Archers Campfire

Wer schießt rein intuitiv, wer anders?

Gast · 451 · 216407

Offline Absinth

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Online Landbub

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Cool! Jetzt habe ich soviel Waschmaschinen gewonnen, wie ich tragen kann, oder?    :klasse:
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Offline roscho

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Zitat
Bei Instintuiven kommt aber ein chaotischer Parameter ins System: Die Erfahrung, die Intuition des Schützen. Und die ist ganz wesentlich!

Chaotischer Parameter - jetzt weiss ich warum mir das so liegt  :klasse:
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

"Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
und der rationale Verstand ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen,
die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."

* Albert Einstein


Online Landbub

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Manchmal kommt die Berufs-Terminologie durch - sorry    :bla:   (Mathematiker / IT)
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testjan

  • Gast
Das bringt es genau auf den Punkt. Sehr schön erklärt und exakt zutreffend, wie ich finde.

Dieser Unterschied ist m.E. die einzige Differenz zwischen den beiden „Lagern“. Aber eine gewaltige!
Weil nämlich das analytische, technische System des bewussten Schießens mit irgendeiner Art des Zielens an dem Punkt nicht mehr greift.

Den Schussaufbau, den Stand, die Ausrichtung usw. - wie von Cayuga beschrieben - kann man trainieren und mit zahllosen Methoden analysieren, um besser zu werden und das Optimum zu erreichen. Da gibt es theoretisch keine Unterschiede (praktisch schon, aber das steht auf einem anderen Blatt).

Treffer oder Fehlschüsse analysieren geht nur beim Schießen mit Visier oder System.


Online kungsörn

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...

Treffer oder Fehlschüsse analysieren geht nur beim Schießen mit Visier oder System.
Mescalero, stimmt. Es kommt aber auf die Größenordnung der Fehler an.
Wenn ich aus 10m Entfernung am Elch vorbei Semmel, weiß ich i.d.R. schon warum. :bang:
Bei den letzten 10cm auf 30m wird’s für uns Tradies schon schwieriger bis unmöglich. Und wenn dann noch Holzpfeile angesagt sind….

Edit: Landbub kann hier sicher noch die Gaußsche Normalverteilung herausrechnen...
« Letzte Änderung: Mai 25, 2020, 05:32:41 Nachmittag von kungsörn »
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
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testjan

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Ja, natürlich gibt es (hier wie da) versemmelte Schüsse, bei denen irgendetwas Offensichtliches nicht gepasst hat. Aber darum ging es mir in dem Fall nicht, sondern um diese Fehlschüsse, die Landbub beschrieb, anderes Beispiel:

Hirsch auf der freien Wiese, drübergeschossen. Jetzt kann man nachschießen und dabei peinlichst auf einen korrekten Schussablauf achten und trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit eines Fehlschusses relativ hoch. Auch bei dem dritten Pfeil noch. Es gibt einfach keine reproduzierbare Komponente oder Stellschraube - ganz im Gegensatz zu einem Visierschützen oder Stringwalker, die drehen einfach das Visier passend bzw greifen sie weiter oder kürzer ab.


Offline Cayuga

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Deswegen schieße ich bei den weiten Schüssen, also dem hier angesprochenen Hirschen, mit System, auch wenn ich mich als traditioneller Bogenschütze verstehe und bei kurzen Entfernungen instinktiv schieße. Ratet mal, warum Herr Bodnik nur auf max. 30 Meter oder so schießt. Ab einer bestimmten Entfernung funzt instinktiv kaum noch
Bögen:
Langbogen Verus von DerBow 42# @ 31“
Langbogen Bodnik Super-Cayuga 44# @ 32“
Pfeile:
Fichte 11/32 mit Nocktaper auf 5/16 (selbstgebaut)


Offline roscho

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Also den genannten Herrn hab ich schon auf 50 bis 60 m Pfeile reproduzierbar ins Kill schiessen gesehen, aber auch hier gilt: Übung machts ..

HB ist "Profi" und verdient seine Brötchen mit Bogenschiessen, ich denke die meisten hier (mich eingeschlossen) sind Amateure ;)
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testjan

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Und dazu kommt, dass er sich lieber ein Bein amputieren ließe als zuzugeben, dass er manchmal eben doch ein Gap-System o.ä. nutzt (was er selbstverständlich nicht tut).
 :upsidedown:


Offline Roland

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  • Club 48" - ich liebe kurze Bögen
Auch ich habe HB auf weite Entfernungen reproduzierbar treffen gesehen.
Als bekennender Instinktivschütze gelingt es auch mir immer öfter ... ;D
Sonnige Grüße aus der Steiermark
Roland                             Bögen:  30+


testjan

  • Gast
Natürlich geht das und je nach Trainingsstand und/oder Erfahrung funktioniert das auch recht oft bis zuverlässig. Ich treffe den weiten Bison auch manchmal, sogar ins Kill, wenn ich mit dem RB unterwegs bin, mit dem man gar nicht zielen kann oder nicht richtig. Mit dem Wiederholen hapert es dann aber regelmäßig....

Aber wie roscho schon bemerkte, wir sind ja nur Amateure.


Online kungsörn

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Mescalero, dass mit dem Hirsch auf der Wiese (3 mal drüber, aber schöne Gruppe...) kennen wir "fast beinahe kaum nicht Zielenden ::)" ja nur zu gut.
Aber man lernt ja auch, braucht halt nur mehr Zeit und Pfeile.
Die Stellschraube „Hirn“ ist eben etwas langsamer, grober und manchmal auch etwas schwergängiger, als die Höhenverstellung durch Gap, POA oder am Visier.
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Online Waldgeist

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  • Nordlicht
Auch bei uns (Adventure Bowclub Schulenburg) steht ein Bison nebst Kalb auf 60m (roter Pflock) und nach der Devise "nicht immer, aber immer öfter" treffe ich das Tierchen mit dem 40# LB (+ Carbonis) vom Baumstumpf bei der vollen Distanz - ganz instinktiv intuitiv.  Bin wahrlich kein guter Bogenschütze.  Aber wie schon gesagt:  Üben übt!
„Jeder Mensch kann irren, nur Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero


Online Landbub

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Als allg. Info:
Auf einer Weiterbildung hat mir mal einer ein Video gezeigt - ich dachte es war auf YouTube, habs aber eben nicht mehr gefunden. Da ging um das nicht-systemschiessen und ob das funktionieren kann.

Dazu hat man in einer stockdunklen Halle in "Zelt" gebaut aus lichtabsorbierenden Stoff. Hoch genug, um darunter einen Bogen schiessen zu können. Vielleicht 10m oder 15m entfernt war minimalbeleuchet das Ziel in Form von 2 senkrechten Streifen wie im Flugzeugboden, die geschätzt 1m auseinander waren.

Die Teilnehmer haben mit taschenlampen das Zelt betreten und gesagt, dass man auch nach einigen Minuten in der Dunkelheit gar nix sieht.

Die Aufgabe war nun, einen Pfeil zwischen die beiden Streifen zu schiessen, idealerweise mittig in beiden Dimensionen. Sprich: Man hat den Pfeil nicht gesehen, man musste sich nur auf die antrainierte Armstellung verlassen. Und das hat nicht geklappt.

Warum auseinanderliegende Streifen? Damit man halt nicht doch die Spitze davor halten kann. Das hat v.a.  in der Vertkalen überhaupt nicht geklappt.

Daraus folgt, dass jeder, wirklich jeder, bewusst oder nicht, den Pfeil im peripheren Sichtfeld in den Zielvorgang mit einbezieht.

Und was bedeutet das nun? Gar nix. Ich finde es nur schön, dass sich Leute die Arbeit machen, sowas nachzuweisen.

« Letzte Änderung: Mai 26, 2020, 10:05:19 Vormittag von Landbub »
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