Autor Thema: Eigenbau Mittelstück als Einstieg in den Bogensport  (Gelesen 2584 mal)

Offline Grombard

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Re: Eigenbau Mittelstück als Einstieg in den Bogensport
« Antwort #45 am: Juli 09, 2019, 01:56:21 Nachmittag »
 :GoodJob:
Sehr gelungen.
Sieht optisch alles sehr stimmig aus.
Sehr ordentlich verarbeitet und gefinisht.

Beim mittleren hast du hoffentlich nicht allzu viele # auf den Fingern.
Da hätte ich bei 30#+ ein wenig Muffensausen.
irgendwas is ja immer

Offline Rumpelstilzchen

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Re: Eigenbau Mittelstück als Einstieg in den Bogensport
« Antwort #46 am: Juli 09, 2019, 10:58:13 Nachmittag »
Hallo Grombard,

ja, das Zuggewicht beim Mittleren hält sich in Grenzen, es sind 25# Wurfarme drauf und beim Auszug meines Sohnes hat er knapp 20# auf den Fingern. Der Bogen ist 63" lang.
Ich hab ihn aber auch schon oft mit meinem Auszug geschossen, dann sind es 26#. Wo würdest Du da eine Schwachstelle vermuten?
Ich würde die schwächste Stelle immer am Pivot Punkt vermuten, wo der kleinste Querschnitt ja blöderweise mit dem größten Biegemoment konfrontiert wird. Da misst der Griff 46x25mm.
Der Kleine ist 57" lang, mit 16# Wurfarmen (ca. 12,5# auf den Fingern) hat dort 42x23mm.
Und meiner, 65" lang mit 35# Wurfarmen und 36# auf den Fingern hat da 53x27mm.
Kannst Du einschätzen, ob das übliche / ausreichende Querschnitte sind?
Ich hatte mal das Original Ragim Impala Mittelteil in der Hand, das ist zumindest schmächtiger als meines, und die Wurfarme gibt's bis 60#... :wtf:

Das erste mal ausziehen habe ich aber immer respektvoll und vorsichtig gemacht, wär schon bitter wenn einem die Ganze Arbeit dabei um die Ohren fliegt. Mittlerweile vertraue ich den Griffstücken aber ;-)

Edit: Das hat mich jetzt echt interressiert, und ich hab mal das Widerstandsmoment gegen Biegung vom Querschnitt am Pivot Punkt und an der dünnnsten Stelle der schlanken Ausleger des dunklen Risers grob(!) überschlagen. Liegt tatsächlich in einem ähnlichen Bereich. Somit ist hier nicht unbedingt der Pivot Punkt zwangsläufig die schwächste Stelle, vermutlich hat Dein geübtes Auge das ja gleich erkannt? ;-)
« Letzte Änderung: Juli 10, 2019, 12:38:09 Vormittag von Rumpelstilzchen »

Offline Grombard

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Re: Eigenbau Mittelstück als Einstieg in den Bogensport
« Antwort #47 am: Juli 10, 2019, 06:29:18 Vormittag »
Ich könnte das jetzt nicht in Formeln, Hebelmomenten oder Zahlen ausdrücken....
Aber die Bereiche mit dem Kringel verursachen ein leichtes Kribbeln beim Ansehen.
Wird bei den von dir genannten Zuggewichten sicher kein Problem machen.
Aber bei mehr, wäre mir das ohne Glas rundrum zu schlank.
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Offline Rumpelstilzchen

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Re: Eigenbau Mittelstück als Einstieg in den Bogensport
« Antwort #48 am: Juli 10, 2019, 10:27:57 Vormittag »
Ja genau diese Bereiche meinte ich mit 'schlanken Auslegern'. Da keine stärkeren WA geplant sind,  bleibe ich mal zuversichtlich, dass es weiterhin hält.
Mein Design habe ich ja mit den hellen Mittelteilen in dieser Hinsicht (unbewusst) auch  etwas kräftiger gestaltet. Aber durch Deinen Hinweis werd ich da in Zukunft aber sicher auch noch mehr Augenmerk darauf legen. Wäre sicherlich auch eine interessante theoretische Betrachtung. Statisch könnte ich die Belastung im Vollauszug überschlägig schon noch berechnen. Was aber beim Schuss an dynamischen Belastungen auftritt  steht auf einem ganz anderen Blatt...
« Letzte Änderung: Juli 10, 2019, 10:31:38 Vormittag von Rumpelstilzchen »

Offline Grombard

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Re: Eigenbau Mittelstück als Einstieg in den Bogensport
« Antwort #49 am: Juli 10, 2019, 11:08:11 Vormittag »
Bei dem geringen Zuggewicht geht das bestimmt.
Bei höheren ist halt gerade die Gestaltung der Verleimung auch ein Thema.
So lastet halt die komplette Zugkraft auf einer kleinen aufgeklebten Ecke.

Aber wie schon erwähnt, super gearbeitet.
Gefallen mir sehr gut, deine Griffstücke.  :klasse:
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