Autor Thema: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC  (Gelesen 489 mal)

Offline aurelium

  • Wohnt am Lagerfeuer
  • *****
  • Beiträge: 810
Re: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC
« Antwort #15 am: Dezember 06, 2018, 08:02:13 Nachmittag »
Danke euch allen für die praktischen Tipps.

In der BB Klasse werde ich mit dem Flitzer nicht antreten wollen. Ich möchte mit rein intuitivem Schießen nicht durch überlegenere Techniken unter Druck geraten.

BHR gefällt mir am besten, sofern die AAE Free Flyte da zulässig ist. Mit Shelf oder aufgeklebten Plastikauflagen komme ich nämlich nicht zurecht.

Wenn mir das Spass macht werde ich bestimmt alle zwei Jahre ein Turnier mitschießen und so immer mal Gelegenheit haben die Karte zu aktualisieren. Oder hat die ein Limit?
Jagd- u. Blankbogen ILF, div. Mittelteile 17", 19", 21", 25" LH/RH gemischt, Kinetic Avantage, Uukha Irbis, Uukha Vx+ (35-48#)

Offline nordstern

  • Pfeil und Bogen - kenn ich
  • ***
  • Beiträge: 233
Re: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC
« Antwort #16 am: Dezember 06, 2018, 08:43:02 Nachmittag »
Ich kann Dir die AAE-Bowhunter-Championship empfehlen. Ist immer vor den internationalen Turnieren, meist Anfang Juni, zum Leistungscheck.
Als Bild mal das verkleinerte Poster aller Bogenarten der IFAA anbei. Das Original ist auf der IFAA-Seite zum runterladen.

Ein Leben ohne Bentis ist möglich, aber sinnlos
Frei nach Loriot oder so

Offline aurelium

  • Wohnt am Lagerfeuer
  • *****
  • Beiträge: 810
Re: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC
« Antwort #17 am: Dezember 06, 2018, 10:25:17 Nachmittag »
Danke, super.

Die AAE "hat ihre maximale Anzahl Mitglieder erreicht" --- was ist denn das für ein Unsinn? Und vor allem schon bei 300 Schützen, das ist ja ein schlechter Witz. Ich will nicht lästern, aber welchen Sinn soll das erfüllen? Weiß das jemand?

EDIT: Ok, ich sehe das ist eine Art Nichtangriffs-Pakt unter den konkurrierenden IFAA Angeboten, sofern in einem Land verfügbar. Skuril. Nicht besonders intuitiv.
« Letzte Änderung: Dezember 06, 2018, 10:30:11 Nachmittag von aurelium »
Jagd- u. Blankbogen ILF, div. Mittelteile 17", 19", 21", 25" LH/RH gemischt, Kinetic Avantage, Uukha Irbis, Uukha Vx+ (35-48#)

Online BowLaw

  • Feuerholznachleger
  • *****
  • Beiträge: 1779
    • bogenanwalt.rocks
Re: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC
« Antwort #18 am: Dezember 06, 2018, 10:57:33 Nachmittag »
Die AAE "hat ihre maximale Anzahl Mitglieder erreicht" --- was ist denn das für ein Unsinn? Und vor allem schon bei 300 Schützen, das ist ja ein schlechter Witz. Ich will nicht lästern, aber welchen Sinn soll das erfüllen? Weiß das jemand?

EDIT: Ok, ich sehe das ist eine Art Nichtangriffs-Pakt unter den konkurrierenden IFAA Angeboten, sofern in einem Land verfügbar. Skuril. Nicht besonders intuitiv.

Langsam langsam.
Ich glaube ich wiederhole mich, wenn ich sage, daß ich mit mit solchen Institutionen nichts am Hut habe, das das ist egal.
Wenn dieses AAE eine beschränkte Mitgliederanzahl hat, dann kann es diese auch vernünftig "verwalten".
Da hat eben jemand man nachgedacht und gesagt "mehr Mitglieder sind zu viel Arbeit".
Das hätte ein anderer Verein vielleicht auch mal sagen können, oder ?

Aber mit drei Leuten mehr oder so bleibt es dir ja unbenommen den nächsten Bogensportverband aufzumachen, der alle auffängt  :Achtung:

Offline Dr.J

  • Pfeil und Bogen - kenn ich
  • ***
  • Beiträge: 105
  • Schweigen ist oft das bessere Reden....
    • Middle Ages Archery
Re: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC
« Antwort #19 am: Dezember 06, 2018, 11:00:57 Nachmittag »
Es gibt eine Abmachung zwischen der IFAA und der AAE, dass es nicht mehr als 300 Mitglieder sein dürfen. Dies ist eine Sonderregelung, weil wir das einzige Land sind, dass 2 Verbände in der IFAA hat.
Grüße aus dem Frankenland

Jürgen

Mein Blog: http://www.middle-ages-archery.de

Offline nordstern

  • Pfeil und Bogen - kenn ich
  • ***
  • Beiträge: 233
Re: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC
« Antwort #20 am: Dezember 06, 2018, 11:05:40 Nachmittag »
Jein, die Historie geht halt weit zurück, die AAE wurde nach dem WKII gegründet, um den stationierten Soldaten und Angehörigen das Feldbogenschießen unter gleichen Bedingungen zu ermöglichen. Zudem ist die AAE Gründungsmitglied der IFAA.

So weit so gut. Wie es eben in jeder Sportart so ist, kann es halt nur einen nationalen Verband geben, deswegen kann der DSBV auch nicht als nationaler Vertreter der WA fungieren, kann eben nur der DSB. Nach IFAA kann es auch nur einen deutschen Verband geben.

Aufgrund der Historie und um das Thema für alle Beteiligten zu lösen, wurde sich darauf verständigt, dass der DFBV als einziger nationaler IFAA-Verband auftritt, aber die AAE erhalten bleibt und sich zukünftig um die europäischen Länder kümmert, die noch keinen nationalen IFAA-Verband haben, sprich den dortigen Bogenschützen eine Teilnahme an internationalen Turnieren zu ermöglichen durch Mitgliedschaft im AAE (das E steht für Europe).

Da durchaus einige Deutsche im AAE waren, wurde nur für D ein Limit von 300 Mitgliedern eingeführt, sonst hätte man die rausschmeißen müssen und zwangsintegrieren in den DFBV. Ob das besonders intuitiv gewesen wäre?

Es gibt auch noch die Regelung, dass bei Meisterschaften von AAE oder DFBV die jeweils anderen als Teilnehmer starten und somit auch ein DFBVler die AAE-BHC gewinnen kann und umgekehrt die DFBV-DM. Das ist für mich kein Nichtangriffspakt, sondern eine kluge Entscheidung, die allen Bogensportlern hilft.

Und es sind sogar Gastschützen zugelassen, so haste alle Möglichkeiten mitzumachen.
Die AAE-BHC findet im Harz statt, somit auch für uns Nordlichter erreichbar.  ;D

Ein Leben ohne Bentis ist möglich, aber sinnlos
Frei nach Loriot oder so

Offline nordstern

  • Pfeil und Bogen - kenn ich
  • ***
  • Beiträge: 233
Re: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC
« Antwort #21 am: Dezember 06, 2018, 11:07:12 Nachmittag »
Es gibt eine Abmachung zwischen der IFAA und der AAE, dass es nicht mehr als 300 Mitglieder sein dürfen. Dies ist eine Sonderregelung, weil wir das einzige Land sind, dass 2 Verbände in der IFAA hat.

AAE ist ein europäischer Verband, kein deutscher, der allerdings auch Deutsche als Mitglieder hat und das ist die Überschneidung.
Ein Leben ohne Bentis ist möglich, aber sinnlos
Frei nach Loriot oder so

Online Ampsivar

  • Pfeil und Bogen - kenn ich
  • ***
  • Beiträge: 125
Re: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC
« Antwort #22 am: Dezember 07, 2018, 10:19:24 Vormittag »
Immer wieder faszinierend wie viel (Hintergrund-) Wissen hier vorhanden ist :ontopic:

Offline Dr.J

  • Pfeil und Bogen - kenn ich
  • ***
  • Beiträge: 105
  • Schweigen ist oft das bessere Reden....
    • Middle Ages Archery
Re: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC
« Antwort #23 am: Dezember 07, 2018, 10:58:55 Vormittag »
Jein, die Historie geht halt weit zurück, die AAE wurde nach dem WKII gegründet, um den stationierten Soldaten und Angehörigen das Feldbogenschießen unter gleichen Bedingungen zu ermöglichen. Zudem ist die AAE Gründungsmitglied der IFAA.

So weit so gut. Wie es eben in jeder Sportart so ist, kann es halt nur einen nationalen Verband geben, deswegen kann der DSBV auch nicht als nationaler Vertreter der WA fungieren, kann eben nur der DSB. Nach IFAA kann es auch nur einen deutschen Verband geben.

Aufgrund der Historie und um das Thema für alle Beteiligten zu lösen, wurde sich darauf verständigt, dass der DFBV als einziger nationaler IFAA-Verband auftritt, aber die AAE erhalten bleibt und sich zukünftig um die europäischen Länder kümmert, die noch keinen nationalen IFAA-Verband haben, sprich den dortigen Bogenschützen eine Teilnahme an internationalen Turnieren zu ermöglichen durch Mitgliedschaft im AAE (das E steht für Europe).

Da durchaus einige Deutsche im AAE waren, wurde nur für D ein Limit von 300 Mitgliedern eingeführt, sonst hätte man die rausschmeißen müssen und zwangsintegrieren in den DFBV. Ob das besonders intuitiv gewesen wäre?

Es gibt auch noch die Regelung, dass bei Meisterschaften von AAE oder DFBV die jeweils anderen als Teilnehmer starten und somit auch ein DFBVler die AAE-BHC gewinnen kann und umgekehrt die DFBV-DM. Das ist für mich kein Nichtangriffspakt, sondern eine kluge Entscheidung, die allen Bogensportlern hilft.

Und es sind sogar Gastschützen zugelassen, so haste alle Möglichkeiten mitzumachen.
Die AAE-BHC findet im Harz statt, somit auch für uns Nordlichter erreichbar.  ;D

Da es keinen Gefällt-mir-Knopf gibt. Dann so. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.  :GoodJob:
« Letzte Änderung: Dezember 07, 2018, 11:01:12 Vormittag von Dr.J »
Grüße aus dem Frankenland

Jürgen

Mein Blog: http://www.middle-ages-archery.de

Offline aurelium

  • Wohnt am Lagerfeuer
  • *****
  • Beiträge: 810
Re: Wege durch das Verbandschaos zur EBHC
« Antwort #24 am: Dezember 07, 2018, 11:02:02 Vormittag »
Ja, und wie versteckt dieses Wissen ist, selbst in Zeiten des Internets. Eine Erklärung wie von Nordstern würde doch prima auf die Verbands-Homepage passen.

Scorecards finde ich ein super Konzept. Und dass ich die relativ nah im Harz befüllen kann ist eine schöne Perspektive. Danke für den Tipp.
Jagd- u. Blankbogen ILF, div. Mittelteile 17", 19", 21", 25" LH/RH gemischt, Kinetic Avantage, Uukha Irbis, Uukha Vx+ (35-48#)