Autor Thema: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz  (Gelesen 3919 mal)

Offline Steve.bsfd

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #45 am: März 11, 2019, 12:29:42 Nachmittag »


Da fällt mir nichts mehr zu ein. Außer Kopfschütteln.
Doch etwas, schau dir mal die Videospiele an wo Menschen drin erschossen werden. Da werden Generationen von Killern erzogen? Das macht Lust auf richtiges Blut?
[/quote]

Videospiele sind ein riesieger Markt und bringen schon seit geraumer Zeit mehr Umsatz als die Filmindustrie, also exisitiert dazu auch eine mächtige Lobby!

 :ontopic:
warum Bogenjagd erlaubt bzw. verboten ist/wird, liegt meist an der willkürlichen Zusammensetzung des Gremiums der Entscheider.
Die Fakten sind/sollten doch identisch sein. Warum in z.B. Franreich, Ungarn, Spanien usw. die Bogenjagd erlaubt ist und in Nachbarländern verboten...?  :bahnhof:
Es hängt immer nur an einer handvoll Entscheidern, die meist aus einer Lobby "gesteuert" werden
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Offline Puck

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #46 am: März 11, 2019, 01:36:24 Nachmittag »
Ich sehe da keine Problem, wenn der Pfeil mit Broadhead als Waffe deklariert wird!

Offline Stringwistler

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #47 am: März 11, 2019, 01:45:31 Nachmittag »
Ich sehe da keine Problem, wenn der Pfeil mit Broadhead als Waffe deklariert wird!

:bang: was soll denn der Blödsinn....meinst das das irgendwas ändert?

Wenn jemand mit einem Küchenmesser erstochen wird, werden ja auch nicht alle Küchenmesser unters Verbot gestellt... :wtf:
Servusla, Gruß Guidl...

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Online Ralf_HH

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #48 am: März 11, 2019, 03:11:26 Nachmittag »
Vielleicht bin ich auf dem Holzweg, aber ich halte es für denkbar, dass die Einstufung des Bogens als Sportgerät in Deutschland auch deshalb (noch) einigermaßen unangefochten ist, weil seine Verwendung als (Jagd-)Waffe hierzulande so eindeutig verboten ist.

Anders ausgedrückt: Wird in D erst einmal, und sei es nur in ganz eng umschriebenem Rahmen, mit dem Bogen gejagt, ist die Einstufung als Waffe deutlich wahrscheinlicher geworden. Ich bin zu wenig bewandert in den Belangen der Feuerschützen, aber ich kann mir einige Konsequenzen ausmalen: Registrierungspflicht verkaufter Bögen, amtliche Sachkundeprüfung (ohne die dann Parcoursbetreiber keinen Schützen mehr auf den Parcours lassen dürfen) und Vorgaben für die Aufbewahrung des "Mordwerkzeugs" - Bogen im Auto liegen lassen ist dann nicht mehr.

Insofern sehe ich die Sache sehr zweischneidig. Dass ein guter Bogenschütze mit geeignetem Gerät Wild so sicher zur Strecke bringt wie ein Jäger mit der Feuerwaffe, brauchen wir wohl nicht zu diskutieren. Aber es ist genau diese Tatsache, die in unserem Nannystaat garantiert! die Politkommissare auf den Plan rufen wird.

Daher bin ich gegen jede, auch die kleinsträumige, Freigabe der Bogenjagd in Deutschland. Nicht weil ich sie für unsinnig hielte, sondern weil es den Umgang mit Pfeil und Bogen in einen Zusammenhang bringt, der sofort die Verbotsfa... äh... ...fetischisten auf den Plan rufen würde. Und die Medien würden wie die Geier Ausschau halten nach einem Tier, das von einem Pfeil getroffen und nicht sofort getötet wurde. Wir kämen als Bogenschützen unter Generalverdacht, das positive Image wäre dahin. Diese Image hängt auch daran, dass wir momentan die glaubwürdige Grenzziehung zwischen 3D-Schießen und Bogenjagd argumentativ noch halbwegs hinbekommen. Mit dem ersten durch einen Pfeil in D legal erlegten Stück Wild wäre dies vermutlich Geschichte. Die Konsequenzen für den 3D-Bogensport kann sich jeder ausmalen.
Beste Grüße aus dem Norden, Ralf

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Offline Waldgeist

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #49 am: März 11, 2019, 03:18:18 Nachmittag »
Und abermals Zustimmung! Wehret den Anfängern ...
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Offline Absinth

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #50 am: März 11, 2019, 03:51:34 Nachmittag »
Nachdem die Diskussionen hier doch etwas abdriften stehe ich knapp davor diesen Thread erst mal zu schliessen ...

...


Von mir aus bitte schließen und die dem Thema betreffende Entscheidung, kann auch anderswo nachgelesen werden.


BG. Absinth
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Offline roscho

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #51 am: März 11, 2019, 04:04:56 Nachmittag »
Das mit "wehret den Anfängen" ist nicht ganz richtig ;) - Bogenjagd ist in D erst seit 1976 verboten ...

Ich zitiere aus Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Bogenjagd)

Das Bundesjagdgesetz (BJagdG) vom 28. September 1976 gilt als Rahmengesetz für viele Länder der Bundesrepublik. Allerdings ist zu bemerken, dass zum Beispiel die Durchführungsverordnung des Jagd-und-Wildtiermanagement-Gesetzes in § 19 DVO JWMG von Baden-Württemberg, gültig mit 18. April 2015, für sich alleinstehend und nicht dem BJG nachgestellt ist.

In Deutschland regelt § 19 BJagdG den jagdlichen Umgang mit dem Pfeil und Bogen wie folgt (sogenannte sachliche Verbote):

(1) Verboten ist,

„1. mit Schrot, Posten, gehacktem Blei, Bolzen oder Pfeilen, auch als Fangschuss, auf Schalenwild und Seehunde zu schießen;“

Der entsprechende Gesetzestext und die Hintergrundinformationen aus der Vorlage sind in dem Gesetzentwurf der Bundesregierung, Drucksache 7/4285 vom 6. November 1975, Sachgebiet 792, Deutscher Bundestag 7. Wahlperiode, festgehalten.[148] Hier findet sich unter anderem auch die Begründung zum Thema Bogenjagd im Gesetzesentwurf:

„Nachdem das Schießen mit Pfeil und Bogen inzwischen in einer Form perfektioniert worden ist, dass man über größere Entfernungen mit hoher Genauigkeit schießen kann, sollte auch die Jagd mit Pfeil und Bogen wegen der oft unzureichenden Wirkung eines solchen Geschosses und den damit verbundenen tierquälerischen Auswirkungen verboten werden."

--
Zitat Ende ...

Ich bin mir ziemlich sicher das für die Bogenjagd in Deutschland (analog zur jetzigen Jagd) entsprechende Richtlinien/Gesetze erlassen werden könnten die "unseren" traditionellen Bogensport nicht weiter beeinträchtigen würden ...

Das ist aber nicht Gegenstand des Threads hier: in Brandenburg geht es um massive Dezimierung des Schwarzwildbestands innerhalb von Ortschaften, und dafür ist die Bogenjagd aus meiner Sicht einfach ungeeignet ...

Also bitte beim Thema bleiben ... ES GEHT NICHT UM DIE ZUKUNFT DES 3D SPORTS, nur um die Bogenjagd anstelle Gewehrjagd im befriedeten Gebiet d.h. Ortschaften und Gemeinden ...

Wenn über Pro und Contra Bogenjagd allgemein diskutiert werden soll, dann bitte in einen gesonderten Thread und hier noch etwas Futter dazu:

https://www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/jaeger-meinung/bogenjagd-in-deutschland/

« Letzte Änderung: März 11, 2019, 04:09:50 Nachmittag von roscho »
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

Offline stöckchenschubser

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #52 am: März 11, 2019, 04:20:31 Nachmittag »
Genau das ist das Problem, die Effektivität.
Schalldämpfer und Nachtsichtgeräte grundsätzlich
erlauben, dann geht das auch vorwärts.
Schafft es der Revierinhaber nicht, ander oder Berufsjäger zur Seite stellen.


Das Füttern von Wildschweinen unter Strafe stellen,
gerne auch alle Straftat ahnden.


Das wäre die effektivste Methode alle Menschen vor Ort Tu schützen, nicht nur den Garten des Bürgermeisters

Offline BowLaw

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #53 am: März 11, 2019, 06:53:40 Nachmittag »
Also sehr hübsch finde ich ja auch diesen Thread zum Thema hier:

https://forum.wildundhund.de/threads/mit-pfeil-und-bogen-gegen-wildschweine.120524/

Da ist mal so alles dabei  :unschuldig:

Offline roscho

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #54 am: März 11, 2019, 07:49:04 Nachmittag »
Bitte hier KEINE Kommentare zu dem Thread im Wild & Hund Forum

(ich kenn den Thread ;))
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

Offline roscho

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #55 am: März 12, 2019, 02:40:09 Nachmittag »
Zur Info (auch wenn die Quelle "zweifelhaft" ist): die Bogenjagd ist jetzt erlaubt

https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/in-brandenburg-wildschwein-jagd-mit-pfeil-und-bogen-erlaubt-60608840.bild.html


Allerdings lt Quelle  nur für 3 Personen: den Revierinhaber (der auch die europäische Bogenjägerprüfung hat und 2 weitere Personen)
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

Offline bacchus

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #56 am: März 12, 2019, 07:24:05 Nachmittag »

Zum Glück gab es diese Diskussionen vor tausenden von Jahren nicht, weil sonst hätten wir heute nichts zum diskutieren.

Offline Absinth

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #57 am: März 13, 2019, 06:20:43 Vormittag »
Anbei eine Ergänzung zur Antwort #55 und für die Interessierten, bitte aufmerksam lesen...

http://m.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Fuenf-Bogenjaeger-sollen-Wildschweine-in-Kleinmachnow-und-Stahnsdorf-jagen



Nachtrag zur Verlinkung: Um, den Artikel in Gänze lesen zu können, ist es nicht notwendig der Anmeldung in der geöffneten Verlinkung zu folgen. Die Alternative ist, man gebe in der Suchmaschine - Ministerium erlaubt Bogenjagd auf Wildschweine - ein. Die obige Verlinkung ist dann "ein" Ergebnis der Suchmaschine und dessen Quelle ist die "Märkische Allgemeine".



BG. Absinth



« Letzte Änderung: März 13, 2019, 07:24:17 Vormittag von Absinth »
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Offline roscho

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #58 am: März 13, 2019, 08:14:26 Vormittag »
Wie erwartet - Zitat MAZ

Die Ausnahmegenehmigung soll zeitlich befristet und personell beschränkt erteilt werden. Die Jäger müssen einen Jagdschein und ein Zertifikat des europäischen Bogenjagdverbandes sowie einen ausreichenden Versicherungsschutz vorweisen,

und: http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Kleinmachnow/Fuenf-Bogenjaeger-sollen-Wildschweine-in-Kleinmachnow-und-Stahnsdorf-jagen
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

Offline stöckchenschubser

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Re: Bogenjagd auf Schwarzwild: Brandenburg prüft Einsatz
« Antwort #59 am: März 13, 2019, 08:27:51 Vormittag »

Zum Glück gab es diese Diskussionen vor tausenden von Jahren nicht, weil sonst hätten wir heute nichts zum diskutieren.


Zum Glück haben wir uns weiter entwickelt, tun es immer noch, und führen diese und andere Diskussionen.
Sonst würden wir immer noch in Höhlen hausen.


Es bleibt abzuwarten inwieweit sich die Population in nächster Zeit verringert. Ich hoffe die Presse bleibt dran.