Ein Betreiber sollte doch einen sicheren Umgang mit dem Bogen voraussetzen können, wenn der Benutzer im Besitz eines solchen ist und diesen selbst mitbringt.
Weils auf die meisten zutrifft. Darum passiert ja auch nix. Man würde davon wissen, wenns anders wäre.
Allerdings ist deine Aussage oben dennoch falsch und der Grund, warum wir unsere Parcours nicht mehr öffentlich haben. Die umliegende Landwirdschaft hat Pfeile in Feldern gefunden, wo sie nicht sein konnten, weil es keinen Schuss in diese Richtung gab. Aus gutem Grund - Milchvieh-Wiese. Auch kein Drama, der Landwirt ist Bogenschütze und Vereinsmitglied und Verpächter eines Teils des Parcourswald. Ein Pfeil war sogar mit einer Jagdspitze ausgerüstet.
Dann haben wir Pfeile hoch in Bäumen gefunden. Da meinte dann jemand, er hätte gesehen, wie eine Gruppe Leute Getränkedosen geworfen hat und jemand willte sie mit dem Pfeil treffen. Obs so war? Keine Ahnung. Aber wie kommt ein Pfeil fernab jeglicher Schussbahn in einen Baum auf mindestens 5m Höhe?
Ich hab ähnliches auch schon gesehen. Es geht mir aber nicht um die unendliche Dummheit der Menschheit (frei nach Einstein), sondern um die daraus folgende Haftung.
Jeder Schütze sollte für seinen Schuss haften, nicht der Betreiber.
Ich glaub aber, du weißt, worüber ich mich bei dem verlinkten Pamphlet besonders ärgere:

Es sind hier 3 Vereine, die Parcoursregen nach ihrem Ermessen aufstellen und als allgemein gültig verkaufen wollen, ohne letztendlich dafür haften zu müssen.
Jetzt nicht mehr nur bei offiziellen Wettkämpfen, sondern für alle, die Parcours betreiben und benutzen wollen.
Zwischen typischen und ggf. sinnvollen Sicherheitsbestimmungen versteckt sich dann genau folgendes:
„Der Sportler muss am Abschusspflock den Bogen ohne jede Behinderung ausziehen und spannen können; auf den ersten fünf Metern der Flugbahn dürfen sich keinerlei Hindernisse befinden“
Da steht nicht „sollte“. Nein, da steht „muss“...
...und heißt im Kontext, dass gefälligst alle Parcours dieser Welt für BB- und WA-Schützen zu optimieren sind (von wegen: Stand der Technik...

).
Das ist m.E. nichts anderes, als ein weiterer Dolchstoß gegen das 3D-Bogenschießen.
Egal, wie oft man „SPORT“ in Großbuchstaben dafür benutzt oder 3D-Tiere eine Scheibe nennt.
BTW.
Bei hohen Zielen ist weder ein Hinweis auf „FluFlu“ o.ä. gegeben, noch wird auf die Option eines entsprechenden Sicherheitsbereichs verwiesen.
Damit sind sehr steile Schüsse für die wenigsten Betreiber realisierbar. Welcher Bogensparte das wohl sehr entgegen kommt?
