Archers Campfire

Zielen über die Pfeilspitze.

Offline kungsörn

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Absinth, logisch geht die Spitze nach dem Hochpunkt runter und das Heck hoch.
Aber es ist der kumulierte Schwerpunkt des Pfeils, der die Parabel beschreibt. Mit funktionierendem Leitwerk und positivem FOC als Voraussetzung.
Anders gesagt: Die schwere Spitze zieht den Pfeil hinterher, nicht runter.

Ja, Ja…Genau genommen bildet sich die Tangente zur Flugbahn natürlich vom Schwerpunkt bis zum stabilisierenden Leitwerk.
Daraus folgt, dass ein geringerer FOC die Spitze etwas höher über die Parabel hält (wenn man das so beschreiben will).
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man daraus - in signifikanten Maße – eine höhere Trefferlage herleiten kann. Dazu müsste der Pfeil regelrecht segeln.

Beim Video bin ich deshalb sehr skeptisch.
Es widerspricht all meinen eigenen Erfahrungen. Vor allem, weil die hohen Pfeile - im Verhältnis - auch noch deutlich schwerer sind.
Möglicherweise ist aber 350±40 grn schon so nah am Leerschuss, dass hier die bessere Abstimmung ausschlaggebend war.
Mich würde deshalb mal ein Test mit 400grn und 550grn interessieren.
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
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Offline Absinth

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Absinth, logisch geht die Spitze nach dem Hochpunkt runter und das Heck hoch.
Aber es ist der kumulierte Schwerpunkt des Pfeils, der die Parabel beschreibt. Mit funktionierendem Leitwerk und positivem FOC als Voraussetzung.
Anders gesagt: Die schwere Spitze zieht den Pfeil hinterher, nicht runter.
...

Meine Meinung dazu... Weder zieht eine Spitze den Pfeil hinterher noch runter.

nihil sine deo
und immer bei der Arbeit


Offline kungsörn

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Genau genommen, ja. :unschuldig:

Edith: Ich wollte aber eigentlich nur darauf hinweisen, dass ein Effekt wie er bei einem zu hohen Nockpunkt entsteht, durch schwere Spitzen (hoher FOC) nicht auftritt.
« Letzte Änderung: Juli 29, 2020, 06:09:46 Nachmittag von kungsörn »
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Offline Landbub

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Edith: Ich wollte aber eigentlich nur darauf hinweisen, dass ein Effekt wie er bei einem zu hohen Nockpunkt entsteht, durch schwere Spitzen (hoher FOC) nicht auftritt.

in normalen parametern sicher nicht. Aber meine Hallenpfeile, wenn ich die auf 90m schiesse, landen die um Gras dergestalt, dass die Spitze zu mir schaut. Der fällt also so steil runter, dass er beim "terrain contact" umkippt. Er hatte aber keine Federn. Pfeile mit leichterer Spitze landen flach und parken unter dem Gras.
Mir glangts, dass i woass, dass i kantad, wenn i mechat.


Offline kungsörn

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Edith: Ich wollte aber eigentlich nur darauf hinweisen, dass ein Effekt wie er bei einem zu hohen Nockpunkt entsteht, durch schwere Spitzen (hoher FOC) nicht auftritt.

in normalen parametern sicher nicht. Aber meine Hallenpfeile, wenn ich die auf 90m schiesse, landen die um Gras dergestalt, dass die Spitze zu mir schaut. Der fällt also so steil runter, dass er beim "terrain contact" umkippt. Er hatte aber keine Federn. Pfeile mit leichterer Spitze landen flach und parken unter dem Gras.

Wenn du mit CP schießt gehe ich mal davon aus, dass das Paradoxon vertikal verläuft und der Pfeil hoch und runter „Fishtailt“. Bei meinem Creed XS ist das so.
Ich vermute deshalb mal, dass zuerst ein nicht zu 100% passender Nockpunkt und/oder dyn. Spine zu einem etwas schräg nach unten laufenden Abschusswinkel führt.

Ohne Leitwerk und mit wenig FOC und Gewicht verstärken sich Verwirbelungseffekte und führen zu chaotischen Segelmanövern, die den Pfeil dann auch extrem abbremsen.

Sollte man auch auf dem Schirm haben, wenn man einen RST macht.

Jetzt aber schnell wieder  :ontopic:
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Offline FrankRudolf

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Bezugnehmend auf das weiter oben besprochene Video, in dem die schweren Pfeile, ich glaube ab einer Distanz von 35m, über den leichten im Ziel einschlagen sollen, habe ich erstmal den FOC- Wert meiner Pfeile ermittelt, und werde demnächst den gleichen Pfeil mit unterschiedlichen Spitzengewichten und FOC hinsichtlich dieser Theorie testen.

Allerdings habe ich mir das Video noch mal angesehen....... und ich glaube nicht, daß das so stimmt.......die Frage ist auch, wie zielt der Schütze, zielt er intuitiv, behandelt also beide Pfeile gleich mit seiner Optik?
Schieße ich System, dann habe ich ja für jeden Pfeil einen andere Kurve ausgeschossen, und unterschiedliche Gewichte lassen sich so intuitiv gar nicht vergleichen......
Ziele ich mit zwei unterschiedlich schweren Pfeilen über die Pfeilspitze auf den gleichen Punkt, dann müssten, auch nach der Kurve von "kungsörn", also der datei svl_arrow.jpg, der schwere Pfeil bis zum Scheitelpunkt der jeweiligen Flugbahn höher als der leichte einschlagen, nach dem Scheitelpunkt tiefer.
- Allerdings, ich hatte mir mal extra leichtere Pfeile gekauft (BuckTrail Timber), um die Flugbahn abzuflachen, jedoch wurde die Flugbahn steiler, als bei den schwereren Pfeilen, der Scheitelpunkt höher.

Aber daß, wie im Video behauptet, der höhere FOC- Wert den leichten Pfeil so von der Tangente der ballistischen Kurve abweichen lässt, daß dieser weit unter dem schweren einschlägt, kann ich mir nicht vorstellen, so aus dem Gefühl heraus.

Ich habe schon mal den FOC meiner Pfeile ausgerechnet, in eine Tabelle gebracht, und werde demnächst mal mit unterschiedlichen Spitzengewichten schießen. Mal sehen, ob etwas dabei heraus kommt.

Subjektiv am besten schieße ich die Goldtip mit 100grs, sowie die Beman mit 100grs, die Timber....weiß nicht......