Autor Thema: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound  (Gelesen 1234 mal)

Offline Mescalero

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #30 am: Oktober 04, 2018, 10:47:07 Vormittag »
Viele aktuelle Modelle sind ja auch an die 40 Zoll lang aber für das Fingerschiessen gebaut werden sie alle nicht, soviel ich weiß. Trotzdem geht es, auch mit kürzeren Bögen. Ich habe einen 35 Zoll PSE Evolve blank geschossen, allerdings mit nur 27“ Auszug. Vollkommen problemlos.
Bows? I stopped counting and lost track...

Offline Landbub

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #31 am: Oktober 04, 2018, 06:14:22 Nachmittag »
Trotzdem geht es, auch mit kürzeren Bögen. Ich habe einen 35 Zoll PSE Evolve blank geschossen, allerdings mit nur 27“ Auszug. Vollkommen problemlos.

Schiess den mal durch Papier. Einmal mit release, dann mit den Fingern. Anhand des Ergebnisses kannst Dir dann vorstellen, wie weit die Sehne seitlich abgelenkt wird.

Offline Mescalero

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #32 am: Oktober 04, 2018, 07:24:05 Nachmittag »
Warum sollte ich das tun? Wenn die Pfeile getuned sind und sauber rausfliegen, ist doch alles im Lot. Davon abgesehen habe ich keinen Compound mehr...

Sicher wird die Sehne abgelenkt, das muss sie ja beim Lösen mit der Hand. Das heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem einen sauberen Pfeilflug hinbekommt. Erst recht mit einer Free Flyte oder ähnlichen Auflage mit seitlicher Anlage.
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Offline Landbub

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #33 am: Oktober 05, 2018, 12:35:21 Vormittag »
Um den Unterschied zu sehen.
Und dann guckst mal die Rille der Cam, die die Sehne führt. Bei vielen Bögen ist die Führung kaum höher als der halbe Sehnendurchmesser. Da erkennt man leicht, dass diese Bögen nicht für eine seitliche Sehnenauslenkung gemacht sind.

Offline Triatma

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #34 am: Januar 03, 2019, 01:38:57 Vormittag »
In den frühen 80ˋjahren waren mehr BHC Schützen/innnen am Start als AO
OK,die Bögen waren auch angenehmer zu Ziehen im Vergleich zu heute.
48“ waren keine Ausnahme eher die Regel.
Der Letoff war oft auch nur bei 50%
Also 30# auf den Fingern.
Pfeile,gerne Easton Alu 2117 also bei mir mit 125 er Spitze schonmal 500 Grain
Damit gemessene 230fps nicht wie heut 300++
Die Wurfarme vergleichbar mit Recurve vom Oneida mal abgesehen.Aber anderen Eagle dann doch
Ich selbst habe Greenhorn,Golden Eagle und Bear geschossen ,alle Blank,12“Jagdstabi das wars.
Zur Pfeilauflage ,es muss keine Button sein.
Habe mit Federblech und/oder Brongs geschossen.
Ja,auch durchs Papier und die Tears haben sich nur minimal vom Release unterschieden.
Aber wenn du nicht Sauber die Sehne vom Tab gelassen hast dann war schonmal der ein oder andere Schlenker dabei.
Schieße heute AO und wie früher zu 90% Parcours 3D.
Das Distanzschätzen unterscheidet sich nicht vom Blankbogenschiessen.
38m bleiben 38m.
Also Visier mit Schnellverstellung und Losgehts.
Wenn dann eine 20 herauskommt ist diese genauso gerne geschrieben wie eine Blanke
Ja und erst immer eine Freude mit LB,Recurve etc. im Flight zu sein denn nicht Vergessen man hat keine
Gegner sondern Flightpartner mit denen man eine angenehme Runde haben möchte.
Gruß
TriAtma

Offline carpe noctem

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #35 am: Januar 03, 2019, 09:50:59 Vormittag »
Bitte erklär doch mal die ganzen Abkürzungen die du benutzt.
Dieser Treath richtet sich an Leute die keine Ahnung von Compound Klassen usw haben.
Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.

Thomas Morus 1478-1535

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Offline Landbub

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #36 am: Januar 03, 2019, 11:30:49 Vormittag »

Der Letoff war oft auch nur bei 50%
Also 30# auf den Fingern.
Pfeile,gerne Easton Alu 2117 also bei mir mit 125 er Spitze schonmal 500 Grain
Damit gemessene 230fps nicht wie heut 300++

Zur Pfeilauflage ,es muss keine Button sein.

Also, was Du da schreibst, ist ein wenig gefährlich, weil Anfänger könnten es nachmachen. ich habe die wesentlichen Infos im Zitat oben gelassen. Du vergleichst einen Bogen, der WESENTLICH langsamer ist und Pfeile, die WESENTLICH schwerer sind als heute, mit modernem Material. Das geht nicht gut, das ist auch gefährlich. Wenn Du mal einen Pfeil mit 600er Spine beim Fingerrelease hast im 60# CP zusammenfalten gesehen, dann weisst Du auch, warum man beim Fingerrelease entweder nen Buisquit oder ne Blankbogenauflage mit Button braucht. Dass es evtl auch anders GEHT ist nicht die Frage, sondern "wie ist ein CP Fingerschütze richtig aufgestellt".

oder in kurz: Wer einen CP mit den Fingern übers Auflageblech schiesst, der ist kein Anfänger, sondern der weiss ganz genau, was er tut und hat sein System entsprechend abgestimmt. Vorteile hat er aber dennoch keine, also wird er es nicht tun.
« Letzte Änderung: Januar 03, 2019, 11:33:43 Vormittag von Landbub »

Offline Triatma

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #37 am: Januar 03, 2019, 12:13:58 Nachmittag »
Zu den Abkürzungen:
BowHunter Compound =BHC eine Klassifizierung vom DFBV damals heute denke ich auch noch
ein Compound ohne Visier mit einem maximale 12“langen Jagdstabi,mit Finger Klasisch also ein drüber 2 drunter oder im Untergriff aber mit einem Finger von unten am Pfeil kein BareBow.
Sogenannt Blankbogen.
AO = All Open eine Klassifizierung vereinfacht gesprochen mit allem und Scharf😊

Zu den angeblichen Gefahren,
ich wollte nur ein Anmerkung geben was so vor fast 40 Jahren geschossen wurde.
Und die Klasse BHC bedingt halt „Fingerrelease“ und meine subjektiven Vorteile im Vergleich zur Auflage mit Button sind einfach das Justieren.Dann liegt der Pfeil gerade mit den Prongs satt und sicher auf.
Schon mal ein Vorteil beim Roofing mit Zeitscheiben.
Bewältige einen Trail mit unbekannten Scheiben im Vorwärtsgehen und unbekannte Anzahl als auch mit nicht bekannte Positionen von Klapp-und anderen beweglichen Scheiben mit einem Zeitlimit.
Ich für meinen Teil könnte damit besser „leben“.
Das Clearance war für mich im Vergleich zur Auflage mit dem Button auch einfacher zu optimieren.

Zu dem Material , die damaligen Tabellen als auch das Tuning hat mir einen 2117 Atum Hunter Orange ergeben.Welcher vom Spine meines Wissens mehr zu 400 Spine neigt als zu 600 und die Beschleunigung durch die damaligen CAMs nicht zu vergleichen ist war mit den heutigen.
Mit meinem aktuelle Hoyt Carbon schieße ich die Alu Pfeile von Damals nur zum Spaß und siehe da die Fliegen  selbst damit sauber.


Ich habe niemanden Empfohlen ein Setup zu Schießen welches damals nicht unüblich war.
Ich verstehe auch nicht welche Gefahren von einem CP mit Fingerrelease ausgehen sollten.
Die Groves der CAMs haben bei meinem Bogen immer die Kabel sauber geführt was soll da passieren.
Das versehentliche lösen denke ich ist mit einem mechanischen Release  wohl eher möglich?
Zumindest meine Erfahrung.
Also nochmal ,keine Empfehlung irgend etwas zu adaptieren nur eine Info und meine Erfahrung
Gruß
TriAtma




Offline Landbub

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #38 am: Januar 03, 2019, 12:20:45 Nachmittag »

Ich verstehe auch nicht welche Gefahren von einem CP mit Fingerrelease ausgehen sollten.
Die Groves der CAMs haben bei meinem Bogen immer die Kabel sauber geführt was soll da passieren.
Das versehentliche lösen denke ich ist mit einem mechanischen Release  wohl eher möglich?


Die Bögen sind heute dermassen optimiert hinsichtlich Gewischt und Material mit dem Ziel "Speed", dass sich daraus Gefahren ergeben:
Technisch ein Derauil, wel schon die seitliche Ablenkung von 1mm dafür sorgen kann, dass die Sehne aus der Cam gleitet

Vor allem gehts mir aber darum, dass heute jeder versucht auf 5 gpp zu kommen und deshalb leichte und oft zu weiche Pfeile zu schiessen.
Und da ists halt schon mal passiert, dass ein Pfeil im Bogen durch seitliche Ablenkung gebrochen ist. Hat man nun ein grosses overdraw, was noch leichtere Pfeile, da kürzer, erlaubt, hat man die Pfeilstücke in der Bogenhand stecken. Mit Release ist DIESE Gefahr beinahe ausgeschlossen. Ein unabsichtliches Lösen dagegen ist damit wahrscheinlicher. v.a. bei Anfängern

Offline aurelium

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #39 am: Januar 03, 2019, 04:36:29 Nachmittag »
Um noch mal auf mein OP zurück zu kommen:
Zitat
Die Bögen sind heute dermassen optimiert hinsichtlich Gewicht und Material mit dem Ziel "Speed"
Ebendies empfand ich als einerseits technisch geil, andererseits spass-mäßig als Einschränkung. Obwohl ich bekennender speed freak bin, hat mir das bewusst gemacht, dass für mich der Spass weniger in der Präzision, als im körperlich-intuitiven Schussablauf selbst liegt.

Wie sich das halt so anfühlt, spontan ein Ziel zu fixieren, den Bogen anzuheben und ... zack! Den Recurve erlebe ich als Erweiterung meines Körpers. Der ist schlicht und gibt relativ lineares Feedback zurück. Fast alle Variablen bleiben dabei im eigenen Körper (Haltung, Auszug, Rückenspannung, Ablass, usw. Vermutlich wäre ich Langbogen Fan, wenn ich nicht so auf Speed abfahren würde ;-)

Im Ergebnis hat mich das Compound-Erlebnis eher darin bestärkt beim Recurve zu bleiben. Sollte es mich mal nach geiler Technik und Präzisionsgefummel dürsten, könnte ich allerdings schon schwach werden.
Jagd- u. Blankbogen ILF, div. Mittelteile 17", 19", 21", 25" LH/RH gemischt, Kinetic Avantage, Uukha Irbis, Uukha Vx+ (35-48#)

Offline Landbub

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #40 am: Januar 03, 2019, 04:46:25 Nachmittag »
Es muss ja kein entweder/oder sein. 3D macht mir mit dem BHR Bogen auch fast mehr Spass als mit dem Compound. V.a. bei Verbandsturnieren, wo die Ziele nicht so weit weg stehen. Wenn aber halt mal wirklich Präzision gefragt ist wie z.B. beim Feldbogenschiessen, da muss ich sagen, dass es halt schon ziemlich spassig ist, mit dem Compound hier 3 Pfeile auf 60m in die 6 zu nageln. Und nein, das passiert nicht von alleine, dazu muss man viel üben und alles muss passen. Mit dem BHR ist man froh, mit dem ersten Pfeil die Auflage zu treffen, um dann mit dem 2. und 3. noch in der Summe auf 6 bis 10 Punkte zu kommen.

Offline Beefeater

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Re: Begegnung der dritten Art: Mein erstes mal Compound
« Antwort #41 am: Januar 03, 2019, 04:50:00 Nachmittag »
In meinem Verein gibt es eine Handvoll Blankbogner/trad. Bogner wie meinereiner, dagegen jede Menge, die olymp. Recurve schiessen und viele Compoundschützen.
Beim Schiessen auf die 60er Fita Scheibe freuen sich die Blankbogner, wenn sie  innerhalb des blau/rot/gelben Bereichs bleiben, die OR Schützen freuen sich, wenn sie im rot/gelben Bereich bleiben und die Compounder weinen, wenn sie nur eine "9" treffen.
Ist doch auch langweilig. :)
Grüße, Achim

Bearpaw Mohawk RC 33#@29,5" 60", Gillo G1 MT 70" mit Mietwurfarmen