Archers Campfire

Kann man immer treffen?

Offline Masmaessig

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Sorry für die Ablenkung vom Thema und danke für die Klärung. Heißt also Schnitt über 8 Ringe geht....


Offline Lindblatt

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Hallo am  :fire:

Gibt es hier Leute, die immer und konstant treffen, deren Trefferbild immer schön eng ist?
Ich fange an, an mir zu zweifel, denn es wird langsam besser, aber es gibt auch Passen, bei denen ich denke: "habe ich jemals eine gute Form gehabt?"

Wie hoch ist der Norm-Anteil an Fehlschüssen?

Werde mich freuen, wen ihr eure Erfahrungen preisgebt.

Gleb
Kommt drauf an wie man das interpretiert. Ein Compounder hat schon nen schlechten Tag wenn ein Pfeil nicht im Gelb landet. Aber ja in einem Moment schießt man Topgruppen dann funktioniert garnix. Ich glaube das macht eben nen Topschützen aus das er die Quote konstant hoch halten kann. Aber selbst ein Brady Ellison verschießt regelmäßig. Nur bei dem ist es ein Pfeil, dann wird kurz justiert und das Ding landet wieder im Kill. Ich würde mich da nicht so drauf fixieren. Nicht immer 1000 Pfeile auf Krampf...wenn's Mal garnicht läuft aufhören und am anderen Tag wieder gute  Gruppen genießen. Nicht so viel nachdenken und zergrübeln. Bleibt das Trefferbild konstant unstet einfach Mal Hilfe holen oder sich selbst filmen. Nach und nach Variablen aus der Gleichung nehmen. Pfeilsetup stimmig? Form gleichmäßig? Etc.

Und auch Mal raus aus der comfort zone. Nicht immer gleiche Distanzen, auch Mal spielerisch was machen oder Mal was anderes probieren zum Runterkommen (Daumentechnik mit nem Rolan snake, papercup training, ZielscheibenSudoku, Zombiezielauflage etc.). Ich schieß momentan auf kleine Compound 3er Scheiben. Da ist die Gruppe erstmal egal. Auch Mal realistisch bleiben. Auf 50 Meter Plus ne Handtellergruppe mit nem Holzbogen schafft ein Legolas zu hundert Prozent...aber das ist auch kein Mensch
Oak Ridge Boga 25lbs
Oak Ridge Ash 25lbs


Offline Kedde

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Bin mal gespannt ob jemand ja sagt zu 2x "immer" ...

'Schießsport hält bescheiden' sag ich gerne.

Lass dich nicht entmutigen, die mistigen Passen werden seltener und die Gruppen enger.
So in Jahren, nicht Monaten, bist du dann vielleicht zufrieden mit dir. Es sei denn du bist eins der Jahrhundert-Talente  ;)
Wenn es dann nicht mehr besser geht nimmst du an der Olympiade teil  ;D

Ja ich treffe immer...... O:-) nur nicht immer da wohin ich treffen möchte.

Wer immer trifft hat auch immer 6 Richtige im Lotto.
Trotz älter werden hält er seine Fitness immer auf den gleichen Level. Eine Vorstellung die mich besorgt machen würde.

Wenn ich immer treffen würde, würde ich mit dem Bogenschießen aufhören, denn es gibt nichts schlimmeres als ein Sport der mich langweilt. Die Herausforderung ist doch besser zu werden und dazu gehören eben auch Misserfolge.
Übrigens wird Kill überbewertet.  ;D
Ich kann es nicht verhindern das ich Älter werde, aber ich kann verhindern das ich mich dabei langweile.
Für Eile habe ich keine Zeit!
Kedde`s Bogenblog
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Offline Falke76

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Im Verlauf dieses Posts kann ich meine Verbissenheit immer mehr loslassen.  :thankyou:

Wenn ich die Erwartungen nicht so hoch setze, z.B. zur nächstweiteren Scheibe zu wechseln, wenn ich zuerst auf 10 Meter den gelben Innenkreis 40 cm der Scheibe mit 6 Pfeilen in Folge getroffen habe, dann das gleiche auf 18 Metern und anschließend die 60er Auflage auf 30 Metern getroffen habe.
Danach gehe ich auf unser 3D Gelände und dann beginnt der Spaß.  :bow: :bow: :bow: da fliegen die Pfeile schon gefühlt besser und landen ziemlich oft im Kill. (in unserem Verein haben wir das Privileg, zwei Bereiche zu haben: Scheibenplatz und 3D Garten)
Ich vermute, das Schießen auf 3D Ziele macht mir einfach mehr Spaß. Ich merke hier, dass meine Konzentration steigt und die Technik sauberer wird.
Gleb


Offline Waldemar

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Der Sport Bogenschießen ist ein schöner Sport, anspruchsvoll, komplex, vielschichtig, da ist für jeden was dabei, primitiv bis zu fast selbstschießenden Compound.
 machen wir uns nix vor, wir wollen alle gut treffen.
Denn es macht erst  richtig Spaß wenn man anfängt zu gruppieren. ( oder nicht!?)

Wenn man Jahre lang einfach schießt und nicht besser wird macht es dann wirklich noch Spaß? Ich kann mir das nicht vorstellen.  Klar baut man im alter irgendwann ab, aber Bogensport kann man wirklich sehr lange auf einem gutem Niveau ausüben.
Ab wann ist man gut ? Ich habe mir Gestern die nationalen Rekorde angeguckt, selbst im primitiven Bereich schießen die top schützen auf 18 Meter über 500 von 600 möglichen in der Halle.
Die Langbogen, Jagtbogen, Blankbogen Rekorde in der Halle sind sehr nah bei einander. Die sind bei 545 +/- 2% das ist Weltklasse.
Ich nehme die 18 Meter als Referenz weil  das die kürzeste Distanz ist.
Also auf 18 Meter sollte Mann die Scheibe treffen  :upsidedown:
Zu Schusstechnik  ob man instinktiv,intuitiv, mit System oder Visier schießt ist Geschmack Sache und  im Endeffekt egal wenn man trifft. Denn wenn man trift macht es Spaß  :upsidedown:
Ab einem 7 schnitt  fängt das gruppieren an sowas habe ich mal gelesen.

Treffen wollen wir alle, wer sagt ihm ist das egal der lügt.

Einen schönen Satz habe ich mal gehört:  Ein Mensch der mit seinem Bogen nicht schießen kann ist kein Bogenschütze, sondern einfach ein Mensch der einen Bogen hat.
 
Winwin cxt riser #MK wild Mountain limbs #spiga zt #shibuya Button #Easton X7 #Easton Carbon 1
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Offline SiBow

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Zitat
selbst im primitiven Bereich schießen die top schützen auf 18 Meter über 500 von 600 möglichen in der Halle
Ja, das ist passiert... :klasse:
Dazu muss man jedoch zwei Dinge sagen: Zum einen ist das bislang nur einem Primitvbogenschützen gelungen  :GoodJob:(im Wettkampf) -davor stand der Rekord viele Jahre bei 499, was auch schon super war!
Zum anderen glaube ich aus meiner Beobachtung sagen zu können, dass viele Primitivbogenschützen vielleicht besser als "500 von 600" schießen - aber nirgends auf (Fita-) Wettkämpfen auftauchen. Die meisten (PB) werden auf Feld oder 3D gehen, oder haben generell weniger Interesse an "Wettkämpfen"  :schmoll: Zumindest ist das bei uns im Verein so...

Back to Topic: Mein Ausbilder im Job hat gesagt "Vergleich macht unglücklich: Wenn der Chef dir 500 Euro gibt, freust du dich wie Bolle! Aber nur solange, bis du erfährst, dass alle anderen Kollegen 1000 Euro bekommen haben!"

Ich fahre mental extrem gut damit, einfach "gegen mich selbst" zu schießen: Ich schieße zwar gerne Wetkämpfe - dabei interessiert mich das Ergebnis der Mitschützen aber nur "nachrichtlich". Viel spannender und motivierender für mich ist die Frage, ob ich besser bin als beim letzten mal! Also ob ich meine persönliche Best-Ringzahl verbesern konnte! Mit anderen Worten: Mit meiner persönlichen Bestwertung auf einem Turnier "nur" den vierten Platz zu belegen finde ich (für mich) besser, als mit einer mäßigen oder "schlechten" Ringzahl ganz oben zu stehen.

Viel Text :schuldig: aber das war mirr wichig...

SiBow


Offline Ulrich

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>>Treffen wollen wir alle, wer sagt ihm ist das egal der lügt.<<

Der Unterschied liegt darin, wie man mit gelegentlichen Fehlleistungen umgeht. Der Compoundschütze, der ein paar Tausender für die Ausrüstung ausgegeben hat, ärgert sich grün und blau.
Der Langbogenschütze zuckt mit den Achseln: Ist halt so...

...sagt ein Freund, der beides macht. Compound und Langbogen.



Offline Landbub

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>>Treffen wollen wir alle, wer sagt ihm ist das egal der lügt.<<

Der Unterschied liegt darin, wie man mit gelegentlichen Fehlleistungen umgeht. Der Compoundschütze, der ein paar Tausender für die Ausrüstung ausgegeben hat, ärgert sich grün und blau.

Da es beim CP Beschränkungen gibt (300 fps / 60#) muss man auch gut schätzen, wenn es mal über die 40m raus geht. Verhaust Du dich da um 5m, ists nix mehr mit der 10 oder gar 11.  Drum ist ein schönes persönliches Ziel: der 2. Pfeil muss besser sein als der erste, denn dann kennt man ja die Entfernung. Denn es macht keinen Sinn, dem Bogen die Schuld zuzuschieben, wenn der Bär auf 40m steht, ich aber 45 schätze und einstelle. Auf der Wiese ists was anderes. Da schiesst man ja den 80er Spot auf 50m und wenn man da einen Pfeil ins blaue schiesst, kann man duschen gehen.
Mir glangts, dass i woass, dass i kantad, wenn i mechat.


Offline von Hermannsburg

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Hallo am  :fire:

Gibt es hier Leute, die immer und konstant treffen, deren Trefferbild immer schön eng ist?
Ich fange an, an mir zu zweifel, denn es wird langsam besser, aber es gibt auch Passen, bei denen ich denke: "habe ich jemals eine gute Form gehabt?"

Wie hoch ist der Norm-Anteil an Fehlschüssen?

Werde mich freuen, wen ihr eure Erfahrungen preisgebt.

Gleb
Falke 76,
lies einmal das Gedicht / die Ballade vom "vergifteten Pfeil".
Melde Dich, wenn Du diese Abhandlung nicht kennen solltest.
Gruß


Offline Falke76

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Nein, die Ballade kenne ich nicht. Kannst du sie hier posten?
Danke
Gleb


Offline von Hermannsburg

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Nein, die Ballade kenne ich nicht. Kannst du sie hier posten?
Danke
Falke76,
die Ballade/das Gedicht kannst Du hier aufrufen:
           www.mtvdannenberg-bogensport.de/pfeil.htm
Deine Frage kann man getrost mit NEIN beantworten. Ist hier ja  bereits mehrfach gepostet. Auch Kaderschützen haben - vom Trefferbild betrachtet - Aussetzer. Der Bogensport ist in technischer Hinsicht eine viel zu anspruchsvolle Sportart, in der der einzelne Bogenschütze - aufgrund seines jeweils augenblicklichen Empfindens/Leistungsniveaus  - nicht immer in der Lage ist, ein hervorragendes bzw. befriedigendes Trefferbild zu erreichen.
Gruß


Offline Absinth

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@Falke76: Nur als Ergänzung ein kleiner Auszug zum Ursprung von einer anderen Webseite...

"...Der vergiftete Pfeil

Eine Sammlung von Texten des Pali Kanons wird Buddha zugeschrieben. Sie tragen den Namen Majjhima Nikaya. In ihnen sind verschiedene Geschichten zu finden, unter anderem auch die des vergifteten Pfeils. Der Legende nach erzählte Buddha sie einem seiner ungeduldigsten Schüler. Der junge Mann war bestrebt, Antworten auf seine Fragen über das Leben nach dem Tod zu bekommen.

So erzählte Buddha ihm, dass es einmal einen Mann gegeben habe, der von einem vergifteten Pfeil verwundet worden sei. Seine Familie wollte einen Arzt suchen, der ihm helfen sollte, doch er lehnte ab. Der Verwundete sagte, dass er zuerst wissen wolle, wer der Mann war, der ihn angegriffen hatte, bevor irgendein Arzt versuche, ihm zu helfen. Er wollte wissen, zu welcher Kaste er gehöre und woher er käme. Außerdem fragte er nach seiner Größe, seiner Stärke, dem Ton seiner Haut, der Art des Bogens, mit dem er schoss, und ob sein Seil aus Hanf, Seide oder Bambus gefertigt gewesen sei. Auch wollte er wissen, ob die Federn des Pfeils von Geiern, Pfauen oder Falken stammten. Doch er verstarb, ohne Antwort auf eine seiner Fragen zu erhalten.
..."

Hintergrund...

"...
„Bestehe nicht auf die Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft, konzentrierte deinen Geist auf den gegenwärtigen Moment.“  So scheint es uns angebracht, diesen Aspekt des Buddhismus mit der Geschichte vom vergifteten Pfeil zu unterstreichen.
..."

nihil sine deo
und immer bei der Arbeit


Offline vielevielegoldene

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----------"Topschützen die Quote konstant hoch halten kann"

ja, das sieht man auf Wettkämpfen über die Jahre hinweg. Einige erreichen oft ihr Können und sogar unter schlechten Bed. , wenn die Meisten gut streuen. Dabei muss man auch die pers Leistunsgrenze sehen, die schließlich bei jedem woanders liegt.

Dann ist noch das Training wichtig, ob man nur etwas Pfeile fliegen lässt oder wirklich u oft trainiert, also ein Trainer über die Jahre hinweg stets korrigiert oder man zB alle aufgef Fertigkeiten des Buches von Leo Duncan o.ä. durcharbeitet. Dann kann man seine Grenze natürlich oft erlangen und halten, auch im Keller während Corona auf eine Baumarktscheibe  :klasse:.

Man kann also mit Methode fast immer treffen und die doofen Tage oder kurzen bis längeren Phasen sind trotzdem noch OK, aber das ist ja das Reizvolle am Bogensport ;D ;D.


Offline Falke76

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Nein, die Ballade kenne ich nicht. Kannst du sie hier posten?
Danke
Falke76,
die Ballade/das Gedicht kannst Du hier aufrufen:
           www.mtvdannenberg-bogensport.de/pfeil.htm
Deine Frage kann man getrost mit NEIN beantworten. Ist hier ja  bereits mehrfach gepostet. Auch Kaderschützen haben - vom Trefferbild betrachtet - Aussetzer. Der Bogensport ist in technischer Hinsicht eine viel zu anspruchsvolle Sportart, in der der einzelne Bogenschütze - aufgrund seines jeweils augenblicklichen Empfindens/Leistungsniveaus  - nicht immer in der Lage ist, ein hervorragendes bzw. befriedigendes Trefferbild zu erreichen.
Gruß

Danke für das wunderschöne Gedicht. 100% über mich  8) :angel:

Auch die Geschichte von Buddha gefällt mir. Jedes Mal, wenn ich denke, dass ich schon einige Kills und X getroffen habe, vergesse ich, im Hier und Jetzt zu sein. Das Ergebnis ist... - ihr wisst schon.

Danke an alle
Gleb


Offline von Hermannsburg

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Nein, die Ballade kenne ich nicht. Kannst du sie hier posten?
Danke
Falke76,
die Ballade/das Gedicht kannst Du hier aufrufen:
           www.mtvdannenberg-bogensport.de/pfeil.htm
Deine Frage kann man getrost mit NEIN beantworten. Ist hier ja  bereits mehrfach gepostet. Auch Kaderschützen haben - vom Trefferbild betrachtet - Aussetzer. Der Bogensport ist in technischer Hinsicht eine viel zu anspruchsvolle Sportart, in der der einzelne Bogenschütze - aufgrund seines jeweils augenblicklichen Empfindens/Leistungsniveaus  - nicht immer in der Lage ist, ein hervorragendes bzw. befriedigendes Trefferbild zu erreichen.
Gruß

Danke für das wunderschöne Gedicht. 100% über mich  8) :angel:

Auch die Geschichte von Buddha gefällt mir. Jedes Mal, wenn ich denke, dass ich schon einige Kills und X getroffen habe, vergesse ich, im Hier und Jetzt zu sein. Das Ergebnis ist... - ihr wisst schon.

Danke an alle
Der Text dises Gedichtes/dieser Ballade sollte eigentlich jedem Neuanfänger im Bogensport übergeben werden. Nach sorgfältigem Lesen und "Vereinnahmung" des Gesagten würde zunächst vielmehr Demut als ungünstiger falscher Ehrgeiz entstehen.
Gruß