Archers Campfire

Dicke Pfeile auf dem Langbogen


Offline Long John

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Ich bin günstig an einen Satz Easton X7 Alupfeile gekommen und wollte die mit dem Langbogen in der Halle schiessen. Mit etwas über 9 mm sind die fast 2 mm dicker als meine Carbonpfeile.
Die Rohschäfte fliegen bei sauberem Release perfekt, sogar besser als die Carbonis.
Allerdings musste ich feststellen, dass die dicken Teile bei Lösefehlern oder leichten Veränderungen in Auszug oder Rückenspannung deutlich sensibler reagieren mit seitlichen Abweichungen. Obwohl sie mit 525 gr. über 100 gr. mehr wiegen als die Carbonpfeile. Ich hätte das Gegenteil erwartet.
Mit den Carbonpfeilen ist das System deutlich fehlerverzeihender.

Wie lässt sich das erklären ?

Hängt es damit zusammen, dass die dicken Pfeile sich mehr um den Bogen winden müssen?
Das Fenster des Langbogens ist nur bis kurz vor Mitte geschnitten, und die Alupfeile weisen schon stark nach links.
TRB: Blumhofer X Master XTX 68", Blumhofer ILF 70" mit diversen Wurfarmen u.a. von Grombard, Border, DK
Langbogen: DerBow Verus 68"
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Online cweg

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Da hast du dir die Antwort schon selbst gegeben. Die Pfeile liegen (minimal) weiter aus dem Center, als deine Carbonis. Das könnte es schon erklären.


Online Cayuga

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Ich schließe mich @cweg an. Du kannst das auch testen, indem Du das Leder, Fell, Flauschband oder was auch immer Du als vertikalen Schutz am Bogen hast mal mit einem zweiten Stück temporär überklebst oder mit einem Streichholz, oder dünnen Holzfurnier (1mm in deinem Fall) unterfütterst, so dass die Spitze des Carbonpfeils identisch mit der des Alupfeils ist.
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Offline Landbub

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Mach sie weicher. Der RS darf gerne ein wenig rechts stecken bei dicken Dingern. Also mal 20 bis 50gn mehr Spitze geben, je nachdem, was du hast. 150 bis 200gn sind ganz normal.  Macht auch das Gap kleiner.
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Beherrscht du deinen Bogen oder beherrscht er dich? So findest du deine ideale Zugkraft: https://youtu.be/-8xkYqie5x8


Offline roscho

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Mehr zum Thema Alu vs Carbon gibts hier
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Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

"Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
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* Albert Einstein


Offline Long John

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Ich schließe mich @cweg an. Du kannst das auch testen, indem Du das Leder, Fell, Flauschband oder was auch immer Du als vertikalen Schutz am Bogen hast mal mit einem zweiten Stück temporär überklebst oder mit einem Streichholz, oder dünnen Holzfurnier (1mm in deinem Fall) unterfütterst, so dass die Spitze des Carbonpfeils identisch mit der des Alupfeils ist.

Peter, wie hilft mir das, dass der Aluschaft geringere Abweichungen hat?
Ich will ja nicht auch noch die gut fliegenden Carbonpfeile "vertunen".
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Online Rainer K

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Aber Du hast erstmal einen fairen Vergleich  :schuldig:
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Offline Absinth

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@Long John, Stephan, da hast du den Peter falsch verstanden, er wollte dir nicht helfen, auch wollte er dir nicht deinen getunten Carbonpfeil vertunen...

Er wollte dir mit seinem beschriebenen Versuchsaufbau für den Carbonpfeil doch nur mitteilen, dass du es auf diese Weise selbst überprüfen/testen etc. kannst, was mit deinem Cabonpfeil ebenfalls passiert, wenn er die gleiche Aussermittigkeit erfährt wie der X7 Alupfeil.

;)

Der User Rainer K war schneller und kürzer... O:-) + :youRock:



Online kungsörn

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Du musst zuerst mal rausfinden, was genau die seitlichen Abweichungen verursacht.
Möglicherweise hat das mit dem OFF-center garnichts zu tun.
Wenn der Aluschaft einen anderen dynamischen Spine hat (z.B. wegen dem Gewicht oder dessen Verteilung oder den verschiedenen E-Moduli oder sonstwas),
dann kommt er anders aus dem Bogen, als der Carbonschaft.
Eine mögliche Theorie:
Vielleicht „wedelt“ das Nockende um einiges enger am Bogenfenster vorbei und schlägt deshalb bei kleinsten Abweichungen im Auszug oder Lösen am Fenster (oder Auflage) an?
Der bessere Flug kommt evtl. vom höheren Gewicht, die Empfindlichkeit von der nicht ganz perfekten Abstimmung?
Um das zu testen könntest Du, wie Landbub auch schon vorgeschlagen hat, eine schwerere Spitze verwenden.
Niemals fesselt mich ein Band, riegelt mich ein Riegel
Suchte meinesgleichen, fand nur Sünder ohne Zügel
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Offline Long John

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Hmh, ich versteh es noch nicht ganz.

Der Alu-Rohschaft fliegt bei sauberem Lösen fast perfekt, also sollte das Setup doch passen (inkl. Spitzengewicht). Wenn ich jetzt eine noch schwerere Spitze verwende, würde der Rohschaft nach rechts ausbrechen. Andererseits kann Kungsörns Theorie mit dem Anschlagen passen, ich habe hin und wieder Federreste an der Pfeilanlage gefunden.

Warum wäre dieses prinzipiell zu weiche Setup dann fehlerverzeihender als eines mit gut fliegendem Rohschaft?

Und warum hat der (eigentlich etwas zu harte) Carbonschaft bei Fehlern eine größere Toleranz?

Reagiert Alu einfach sensibler auf unterschiedliche Auszugslängen bzw. unsauberes Release als Carbon?

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Offline Landbub

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Warum wäre dieses prinzipiell zu weiche Setup dann fehlerverzeihender als eines mit gut fliegendem Rohschaft?


Hast du dich mal mit den Nodes deines Pfeils beschäftigt? Grad in der Halle, wo man die Pfeile gerne lang lässt, ist der Node im Auszug vor dem Button / Anschlag. Wenn dem so ist, sagt der RST nicht viel aus. Da ist dann wirklich Try&Error angesagt
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Offline Long John

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Hast du dich mal mit den Nodes deines Pfeils beschäftigt? Grad in der Halle, wo man die Pfeile gerne lang lässt, ist der Node im Auszug vor dem Button / Anschlag. Wenn dem so ist, sagt der RST nicht viel aus. Da ist dann wirklich Try&Error angesagt

Meine Schäfte sind alle 33" lang, Alu wie Carbon. Der Alupfeil ist nur durch die Riesennocke nicht ganz 1 cm länger.
Ob das so einen Riesen Einfluss auf die Schwingungsknoten hat?

Am Ende ist es wahrscheinlich wirklich Try&Error. Aber da ich keine Lust auf ewiges Tuning habe, bleibe ich erst Mal bei den Carbonschäften. Die fliegen ordentlich. Mich hat einfach der Grund für diese Abweichungen der Alus interessiert.
Glücklicherweise war der Satz X7 recht günstig, mal sehen, vielleicht kommt er ja irgendwann auf einem anderen Bogen noch zur Geltung.

Danke für die vielen Rückmeldungen!
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Offline BSCausBKK

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Ich wollte auch grössere Löcher bei Indoor Turnieren schiessen.
Skylon Bruxx mit bis zu 230grn Spitzen.
Klappt mit viel Abstimmung und mysteriösen superschweren Spitzen auch.
Beim Ciderbow (Holz, Superrest) hat es im Training gut funktioniert, beim Stress im Turnier war es aber nicht der Bringer.
Beim Kinetic Blankbogen und AAE+Beiter Equipment im Training unfassbare gute Ringzahlen, im Wettkampf war die Kombination dann doch zu sensibel.

Ich bin jetzt auf ID 6.2 umgestiegen, die verzeihen mehr Fehler.


Offline Long John

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Da scheine ich ja nicht der Einzige zu sein, der solche Erfahrungen mit dicken Torpedos gemacht hat.

Was mich dann doch zur nächsten Frage bringt:

Sind dünne Schäfte leichter zu tunen und fehlerverzeihender als dicke?
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Online kungsörn

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Ich vermute, dass dicke Schäfte, bei gleichem Spine dünnwandiger sind.
Das führt dazu, dass sie -bei gleichem Material – auch leichter sind, als die schlankeren Pendants und im Fall von BSCausBKK eine schwerere Spitze benötigen.

Bei deinen Alus trifft das aber nicht zu, weshalb der unterschiedliche FOC zumindest nicht der einzige Grund sein kann.

Der Hauptanteil wird vermutlich im OFF-Center liegen.
Je enger es zugeht, je schwieriger ist das Optimum zu finden und umso empfindlicher die Reaktion auf Fehler.
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