kann man sie auch auf dem Campingstuhl bearbeiten.
b) Statt Holz Rattan zu verwenden. Das lässt sich leichter schneiden.


Einen Viertelstamm aber auf Bogenmaß runter zu schneiden, nur mit Schweifhobel, Säge und Ziehklinge, OHNE Schraubstock - das geht nicht schnell genug!

Theoretisch kann man das schaffen, mit Beil bzw. Dechsel, aber ich hätte Angst, dass dann von 12 Teilnehmern 2 (unerfahrene) im Krankenhaus landen, weil ein Schlag daneben ging...

Rabe
« Letzte Änderung: Juli 19, 2019, 01:37:43 Nachmittag von ravenheart »


Offline Hartl

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Auf Rohmaß zu geschnittene Staves hab ich mir eigentlich von Anfang an vorgestellt. :agree:

Klar, Rattan würde alles vereinfachen, aber das hat für mich so wenig mit Holzbogenbau zu tun.
Dewegen wär mir halt Esche / Ulme am liebsten, irgentwas, was man vom ersten Splintholzring weg verbauen kann.



testjan

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Beim Gervase war ich auch mal dabei, große Klasse war das! Ich weiß es nicht mehr mit Sicherheit, glaube aber, dass jeder Teilnehmer ungefähr den gleichen Stave bekam. Robinie hatten wir, Viertel- oder eher Achtelstämme. Allerdings hatten wir Schraubstöcke bzw. ich hatte eine Schnitzbank dabei, sonst wird das mMn nichts.
Mindestens ein Balken mit Füßen, auf den man den Rohling draufschraubzwingen kann, muss sein aber das ließe sich mit wenig Aufwand organisieren.