Archers Campfire

3D (nach DFBV) - Setup für Systemschützen


Offline Woodinski

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Ich freue mich heute Nachmittag auf die 8 Kinder, denen es völlig Wumpe ist, wer was für einen Bogen schießt.
Die wollen einfach Bogenschießen und Spaß haben.
Vielleicht sollten sich hier so mancher Erwachsene an den Kindern ein Beispiel nehmen.

Für mich "isch over", wie jemand mal treffend gesagt hat.

Sehr gut, Jürgen - dann fix mal schön die Kids an.  :youRock:  Bogenschießen und Spaß haben wie die Kinder. So sollte es sein. Manchmal könnte man meinen, Bogenschießen besteht nur aus Bogenklassen, Verbandsregeln, Fernglasdiskussionen etc.
Aktueller Bogen: BlackWidow PMA X 62" - 36# @ 28"


Offline kungsörn

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Ich glaube, der Kungsörn provozoert nur :-)
Denn solche Schießgemeinachften gibts ja. Nur nicht mehr lange. In 2 Vereinen habe ich übersicht über fast 500 Bogenschützen, und die, die davon in kungjörns Schema fallen, sind inzwischen schon echt betagt. Man hört denen gerne zu, die haben viele Geschichten zu erzählen. Abers die sind auch irgendwie aus der Zeit gefallen. Die starken Bögen haben die immer noch, zuhause im Keller. Als Andenken an bessere Zeiten.
Ich schreibe, was ich denke und beiße mir nur selten auf die Finger. ;D
Ob das triggert, hängt ja immer von der Sichtweise und den Interessen des einzelnen ab.

Aber es ist schon interessant, wer da so anspringt und wie verschiedenstartig mein Geschreibsel ausgelegt wird.
Die meisten Kommentare könnten entfallen, wenn man Forenbeiträge genau liest und dabei auch mal beachtet,
was ausdrücklich nicht geschrieben wurde.
(in meinem Fall zum Thema:  Zuggewicht, Bogenmaterial, Ausgrenzung, Spaß am Bogenschießen…)

Ansonsten hast du wohl leider recht.
Blöderweise wird vielen Schülern unterschlagen, dass Bogenschießen ohne Zielsystem auch Spaß macht und dass man damit sogar treffen kann. ;)
Ja, Ok, dafür muss der Lehrer es natürlich selber können. :schuldig:
So, jetzt hör ich wirklich auf, sonst geht mir der Jürgen beim nächsten mal in Böttigheim noch an die Gurgel. :unschuldig:
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Offline Treppenwangenrollator

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4.   Zuggewicht mindestens 50# bei <=9 gpp; min.40# bei >12 gpp; <=35# bei >16 gpp usw.


 :wtf:

Ich bitte um Erklärung, was genau soll das bringen?


Offline kungsörn

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Bedeutet, dass der Pfeil eine gewisse Energie mitbringen muss.

Da ja niemand ausgeschlossen werden soll, gibt’s die Möglichkeit, geringere Zuggewichte mit höherem gpp auszugleichen.
Die gpp-Vorgabe kann man für Kinder auch weglassen – wegen Spaß haben und so… :)
Ich weiß aus den Ami-Foren, dass schon mal mit einem 36# (Border) und 19gpp erfolgreich gejagt wurde. Nicht wirklich waidgerecht aber ging wohl ganz gut.
Da ist 35# bei >=16gpp nicht so weit weg und man kann mit gutem Gewissen behaupten, in der BHR einen einigermaßen tauglichen Bogen zu benutzen.  ;)

Wer weit unter 35# mit 16gpp unterwegs ist hat natürlich bei langen Distanzen Nachteile. Aber auch nur da und irgendwas is ja immer…
Zumindest bei den kleinen Viechern, wäre dann ein Kill auch ein Kill.
Außerdem wird der Pfeil nicht so schnell vom Blatt- und Strauchwerk abgelenkt. :Achtung:
(Nööt, Nöööt, Triggeralarm…) ;D
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Offline Treppenwangenrollator

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Aah, ja. Danke für die Aufklärung.
Dann würde mich auch noch interessieren, weshalb bei Verbandsturnieren Schützen mit leichten Zuggewichten im Vorteil sein sollen. Kannst Du mir das auch noch kurz erklären?


Offline kungsörn

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Gerne.
Der Vorteil besteht ja nicht im geringen Zuggewicht, sondern in der Kombination mit immer leichter werdenden Pfeilen.
Nicht nur bei Verbandsturnieren haben leichte Bögen in Kombi mit leichten Pfeilen eine gestreckte Flugbahn.

Da es derzeit nirgendwo ein Mindest-gpp gibt und modernere Bogenmodelle auch Quasi-Lehrschüsse hinnehmen,
wird eine, fürs Bogenschießen typische, Physis eher nebensächlich.
Das bedeutet im Umkehrschluss:
Es sind gute bis sehr gute Treffer mit Zielsystem bei sehr wenig Training und sehr wenig Erfahrung möglich.
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass ein guter Bogenschütze, der auch Turniere gewinnen will, etwas mehr mitbringen sollte,
als ein gottgegebenes ruhiges Händchen und gute Augen zum Entfernung schätzen.

Ich hab z.B. vor zwei Jahren, beim örtlichen Ostereierschießen mit dem LG, langjährig und regelmäßig trainierende Vereinsschützen abgezockt.
Und dass, obwohl ich seit meiner Jugend keinen Finger mehr an einem Abzug hatte.
Ob Talent oder einfach nur Glück - keine Ahnung. Die taten mir fast leid, war ich doch noch nicht mal der Beste unter den Dahergelaufenen.
Und nicht um sonst, geht es im Schießsport (beil LG auch in den untersten Klassen) extrem Eng zu.

Bei "BHR" kommt dann noch dazu, dass es in seinem Wesen nicht dem Namen gerecht wird, leichte Bögen mit leichten Pfeilen und kompliziertem Zielvorgang zu benutzen.

BTW: auch früher wurden Bögen mit 20 oder 25# sicher eher als Spielzeug benutzt => TBR, LB  ;)
« Letzte Änderung: Februar 06, 2026, 06:04:35 Nachmittag von kungsörn »
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Offline Landbub

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@kungsörn: wie sagt man bei Youtube? "Bleib dran, am Ende kommt eine gute Nachricht" :-)

Es sind gute bis sehr gute Treffer mit Zielsystem bei sehr wenig Training und sehr wenig Erfahrung möglich.
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass ein guter Bogenschütze, der auch Turniere gewinnen will, etwas mehr mitbringen sollte,
als ein gottgegebenes ruhiges Händchen und gute Augen zum Entfernung schätzen.

Im nicht-geschrieben Thread habe ich auf BärTigers nicht gemachter Kritik nicht geschrieben, dass ich lediglich den Bushit an anderer Stelle kuratiere. Das ist jetzt wieder so ein Fall. Nichts von dem oben ist richtig, ausser der Aussage, dass man mit angepasster Technik auch mit weniger Übung was treffen kann.

Unter den zahlreichen falschen Bogensport Plattitüden wie "wer trifft hat recht" gibts eine, die stimmt seit jeher: "man kann sich Ringe nicht kaufen".
Wer Wettkämpfe gewinnen will, braucht nicht nur gut abgestimmtes Material, sondern auch hunderte an Trainingspfeilen pro Woche, zumindest in der Vorbereitungszeit. In Wettkampfklassen mit 50 bis 60 Teilnehmern, so wie sie die Trad. und die BB Klasse auf der Deutschen vom DSB sind, also mit Quali davor auf Landesebene, sind gute Leute, die wesentlich mehr dafür tun, als sich ein leichtes Setup zu kaufen. Und dennoch sinds immer Michael Mayer, Rüdiger Schäfer, Stephan Rueß oder Tim Struppi, und ein paar wenige andere, die man fast immer vorne findet. Alles nur Talent? Sicher, auch. Aber eben auch ganz viel Training.

Ein Bogenschütze, der gewinnen will, muss also mehr mitbringen, ganz so, wie du es forderst. Nur eines darf nicht notwendig sein: Die Voraussetzung, einen 45# Bogen 100 mal am Turniertag ziehen zu können. Sonst wird das nix mit dem Breitensport und auch nicht mit dem Leistungssport-Nachwuchs.
Moderne, schnelle Setups helfen. Wie beim Mountain biken. Da jammert auch kaum einer den Single Speed Rädern nach, oder? Fortschritt verstärkt die Möglichkeiten.

Deine Befürchtung, dass jagdliches Bogenschießen ausstirbt, ist aber durchaus berechtigt.
Nicht wegen Leuten wie mir oder Kuckingen, um nur 2 zu nennen, die jegliche Assoziation zur Jagd lautstark ablehnen, getrieben durch Hintergrundwissen aus Verbänden und Organisationen. Auch nicht wegen den Autobahnen etc, sondern, weil sie generell ausstirbt, die Bogenjagd mit Tradibögen.

Folgende Zahlen hab ich aus einem amerik. Händer-Netzwerk, wo v.a. vor der ATA Show unter "know your customers" solche Infos zu finden sind.

Über die letzten Jahre ist der Anteil der Single String Bögen bei der Jagd von knapp 12% von vor 10 Jahren auf weniger als 1% zurückgegangen. Die Abwanderer sind zum Compound, dessen Anteil sich von über 96% in den letzten 3 Jahren aber auch auf ca 92% reduziert hat. Und zwar zugunsten der Armbrust, die in jüngster Vergangenheit in vielen Bundesstaaten dem Bogen gleichgestellt wurde, was Jagd betrifft.

Und jetzt das, warum du bis zum Ende drangeblieben bist - aus dem selben Report:

"Current Trends
While traditional archery is not growing as fast as the crossbow segment, it is seeing a "renaissance" among experienced bowhunters who feel modern compound technology has become too "rifle-like." This has led to a small but steady movement of hunters switching back to longbows and recurves for the increased difficulty and satisfaction of a "primitive" kill."



Abonniert bitte https://www.youtube.com/@ArcheryGirls
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Beherrscht du deinen Bogen oder beherrscht er dich? So findest du deine ideale Zugkraft: https://youtu.be/-8xkYqie5x8


Offline kungsörn

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Landbub, den Vorwurf, dass alles von mir geschriebene falsch ist, gebe ich 1:1 zurück.

Ich hab doch von guten und sehr guten Ergebnissen geschrieben, nicht von Titelserien und Pokalen.
Und ich hab, bei meinem 5-Punkte-Gedanken, auch kein Mindestzuggewicht vorausgesetzt, nicht mal die Werkstoffe und Maße für Bogen und Pfeile werden eingegrenzt.
Lediglich die aktuellen Vorteile des Systemschießens (Abgreifen => Zielen über die Pfeilspitze) entfallen bei meiner Idee.
Letzteres ist doch der wahre Grund für die ganze Aufregung, oder? ;)

"Wer trifft hat recht" und auch "man kann sich Ringe nicht kaufen" sind beide richtig und auch falsch,
wenn man Sie aus dem Zusammenhang reißt und dann auf die Wortdeutungswaage legt.
Ich habe selbst schon Turniere gewonnen, ohne „hunderte an Trainingspfeilen pro Woche“.
Das Prozedere einer DM-Quali mit ganzen Wochenenden oder gar EM wird mir aber auch in ferner Zukunft nicht möglich sein.
Der Preis dafür ist unerschwinglich hoch für mich – nicht nur wegen der Kohle.

Wenn man will, kann man das jagdliche am 3D auch aktiv aushungern.
Vor allem, in dem man den jungen Leuten permanent suggeriert, dass Bogenschießen ohne System nicht taugt.
Und weil ein solches System irgendwie auch nicht zum jagdlichen Ursprung des 3D passt,
leugnen wir einfach den Zusammenhang und reden lieber von Scheiben und Ringen – ganz sportlich und modern. :-X

Wir beide werden in dieser Frage wohl erst wieder zusammenkommen,
wenn man im Zusammenhang mit „3D-Bogenschießen“, über die Qualität von VR-Brillen diskutiert. :-[

Von daher hab ich jetzt auch kein Problem damit, wenn uns unsere Differenzen zu diesem Thema noch lange erhalten bleiben. ;)
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Offline puschel

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  • ...es könnte schlimmer sein :)
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Hi,

gute Ansätze und viele gute Punkte, aber passt bitte in dieser Diskussion auf, dass es nicht "Wortgoldwaagenschwurbelei" wird.
Leistungssport vs Breitensport, Sportordnung vs Turnieraufgaben, Training vs Talent, ... da gibt es reichlich Potential für nette Diskussionen.

Das Thema hier ist ein Erfahrungsaustausch zum Ausreizen einer Sportordnung mit einem leichten Setup. Soweit sind wir hier in einem Bereich, der hart an der Grenze zwischen Leistungssport und Breitensport liegt (zumindest beim Material). Ob hier jemand die Anforderungen an Leistungssport erfüllen kann... - ich bezweifle es. Selbst die oben genannten Blankschützen (Michael, Rüdiger,...) sind definitiv keine Leistungssportler. Diesen Term würde ich nur für die Berufsschützen in der Sportförderung stehen lassen. Bei allen anderen ist es doch (so bitter wie es ist) "nur ein Hobby", wenn auch auf hohem Niveau.

Ansonsten sind wir uns vmtl. einig, dass es ohne Training nicht geht. Auch beim Systemschießen würde ich jedem den Zahn ziehen wollen, dass es durch ein System mit weniger Training geht. Wenn es so wäre, würde ich mir die Frage stellen, warum dann nicht jeder so schießt. Mit einem System werden deine Pfeile wiederholbarer, ein Schuß besser korrigierbar - aber das ist es dann auch schon. Gerade bei den Anforderungen der klassischen 3D-Turniere nützt ein System eher weniger, da der erste Pfeil relevant ist.
In Bezug auf die Jagd: ich bin völlig fein damit, dass die Anforderungen einen jagdlichen Hintergrund haben/hatten - und bleibe einfach bei den Sportordnungen. Und damit beim Sport!
Ich habe es schon oft hier gelesen und denke, dass das auch richtig und beachtenswert ist: Wenn die Jagd mit dem Bogen erlaubt wird, ist die Chance sehr hoch, dass der Bogen als Waffe eingestuft wird. Damit wäre der 3D-Sport sofort tot! Jeder Parcours wäre sofort zu, wir würden nur noch auf Schießanlagen und/oder eingehaust schießen. Bitte nicht. Das sind aber ganz andere Themen.

Hier geht's um Erfahrungen mit (durchaus extremen Setups). Bisher habe ich mir Testsetups von rund 200 ft/s bis (rechnerisch) knapp 280 ft/s gebaut. Bei letzterem jammert mein Bogen schon so, dass ich unruhig werde auch wenn die Hersteller da noch entspannt sind. Am WE geht's jetzt mal in einen Testlauf für die 200 ft/s Variante und ich schaue mir an, inwieweit dünnere/leichtere/schnellere Pfeile in der Halle auf kurze Distanzen funktionieren. Danach kommen die weiten Distanzen dran, derzeit sagt mein Bauchgefühl, dass langweilig und langsam mehr Punkte bringt.
______________________

Mybo Mykan 27/Uukha Omega - 41#@30''
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Offline Landbub

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Selbst die oben genannten Blankschützen (Michael, Rüdiger,...) sind definitiv keine Leistungssportler. Diesen Term würde ich nur für die Berufsschützen in der Sportförderung stehen lassen.

Berufsschützen gibts in DE gar nicht. Leider. Der Begriff "Leistungssport" wird vom DSB so verwendet, dass Schützen Leistungssportler sind, sobald ihre Ringzahlen, Trainingsfortschritte etc vom Verband bewertet und gefördert werden. Sie also in der Struktur zwischen Bezirks- , Landes- und Bundestrainern beheimatet sind.
Im Prinzip bist du Leistungssportler, sobald du im Kader bist. Bezahlt bekommst da noch lange nix. Nicht mal das Material. Aber dafür bist auf der NADA Watchlist und must auch noch aufpassen, was du an die melden musst.
Dennoch ist es für die jungen Leute natürlich toll, professionell betreut zu werden und auch mal für ein paar Tage unter gleichgesinnten zu sein.
So gesehen ist auch Jürgen Lippek mit einen 70 Jahren noch ein Leistungssportler.

Ich habe es schon oft hier gelesen und denke, dass das auch richtig und beachtenswert ist: Wenn die Jagd mit dem Bogen erlaubt wird, ist die Chance sehr hoch, dass der Bogen als Waffe eingestuft wird. Damit wäre der 3D-Sport sofort tot! Jeder Parcours wäre sofort zu, wir würden nur noch auf Schießanlagen und/oder eingehaust schießen. Bitte nicht. Das sind aber ganz andere Themen.

Das ist genau, was ich oben meinte mit "Leute mit Verband-Hintergrund sind sehr lautstark aktiv, Bogensport von der Jagd getrennt zu halten". Bei Themen wie Waffenrecht und dessen Anpassung / Verschärfung wird generalisiert. Da wird auch nicht nach dem Sinn gefragt oder Konsequenzen bewertet - es ist reiner politischer Aktionismus. Und schon wird der Bogen wie eine Armbrust gewertet und das wars mit dem Sport. Solche Diskussionen werden nicht öffentlich geführt, sondern von den Verbänden. Und zwar intensiver, als es sich so mancher vorstellen kann. 3D dann als "Jagdtraining" zu bezeichnen (was es zweifelsfrei ist und wo es herkommt), ist nicht hilfreich. Genauso wenig wenn 3D Schützen optisch einem Jäger gleichkommen. Würde den Leuten wirklich ein Zacken aus der Krone brechen, wenn sie auf dem Parcours eine Warnweste anhätten?`
Beispiel: Dass "Killzonen" bitte "Trefferflächen" genannt werden sollen, entspringt auch nicht dem Ego eines Funktionärs, sondern es hat eine Historie irgendwo im oben geschriebenen - es wurde als Argument gegen den 3D Bogensport verwendet. Dass manche ein "Kill-Turnier" ausschreiben, gießt Öl ins falsche Feuer.
Drum sind die Ziele keine Tierattrappen, sondern 3D Scheiben. Solch Einschränkungen in der Terminologie sollte für alle einfacher sein, als irgendwann für jedes 3D Turnier nach Österreich fahren zu müssen.

ist das alles Blödsinn? Natürlich! Wie so vieles. Mit jedem Post, wo Bezug genommen wird auf die Historie von 3D oder zur Jagd, sägt man ein klein wenig am Wurfarm des Tradibogens.
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Offline Landbub

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Das Prozedere einer DM-Quali mit ganzen Wochenenden oder gar EM wird mir aber auch in ferner Zukunft nicht möglich
Ich beziehe mich aber tatsächlich nur auf die, weil es dank des Verband-Wildwuchses in DE tatsächlich die von dir genannten Deutschen Meister gibt, die lediglich die Bogenklasse und den Verband geschickt gewählt haben und man schon durch pure Anwesenheit auf dem Treppchen ist. Genau das hast halt beim DSB kaum und in den populären Klassen gar nicht.

Vor allem, in dem man den jungen Leuten permanent suggeriert, dass Bogenschießen ohne System nicht taugt.

Das ist eher intrinsisch bei den Leuten. Denn die lernen auf der Scheibe. Halle, Bogenwiese, egal. Und da sehen sie halt selber, um wieviel besser man treffen kann, wenn man systematisch korrigieren kann. Solange sich ein Ziel nicht bewegt. Es geht da gar nicht um die Visierung über was auch immer (Scope-Pin, Pfeilspitze, Auflagedraht, Shelf-Kante...), sondern eben darum, dass man ein (ggf. virtuelles) Stellrad hat, dieses System zu justieren. Was v.a. für den 2. Pfeil ein großer Vorteil ist.

Von daher hab ich jetzt auch kein Problem damit, wenn uns unsere Differenzen zu diesem Thema noch lange erhalten bleiben. ;)
Dito. Und gemeinsam auf einem Parcours hätten wir dennoch Spass. Vielleicht sogar genau wegen diesem Konflikt :-)
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Offline kungsörn

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Von daher hab ich jetzt auch kein Problem damit, wenn uns unsere Differenzen zu diesem Thema noch lange erhalten bleiben. ;)
Dito. Und gemeinsam auf einem Parcours hätten wir dennoch Spass. Vielleicht sogar genau wegen diesem Konflikt :-)
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Online Clemens

  • Pfeil und Bogen - kenn ich
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Solch Einschränkungen in der Terminologie sollte für alle einfacher sein, als irgendwann für jedes 3D Turnier nach Österreich fahren zu müssen.
Wir sind bereit! Gebt uns nur bitte etwas Vorlauf damit wir die Tageskartenpreise anpassen können.   :upsidedown:

Spass beiseite.. desto weiter weg der Bogensport vom Waffenrecht ist desto besser für uns alle die gern 3D schiessen. Wenn das bedeutet, dass man die Terminologie und Kleidung so anpasst damit politische Entscheidungsträger:innen erst gar nicht auf die Idee kommen können die falschen Schlüsse zu ziehen dann nehm ich fürn meinen Teil das als Sportler so hin und bedanke mich bei den Verantwortungsträger:innen für ihre Weitsicht in der Sache.



Offline cweg

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  • Bogenschießen in einer bunten Welt
Von daher hab ich jetzt auch kein Problem damit, wenn uns unsere Differenzen zu diesem Thema noch lange erhalten bleiben. ;)
Dito. Und gemeinsam auf einem Parcours hätten wir dennoch Spass. Vielleicht sogar genau wegen diesem Konflikt :-)
:agree:

Der beste Post der letzten Seiten. Ihr beiden macht mir eine riesen Freude!  :GoodJob: