Archers Campfire

„intuitive“ Reichweite


Offline Frank T.

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Also teilen wir, ausweislich der Post‘s, alle das gleiche Schicksal. Bis 30/35 m klappt das mit Intuitiv oder Mischsystem ganz ordentlich. Danach wird’s halt schwierig. Aus dem Grund mag ich 3D nach DSB! Vielen Dank für Euren Input.


Offline kungsörn

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Aber warum so oft 30-35m? Trainingsbedingt, visuelle Wahrnehmung, Ausrüstung?
Ein Teil dazu trägt sicher die zunehmend fallende Parabelkurve bei.
Dabei weitet sich der Streukreis eben nicht linear trichterförmig, sondern eher nichtlinear – wie eine seitlich gequetschtes Megafon.
 
Systemschützen haben durch den konkreten Schätzwert einer Entfernung die Möglichkeit, den Streukreistrichter linear zu halten.
Zudem kommt noch der Vorteil, dass sich die „Nullpunkte“ oft bei 35-50m finden, was das Visieren über Pfeilspitze ab 30m sehr erleichtert.
 
Ich hatte Leute in der Gruppe, die bei mehr als 25m fast nur Kills schossen.
Bei Zielen, wie z.B. ein liegendes Reh auf 17m, stand dann aber auch mal eine „0“ auf dem Kärtchen.
Das ist natürlich für diejenigen ebenso frustrierend und der eine oder andere Veranstalter entscheidet sich dann eben für die dunkle Seite der Macht. 8)

Aber es gibt sie noch, die Standhaften mit den schönen jagdlich / intuitiv gestellten Turnieren.  ;)
Allmersbach am Wald (SSG Allmersbach a.W.) ist da ein schönes Beispiel.
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
(In Extremo, "Sünder ohne Zügel")


Offline Karnickel

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Aber es gibt sie noch, die Standhaften mit den schönen jagdlich / intuitiv gestellten Turnieren.  ;)
Allmersbach am Wald (SSG Allmersbach a.W.) ist da ein schönes Beispiel.

Oder Bamberg, war ich heuer zum ersten Mal. Ok, am Samstag gab es auch schöne weitere Schüsse. Aber der Sonntag hatte schon was von Neubrunn.  :klasse: Umso mehr hat es mich geärgert, abbrechen zu müssen.


Offline dark2star

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Vor über einem Jahr habe ich auf Daumentechnik gewechselt und das erste halbe Jahr nur auf die 10-Meter Scheibe trainiert. Weite Ziele im Parcours?  :pop:

Irgendwann habe ich dann mein Training auf die 20-Meter Scheibe ausgeweitet und plötzlich treffe ich im Parcours bei den entfernteren Zielen besser. Trainingsziel für dieses Jahr: mit erträglicher Streuung auf die 30-Meter Scheibe zu kommen.  :bow:

Das passt auch zu einer interessanten Trainingsmethode:
- 2-3 Meter von der Scheibe entfernt aufstellen
- 5000-10000 Pfeile schießen
- wenn alle Pfeile (wiederholbar) auf einer handteller-großen Fläche stecken: einen Schritt zurücktreten und von vorne anfangen...  :GoodJob:

Ja, ich schieße intuitiv und ja, ich bemerke den Zusammenhang zwischen Trainings-Entfernung und Ziel-Entfernung im Parcours. Und ja, mir gefallen die WA-Entfernungen (typ. bis 30m) besser als die IFAA-Entfernungen (typ. bis 50m). Zumindest bei meinem aktuellen Trainingszustand fehlt mit die Erfahrung, wie viel drüber halten bei welcher Entfernung... Das ist dann einfach nur "raten"... Trotzdem mache ich mit, wenn beim Vereins-Turnier auch mal IFAA ausgeschrieben ist, dann freue ich mich halt wenn ich mal nicht Letzter bin.
 :schmoll:


Offline kungsörn

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...
Das passt auch zu einer interessanten Trainingsmethode:
- 2-3 Meter von der Scheibe entfernt aufstellen
- 5000-10000 Pfeile schießen
- wenn alle Pfeile (wiederholbar) auf einer handteller-großen Fläche stecken: einen Schritt zurücktreten und von vorne anfangen...  :GoodJob:
...
Uiii. Bei der Methode könnten sich einige von uns, bis zum Ende ihrer aktiven Kariere, komplett im Wohnzimmer ausleben. Im hohen Alter dann mit Flur.  ;D
Nein, war Spaß.  ;)
Im Grunde ist der Gedanke ja richtig. Allerdings zeigt meine Erfahrung, dass es ein Auf und Ab gibt.
Je nach Gesundheitszustand, Motivation und sonstigen Lebenslagen, die unser Hobby beeinflussen.
Wer mit 2 Trainingsjahren eine gute konstante Technik entwickelt hat, kann das im 4. oder 6. Jahr auch wieder verlernen.
Würde bedeuten, dass man z.B. ab 12m schleichend schlechter wird und eigentlich auf 3m zurück muss.

Die berühmten 2-3 Meter vorm leeren Schießsack im Keller kommen bei mir immer mal wieder dran.
Das ist mitunter wetterabhängig oder auch einem neuen Selbstbau geschuldet, entfaltet seine Wirkung aber immer wieder.
Auch nach mehr als 20 Jahren gibt’s da noch neue (oder wiedergefundene) Erkenntnisse.

Um beim Thema 30/35m zu bleiben:
Wenn die routinebedingte Schlamperei beginnt, wird auch der Streukreis bei 5m größer.
Das merkt man nur nicht so sehr, weil man bei 20m mit dem 1. Pfeil meist noch auf dem Viech ist (gibt bei klassischer Wertung immernoch 16 statt 20 Punkte).

Der Frust von uns intuitiven Schützen mit den 30m+ ist m.E. maßgeblich dadurch begründet,
dass die 2 Systemschützen neben einem genau hier ihre Vorteile ausspielen und sich eine Innenkill-Challenge liefern (gibt dann 0 oder 4 statt 20 Punkte).
In der Killrunde wird’s dann richtig Bitter für Intuitivschützen, wenn da die Tiere auch auf „Fernglaszwangweite“ stehen.

Die Differenz der durchschnittlich erreichbaren Punkte zwischen Intuitiv vs. System steigt ab 25-30m+ signifikant und geht nicht mehr im „Rauschen“ unter,
wenn beide Schützen auf ähnlichem Trainings- bzw- Leistungsniveau sind.

Zählt man den gesunden Selbstzweifel noch dazu, kommt am Ende die gefühlte „Grenze“ mit den 30-35m heraus.
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Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
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