Ein bisschen möchte ich der Euphorie doch etwas Wasser in den Wein kippen - klar ist ein gutes Pfeilholz nicht ganz ohne Bedeutung, aber es kommt immer noch entscheidend auf diejenige (generisches Femininum :-) ) hinter der Sehen an. Man kann auch mit ordinärer Berg-Fichte aus der Grabbelkiste oder Kiefer gut schießen, wenn man die Schäfte entsprechend sortiert!
Bei den Euphorismen für die verschiedenen Hölzer ist immer sehr viel Marketing dabei. Als Beispiel - meine breasted Hemlock sind evtl. deswegen so stabil, weil sie an der dicksten Stelle > 9,2mm (>>23/64") dick sind.
Und z.B. Sitka-Fichte ist ebenfalls ein exzellentes Pfeilholz, vielleicht nicht ganz so bruchfest, auch wenn das von der geringeren Dicke (11/32") kommen kann, aber sehr guter Pfeilflug.
Oder, gerade habe ich 5/16 Kiefer im Versuch, schwer ;-), aber stabil und sauberer Flug.
Btw, alle meine Schäfte liegen im Spine-Bereich von 55 bis 70#, je nach Bogen und Zugstärke.
PS. Die wohl besten natürlichen Schaftmaterialien in Bezug auf Festigkeit und Flugverhalten sind Schößlinge (Schneeball, Hartriegel, Hasel etc.) und Bambus, nur ist es eine Schweinearbeit hier einen Satz passender Schäfte aus den Rohmaterialien zusammenzubekommen. Die gekauften Bambusschäfte rangieren aber nur auf derselben Ebene wie gute Holzschäfte. Für wirklich exzellente Schäfte muß die Schützin (s.o.) sich schon selber die Arbeit machen, sie aus rohen Halmen zu richten und zusammenzustellen!
PPS. Das permanente Suchen nach "dem besten Material" soll bei Vielen nur eine gewisse Scheu vor dem Verbessern der eigenen Fähigkeiten kaschieren. My2ct, aus eigener schmerzlicher Erfahrung!