Autor Thema: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?  (Gelesen 1499 mal)

Offline Woodinski

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #30 am: November 08, 2018, 12:03:52 Nachmittag »
Sehr interessanter Thread. Mitreden kann ich nicht wirklich, da ich noch Anfänger bin und nicht viele Bögen in der Hand hatte.
Aber ich habe auf der Messe in Eisenbach, wo ich mal mehrer Bögen unterschiedlicher Preisklassen befingert habe, deutlich gespürt, dass sich da nicht nur der Verstand, sondern auch ganz viel das Gefühl einschaltet. Es klingt zwar doof, aber ich ziehe mal nen Vergleich zum Schuhkauf. Wer kennt es nicht, man sieht nen Schuh, findet ihn optisch Top, ist von der bekannten Marke, dementsprechend teuer. Man schlüpft rein und... weiß sofort, dass man darin nicht laufen kann. Und dann hat man manchmal nen Schuh, der gut aussieht, günstig ist und dann so perfekt passt wie nur möglich. Und so ähnlich gings mir  schon alleine beim indieHandnehmen der Bögen auf der Messe. Da gabs teure Bögen, die fühlten sich in der Hand an wie angegossen und welche wie Fremdkörper und das lag jetzt nicht unbedingt nur am Griffdesign. Schwer zu beschreiben. Und da konnte ich nicht mal den Bogen an sich testen.
Ich glaube, das macht den Reiz und die Faszination bei den Bögen auch aus. Das eben zum rein technischen Leistungsaspekt halt noch ne subjektive/individuelle Komponente kommt.
Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum - wer nicht fragt bleibt dumm!

Online Tomas

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #31 am: November 08, 2018, 04:46:36 Nachmittag »
@Sonuka, würdest du verraten welcher 225 Euro Bogen das ist, habe nämlich auch schon Erfahrungen gesammelt. Danke.

Offline cweg

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #32 am: November 11, 2018, 08:10:55 Nachmittag »
Es wird wohl ein Geheimnis bleiben oder?  :)
Alpsbow Shadow Special Techno 44@30" 62"

Offline cruysen

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #33 am: November 12, 2018, 11:14:48 Vormittag »
Ich finde das Thema tatsächlich auch interessant. Im Moment schieße ich den Black Hunter Hybrid. Eigentlich komme ich damit für zurecht. Ich glaube auch nicht, dass ich mit einem teureren Bogen (viel) besser schießen würde.
Auf der anderen Seite fehlt mir aber leider auch der Vergleich. Ich bin noch Neuling und als Linkshänder ist es nicht so einfach, mal andere Bögen auszuprobieren. Dementsprechend freue ich mich gerade ziemlich auf die Paderbow am Wochenende. Vielleicht kann ich da ein bisschen was ausprobieren und habe dann doch noch den "Aha"-Effekt
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Viele Grüße,
Christoph

Offline Sonuka

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #34 am: November 12, 2018, 03:15:27 Nachmittag »
Ich lese ja nicht dauernd mit, ist kein Geheimnis, bzw. noch ein halbes. Mehr per PM.
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Offline cweg

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #35 am: November 12, 2018, 08:05:22 Nachmittag »
Mein "provokanter" Post sollte nur den Thread oben halten :)

Über eine PM würde ich mich riesig freuen.

Alpsbow Shadow Special Techno 44@30" 62"

Offline Beschleunigung

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #36 am: November 12, 2018, 08:53:19 Nachmittag »
Oft ließt man bei guten oder gehypten Bögen: Schießt wie ein Bogen, der doppelt oder dreifach so teuer ist. Daran sieht man, dass es in gewissem Maße eben eine Fehlannahme ist, dass teure Bögen besser schießen.
Ich denke bei einem Budget von 300 Euro kann man tatsächlich nicht ein Maximum an den vielen Faktoren die einen Bogen ausmachen erreichen. Um ein paar zu nennen, die sich teilweise auch überschneiden:

-Auszugsverhalten (Stacking, subjektives Gefühl...)
-Schussruhe/Handschock/Vibration/Geräusch
-Optik: Form, Materialien, Verzierungen, Finish....
-Haptik
-Tiller
-Qualität/Robustheut/Garantie (Garantie ist letztendlich reine finanzielle Kalkulation!)

und und und

Für 300 Euro kann der Bogenabuer vielleicht einen dieser Faktoren hervorheben, oder 2 aber sicherlich nicht das Gesamtpaket, oder er machthalt von allem ein bischen.

Puristen, die den richtigen Bogen finden, können für relativ wenig Geld sicherlich einen Bogen finden, der von der Leistung und inneren Werten wie Qualität und Robustheit mit jedem Topmodel gut mithalten kann. Aber gewisse Leistung und gewisse Optik setzt einfach irrsinnig viel Arbeitszeit voraus und das kostet Geld. Und wenn man einen Bogen aus Makassar Ebenholz mit Elfenbein Tips und Hornbesätzen, sowie Inlays aus verschiedenen Zierfurnieren möchte, dann gehen allein fürs Material schon mehr als 300 Euro flöten....
One Bow.

Offline BT

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #37 am: November 13, 2018, 12:31:30 Nachmittag »
Da ist etwas dran. Wenn es nur auf Leistung ankommt ist mit ca. 300 Euro möglicherweise die Nähe des Maximums zu erreichen. Mir ist aber Haptik und auch Optik wichtig und es ist in der Preisklasse sicher schwierig detailverliebt und/oder mit tollen Materialien zu arbeiten.

Offline cweg

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #38 am: November 13, 2018, 02:04:35 Nachmittag »
......Wenn es nur auf Leistung ankommt ist mit ca. 300 Euro möglicherweise die Nähe des Maximums zu erreichen.


definitiv nicht!
Alpsbow Shadow Special Techno 44@30" 62"

Offline Wolverine

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #39 am: November 13, 2018, 06:34:32 Nachmittag »
 :agree:
Bögen: Bavarian Longbow, Skalakaho  68# @ 28", Forest Grouve trad. Recurve 68# @ 28", Galatin 65#@ 28", Chukuni als Break Down 68# @ 28" , Chukuni 71# @ 28", Black Widow PSA 65# @ 28", Centaur  61# @ 28", Wapiti Bows Recurve 60" und "62 mit  65# @ 28", Martin Bamboo Viper 60# @ 28" usw.

suum quique

Offline cruysen

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #40 am: November 13, 2018, 06:46:37 Nachmittag »
Aber ist da nicht schon viel früher der Schütze das limitierende Element? Wie gut muss man schießen um das Optimum an Leistung wirklich nutzen zu können? Oder hilft hier jedes bisschen bessere Leistung des Bogens auch einem mittelmäßigen Schützen?

Vielleicht ein etwas hinkender Vergleich, aber was hilft mir ein hightech, ultraleichtes Carbon Rennrad, wenn ich selber 100kg auf die Waage bringe?

Eine Einschätzung hier interessiert mich echt mal. Ich selber bin halt noch Anfänger und denke mir immer: Mit nem teureren Bogen wirds auch nicht besser bei mir.
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Viele Grüße,
Christoph

Offline Diasto

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #41 am: November 13, 2018, 07:35:34 Nachmittag »
Abgesehen von der Optik und den Materialien bei hochpreisigeren Bögen ist für mich das Auszugsverhaten wichtig. Da setzt Border und Black Widow für mich die Referenz. Aber es ist natürlich wie bei allem Geschmackssache 😉
Border Black Douglas DX mit Hex6,7
Border Black Douglas CX mit Hex 4
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Offline Beschleunigung

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #42 am: November 13, 2018, 08:08:51 Nachmittag »
Aber ist da nicht schon viel früher der Schütze das limitierende Element? Wie gut muss man schießen um das Optimum an Leistung wirklich nutzen zu können? Oder hilft hier jedes bisschen bessere Leistung des Bogens auch einem mittelmäßigen Schützen?

Vielleicht ein etwas hinkender Vergleich, aber was hilft mir ein hightech, ultraleichtes Carbon Rennrad, wenn ich selber 100kg auf die Waage bringe?

Eine Einschätzung hier interessiert mich echt mal. Ich selber bin halt noch Anfänger und denke mir immer: Mit nem teureren Bogen wirds auch nicht besser bei mir.

Übertrag es doch mal aufs Autofahren: Die wenigsten Porschefahrer oder Audi R8 fahrer können und/oder wollen ihr Fahrzeug ans Limit bringen, was Präzision und Leistung angeht. Man genießt hier eher, dass man könnte, und noch viel mehr: den Spaß davon nur ein klein wenig zu spüren...

Auf der anderen Seite bekommt man für viel weniger Geld auch schon gute Rennwagen aber die haben eben weniger Comfort, Prestige etc. Irgendwo muß gespart werden.

Ich würde es eher so ausdrücken: Ein guter Schütze trifft mit jedem Bogen. Ein schlechter, mit keinem.
One Bow.

Offline cruysen

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #43 am: November 14, 2018, 08:26:50 Vormittag »
Hier Stimme ich dir vollkommen zu. Ich war eher auf die oben genannte "Grenze des Leistungsvermögens" angesprungen. Und hier bin ich halt der Meinung, dass schneller der Schütze als der Bogen am Ende ist.
Nichts desto trotz kann und wird es vermutlich irgendwann, wenn ich mehr Erfahrung in unserem schönen Hobby habe, passieren, dass ich mir was schönes gönne und deutlich tiefer in die Tasche greife für einen Bogen. Das dann aber, weil der Bogen mir gefällt und zusagt und nicht in der Hoffnung, auch nur einen Punkt/Ring mehr zu schießen.
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Viele Grüße,
Christoph

Offline Engel

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Re: Unterschied Bögen der 300 Euro Klasse zu deutlich teuren Modellen?
« Antwort #44 am: November 14, 2018, 09:51:00 Vormittag »
Aber ist da nicht schon viel früher der Schütze das limitierende Element? Wie gut muss man schießen um das Optimum an Leistung wirklich nutzen zu können? Oder hilft hier jedes bisschen bessere Leistung des Bogens auch einem mittelmäßigen Schützen?

Vielleicht ein etwas hinkender Vergleich, aber was hilft mir ein hightech, ultraleichtes Carbon Rennrad, wenn ich selber 100kg auf die Waage bringe?

Eine Einschätzung hier interessiert mich echt mal. Ich selber bin halt noch Anfänger und denke mir immer: Mit nem teureren Bogen wirds auch nicht besser bei mir.

Übertrag es doch mal aufs Autofahren: Die wenigsten Porschefahrer oder Audi R8 fahrer können und/oder wollen ihr Fahrzeug ans Limit bringen, was Präzision und Leistung angeht. Man genießt hier eher, dass man könnte, und noch viel mehr: den Spaß davon nur ein klein wenig zu spüren...

Auf der anderen Seite bekommt man für viel weniger Geld auch schon gute Rennwagen aber die haben eben weniger Comfort, Prestige etc. Irgendwo muß gespart werden.

Ich würde es eher so ausdrücken: Ein guter Schütze trifft mit jedem Bogen. Ein schlechter, mit keinem.

Aber ein guter Schütze trifft mit einem "guten" Bogen besser als mit einem "schlechten".
Zumindest ist es bei mir so.

(Wie mann dann gut oder schlecht definiert sei jedem selbst überlassen, hat aber nicht
immer mit dem Kaufpreis zu tun).

lg
der Engel