Archers Campfire

SICHERHEITSTECHNISCHE UND BAULICHE REGELN FÜR BOGENPLÄTZE


Offline bowmanmane

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Natürlich lernt der gesunde Mensch täglich dazu! Dennoch: Bist Du nicht schon mal über einen fremden Parcour geschlappt, wo Du dir gedacht hast "Naja, das kann man auch noch besser (sicherer) organisieren?" Ich erinnere mich an eine Anlage, die sogar gewerblich genutzt wurde, wo ich dem Betreiber (der sich überhaupt nicht auskennt) sagen musste, dass die derart viel Gefahrenpotenzial aufweist, dass er sie unbedingt von Grund auf umgestallten musste. Diagnose: Betriebsblindheit gepaart mit erheblicher Unkenntnis.

Mir geht es bei alledem auch immer um den sog. guten Ruf. Immer wieder werden Neustarter a.G. von irgendwelchem Hören-Sagen blockert.
:yes:

Ja, da kann ich Dir nur beipflichten. Das hatten wir auch schon erlebt, aber in den letzten Jahren nicht mehr. Die  Betreiber der zuletzt in unserem Großraum eröffneten Anlagen haben wohl alle ihre Hausaufgaben in Punkto Sicherheit gemacht.
BW PMA V Ironwood 39#, 31"
Falkenholz Peregrin 02 37#, 31"
APA Mamba


Offline kungsörn

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Clx, ggf. wird man das Pamphlet der Verbände (mit Status eines Vereins) heranziehen, wenn nichts Besseres greifbar ist.
Aber das ist genau der Bärendienst für die betreibenden Vereine, weil die nun daran festgenagelt werden.
 
Dummerweise sind die Regeln teilweise sehr schwammig formuliert und m.E. juristisch viel zu unausgegoren, um echte rechtliche Sicherheit zu schaffen.
Es gibt große Spielräume bei der Auslegung einiger Punkte und andere Forderungen sind für normale Parcours schlicht nicht erfüllbar oder zumindest mit erheblichem Aufwand verbunden.
Vielleicht missbilligt dann eine Umweltbehörde den Parcours, weil aus ihrer Sicht zu viel Natur zerstört wird, wenn eine Schneise für den Bison in den Wald gefräst und erhalten werden muss? :wtf:
Was dann? Keinen Bison stellen? Kein Hochstand, weil evtl. eine mögliche Behinderung im Auszug da ist?
Kein FluFlu und kein bewegliches Ziel, weil die Regeln diese Möglichkeit nicht mal erwähnen?

Ich hab schon mehrfach und länger den Verdacht geäußert, dass die großen Verbände jede Möglichkeit wahrnehmen,
die traditionell jagdlichen Bögen und Techniken zu Gunsten des „modernen Bogensports“ verdrängen.
Sei es unter dem Begriff „sportlicher Chancengleichheit“ oder unter dem Deckmäntelchen der „Sicherheit“. >:(
Und bis heute kann mir keiner glaubhaft darlegen, dass dem nicht so ist.

Ist natürlich eine radikale Ansicht von mir, der sich ansonsten als sehr offen Zeitgenossen sieht, aber ich bleibe dabei:
Wenn dieses Schreiben, in dieser Form, den Status einer VDE o.ä. erlangt, ist das ein schwarzer Tag für die meisten traditionellen 3D-Schützen und Parcoursgänger.
Und für den einen oder andern Parcoursbetreiber kleinerer Anlagen ganz sicher auch. :-[
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
(In Extremo, "Sünder ohne Zügel")


Online Landbub

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@kungsörn

Es gab ja seit vielen Jahren ein Vorgängerpapier. Die wesentlichen Eckpunkte, was Abstände der Gefährundbereich etc betrifft, waren da auch schon genannt. Auch die entsprechenden "Freischneid-Paragrafen". Es war nur bei 3D nicht so bekannt, weil es sich auf Bogenwiesen und "FELDBOGEN Wettbewerbe und Parcours" bezogen hat. 3D war da kein Thema. Aber natürlich waren die Regeln und Anmerkungen für Feldbogen auch damals schon auf 3D anwendbar.

Was ist damit passiert? Man hat sich als Parcoursbauer gesagt "ja, das ist vernünftig, die Schussbahn nicht über einen Wanderweg zu führen und ein Ziel 20m vor dem Parkplatz zu stellen - in dessen Richtung". Dazu hat man das Papier nicht gebraucht und so ist es heute auch.
Dann hat man gesagt "250m hinter der Scheibe? Sorry, da stehen schon Kühe. Also vielleicht einen Pfeilfang hinhängen. Oder auch nicht, man akzeptiert das Risiko."

Das wird sich mit dem neuen Papier nicht viel anders.
Ich habs eigentlich vor allem deshalb geteilt, damit alle mal verstehen, warum man bei Verbandmeisterschaften Autobahnen stellt.
Abonniert bitte https://www.youtube.com/@ArcheryGirls
Das motiviert meine Jugendgruppe ganz enorm, hier weitere Videos zu produzieren.

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